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Glossar M

 

Mainzer „Akzeptation“

In der sogenannten Mainzer „Akzeptation“ oder „Erklärung“ akzeptierten die Metropoliten des Reiches und Vertreter König Albrechts II. 26 Dekrete des Basler Konzils. Dass die Pragmatische Sanktion von Bourges von 1438 als Vorbild für das Notariatsinstrument gedient hatte, ist klar ersichtlich. Wie auch im französischen Beispiel, wurde in die „Akzeptation“ nur eine selektive Auswahl an bereits erlassenen Dekreten aufgenommen. Während die Pragmatische Sanktion jedoch bis 1516 Grundgesetz der französischen Kirche blieb, geriet die Mainzer „Akzeptation“ in Vergessenheit. Thema: Reformation im Kontext, 1a1 Wiener Konkordat

Malmö

In Malmö war die evangelische Bewegung durch Unterstützung des Magistrats der Stadt und den Bürgermeister besonders erfolgreich. Der Malmöer Stadtrat konnte in seinem Ermessen reagieren, da seine Aktivitäten weder von einem vor Ort residierenden Bischof, noch von einem Domdekanat eingeschränkt werden konnte. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen

Marburger Religionsgespräch

Das Scheitern der in Marburg auf Betreiben Landgraf Philipps von Hessen zustande gekommenen innerprotestantischen Diskussionsprozesses (1. – 3.Oktober 1529) zwischen Huldrych Zwingli und Martin Luther und ihren jeweiligen Anhängern, legt die Differenz der Reformation Schweizer und Wittenbergischer Prägung ebenso offen wie sie diese weiter befördert. Kernpunkt der Kontroverse war der Abendmahlsverständnis (Transsubstantiationsstreit). Im Kern kreist die Kontroverse um das Problem, ob Brot und Wein der Leib und das Blut Christi sind, so Luther, oder ob sie Leib und Blut nur symbolisieren, so Zwingli. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 3a Schweizer Eidgenossenschaft – Bündnissystem und 2. Kappeler Krieg

Margarete, Königin von Skandinavien

Margarete (1353 – 1412) war von 1387 bis 1397 Königin von Dänemark und Norwegen und von 1389 bis 1397 auch von Schweden. Im Jahr 1397 gründete sie die Kalmarer Union. Margarete stammte aus der dänischen Königslinie. 1363 heiratete sie den norwegischen König Hakon VI. Als 1376 ihr Vater und König von Dänemark starb, bestimmte sie ihren noch minderjährigen Sohn Olaf zum Nachfolger und führte für ihn die Regentschaft. Nach dem Tod ihres Gatten 1380 übernahm sie auch die norwegische Regierung und wurde 1387 in beiden Ländern zur Königin gewählt nachdem auch ihr Sohn gestorben war. 1397 etablierte sie die Kalmarer Union und übernahm die Regentschaft auch über Schweden. 1412 starb sie, ihr Nachfolger wurde ihr Großneffe Erik von Pommern. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen

Markgräfler Krieg

Albrecht Alcibiades (1522-1557), Mkgf von Brandenburg-Kulmbach nutzte die undurchsichtige politische Lage des Reiches, um eigene territorialpolitische Ambitionen, einmal an der Seite, einmal in Opposition zu Karl V., durchzusetzen (militärische Aktionen gegen die Reichsstadt Nürnberg, Fürstbistümer Würzburg und Bamberg). Nach Kriegszügen Albrecht Alcibiades in Franken und Niedersachsen, in denen er umfängliche Verheerungen anrichtete, unterlag er im Juli und Dezember 1533 zweifach gegen die Verbündeten Ferdinand I., Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel und den im Juli getöteten Moritz von Sachsen. Im Dezember 1553 in die Reichsacht erklärt, floh er nach Frankreich und ging seiner Besitzungen, die 1557 an Mkgf Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach (1539-1603) fielen, verlustig. Er starb in Pforzheim. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 2c Interim und Fürstenaufstand

Mohammed II.

Mohammed II. (der Eroberer) bestimmt per Hausgesetz, daß jeder Sultan „um der Ordnung der Welt willen“ seine Brüder zu töten habe. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

Morus, Thomas

ca. 1477-1535, Sprecher des Unterhauses, Mitglied des königlichen Rates und Vertrauter des Kgs, der in engem Kontakt zu den wichtigsten Vertretern des Humanismus nördlich der Alpen steht und selbst schriftstellerisch tätig ist (1518 erscheint sein berühmtestes Werk, die „Utopia“ in Basel), stellt sich in dieser Schrift erstmals gegen die neuen theologischen Lehren. 1529 erscheint seine Schrift „Dialogues concernung Heresies“. Morus fällt 1534 in Ungnade und wird 1535 hingerichtet. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4a England

 



Erstellt: 13.06.2006

Zuletzt geändert: 05.06.2012

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