Edierte Einzelquellen

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Ralf-Peter Fuchs

Appellationsschrift der Verwandten der 1588 verstorbenen Dorstener Bürgermeistersfrau Margareta Burich, gerichtet an das Reichskammergericht (1594)

Einführung

Die folgende Quelle wurde in kurzen Auszügen (Anrede des Kammerrichters, Einleitung des Appellationslibells, Artikel Nr. 40 - 44, Artikel Nr. 48 - 56) im Sommersemester 2002 innerhalb des Proseminars "Hexenverfolgungen im Alten Reich" am Historischen Seminar der LMU München mit den Teilnehmern erörtert. Nach ersten Unmutsbekundungen über die fremde, komplizierte Sprache stellte es sich heraus, daß die Aufgabe, den Text mit eigenen Worten wiederzugeben und anschließend die wichtigsten Kritikpunkte gegenüber den Hexenprozessen zu Dorsten zusammenzufassen, geleistet werden konnte. Daß diese Aufgabe nicht einfach war, entwickelte sich im Verlauf der Besprechung der Quelle zu einem positiven Anreiz, gemeinsam Lösungs- bzw. Interpretationsvorschläge zu entwickeln. Freilich ließ der Quellentext in einigen Fällen mehrere Deutungen offen.

Diese Quelle wurde im Anschluß an eine Sitzung besprochen, in der einige Hexerei-Geständnisprotokolle aus Crailsheim (Gernot Stepper: Transkription von Crailsheimer Hexenprozeßakten, in: Traudl Kleefeld/Hans Gräser/Gernot Stepper: Hexenverfolgung im Markgraftum Brandenburg-Ansbach und in der Herrschaft Sugenheim mit Quellen aus der Amtsstadt Crailsheim. Ansbach 2001, S. 152 - 345) durchgenommen worden waren. Wichtig war es mir, damit einen Kontrast zu den darin befindlichen Schilderungen von Teufelspakt und -buhlschaft, von Hexenflug und Hexentanz zu setzen und zu veranschaulichen, daß das Zustandekommen solcher Geständnisse bereits während der Hochphasen der Prozesse von Zeitgenossen (Anwälten und betroffenen Personen) u.a. mit der Folter und Suggestivfragen erklärt wurde.

Hintergrund der Appellationsschrift

Es ging im Burich-Fall um den Tod während der Folter. Margareta Burich, Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters Burich aus Dorsten im Vest Recklinghausen hatte die Tortur nicht überlebt, die der Scharfrichter von Essen im Beisein des Richters zu Dorsten, Vinzenz Rensing, im September 1588 zur Erlangung von Geständnissen durchgeführt hatte. Nachdem Rensing die Erklärung des Scharfrichters bestätigt hatte, derzufolge ihr der Teufel den Hals gebrochen hatte, verkündete er das Todesurteil auf dem Marktplatz. Das Urteil auf Verbrennung wurde zusammen mit den Todesurteilen gegen drei weitere Frauen wegen Hexerei (ebenfalls Verbrennung) und einem Todesurteil wegen Verrats gegen einen Mann (Vierteilung) ausgesprochen. In Margareta Burichs Fall stellte man neben ihrer Besagung durch zwei der mitverurteilten Frauen vor allem ihre angebliche Ermordung durch den Teufel als Beweis ihrer Schuld hin.

Dagegen wandten die Verwandten ein, daß Richter, Rat und Schöffen zu Dorsten gegen die Reichsgesetze verstoßen hatten. Die Folter sei auf der Grundlage unzulässiger Indizien durchgeführt worden. In der Schrift angeführt wird u. a. eine Wahrsagezeremonie mit einem Eimer Wasser.

Der Richter zu Dorsten versuchte, eine Verbrennung der Toten unter allen Umständen durchzusetzen, mußte sich im Endeffekt jedoch damit zufrieden geben, daß sie unverbrannt "in loco supplicii", am Hinrichtungsort, begraben wurde. Als auch im nachhinein immer wieder Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens laut wurden, leitete Rensing ein Diffamationsverfahren ein, das die Verwandtschaft Margareta Burichs dazu zwang, Klage gegen ihn zu erheben und ihre Behauptungen zu beweisen. Ergebnis dieses Verfahrens, das zwei kurkölnische Kommissare durchführten, war am 24. Oktober 1592 die Absolvierung des Richters von Dorsten von den Vorwürfen und die Verurteilung der Kläger in die Verfahrenskosten nebst der Auferlegung ewigen Stillschweigens, ihre Beschuldigungen betreffend. Deren anschließend eingereichte Appellation und Nichtigkeitsbeschwerde vor dem RKG richtete sich jedoch nicht nur gegen dieses Urteil, sondern gegen das gesamte Hexenverfahren, dem die Frau zum Opfer gefallen war. Ziel war vor allem die Wiederherstellung des guten Namens der Toten und das Begräbnis des Leichnams in geweihter Erde.

Rechtshistorische Gesichtspunkte

Der Reichskammergerichtsprozeß wurde "in appellation und nichtigkeit sachen" geführt. Die Appellation erfolgte, wie erwähnt, nach der Verurteilung der Partei Burich in einem Diffamationsverfahren, das nicht mit einem Injurienverfahren verwechselt werden darf. Den inhaltlichen Schwerpunkt bildeten Fragen nach Nichtigkeiten (Wahrsagezeremonie, Wasserprobe, Akzetanz von Besagungen auf der Grundlage von "Haß und Neid" etc.). Wichtige Grundlage der Gravamina war eine kurkölnische Strafprozeßordnung, die auf der Peinlichen Halsgerichtsordnung Kaiser Karls V. (Carolina) basierte. Die Vorwürfe richteten sich vornehmlich gegen den Dorstener Richter Vinzenz Rensing.

Literatur zum Fall Burich

Oestmann, Peter: Ein Dorstener Hexenprozeß von 1588 - Der Fall Burich und die Folgen, in: Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck und Dorsten 1995, S. 108 - 113.

Fuchs, Ralf-Peter: Hexerei und Zauberei vor dem Reichskammergericht. Nichtigkeiten und Injurien. Wetzlar 1994.

Ders.: Der Fall Margareta Burich und die Hexenprozesse in Dorsten 1588: Die Überlieferung einer Reichskammergerichtsakte, in: Vestische Zeitschrift 92/93 (1993/94), S. 44 - 70.

Ders.: Hexenprozesse an Ruhr und Lippe. Die Nutzung der Justiz durch Herren und Untertanen. Münster 2002 (erscheint im September 2002).

Transkription der Quelle

Original: Staatsarchiv Münster, RKG B 2203, Bd. 1, fol. 26 - 38 Transkription: Dr. Ralf-Peter Fuchs, München

[fol. 26r] Hochwurdiger Furst, Romischer Kayserlicher Mayestätt cammerrichter, gnediger herr,

in appellation und nichtigkheit sachen Burichs erbgenamen, [1] in actis benent appellanten, gegen Vincentzen Rensing, richtern zu Dursten etc., Appellaten, ubergibt appellirender anwaldt citra alicujus injuriam vel contumeliam saltem honoris defendendi causa, [2] davon protestirendt bester und bestendigster form es am pesten geschehen soll, kan oder mag, gegenvurtige gravamina [3] mit pitt, gegenanwaldt uff ein ein jeden derselben articul richtig durch die wortt glaub whar oder glaub nicht whar zu antwortten, anzuhalten, was dan verleucknet, exponirt er sich, mit außschließung des unnottigen und uberflußes rechtlicher gebur zubeweisen. Imfal aber uber zuversicht, ein oder mehr articuln gesetzt, dan erwiesen, dieselbe alsdan vur nicht gesetzt zu halten und wider abzuthun, davon protestirendt.

1. Erscheint also darauß und ist zum 1. whar, das gemelter Appellat Vincentz Rensing seinem vermeinten angeben nach von dem hochwurdigsten, Durchlauchtigen und hochgebornen Fursten und hern, hern Ernsten, Erzbischoffen zu Coln, Churfursten, anno 1591, den 23. Decembris, ein commission uff irer Churfürstlich Gnaden Rethe, die Ernfeste und hochgelerte Dietherich Bisterfelt und Johan Kempen, beide der Rechten Doctern, gegen und wider weilandt Margreten Buricks, Burgermeisterschen zu Dursten, nechste blutsfreunde Anwaldts Principaln als angegebene diffamanten außbracht und appellanten daruff den 8. May anno 92 citirt worden.

[fol. 26v] 2. Zum 2. whar, das gedachte Churfurstliche Commission under andern nachgefurt, das gemelte commissarn die in etwa einer peinlichen sachen gegen Margreten Burichs ergangene acta gerichtliche protocolle gefurte kundtschafft und beweisstucke zu sich fordern und Anwaldts Principaln [4] druber notturftiglich anhoren und folgens summarie etc. rechtens ergehen laßen solten, also deme appellatten die protocolle zuediren [5] und die appellanten daruff notturfftiglich zuhoren geburt.

3. Im massen dann zum 3. gedachte commissarii daruff den 11. May deßelben 92. jars, den Burichs erbgenamen, was sie gegen diffamaten zuclagen hetten, solchs in specie vurzubrengen per decretum ufferlegt, auch folgenden 12. May per decretum den diffamanten der undergeschobenen vermeinten gerichtlichen protocollen abschrifft zugelassen und zwei tage pro termino zur notturfftiger handlung angesetzt, jedoch den 14. May solchen kurtzen terminum bis den 25. May prolongirt [6] alsdan peremptorie [7] ihre notturfft einzubringen.

4. Zum 4. whar, das daruff die erbgenamen den 25. May ihre responsion [8] sampt elisiff oder defensionall articuln [9] ubergeben, dieselbe zu beantwortten und zu beweisen zuzulaßen und die original gerichtliche protocolle zuediren gepetten.

5. Zum 5. whar, als gemelte commissarii den folgenden 26. May den erbgenamen ihre contradiction impugnando, [10] was sie deßen gegen den vermeinten vorbrachten proceß (so an stat der anbefolhener gerichtlicher protocollen undergeschoben) einzulagen hetten, erlaubt und angesetzt, das die erbgenamen daruff den 10. Juny ferner ihre declaratoriales und weitter impugnatoriales articulos ad impugnandum praetensum [fol. 27r] proceßum, [11] auch folgens den 22. Juny additionales articulos ubergeben, dieselbe nochmals zugleich ad respondendum et probandum zu admittiren [12] und die original gerichtliche protocolle laut der commission zu ediren gepetten.

6. Aber zum 6. whar, das gemelter appellat, den beweiß damit zuverhindern, daruff zu respondiren und die original protocoll, in massen die selbe ehemal in der gefengnus geschrieben, zuediren tergiversirt [13], sonder an deren statt ein vermeint zugerüstes [14] gericht und attestation schein, so dar nacher nemlich anno 89, den 24. July, also schir ein jar nach dem peinlichen proceß und der seliger Burickschen thode gemacht, und doch refutirt [15], zu obtrudiren [16] understanden.

7. In Massen dan zum 7. whar, das gedachten appellat, wie solcher sein schein vur das original protocoll nicht passiren willen, auch sunst der datum ex post facto die sache verdechtig gemacht, eben denselben schein aber ommisso et suppresso dato, [17] in derselben voriger instantz anno 92 widerumb geteuffet, [18] und under der statt Dursten siegell uff seiner zusteher gleichfalls ex post facto gethane vermeinte relation [19] abermals an statt des originall protocols zuobtrudiren erpracticirt, aber das originall protocoll, die warheit zu beschawen, nicht vur den tag gewilt noch jemal apud acta vurbracht worden.

8. Zum 8. whar, das gleichwoll berurte commissarii, honore salvo, [20] ohne vurgehende responsion, auch ohne der appellanten exception und defension und beweiß also ihrer unerhort, allein auff eines theils refutirtes vurbrengen und unerfindtliche protocoll, den 24. Octobris anno 92 durch ein vermeint endturtheill den [fol. 27v] appellaten absolvirt und appellanten ein ewig stilschweigen ufferlegt und fernern inhalts der allen beschwert haben.

9. Wan dan zum 9. rechtens, quod parte altera inaudita responsionibus ommissis, exceptionibus, defensionibus et probationibus praecisis et sententia ipso jure nulla sit. [21]

10. Folgt zum 10. darauß, das solche handlung und urtheill allerdings nichtig zuerkennen und zuverwerffen sei.

11. In eventum, da uber zuversicht solche nullitet ungegrundet were, ist zum 11. whar, das der zeit uber die peinliche verhandlung und verlauff mit der seliger Burickschen und andern ein gerichtlich protocoll in der gefengnus geschrieben worden.

12. Und dan zum 12. die Churfurstliche commission nachfurt, das die gerichtliche protocolle zuediren, auch rechtens, quod instrumenta ipsa ac protocolla ipsa, non autem copia vel separatum documentum idque truncatum ac mancum [22] maxime in propria causa edenda sint.

13. Darauß zum 13. folgt, das solch gerichtlich protocoll exceptionibus salvis, [23] zuediren wie auch underthenig hiemit nochmals zu ediren handt und beschaffenheit zu beschawen, gepetten wirt.

14. Zum 14. whar, wan gleich solcher schein vur das original gerichtlich protocoll, gegen zuversicht, paßiren künte, so ist doch dessen inhalt am ime selbsten irrig ungegrundt und bawfellig.

15. Solchs außfurlich anzuzeigen ist zum 15. gantz ohne unwhar, das weilandt Burgermeister Matthiß Burichs haußfraw Margreta zauberei begangen oder ihr der gebur uberzeugt sei.

[fol. 28r] 16. Sunder vielmehr zum 16. whar, das gemelte Margreta Buricks die tage ihres lebens sich in christlichem glauben, leben, handel und wandel dermaßen christlich erbar und fromlich verhalten, das sie von allen ehrliebenden leuten zu Dursten vur ein tugentsame und fromme fraw gehalten worden, daruff vielmehr dan auff leichtfertig geschwetz boßhafftiger leut, zu sehen geburet, Peinlich Gerichtsordnung artic. 24. aber ein regel etc. [24]

17. Das dan anfenglich in berurtem schein, gedachter richter die Buricksche der bezichtigung vur sich bescheiden und zur verthedigung ermanet haben solte, ist zum 17. whar und er mit gutem gewißen nicht leucknen kan, das die vermeinte bezichtigung aus Johan Riven hausfrawen Sophien gewesch entstanden und ubel gegrundet.

18. Daselb etwas zu ercleren ist zum 18. whar, das im jar 1587 durch Gottes schickung zu Dursten ein ghar gemeine kranckheitt graßirt, daran nicht allein Johann Riven hausfraw Sophia, sonder viel ander leutt daselbst kranck gelegen.

19. Zum 19. whar, das gedachter Rive und sein hausfraw aus un- und uberglauben [25] solche der Riveschen kranckheit der Burickschen, ihrer nachbarschen, als wen sie ihr dieselbe angethan haben solte, boßhafftig zugemeßen, deswegen sie teubelsbennigen radt und wharsagung bei dem pastorn zu Recklinckhaußen gesocht, der ihnen dan ihrer außgehorter meinung nach, etwas weiß gemacht und sich, als wan er die Buricksche daßwegen uber emmer wassers im spiegel gesehen, verlauten laßen, welchs sie dan folgens bei andern, die solche gauckereische gern glaubt, außgebreidet und der Burickschen feinde, darauß sie zuverfolgen ursach genommen, alles wider die peinliche gerichtsordnung artic. 17.: Von anzeigung der, die mit zauberei etc. [26]

[fol. 28v] 20. Jha zum 20. whar, gedachter richter selber die Rivesche daruff angereitzt, das sie solchs nicht dabei laßen solte, und dergleichen.

21. Also zum 21. gedachtem appellaten laut der Peinlichen Gerichtsordnung dicto 17. articulo uff alsolche bezichtigung nicht zuinquiriren zugehen oder folgens ein anders mit ihr anzufangen, zubedrawen, sonder vielmehr die bezichtiger zustraffen geburet hette.

22. Es hat aber zum 22. die Buricksche der zeit solcher erdichter bezichtigter uberlthatt je nicht gestendigt, sonder verneint und widersprochen.

23. Und zum 23. ob sie gleich, in continenti gegen die Rivesche litem nicht movirt, angesehen solche proceß, wie unschuldig auch einer ist, dannoch allerhandt unheill und weitterung geberen [...].

24. So ist doch zum 24. whar, als unlangst darnach alspalt der ärn [27] geendigt, ihr hauswirdt Burgermeister Burich als ihr momper, [28] wie er dieses geweschs geferligkheit vernommen, sie mit rechte zu verthedigen vur Burgermeister und radt zu Dursten gegen die Rivesche das recht schon angefangen und verfolgt, und imittels Trine Eickenschwicks angefangen, die die Buricksche eben derselben erdichten ursach halben, deßwegen sie gegen die Rivesche in rechtfertigung hang, vermeintlich beschuldigt, das alda die oberkheit der Burickschen die rechtliche verthedigung, wiewol man sich darzu und außzufuren erpott nicht gestatten willen, sonder abgeschnitten, und stracks zu waßer und daruff zur pein mußen, wider die peinliche gerichtsordnung artic. 37.: außfuhrung der unschuldt. [29]

25. Darauß zum 25. folgt, das nicht allein solche bezichtigung [fol. 29r] falsch und die ermanung affterfolgt, sonder auch die rechtliche verthedigung widerrechtlich abgeschlagen sei.

26. Was dan erstlich Trinen Eickenschwicks vermeinte besagung anlangt, ist zum 26. in gemelter Peinlicher ordnung artic. 19 Wie die genugsam anzeigung ... [30] verordnet, das gnugsame anzeigung mit dreehen [31] guten zeugen bewiesen werden soll. Auch unter 16. des ohn redlich anzeigung etc. [32] das niemandt, wo nicht zuvor redliche anzeigung vurhanden und beweist wurde, peinlich gefragt werden solle, und ob er gleich bekente, demselben doch nicht glaubt noch deruff verfahren werden solle.

27. Nun ist aber zum 27. whar, das ein halbsinnig mensche, Johan Golte genant, so von andern leuten darzu gereitzt, Trinen Eickenschwicks der zauberein bezichtigt und sich mit ihr zu waßer erpotten, daruff sie dan, ohn einig vurgehendt beweiß, angegriffen, uffs waßer geworffen und wie sie eben nicht in grundt gesuncken, zur peine [33] hingesetzt worden.

28. Zum 28. whar, das dem appellaten solches alles um die Buricksche zuthun gewesen, dieselbe und ihre kinder seiner privat vindict [34] und hasses halben, Ihme bewust, zuverniderigen.

29. Jha zum 29. whar, das er, richter, die Rivesche (wie sie ihme clagte, das Burgermeister Burich, sie, dero seiner hausfrawen bezichtigter zauberein halben ans recht gezogen, und wie sie im nu thun solte) daruff vertrostet, er wolte palt in andere wege solchem proceß vurkommen, und hat daruff stracks die Eickenschwicksche angreiffen und deßelbigen alspalt noch naß auß dem waßer, peinigen lassen.

30. Zum 30. whar, das also gedachter richter in dem gespräch mit der Eickenschwickschen ad partem, wie auch uber dem peinigen, [fol. 28v] nach der Burickschen und andern frommen leuten, dennen sie Eickenschwicksche es ehemal verwießlich vurgehalten haben solte, gefragt, wie auch hingegen die Eickenschwicksche eben sowol anderer frommer leut, (so wie sie sagte) seine mutter thodt gezeubert haben solten, als auch der Burickschen nicht verschonet und belogen.

31. In maßen dan auch zum 31. whar, wie die Eickenschwicksche ehe dan sie gepeinigt und sich selber noch nicht besagt, die Buricksche geferlicher weise besagt, daher handtgreifflich, das sie daruff in der pein nicht allein wider darumb gefragt sei, sonder sie auch desto williger und fertiger mit eben derselben voriger geferligkheit in der pein die Buricksche besagt und belogen hatte.

32. Zum 32. whar, das er appellat uber die Eickenschwicksche alda zwehen buddel [35] bracht und mit viel erschrecklichen peinrustungen [36] einen tag nach dem andern dermaßen greulich und solange zerpeinigen laßen, das sie sich, und was sie davor andern zu leide ubersagt, besagen und wider sagen mußen, auch vur großerer vurstehender pein nicht widerruffen durfen.

33. In maßen auch zum 33. solch nachtdantzen und dergleichen gucherei [?] [37] nur teuffelsgespens und betrug, dar nichts wesentlichs oder wharhafftigs an ist, daruff dan Ihr gantze besagung gegrundet ist.

34. Als sagt zum 34. aus solchem allen, das der Eickenschwickschen besagung falsch und glaubloß, und daruff nicht verfaren noch anzufangen geburet.

35. Zum 35. whar, das gleichwol gemelter richter uff solche der Eickenschwickschen besagung in aller eil auch mit unzeitiger eroffnung der pforten, [38] den Vestischen Statthalter Raesfelt zu der Burickschen angriff, weil ihr sache rechthangig, ghen Dursten verschrieben, [39] der ihm dan gefolgt und, unangesehen Burgermeister Burich seiner [fol. 30r] hausfrawen rechthengige sache außzufuren und sunsten zu ordentlichen rechten und uberweisung sich erpotten, solche unwichtige besagung dermassen starck getrieben, das ihne daruff die Buricksche gefenglich zu nemmen gewilfart worden, und sie daruff zum waßer fhuren laßen.

36. Und ob sie zum 36. druber gleich nicht unden in grundt gesuncken, so ist doch solche waßer probe an sich selber falsch und zur anzeig undienlich.

37. Sintemal zum 37. in gedachter peinlichen gerichtsordnung artic. 35 von zauberei gnugsame anzeigung etc. [40] da redliche anzeigung von zauberei daruff zu procediren, gesetzt, soche waßer probe wolbekant vorbei gangen und nicht befolhen wirdt.

38. In Maßen dan auch zum 38. der einhelliger verstandt und schluß der gelerten und naturlicher meister ist, das die waßerproba nur ein Gottsversuchung und unsinnige betriegerei ist, dardurch sowol die frommen beleidigt als die unfrommen erledigt werden, so an den leuten nicht zu versuchen, noch daruff zu halten noch zu verfaren.

39. Jha zum 39. das gegenspiel selbst zu Dursten sich zuerwegen, das der zeit auch ein mansperson NN. der verreterei halben alda gefenglich eingezogen, der in der tortur zauberei uber sich bekante, daruff er dan alspalt in der waßer proben gefhurt, uffs waßer geworffen und doch zu grundt gangen ist.

40. In maßen dan zum 40. auch vorgedachter Trinen Eickenschwicks und darzu kommener Annen Rakens besagung beide dermaßen falsch, unrichtig und glaubloß, das die Buricksche daruff mit peinlicher fragen pillicher nicht angegriffen werden sollen.

41. Sintemal zum 41. Trinen Eickenschwicks besagung nicht allein daher glaubloß, weil gegen ihr ohn beweiß und sunsten, [fol. 30v] wie oben angezogen, verfaren, sonder auch, weil sie in den dreien vorgangnen angedeuten gutlichen verhoren, da sie sich noch unschuldig hielte und nicht bekant, gleichwol die Buricksche durch haß und neidt oder andere bose affection und geferligkheit, sich damit zubehelffen, belogen habe.

42. Welchs zum 42. auch an dem gewartig außbricht, da sie vurgibt, die Buricksche sei eben so wol ein zaubersche als sie. Item sie wolte nicht sterben, die solte den zugleich und mit ihr uff einem wagen heraußgefurt werden und sterben.

43. Aus derselben affection zum 43 auch hergefloßen, das sie in der confrontation und sunsten bei ihren lugen so vorsetzlich plieben.

44. Sonderlich zum 44. erwegen und die tegliche erfarung gibt, wannnehe solche leutt leiden mussen, das sie dan die vornembsten leut, sich damit zubehelffen, felschlich besagen.

45. Darzu sie zum 45. der Burickschen zimliche und ansehentliche gelegenheit, auch das Anna Rakens des Richters nahe blutsverwandtinne war, bewogen.

46. Auch zum 46. ohne des whar, das die Eickenschwicksche und Buricksche ihrer habender feindtschafft halben lange zeit hero ubel zusammen gestanden.

47. In maßen dan auch zum 47. ihre lugen, (als da sie bekannt, das sie gehort, die Buricksche solte zu Lembeck besagt sein und sich aus dem protocoll daselbst loßgekaufft haben) mit des hern von Lembeck handt und siegell gestrafft und falsch gemacht sein.

48. Jha dieselbe ihre unwhare besagung darnach durch ihre letzte beicht sein außgebrochen, dan zum 48. whar, als gemelte Trine Eickenschwicks sich letztlich zum thode bereiden sollen und dem hern Clamori Middendorpio, [fol. 31r] pastorn zu Dursten, ihre beicht gethan und demselben ihr hertz offenbaret, hat sie ihme bitterlich weinendt geclagt und hoch betewret, wie grewlich sie mißmachet [...] und alles aus lauter peine sagen mußen, aber er nacher am gestrengen urtheil Gottes schawen solte, das sie der zauberei unschuldig were, welchs sie ihme nach ihrem thode offentlich zu vermelden, aber bis sie thodt were, wegen vurstehender abermaliger pein zuverschweigen befolhen. Als aber gedachter herr pastor darab bewegen und es der oberkheit ansagen willen, hat sie ihn gepetten: 'O nein, o nein. Ich will lieber zehen mal mehr dabei sagen dan niemal hertz gedacht hatt und sterben, dan ich solche erschreckliche pein wider erleiden solte, dan ich bin nu lenger zu leben verdorben.'

49. Zum 49. es auch ungezweivelt die meinung gehabt, da sie den hern statthern semotis arbitris [41] allein zu sprechen gebetten und wie sie hinaußgefhurt worden bitterlich geclagt: 'Ach, der die warheit sagen dürffte.'

50. Welchs auch zum 50. an dem zu spuren, da sie in der pein uff sich bekant, das sie etlichen benentlichen leuten pferdt und viehe thodt gezaubert haben solte, die doch wie sich dernacher befunden, ihr lebtag kein pferdt oder solch viehe gehabt haben, und was der unrichtigkheiten mehr im original protocoll und ihrer gantzer bekentnus erfindtlich.

51. Gleich unrichtig unwhar und glaubloß ist auch Annen Rakens angedeute besagung, sintemal zum 51. whar, das bißdaher zu Dursten ein allgemeiner whan unzweivelig gewesen, wer zu der waßerproben schwemmet, das dieselb ohn allen zweivel ein zaubersche sei.

52. Jha zum 52. whar, das die arme leutt dermassen steiff und fest uff die waßer probe gestainen, das sie auch, wan sie zur waßerproben gefhurt und sich geschwommen [fol. 31v] befunden, alspalt darab dermaßen verzagt, verstummet und an sich selber und andern mißtrawet, der gestalt, das sie auch gemeint, das sie zauberschen weren ohn ihr wissen.

53. Zum 53. whar, als also Anna Rakens gesehen, das die Buricksche, die mit ihr uffs waßer geworffen worden, nicht zu grundt gefallen, so hat sie die Buricksche daher der zauberei schuldig gehalten und anders nicht gewist, sie sei ein zaubersche.

54. Darzu dan auch zum 54. whar, das gedachter richter uff diese weise procedirt und die gefangne gefragt: 'Warumb bekennestu nicht? Sehe, ich habe doch allbereits die und die benentlich die ihr zusamen hie und da uffm dantz gewesen sein, bekannt und beklafft [42] haben, warumb wolstu dan ihrer verschonen?', und dergleichen.

55. Wie nun zum 55. die grewliche pein darzu kommen, in massen man dan die leutt, weil sie geschwommen, gar unbarmhertzig daruff durch zween buddel peinigen laßen und gantz ubergeben.

56. Also zum 56. geschehen, das Anna Rakens, wie ihr der Eickenschwickschen bekentnus vurgehalten und daruff gepeinigt, auch weil sie die Buricksche aus der angesehener waßer proben vur ein zaubersche hielte, aller gestalt wie die Eickenschwicksche vurgesungen, daruff die Buricksche besagt und belogen.

Zum 57. whar, das derzeit gemelter richter ein wunderbarlich mittel darzu und verbott zu wege bracht, das zu Dursten in der kirchen offentlich ubergeruffen worden, das sich niemand bei hochster straff bei tage oder nachte an den thurmen, darin die gefangnen seßen, finden lassen, noch mit denselben reden solte. [fol. 32r] Damit also nicht allein, welcher gestalt er mit den armen leuten procedirte, heimlich pliebe, sonder auch die betrubte leutt darab niemandts clagen kunten, also sein proceß nicht alle an tag kommen woltenn gar was in der heimlicher besuchung ad partim vurgelauffen. [43]

58. In massen dan zum 58. uff solch verbott auch niemandts zu den gefangnen gehen durffen, ihr seine auffmerker [44] stetz vor, in und nach der pein uff die ubertretter lauren [45] gangen, und einen, Jost Eßken genant, der Eickenschwickschen edam, [46] daruber betretten, der dan ermeltem richter deswegen ein Rosenobell [47] zur bruche [48] geben mussen.

59. Uber das ist zum 59. der Eickenschwickschen und Rakeschen besagung gantzes fundament auch an im selbst falsch, irrig und unredtlich. Dan hell und offenbar, das das angegeben nachtsdantzen, reiten und wallen etc. nur lauther pfantasei, teuffels gespens, betrug und einbildung und nichts wesentlichs ist so der teuffel den schwachen dermassen fest und scheinbarlich ein- und vurzubilden und vurzustellen, weiß, das sie auch anders nicht meinen und wißen, den tag sie hin und widder mit bekanten und unbekanten personen gedantzet und dergleichen narrerei begangen hetten, wie solchs gar clerlich in canon Episcopi causa 26 q. 5. außgefhurt.

60. Und das zum 60. solche gestalten des engels, Herodiadis, und anderer bekanter und unbekanter personen, so der teuffel betruglich vurstellet und sie gegenwertig vermeinen, der engell und personen selber und wesentlich nicht sein noch ihre geschickt.

61. Zum 61. gleichfalß und unwhar ist, das allein Anna Rakens letzlich gesagt, die Buricksche solte ihr zaubern [fol 32v] gelert haben, aldieweil sie Rakesche in ihrer erster peinlicher bekentnus, wie hart sie auch gepeinigt, jha sich und die Buricksche schon außgesagt, und zum scherfsten darumb gefragt, wer es ihr gelert, dennoch der zeit, das die Buricksche es ihr gelert haben solte, zu benennen oder anzuzeigen nicht gewist. [49]

62. In massen dan zum 62. whar, das gedachter richter ihr der zeit, darumb, wer es ihr geleret, gefragt, auch solchs daher handtgreifflich, sintemal kein richter zu aller darzu auch solche frage aus der bekanter zauberei selber gestracks herfleust und in der peinlichen gerichtsordnung gestracks daruff zu fragen befolhen, wer es ihr gelert habe? Da sunsten ihre besagung etwa glaubt werden solte.

63. Zum 63. hat die Rackesche sich gescheucht, und der Burickschen nicht unter die augen sagen durffen, das sie ein zaubersche sein solte, daher ihre lugen hell an tage und sich derselben geschemet.

64. Und ob sie gleich zum 64. uff ferner peinlich anhalten der Burickschen solchs under augen zu sagen willig, oder woll willig werden mussen.

65. So hat zum 65. der richter doch, weil ihme umb unwichtigkheit ihrer besagung wol bewust und sich der rharen recantation [50] beforchtet, das wegen mit ihr zur confrontation nicht kommen durffen laßen.

66. Wie er dan auch zum 66. eben derselben ursachen halben underlaßen, die eigentliche gruntliche beschaffenheit vur notwendige umbstende underscheidtlich zufragen, mit was wortten, weise, wercken und importantia, item ob bei tag oder nachte etc. das lehren geschehen sein solte, da sich alsdan ohnzweivel der falsch selbst wol wurde hervorgethan haben.

[fol. 33r] 67. Auch zum 67. whar und ab dem leichtlich abzunemmen, was vur geferligkheit vur pracktick darunter gelauffen, da die Rakesche zu ihrer peinlicher bekentnus nur daßjenig, was ihr mit der Eickenschwickschen besagung vurgebildet, nachgesagt, aber folgens williglich von sich selber ungepeinigt das lehren dantzen und dergleichen so ungutlich uber die Buricksche außgegossen hatt.

68. In massen dan auch zum 68. whar, das die von ihr angezogene Gotische, Kerstgische und andere und andere all vorhin gepeinigt und im gericht aber in ihrer urgicht ihrer keine von der Burickschen oder Eickenschwickschen etwas zu sagen gewist, welche ungezweivelt ainer nicht mehr dan sich selber wurden verschonet haben, daran dan abermall der Rakeschen erdichtes werck außbricht.

69. Hingegen aber zum 69. vielmehr whar, das die Buricksche von jugent auff ein tugentsame person gewesen und in ansehentlichem ehrenstandt gelebt, daran es auch an hab und guthern und zeitlicher wolfart nicht gemanglet noch einige andere nott gehabt, sich solchem schentlichen laster und dem teuffel zuergeben und sich solchem gesinde zugesellen.

70. Sonder vielmehr zum 70. whar, das sie alwege in christlichem glauben leben, handel und wandel sich christlich glaubig, auffrichtig, erbar und fromlich erzeigt, also das man sich keiner unthat, vielweniger solches groben lasters zu ihr versehen.

71. Derwegen auch wie zum 71. whar, laut der peinlichen gerichtsordnung artic. 25. gemeine anzeigung etc. [51] die besagung, vielweniger offentliche falsche besagung kein inditium gegen die Buricksche gemacht.

72. Ferner zum 72. whar und in gemelter ordnung artic. 37. anzeigung der unschult vur der peinlicher frage etc. [52] einem jeden richter ufferlegt, den gefangnen nicht [fol. 33v] allein rechtliche verthedigung ihrer unschult zugestatten, sonder auch sie dahin zuerinnern und zuermanen gelovet.

73. Aber zum 73 whar und gantz ohne das gedachter Richter daran ermes [53] gethan und an ihrer unschuldt gefallens oder lut [54] gehabt, sonder nur das grewliche 'Bekenne, bekenne' getrieben.

74. Darumb zum 74. auch whar gantzer handell an sich selber nichtig und undichtig, felbar und unrichtig.

75. Und ob gleichwoll wie zum 75. whar, gemelter Appellat die Buricksche daruff widerrechtlich peinigen laßen, so ist sie doch bei ihrer unschult besteunng [55] plieben und nichts boses bekant.

76.Inmaßen zum 76. sie dan auch, wie sie jedes malen underm schein gutlichen verhor uber ein stundt lang mit vielen listigen wortten under fragt und fallstrick vurgelegt worden und ihre entschuldigung nicht erhort werden mugen. Letzlich mit schlechten und rechten wortten, deß sie von solchen vurgelegten dingen ein rein hertz hette, ihre unschult willich bezeugt hatt.

77. Wan dan zum 77. rechtens quod illata a serte pro fortuna, si neque etiam delictum commisisse et non fatentur, per hoc inditia contra se existentia purgata dicantur neque ulterius sine novis legitmis inditiis torqueri debeat. [56]

78. Als sein zum 78 auch solche unredtlliche inditia dardurch purgirt und ohn newe redliche anzeigung die poen zuerwiddern nicht gebuert.

79. Aber zum 79 whar, das gedachter Appellat gleichwoll [fol. 34r] ohne newe redliche anzeigung mit der Burickschen die pein erwiddert und sie abermal an die zwa stund lang durch zwehen buddeln dermaßen, also des man sie etliche mall daruber loßlaßen mussen, peinigen und somit wideren martern lassen, das sie endtlich außgemattet in der pein hangendt zu sterben begunnen, storben und vordan, nachdem sie loß gelaßen, in Gott seliglich verschieden, aber kein boses bekant.

80. Zum 80 whar das die Buricksche auch des vormittags albereit an die drei stundt lang gepeinigt gewesen, dardurch sie schwach worden.

81. Item zum 81 whar, das sie ohne des auch ein gar dürres geweches und gebrechlichs weiblin war und sunder sie alda gefangen gesessen, wegen ihrer verenderung sich verrawet, [57] auch vur wemuth wenig läbnus uber ihr hertz bracht.

82. Wie nun zum 82 die pein und folterung (so doch nicht ohn pein ist, und die leut umb zu peinigen geschicht) abermals darzu kommen.

83. Als ist zum 83. whar und kein wunder, das das elende weib dermaßen in der pein umbkommen und gestorben.

84. Daß aber zur eusserster außflucht und salvierung solches thodes von gegentheilen divinirt und colligirt [58] wirdt, als solte ihr der Teuffel den Halß zerbrochen haben, ist zum 84. divinatorium, [59] unclar erdicht wie auch in solchen und gleichen fellen kein newes fundlein. [60]

85. Sonder ist zum 85. vielmehr whar, das die Buricksche nach vielen Gottseligen Christgleubigen wortten und [fol. 34v] gezeugnus ohn einig zuthun und Halßbrechen des Teuffels gottseliglich verstorben sei.

86. Zum 86 whar und gantz ohne, das der angewesener einer den Teuffel uber dem Halßbrechen gesehen.

87. Auch zum 87. unerhort, unglaublich und dem Teuffel unmuglich, das er einem menschen, den andere menschen under handen haben, daran und uber sein, gegen ihren danck [61] und willen den halßzerbrechen solte.

88. Item zum 88 whar, daß der Teuffel handt darangelegt hette, warumb hett da der appellat, eben wie dabevor gethan zu haben vermeintlich vurgibt, mit seinem exorcismo dem Teuffel das Halßbrechen nicht geweret? Ist also entweder am exorcismus uncrefftig gewesen oder aber der bose feindt mit ihr nicht gewesen.

89. Item zum 89. whar und notorium, das allen den jenigen, die der Teuffel umbracht, under angesicht und halse gar schwartz und mißstellig laßen.

90. Aber zum 90 whar und allen offenbar, das der Burickschen nach ihrem thode, wie in ihrem außfhuren offentlich zusehen, ihr angesicht Halß und oberleib an leichen farb und gestalt durchaus schneweiß naturlich und unverstalt gewesen und geplieben sei.

91. Zum 91 whar und zugeschweigen das auch ein ander ihrer den halß zerbrochen, alsdan ihme je der halß und bruich mit blut berint und abscheulich wirt.

92. Zum 92 whar, weil die Buricksche all etliche maln zuvorn aus der pein loßgelassen, auch, wie sie sagen, linderlich gepeinigt worden, daran offentlich zusehen, das ihre leibs schwacheit alda, und nur schwacheit ahn lebens gefar die pein nicht außhalten kunnen und je durch alsolch loßlaßen jedesmaln gefristet sei, und respirirt.

[fol. 35r] 93. Daruß dan ferner zum 93. erfolgt, wie das schwache weib immer al vurter [62] versucht und gepeinigt worden, das sie dardurch und daruber gestorben sei.

94. Daruff auch zum 94. die Rechten gehen, quod mortuus in vinculis in tortura mortuus dicatur. [63]

95. Ferner sein dan auch zum 95. whar, das die angewesene der zeit, wie die selige Burickschen verscheiden war, ihres thodes, daß sie thodt wer, nicht bekant sein durffen, sonder gleichstimmig, wie sie darumb gefragt, hefftig verstraffet und verleucknet haben, ungezweivelt, weil ihre sache nicht richtig war.

96. Das dan die anwesende uber der Burickschen absterben erschrocken sein mugen, ist ihnen selbst die schuldt, dan zum 96. whar, das der Buddel von Essen, derzeit wie die Buricksche in der pein hangendt zu sterben begunnen, zu den anwesenden mit diesen leichtvertigen wortten gesprochen: 'Der bose feindt will hirmit hinweg.'

97. Zum 97 whar, wie sie also ihr sterblichs wesen angesehen, haben sie alles uff eigen einbildung zum bosen gedeut und zugleich sich darab ein grawen [64] gemacht, allermaßen als wan einem an eimem vordechtigen ortt und von grausamen dingen ein großer schreck und furcht ankommet, da gleich nichts an ist.

98. Sunsten ist zum 98. mehrs newes oder unnaturlich, das ein sterbent mensch, sonderlich der in der pein hengt und ihn der thodt hartt antritt, darab woll sein heubt, jha sein gantzes leib erschuttert auch sein gesicht und augen im heubte verkert und sein wesen verendert, auch der einer einem schwerlichern thodt hatt weder der ander, deßen gericht bei Gott stehet.

[fol. 35v] 99. Auch zum 99. nichts newes, das ansehentliche leut vur leit und großem rewen, [65] zu geschweigen da pein darzu kommet, woll palt hinsterben. Wie dan dem Vestischen Stathalter selber, da er darnacher von feinden gefangen, widerfaren. Jha zu Dursten geschehen, das einer erbarer frawen N. auch solch laster vurgeworffen worden, darab sie dermaßen betrubt, das sie zur stundt nider gefallen und hingestorben.

100. Aber zum 100. whar und handtgreifflich, das einem von erschutterung eines haubts der halß nicht zerbricht, sonder woll rundt umbher gedreiet oder gar tieff nider gedrückt werden muß, ehe dan er brechen kunne, welches doch an der Burickschen nicht geschehen noch gesehen, wie haben sie dan augenscheinlich gesehen, das ihr der halß zerbrochen worden.

101. Setzt zum 101. auch naturlich, das den thoden leuten, sonderlich den megern, [66] der halß gar schwack [67] sei und das haupt uff alle seidten falle.

102. In maßen auch zum 102. whar, das von vielen, sonderlich von den buddeln und ihrem zustandt es gemeinlich geglaubt, davur gehalten und außgegeben wirt, wannehe eine der zauberei halben besagt und in der waßer proben geschwommen, und dan in der gefengnus stirbt, das solchs der teuffel thue und den halß zerbreche.

103. Solchem nach ist zum 103. whar, das im selben hexen proceß zu Dursten Engell Leppers genant schier ein jar lang besagter zauberei halben gefangen gesessen, dieselbe offt und sonderlich in ihrem letzten erbarmlich aus der gefengnus geclagt und geruffen, das sie durstes halben sterben muste, und ihre zunge vur großem durst albereit uffgerißen were und da [fol. 36r] ihr man sie alhie nicht mehr sehen wurde, das sie sich den im ewigen leben widerumb sehen wolten, damit sie also verscheiden [68] und folgenden tags in der gefengnus thodt gefunden worden, uber dieselbe man auch gleichwol gezeugt, das ihr der teuffel den halß zerbrochen haben solte.

Auch zum 104. whar, das der zeit daselbst einer, Herman Stelderman genant, auch besagt, gefangen und grewlich gepeinigt worden, also das er einmall von ihm selbst kommen war, und vur thodt gelegen, daruff also der buddel einer gesprochen: 'Ist er thodt, so willen wir sagen, der teuffel hab ihm den halß zerbrochen.' Aber derselb gefangner entkam dernacher und lebet noch.

105. Als haben sie zum 105. eben dasselb auch von der Burickschen, wie sie zu sterben begunnen und ohn bekenntnus gestorben, zu salvirung ihrer dinge arggewont und außgegeben, wie auch solchs an dem versicul: [69] "Ipsum sathanus ipse meridie poenari visus" [70] clarlich außbricht, da solchs nicht protocolls weise an einem ortt und stunde gesetzt, sondern praepostero ex post facto, weil es also halßbrechen heißen mußen, gegrublet und dabei gelauffen.

106. In maßen auch zum 106. gantz ohne, das appellat dabevor per exorcismum dem teuffel das vermeinte halßbrechen verhindert, sunst hette er es ihme auch dardurch in letzter woll geweret, auch sie etliche mall nicht loß zu lassen bedurffen.

107. Sonder der Burickschen naturlichen wesen nach, zum 107. folgt, das der exorcismus sowoll zu abnemmung ihrer naturlicher onmacht als auch zu vertreibung des thodts vergeblich und unnutzlich [fol. 36v] gesprochen sei.

108. Also zum 108. aus vurgemeltem alle offenbar, das solcher gantzer proces und handel durchaus unduchtig, irrig und widerrechtlich zugangen, dem auch khein glaub zu geben, vielweniger als vur richtig und bestendig, jemandt daruf zu verdammen, zuobtendiren geburet.

109. Zum 109. whar, das gleichwoll appellat, daruff er Burickschen thodes corpus uff einem wagen legen und mit dem haubte hinden abhangen, und also underwegs durch das fhuren und schlagen den halß (so doch allen magern leuthen schwacket) zerschwacken laßen, der sachen, damit einen schein zu machen und da selb zu verdammen, [71] uff den marckt fhuren laßen.

110. Zum 110. whar, das appellat zu dem endt al solchen proceß und handel deßen principal ursacher er gewesen, Burgermeister und radt zu Dursten als vur formlich, richtig und warhaftig obtrudirt und daruff zu votiren gefordert.

111. Wardurch dan zum 111. die von Dursten hineingefhurt, das sie den 5. Septembris anno 1588 in des scharffrichters von dem appellaten herkommen sentiment (in maßen sie ihnen gefragt, was sich uff solche unthat zu rechte geburet und er es vorgesagt) votirt haben und er es vur gericht mundtlich außgesprochen, appellat daßelb bestettigt und ferner zur execution geschritten, also das corpus hinaußzufhuren und zu verbrennen verdammet worden, alles wider die peinliche gerichts ordnung.

112. Sintemal zum 112. laut gemelter ordnung artic. 18. das uff anzeigung etc. [72] offenbar, das auch redliche [fol. 37r] inditia oder besagungen keinen beweiß machen, sonder nur allein zur peinlicher frage ursach geben und das niemand uff einigerlei anzeigung oder argwons zeichen endtlich zur peinlicher straff soll verurtheilt werden, dan soll jemandt endtlich zur peinlicher straff verurtheilt werden, daß muß aus eigen bekennen oder beweiß der ordnung nach beschehen und nicht auff vermutung oder anzeigung.

113. Und dan zum 113. whar, das die sententz obgemelt uber der seligen Burickschen thoden corper nur auff falsche anzeigung und lose argwons zeichen als besagung, confrontation und halßbrechen gegrundet und gestelt.

114. Also ist zum 114. solche sententz der peinlichen ordnung stracks zuwider, nichtig und unrichtig, auch dieselbe nicht zu befurdern, zubestettigen noch zu exequiren, sonder radts zuerholen zuabsolviren geburet.

115. Zum 115. whar, das gleichwoll gedachter richter solche widerrechtliche urtheil an dem thoden leib theils exequirt und soviel an ihm vollig zu exequiren in werck gewesen.

116. Wie er dan zum 116. zu volnfhurung solcher execution den thoden leib vordan uffm wagen mit dem haubt hinden abhangendt hinausfhuren und ferner frei durch das fhuren uber die stein zerschwacken, zerschlagen und zerdehnen laßen, dardurch dem angegebenen halßbrechen ein behulff zuthun.

117. Zum 117. whar, als nach solchem schwacken das corpus in loco supplicii [73] uffgericht worden, ist also der halß [fol. 37v] wie sunst eines thodten, sonderlich der gestalt, wie er zerschwacket, schwack befunden worden.

118. Aber zum 118. solte pillicher solche besichtigung der zeit wie der corper in der gefengnus still lag, alda die anwesende ihres thodes darumb nit bekant sein wolten, geschehen sein, dan darnacher, wie er dergestalt zerschwacket gewesen.

119. Zum 119. whar, wie nun gemelter herr Statthalter allerleis vermerckt, hat er solch corpus nicht zu verbrennen, sonder unverletzt zu begraben gewilt, der richter aber dasselb zu verbrennen gewilt, und wie ihm in dem nicht gewillfart worden, hat er vur großer bosheit die zeen zusammen gebißen, das es weit geknirschet, alda sein feindtlich gemut offenbar worden und das corpus in loco supplicii begraben worden.

120. Als folgt zum 120. aus vor vordeducirtem verlauff, das der seliger Burickschen wie auch ihrem thoden corper nicht lang genug, große schandt und leiden, die peinliche gerichts ordnung zur unschult geschehen sei, welchs sowol ihr als derselben erben zu hochsten injurien gereicht.

121. Zum 121. whar, das gedachter Burickschen hausherr Matthias Burich Burgermeister in einem letzten seinen kindern, itzigen appellanten hoch und tewer befolhen, sie auch vur das gestreng urtheil Gottes bescheiden, das sie solch unrecht, so seiner seliger hausfrawen geschehen, zu rechte verthedigen solten, den er wüste, das er ein from weib gehatt hette.

[fol. 38r] 122. Zum 122. whar, das solchem nach die erbgenamen appellanten honoris defendendi causa citra alicujus iniuriam [74] obberurte sachen in voriger instantz notturfftiglich deducirt und daruff zu antworten gebetten mit erpietung, was verleucknet, solchs nach notturft etc. zu beweisen.

123. So haben doch zum 123. die hern commissarii obgenannt honore salvo under andern ehe dan respondirt und zum beweis kommen, jha dardurch zugleich den wegk des beweises verschloßen per diffinitivam sententiam gedachten richter appellaten von der erbgenamen ansprach absolvirt und ihnen ein ewig stillschweigen imponirt mit verdammung der uncosten fernern inhalts derselben urtheil, alles nichtiger und unpillicher weise.

124. Sintemal zum 124. rechtens, quod altera parte inaudita responsionibus defensionibus etc. probationibusque omissis ac praeclusis sententia tam nulla quam iniqua sit. [75]

125. Derwegen zum 125. rechtmessig an dis hochloblich Keiserlich Cammergericht appellirt und provocirt worden.

Bittet demnach appellanten anwalt durch Ewer Gnaden in rechten zu erkennen, das voriger instantz richter nichtiglich oder je ungerecht geurtheilt haben und pillich davon appellirt sei. Derwegen solche nichtige urtheil zurschlagen [76] zuvernichtigen und zuverwerffen, oder aber, da dieselbe nicht nichtig, zureformiren und ferner zuerkennen, [fol. 38v] das der seligen Burickschen durch den ehemall zu Dursten geubten proceß und verlauff unrecht geschehen und derwegen ihren thoden leib zu vorigen ehren widerzubringen und zurestituiren, mit erstattung costen schaden intereße und iniurien rechtlicher ermeßigung nach.

Welches nicht allein begerter maßen, sonder aller anderer peßerer gestalt umb mittheilung rechtens und der gerechtigkheit auch von ampts wegen zu suppliciren und underthenig gepetten wirt.

Ewer Fürstlich Gnaden Hochadelich miltrichterlich ampt pesten fleißes underthenig anruffendt.

Ewer Fürstlich Gnaden vurbehaltlich etc. underthenig gehorsamer Johannes Jacob Kolblin.

Anmerkungen

[1] Erben.

[2] Citra alicujus injuriam vel contumeliam saltem honoris defendendi causa = Formel, um hervorzuheben, daß man niemand beleidigen, sondern nur die eigene Ehre verteidigen will.

[3] Gravamina = Beschwerdeschrift.

[4] Anwaldts Principaln = Mandanten des Anwalts.

[5] Die protocolle zuediren = Die Protokolle herauszugeben.

[6] Verlängert.

[7] Unverzüglich.

[8] Antwortschrift.

[9] Beseitigungspunkte zur Widerlegung gegnerischer Einreden samt Verteidigungspunkten.

[10] Etwa: Gegenrede im Rechtsstreit.

[11] Verschiedene in Artikeln zusammengefaßte Prozeßpunkte.

[12] Etwa: Zur Beantwortung und zum Beweis zuzulassen.

[13] Verzögert.

[14] Vielleicht: zugerichtetes?

[15] Abgelehnt, zurückgewiesen.

[16] Aufdringen.

[17] Verstrichenen und unterschlagenen Datums.

[18] Hier vielleicht im Sinne von "umtaufen" bzw. unter falscher Bezeichnung führen?

[19] Relation = Bericht.

[20] Vorbehaltlich der Ehre.

[21] Argumentation, daß das kommissarische Verfahren nichtig sei, weil die Burich-Partei nicht gehört wurde und ihr keine Gelegenheit, Einreden und Beweise anzuführen gegeben wurde.

[22] Hinweis auf die Pflicht, die originalen Urkunden und Protokolle in Gänze und nicht unvollständige Reste herauszugeben.

[23] Ohne Ausnahme.

[24] Bezugnahme auf eine kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung, die auf der Carolina aufbaute.

[25] Aberglauben.

[26] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[27] Wohl abgeleitet von Erne = Ernte.

[28] Ehemann als Schutzherr.

[29] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[30] Dto.

[31] Drei.

[32] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[33] Hier: Folter.

[34] Hier etwa: Persönlichem Haß, Nachtragen.

[35] Hier: Gehilfen des Scharfrichters.

[36] Folterwerkzeuge.

[37] Hier wohl: Heuchelei, Vorgaukelei.

[38] Bild zur Beschreibung des unzeitigen, verfrühten Prozessierens in criminalia.

[39] Hinweis auf einen Brief an den Statthalter, in dem um die Genehmigung für die Gefangennahme (angriff) gebeten worden war.

[40] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[41] Ohne Zeugen, vertraulich.

[42] Angeschuldigt, angeschwärzt; hier: = Besagt.

[43] Hier: Was sich in seinen heimlichen Untersuchungen teilweise ereignet hat.

[44] Aufmerksamkeit.

[45] Lauern.

[46] Eidam = Schwiegersohn.

[47] Eine Münze.

[48] Zur Strafe.

[49] Wohl zu verstehen als Besagung Margareta Burichs durch Anna Raken, allerdings ohne daß diese sie zusätzlich als Zauberlehrerin belastet habe.

[50] Widerruf.

[51] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[52] Dto.

[53] Daran ermes gethan = Hier: Sich demgemäß verhalten hat, sich danach gerichtet hat.

[54] Gemeint ist hier wohl Lust = Aufmerksames Zuhören.

[55] Offenbar ein Schreibfehler: Beständig.

[56] Sinngemäß wohl: Das, was sich aus zufälliger Aneinanderreihung von Verdachtsmomenten ergibt und gegen jemanden vorgebracht wird, muß, wenn nichts gestanden wurde und das Delikt auch nicht begangen wurde, als purgiert (gereinigt) gelten. Ohne neue Indizien darf auch nicht ein weiteres Mal gefoltert werden.

[57] Hier wohl: Verängstigt.

[58] Divinirt und colligirt wirdt = Hier etwa: Geweissagt (orakelt) und der Schluß gezogen wird.

[59] Geweissagt.

[60] Kein geringster neuer Befund.

[61] Hier: Willen.

[62] Immer al vurter = immer wieder aufs Neue.

[63] Hinweis darauf, daß eine in der Gefangenschaft verstorbene Person mit einer unter der Folter verstorbenen Person gleichzusetzen sei.

[64] Angst, Grausen.

[65] Hier wohl: Aus Leid und aus Angst.

[66] Hier: den Dürren.

[67] Schwach, zerbrechlich.

[68] Verschieden, gestorben.

[69] Verslein.

[70] Spruch beinhaltet die Bestrafung eines Individuums durch den Teufel.

[71] Etwa: Damit einen bestimmten Anschein zu erwecken und dort auf die Verurteilung hinzuwirken.

[72] Bezugnahme auf die kurkölnische Peinliche Gerichtsordnung.

[73] Hinrichtungsstätte.

[74] Honoris defendendi causa citra alicujus iniuriam = Nur zum Zweck der Ehrenrettung, ohne jegliche Beleidigungsabsicht.

[75] Grundsatz, daß ein Urteil, welches ohne Anhörung der Gegenseite und durch Verhinderung der Entgegnung, der Verteidigung und des Beweises zustandegekommen ist, nichtig und unrecht ist.

[76] Wohl: Zu zerschlagen.

Empfohlene Zitierweise

Fuchs, Ralf-Peter: Appellationsschrift der Verwandten der 1588 verstorbenen Dorstener Bürgermeistersfrau Margareta Burich, gerichtet an das Reichskammergericht (1594), in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/e8zwm/

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Erstellt: 19.01.2006

Zuletzt geändert: 19.01.2006


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