Archive

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Die bedeutendste Sammlung von innerjüdischem Quellenmaterial weltweit findet sich in Jerusalem, in den Central Archives for the History of the Jewish People. Der Schwerpunkt der Sammlungen liegt auf der Zeit seit dem 18. Jahrhundert, punktuell kann aber auch älteres Material gefunden werden. Mehr als 50 % der Bestände sind deutschsprachig.
http://sites.huji.ac.il/archives

In Deutschland finden sich zahlreiche Quellen, v.a. aus den Gemeindearchiven im ehemaligen Gesamtarchiv der deutschen Juden in den Beständen des Centrum Judaicum Berlin:
http://www.centrumjudaicum.de/cj-archiv/bestande

Im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg wird das Schriftgut jüdischer Gemeinden, Organisationen und Verbände in Deutschland auf freiwilliger Basis archiviert. Die Laufzeit der Akten setzt in aller Regel nach 1945 ein. Für die Frühe Neuzeit zum Teil von Relevanz ist die Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften in Deutschland, zu der auch eine Bibliographie gehört.
http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/friedhof.htm

Die umfangreiche Sammlung des New Yorker Leo Baeck Institutes zur Geschichte der Juden in den deutschsprachigen Ländern der letzten 300 Jahre enthält neben einem Fotoarchiv und einer Kunstsammlung Gemeinde-Archivalien und vielfältiges Material zu religiösen, sozialen, kulturellen, intellektuellen, politischen und wirtschaftlichen Themen. Einen zentralen Stellenwert nehmen personenbezogene Überlieferungen ein: Persönliche Papiere, Korrespondenzen und Memoiren (ab 1790). Ein "German Branch" des Archivs wird seit 2001 im Jüdischen Museum Berlin aufgebaut, wo langfristig die gesamte Sammlung in Form von Mikrofilmen u.ä. nutzbar sein wird.
http://www.jmberlin.de/main/DE/03-Sammlung-und-Forschung/02-Lesen-und-Forschen/02-leobaeck.php

Obrigkeitliche Quellen zur Geschichte der Juden in der Frühen Neuzeit finden sich in (fast) allen Stadt- und Staatsarchiven, die hier nicht einzeln aufgelistet werden können. Sie betreffen neben der 'Judenpolitik' v.a. das wirtschaftliche Handeln der Juden, bieten jedoch gerade in den im Bereich der Justiz erwachsenen Akten mit ihren Vorakten und Beilagen wie in den dort und anderswo erhaltenen Aussagen und Supplikationen von Juden vielfach Einblicke in das alltägliche Leben. Einige Archive haben mittlerweile Verzeichnisse ihrer Judaica oder Regestenbände publiziert (s. Quellenpublikationen), die in der Regel jedoch nur die Akten aufführen, in denen es bereits im Titel ersichtlich um Juden geht. Serielle Quellen sind also z.B. wie auch die Akten des Reichskammergerichts nicht erfasst.

Innerjüdische Überlieferung in größerem Umfang war vorhanden im Staatsarchiv Hamburg (Archiv der Dreigemeinde Altona-Hamburg-Wandsbek), heute in den Central Archives for the History of the Jewish People in Jerusalem. Als Mikrofilm sind die Bestände jedoch in Hamburg weiter benutzbar.

Im Staatsarchiv Würzburg befinden sich Protokolle und Akten des Landesrabbinats Heidingsfeld.



Erstellt: 02.02.2006

Zuletzt geändert: 06.03.2013


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