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Hexenverfolgungen in Ingolstadt.

Magnus Ressel

23. Oktober 2007

Zwischen 1588 und 1630 kam es in Ingolstadt zu einigen Hexenprozessen. Sie verfingen sich im komplizierten politisch-rechtlichen Instanzengefüge von Universität, Stadtrat, Festung und dem bayerischen Herzog. In Ingolstadt versandeten die Prozesse nach wenigen Hinrichtungen und Ingolstadt wurde zu einer Hochburg von Gegnern der Hexenverfolgung.

1. Die historische Stadt Ingolstadt

Ingolstadt war aus dem Mittelalter als eine der bedeutenden Städte des wittelsbachischen Bayern hervorgegangen. Zeitweise übte es Residenzstadtfunktionen für eine der vier herzoglichen Teillinien aus. Nachdem 1447 die Ingolstädter Regentenlinie ausgestorben war, fiel Ingolstadt an die Landshuter Vettern. Nach deren Aussterben 1503 und dem folgenden Landshuter Erbfolgekrieg kam Ingolstadt durch den Kölner Reichstagsbeschluss von 1505 an die Münchener Linie des Hauses Wittelsbach. Derselbe Reichstag schuf das neue Fürstentum Pfalz-Neuburg südlich und westlich von Ingolstadt. Ingolstadt lag daher relativ isoliert nördlich der Donau als eine Grenzstadt des Herzogtums Bayern, mit diesem nur durch einen schmalen Gebietsstreifen östlich von Ingolstadt verbunden. Im Nordwesten war das Fürstbistum Eichstätt, im Südwesten erstreckte sich das bald lutherisch werdende Pfalz-Neuburg. Diese Lage als nördlichster Vorposten Bayerns sollte für die Geschichte Ingolstadts bedeutende Konsequenzen haben. Infolge der Reformation und der konfessionellen Eskalation in den 1530er und 40er Jahren wurde Ingolstadt mit der bayerischen Landesfestung, ausgerichtet nach Norden, und einer stehenden Garnison versehen. Die Festung unterstand einem vom Herzog ernannten Statthalter, der vor allem für die militärischen Belange der Gesamtstadt zuständig war.

Eine weitere bedeutende Institution war die 1472 von Herzog Ludwig IX. (der Reiche) gegründete Universität. Sie blieb für mehrere Jahrhunderte die einzige Landesuniversität Bayerns und wurde ein bedeutendes Bildungszentrum Oberdeutschlands. Ingolstadt formte sich daher im 16. Jahrhundert zu einer auf diese beiden Institutionen (Landesfestung, Landesuniversität) maßgeschneiderten Dienstleistungsstadt. Der städtische Charakter wurde weniger durch Handel und patrizische Oberschicht, sondern das Handwerk mit umfänglichen Versorgerfunktionen geprägt. Die Universität und die Garnison brachten Geld und wirtschaftliche Sicherheit, was das in Ingolstadt außergewöhnlich starke Handwerk begünstigte. Die politischen und - aufgrund der Zölle - wirtschaftlichen Grenzen, wie auch die Einschränkung der räumlichen Ausdehnungsmöglichkeiten durch die Festung führten aber auch zu einer immer stärkeren Stagnation. So blieb die Zahl der Einwohner seit 1550 für die nächsten Jahrhunderte fast immer konstant bei etwa 5000, ein relativer Abstieg in der gesamtbayerischen Landschaft war daher um 1590, als die Hexenverfolgungen in Ingolstadt begannen, bereits nicht mehr zu leugnen.

Stadtrat, Statthalter und Universität bildeten drei strikt voneinander getrennte Gerichtsbezirke mit unmittelbaren Berichtsrecht an den Herzog. In Ingolstadt selbst war der Begriff der "drei Obrigkeiten" sehr geläufig. Juristische Konflikte zwischen den dreien mussten in Kooperation gelöst werden: "Wo auch zwischen Stathaltern, der Uniuersität oder Stat Mißuerstendt zutrugen, sollen dieselben guetlich auf der Trinkstuben omponiert werden" (Hofmann 2006, S. 69). Juristische Reibereien kamen vor allem bei den Hexenprozessen auf, die letztlich gefundene schwierige Kompromisslösung bildet einen wesentlichen Schlüssel zum Verständnis der Hexenverfolgungen in Ingolstadt.

2. Instanzenrechtliche Fragen zu Beginn der Prozesse

Von 1587 an waren Hexenprozesse in Südwestdeutschland vermehrt ausgebrochen, nach einer fast 100jährigen verfolgungsfreien Zeit. Die Prozesse breiteten sich in die Umgebung aus und erreichten 1589 Augsburg, von dort aus kamen sie nach Bayern. Zur selben Zeit waren im nördlich von Ingolstadt gelegenen Hochstift Eichstätt in mehreren Prozessen einige Frauen als Hexen zum Tode verurteilt worden. Besonders in Eichstätt führte eine Fraktion von Jesuiten unter der Führung des späteren Bischofs Westerstetten eine Kampagne gegen Hexen (Durrant 2002, S. 36ff). Diese Prozesse wurden in Ingolstadt beobachtet und führten auch hier zum Aufkeimen von Hexenangst, „weil es ja unglaublich, es solte das Bayrlandt von disem laster frey und rein sein, weill bewißt, daß in den umbliegenden Orthen diß übl“, wie der Ingolstädter Theologieprofessor Gregor von Valencia im April 1590 schrieb.

Im Dezember 1588 wurde die erste Ingolstädter Hexe verhaftet. Nach einjähriger Gefangenschaft und ergebnisloser Folter wurde sie an den Pranger gestellt und danach der Stadt verwiesen. Die skeptische, von Handwerkern dominierte Bürgerschaft, die seit dem Mittelalter wichtige Stadtrechte (unter anderem das Blutrecht, also das Recht zu Todesurteilen) genoss, ließ sich nicht von der Panik anstecken. Erst als der bayerische Herzog Wilhelm V., einer der bedeutsamsten deutschen Vorkämpfer des Katholizismus, aufgrund der in ganz Bayern eskalierenden Hexenpanik von seiner Landesuniversität in Ingolstadt ein Grundsatzgutachten anforderte, eine Blaupause zu einer Art „Endlösung“ der Hexenfrage (Behringer 1997, S. 147), änderte sich dies. Acht Ingolstädter Professoren, vier von der juristischen und vier der theologischen Fakultät, erstellten ein Gutachten, welches zu scharfen Hexenverfolgungen riet und wenig später zu einer ersten Hexengesetzgebung in Bayern führte.

Unmittelbar nach der Absendung des Gutachtens wurde eine junge Frau in Ingolstadt als Hexe verhaftet und gefoltert. Der Statthalter ließ einen Scharfrichter aus Eichstätt kommen um den Prozess zu führen. Durch seinen Sohn Maximilian, der in Ingolstadt zu dieser Zeit studierte und bei den ersten Folterungen zugegen war, erfuhr Herzog Wilhelm V. von diesem Prozess. Herzog Wilhelm V. reagierte mit einem scharfen Verweis an seinen Statthalter, der seines Erachtens widerrechtlich hatte foltern lassen: „Es khumbt unß anfangs, was frembt fir, das ir ausser habenten Beuelch dies Weibspersohn mit der Tortur (. . .) angreifen lassen, den Zichtiger von Aichstet erfordert“. Die Tätigkeit der Scharfrichter beendete der Herzog selbst in Ingolstadt damit bereits im Ansatz. Nur der Stadtoberrichter und die Universität durften fortan über Hexenangelegenheiten entscheiden, ansonsten drohte herzogliche „Ungnadt vnd Straff“.

Der Stadtoberrichter war vom Herzog und dem Stadtrat gleichermaßen ernannt. Seine Betätigungsrechte in Sachen Hexenprozesse beschränkten sich jedoch hauptsächlich auf eine Ermittlerfunktion, einem heutigen Staatsanwalt vergleichbar. Kurz darauf schaltete sich der Stadtrat in die Prozesse ein und verlangte das Recht auf Endurteile in Hexensachen, dies sah man in Ingolstadt als Teil des Blutrechtes. Wilhelm V. erkannte dieses Recht der Stadt in Hexensachen an. Jedoch beschickte auch der Herzog von München aus die Ingolstädter Prozesse mit fürstlichen Räten, ausdrücklich mit Stimmrecht ausgestattet und dem Herzog direkt berichtspflichtig. Weiterhin musste die Universität alle Hexenprozesse mit Professoren beschicken und auch zu jedem Prozess ein Gutachten erstellen, nicht nur diejenigen, "wo inen zweiffeln zufiele" (CCC §219).

Eine mindestens bayernweit einmalige Öffentlichkeit von vier Instanzen bei jedem Prozess in Ingolstadt - der Ingolstädter Stadtrat, der vom Fürsten und Stadtrat eingesetzte Oberrichter, fürstliche Räte und vor allem die Universität - war dadurch bei Hexenprozessen in Ingolstadt hergestellt. Da "die Universität" auch noch eine sehr heterogene Institution mit vielen Professoren und verschiedenen Meinungen war, kann man einen hohen Grad an Öffentlichkeit und Pluralismus bei den Ingolstädter Prozessen erkennen. Im Gegensatz zu einem Nachbarterritorium wie dem Hochstift Eichstätt, wo die Prozesse von einer schmalen Elite um den Fürstbischof gelenkt wurden und daher zu hunderten Opfern führten, waren die Ingolstädter Prozesse auf viele Instanzen verteilt. Daher dauerten sie meist sehr lange und führten zu intensiven und teuren Ermittlungen (so wurde beispielsweise Denunziationen in Ingolstadt genau nachgegangen). Daher kam es bei den Prozessen zu Schwierigkeiten und Komplikationen, die mindestens bei einem Teil der involvierten Prozessbeteiligten auf Dauer Zweifel wecken mussten.

3. Die Hexenverfolgung um 1590

Im Sommer 1590 brach in Ingolstadt eine hektische Hexenpanik aus. In kurzen Abständen wurden neue Verdächtigungen gemeldet, Verhaftungen vorgenommen und der Ingolstädter Taschenturm füllte sich mit angeblichen Delinquenten. Am 5. September 1590 wurden schließlich die ersten drei Opfer hingerichtet. Einen Eindruck von den Schwierigkeiten bei den Prozessen liefert ein Eintrag in den Ingolstädter Stadtratsprotokollen vom 3. September 1590: „Herr Doctor Schober sagt es sei Schwerlich mit disen personen Vmbzugehen, seind wanckhlmüttig. Fallen baldt wider vmb. Sagen sy habens aus pein vnd martter bekendt, beharren doch, das sy sich dem teuffel ergeben, mit Ime fleischliche Vermischung gehalttn, auch Gott vnd allen heiligen verlaugnet haben. Jedoch wellen sy Gewiss nit herauss, wer Ire Gespilen seiendt. Allein bekennen sy Vff die ienigen, die allen in Verdacht seiend. Damit man sy nit mer torquir vnd peinige.“

Ein Ergebnis der Prozesse war die Bildung von Fraktionen in Ingolstadt. Einer Partei von Hexenjägern stand von nun an eine Partei von Verfolgungsgegnern gegenüber. Während sich erstere vor allem auf die theologische Fakultät und die Jesuiten stützen konnte, so hatte die letztere ihren Rückhalt hauptsächlich in der juristischen Fakultät und im Stadtrat. Umstritten war vor allem der Wert von erfolterten Denunziationen. Die Verfolgungsgegner konnten bereits im Herbst 1590 eine Verlangsamung der Prozesse und die Ausschaltung der Bevölkerung als Agent in Hexenprozessen erreichen, indem man Klagen aus "der gemain" nicht mehr nachging. In einem Gutachten an die Regierung von Freising im Oktober 1590 nahmen die Professoren bereits Abstand von dem leichtfertigen Glauben an Denunziationen und kritisierten das ungebremste Wirken der Scharfrichter. Auch scheint die Stimmung in der Bevölkerung ab Anfang 1591 gekippt zu sein, man ging bei der Obrigkeit " auß beweglichen Vrsachen halben grosser ägernus" dazu über, die Hexen nicht mehr öffentlich hinzurichten, den vorgeschriebenen endlichen Rechtstag also nicht mehr abzuhalten. In Ingolstadt blieben die bereits Verhafteten im Taschenturm und wurden weiter befragt; neue Verhaftungen wurden nur noch zögerlich vorgenommen.

Im Frühjahr 1591 wurde die Glaubwürdigkeit von Hexenbesagungen in Ingolstadt schwer erschüttert. Der Statthalter hatte sich an den Herzog mit der Bitte um eine Entscheidung bezüglich des Prozesses gegen Anna Berl gewandt. Diese sei ein „verstendig arglüstig Weib“ ließ der Statthalter mitteilen und ihre Hexenkünste seien nachgewiesen. Der Statthalter ließ auf herzoglichen Befehl über alle von ihr denunzierten Personen Ermittlungen anstellen. Die Ergebnisse reichten von schwer der Hexerei verdächtigen Personen aus der Unterschicht bis zu hochangesehenen Frauen aus der Oberschicht. Der überforderte Statthalter war fest von der Realität des Hexenverbrechens überzeugt, wollte aber unbedingt vermeiden, Unschuldige hinrichten zu lassen. Zum Schluss des intensiven Briefverkehrs kam jedoch aus München nur der Befehl von Maximilian, dass der Statthalter „eurer discretion nach Vnnd der nottdurfft nach fürderlich Verfahret“, die Entscheidung also wieder in Ingolstadt lag. Dort entschied man sich, die Hexe Anna Berl hinzurichten. Jedoch wurden alle von ihr denunzierten Frauen freigelassen, womit man zum ersten Mal offenkundig zugab, dass Denunziationen kein sicheres Beweismittel waren. Von nun an konnten die Ingolstädter Hexenprozesse kaum mehr eskalieren.

Dass es überhaupt noch zu weiteren Prozessen kam, lag an einem weiteren herzoglichen Befehl vom 4. September 1591 aus München, der den notorisch verfolgungsunwilligen Stadtrat zu weiteren Verfolgungen antrieb: „Herrn Oberrichtter des noch mer hexen eingezogen vnd sonderlich vff Ire Gespilen examinirt werden. ist der Furst(liche) beuelch. Geben worden.“ Dieser Befehl führte nochmals zu mehreren Verhaftungen mit ausschließlicher Verbrennung bei lebendigem Leib. Insgesamt wurden zwischen 1589 und 1592 neun Frauen als Hexen hingerichtet, viele weitere wurden gefoltert oder wenigstens verhaftet. Das ist im zeitgenössischen Kontext allerdings relativ wenig, Ingolstadt gehört damit zu den verfolgungsarmen Gebieten.

Während der Anfangsphase der Prozesse hatte der Erbprinz Maximilian diese recht intensiv verfolgen können. Er war bei den meisten Prozessen anwesend und schrieb seinem Vater rege davon. Dank dieser Briefe haben wir einen gewissen Einblick in die Rezeption dieser Prozesse durch den jungen Herzog. Die Wirkung dieser Prozesse auf ihn war offenbar eher abschreckend. Er schrieb seinem Vater an letzter Stelle in den Briefen nach langem sonstigen Inhalt ansunsten von den laydigen Vnhulden, und auch dies nur wegen dessen ausdrücklicher Aufforderung dazu. Maximilian wurde von der Hexenpanik nicht angesteckt und als Regent später kein Hexenverfolger. Er war von der Macht der alten Frauen nach den Prozessen bei weitem nicht überzeugt, obwohl seine Erzieher ausgewiesene Anhänger von Hexenverfolgungen waren. Die Skepsis gegenüber Hexenverfolgungen in Ingolstadt hatte auch Maximilian erfasst und sollte sein späteres Handeln als Regent beeinflußen.

3. Abflauen und Ende der Verfolgungen

In Ingolstadt gab es zwar nach 1592 noch Hexenprozesse, doch führten sie in den nächsten 112 Jahren nur noch zu zwei Hinrichtungen. 1600 verfasste die Universität Ingolstadt ein erneutes Grundsatzgutachten, welches schweren Hexenverfolgungen den Boden entzog. Es war maßgeblich durch die schlechten Erfahrungen mit Hexenprozessen um 1590 geprägt, außerdem waren die Befürworter von ausgedehnten Hexenverfolgungen seit 1590 an der Universität in die Minderheit geraten. 1612 kam es zu einigen Schatzgräberprozessen gegen drei Männer in der Stadt, alle drei wurden freigesprochen. Es kam kurz darauf noch zu zwei längeren Prozesskomplexen, einer um 1618, der zweite um 1624. Beide waren sog. Kinderhexenprozesse, sie alle endeten nach schwierigem und langem Prozessverlauf mit der Freisprechung aller Beteiligten (gleichwohl war eine beteiligte Frau durch die Folterungen wahnsinnig geworden). Auf Mikroebene zeigt Ingolstadt daher ab 1600 deutliche Merkmale von sog. späten Hexenprozessen, es sind hier fast nur noch Schatzgräber- oder Kinderhexenprozesse. 1629 führte die Intervention des Eichstätter Bischofs zur Hinrichtung einer aus Eichstätt geflohenen Hexe, doch wurden gleichzeitig über 40 Denunziationen aus dem benachbarten Pfalz-Neuburg nach Ingolstadt hier ignoriert. Die letzte Hexenhinrichtung geschah in Ingolstadt 1704, als eine österreichische Armee die Stadt im spanischen Erbfolgekrieg nach der Schlacht von Höchstädt einschloss und belagerte, in dieser schweren Krise konnte es selbst in Ingolstadt noch zu einem schweren Aufflackern des Aberglaubens kommen.

Eine der bedeutsamsten Konsequenzen der Ingolstädter Hexenprozesse um 1590 war die Entstehung eines Gremiums von Theologen und Juristen an der Universität Ingolstadt, die in den folgenden Jahren die Partei der Hexenverfolgungsgegner am Münchener Hofrat bildeten. Zu diesen gehören so bedeutsame Professoren wie Adam Tanner oder Paul Laymann. Sie verhinderten in schweren Konflikten am Münchener Hofrat ausgedehnte Hexenverfolgungen in Bayern gegen eine Partei von Hexenjägern. Alle wichtigen Gegner der Hexenverfolgungen hatten in Ingolstadt kurz nach den Hexenprozessen studiert, hatten also die Skepsis gegen Hexenverfolgungen vor Ort studieren können. Auf den Punkt brachte ein Anhänger ihrer Partei, Dr. Freiman, ihre Position in einem Brief an den bayerischen Herzog: „Es hat mit denen, so der Zauberey verdacht, ain solichen Gefahrlichen vnnd disputirlichen schlipferigen Process, das gleichsamb vnmöglich (. . .) einen vnverweißlichen Außschlag vnnd Mittl zu finden (. . .) das etliche auß inen der alten Weiber Aussag vnnd Bekhantnus allerdings fir ain Dräm (Träume) und Fantasey (. . .) achten.“ Freiman und weitere achtenswerten Personen sorgten dafür, dass Bayern innerhalb des Reiches sehr früh zu einem Territorium ohne Verfolgung wurde und es auch blieb, lange bevor die Aufklärung für das Aussterben des Hexenglaubens in ganz Europa sorgte.

Literatur:

Behringer, Wolfgang, Hexenverfolgung in Bayern. Volksmagie, Glaubenseifer und Staatsräson in der Frühen Neuzeit, 3. Auflage, München 1997.

Durrant, Jonathan, Witchcraft, gender and society in the early modern prince-bishopric of Eichstätt (PhD-thesis), 2002.

Hofmann, Siegfried, Geschichte der Stadt Ingolstadt. Band II - Von 1505 bis 1600, Ingolstadt 2006.

Empfohlene Zitierweise

Ressel, Magnus: Ingolstadt, Hexenverfolgungen. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/jezrd/

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Erstellt: 22.10.2007

Zuletzt geändert: 23.10.2007


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