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Fludd, Robert

Karsten Kenklies

10. Oktober 2008

* im Januar 1574 in Bearsted/ Kent, Arzt und Universalgelehrter, † 8.9.1637 in London

Kurzbiografie

Robert Fludd wurde 1574 in Bearsted, Kent, als Sohn wohlhabender Eltern geboren (Craven 1902). 1591 schrieb er sich am St. John’s College in Oxford ein, wo er 1597 seinen Bachelor und ein Jahr später den Magister erlangte. Interessant in Bezug auf Fludd scheint zu sein, dass St. John’s innerhalb der Universität von Oxford damals einen besonderen Platz einnahm – war es doch weit weniger calvinistisch und puritanisch ausgerichtet als die anderen Colleges, und man legte weit weniger Wert auf Theologie und Klassiker als auf die Gewinnung tatsächlich neuen Wissens.

Sich von den Künsten ab und der Medizin zuwendend, verließ Fludd England und bereiste den Kontinent, wo er letztendlich die Bildung erlangte, die ihn später zu seinem Werk befähigte (Fuller 1952, S. 281). Es war in Europa, wo Fludd mit den traditionellen Lehren der hermetischen und paracelsischen Philosophie bekannt wurde. Um 1604 kehrte Fludd nach England zurück, um sich am Christ Church College in Oxford zu immatrikulieren. Sein Studium schloss er am 16. Mai 1605 als Bachelor und als Doktor der Medizin ab.

Nachdem Fludd nach London gezogen war, eröffnete er dort eine Praxis und versuchte 1606, am London College of Physicians Aufnahme gewährt zu bekommen – ein Versuch, der erst beim siebten Male von Erfolg gekrönt war: Fludds offen ausgedrückter Zweifel an den alten Autoritäten und seine unverhohlen zur Schau gestellte Abneigung gegenüber ihren Vertretern ließen ihn in den Augen der Jury nicht als würdige Persönlichkeit erscheinen. Als er 1608 wenigstens in Hinblick auf fachliche Kompetenz als Kandidat akzeptiert wurde, so doch nur, um im gleichen Atemzug seine Nicht-Aufnahme zu verkünden, da er sich unmöglich benommen und alles und jeden beleidigt hätte. Schon hier machte sich Fludds aufbrausendes und sehr dünnhäutiges Temperament bemerkbar – eine Eigenschaft, der man später seine unausgesetzte, umfangreiche und sehr emotionale schriftliche Auseinandersetzung mit seinen Kritikern zu verdanken haben wird. Schließlich, am 20. September 1609, wurde Fludd zum Fellow des College ernannt, wo er in späteren Jahren, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten, als Mitglied hoch geachtet und respektiert wurde – eine Anerkennung, die sich in seiner viermaligen Tätigkeit als Zensor des Colleges äußerte.

Als Arzt war Robert Fludd ziemlich erfolgreich; er hatte einen Sekretär und sogar einen eigenen Apotheker, der ihm die Arzneien nach seinen eigenen Anweisungen herstellte.

Als etablierter und praktizierender Doktor der Medizin verwandte Fludd seine gesamte Kraft darauf, die Entwicklung seines Systems der Mosaicall Philosophy weiter fortzusetzen: Es sollte dereinst die Aussöhnung des Christentums mit der heidnischen Philosophie und den vorchristlichen Weisheitstraditionen leisten. Die schriftstellerische Tätigkeit Fludds, die bis zum Ende seines Lebens andauerte, wurde durch ein Ereignis eingeleitet, welches die intellektuellen Geschicke ganz Europas beeinflusste: die Veröffentlichung der ersten beiden Manifeste der Rosenkreuzer, der Fama Fraternitatis (1614) und der Confessio (1615).

In ihren gewaltigen Ruf zur völligen Erneuerung der geistigen Welt stimmte Fludd ein, teilte er doch deren Abneigung gegen den blinden Glauben an die überlieferten Autoritäten Aristoteles und Galen und ihre Überzeugung, durch eine neue und intensivere Zuwendung zu den, teilweise verborgenen, Weisheiten des Christentums und der erleuchteten Tradition der Menschheit eben jene letzte Weisheit erschließen zu können, welcher sie so dringend bedurfte. Eine Verteidigung der Rosenkreuzer war die erste von Fludd veröffentlichte Schrift: Apologia compendiaria fraternitatem de Rosea Cruce suspicionis et infamiae maculis aspersam, veritatis quasi fluctibus abluens et abstergens (Leiden 1616) – ein Schriftchen von 23 Seiten, welches Fludd ein Jahr später noch einmal herausgab, diesmal als Buch von nahezu 200 Seiten und unter dem Titel Tractatus apologeticus integritam societatis de Rosea Cruce defendens (Leiden 1617). Nach dieser Erstschrift folgten in kurzen Abständen die weiteren Veröffentlichungen Fludds – das Eis war gebrochen, und die ganze Energie des bisher nicht weiter in der Öffentlichkeit des intellektuellen Diskurses in Erscheinung getretenen Doktors in London konzentrierte sich auf die Formulierung und Verteidigung eines der komplexesten Systeme einer welterklärenden Philosophie seiner Zeit – ein Projekt, welches von Fludd bis zu seinem Tode verfolgt wurde.

Fludd stand zu seinen Lebzeiten im Zentrum einer Diskussion, in welcher zwei unterschiedliche Weltdeutungssysteme gewissermaßen um die Vorherrschaft kämpften – das neue, eher mechanistisch ausgerichtete Denken rang mit einer älteren, vornehmlich magisch-hermetisch bestimmten Weltsicht. Fludd wurde als herausragender Vertreter einer speziellen Weltsicht erkannt und (zumindest weitestgehend) auch anerkannt – er stand unter dem Schutz von James I. und war ein Freund des Bischofs von Bristol und Worcester, Thornborough, der, selbst ein Alchemist, Fludd in die führenden alchemistischen Zirkel Englands einführte. „In the first half of the seventeenth century he was one of England’s best-known natural philosophers. ... To many Europeans he seemed the most prominent of all English philosophers of his day“ (Debus 1965, S. 105). Gegen ihn persönlich richteten sich daher die in Form schriftlicher Traktate vorgebrachten Angriffe der neuen Denker – Angriffe, die Fludd ebenso schnell wie ausdauernd mit eigenen Veröffentlichungen beantwortete. Ein Glücksfall – vom modernen wissenschaftshistorischen Standpunkt aus gesehen –, denn damit läßt sich die gesamte Diskussion heute nachvollziehen. Die Beteiligten dieser Debatten waren sowohl bekannte (Kepler 1619, 1621-22; Mersenne 1623, 1932-70; Gassendi 1630, 1658), als auch weniger bekannte (Scot 1623; Foster 1631; Sancto Justo 1636; Durelle 1636) Zeitgenossen Fludds. 1654 wurde Fludd in den Mittelpunkt einer Diskussion gerückt, die sich um die Reformbestrebungen innerhalb der höheren Bildung in England entfachte und als deren zwei Hauptopponenten sich schon bald John Webster (Webster 1654) und Seth Ward (Ward 1654) zu Erkennen gaben – der eine, Webster, mit Fludd auf den Fahnen einer Reform auf der Grundlage der Heiligen Schrift und der experimentellen Chemie, welche die Geheimnisse der Natur am ehesten zu entdecken versprach; der andere, Ward, gegen Webster und Fludd mit den Waffen einer (vermeintlich) experimentell-rationalen Wissenschaft à la Bacon. Die Debatte spiegelt erneut jenen Streit wieder, in den Fludd selbst verwickelt gewesen ist, und der ein so interessantes Licht auf die Geburt der modernen Wissenschaft wirft (Debus 1970a, 1970b).

Fludd starb am 8. September 1637, unverheiratet, und wurde in seiner Heimat beigesetzt. Noch ein Jahr später, 1638, erschien das letzte große Werk Fludds, die Philosophia Moysaica in Gouda. Zwischen ihr und der Apologia liegen ca. 18 veröffentlichte Folio-Bände, unter denen die zwischen 1617 und 1626 in mehreren Teilen erschienene, allerdings unvollendete Geschichte des Makrokosmos und Mikrokosmos (Utriusque Cosmi Maioris scilicet et Minoris Metaphysica, Physica Atque Technica Historia In duo Volumina secundum Cosmi differentiam divisa) eine besondere Stellung einnimmt – bildet ihr Plan doch den Rahmen der Fludd’schen Philosophie und veranschaulicht so in überaus deutlicher Weise, welches große Ziel sich Fludd gesetzt hatte – ein Ziel, das nicht nur durch die Bandbreite des Stoffes, sondern auch durch den Umfang der eingearbeiteten und, im Hegelschen Sinne, aufgehobenen Traditionen gekennzeichnet und ausgezeichnet ist.

Tradition

Die geistesgeschichtliche Tradition, in der Fludd stand, läßt sich ob seiner Komplexität nur sehr schwer auf einen einzelnen Begriff bringen. Wollte man dennoch eine derartig komplexe Struktur wie eine Ideengeschichte mit einem einzelnen Begriff verbinden, wirft dies viele Schwierigkeiten auf. Dennoch könnte man einen Begriff ins Spiel bringen, der nicht nur aufgrund seiner Semantik innerhalb menschlich-intellektueller Topologie Bedeutung entfaltete, sondern der auch eine große zeitliche Spanne menschlich-intellektueller Bewegungen in sich einschließt. Gemeint ist die Philosophia Perennis – die Unvergängliche Philosophie – die Weisheit, die andauert (vgl. Schmidt-Biggemann 1998, Schmitt 1966, Huffman 1988). Obwohl der Begriff der Philosophia Perennis erstmalig 1540 erschien, in Agostino Steucos De Perenni Philosophia, ist die Idee einer ewig gültigen Weisheit schon wesentlich älter. Nur tauchte sie in der Tradition unter einem anderen Begriff auf: Prisca Theologia. Unter diesem Stichwort wurde schon sehr lange die Vorstellung weitergetragen, dass es eine direkte, nicht nur Gedanken-, sondern auch Überlieferungslinie gibt zwischen den alten Theologen und etwa Moses, Platon und den Neu-Platonikern. Solche Auffassungen vertraten nicht nur Denker wie Diogenes Laertius oder Iamblichos, sondern auch Christen wie Augustinus und Laktanz. Für sie war unbezweifelbar, dass die Weisheit Gottes nicht erst durch die Heilige Schrift (dort natürlich am deutlichsten und überzeugendsten), sondern auch schon vorher, wenn auch fragmentarisch und unvollkommen, ihren Weg in menschliches Denken gefunden hatte. Dass dieses nicht nur für antike Philosophie und Weisheitslehren, sondern auch explizit für andere monotheistische Religionen gelten könnte, wurde von Nikolaus von Kues vertreten, der jeder großen Tradition einen gewissen, anteiligen Blick auf die „Absolute Eine Wahrheit“ zugestand, und der daher zu einer umfassenden religiösen Toleranz aufrief – ein ökumenischer Ruf, der vor allem in Nikolaus’ De pace fidei von 1453 zum Tragen kam. Es ist also die aus der Prisca Theologia hervorgegangene Philosophia Perennis, als deren Vertreter Fludd mit seinem Anspruch auftrat, die umfassende Wahrheit aufzudecken durch den Entwurf eines Gedankengebäudes, das kompatibel ist sowohl mit christlicher Lehre, als auch mit anderen Weisheitsschriften (etwa dem Corpus Hermeticum, den Orphica, den Carmina Aurea, den Chaldäischen Orakeln oder den Sybellinischen Prophezeiungen) und anerkannten Philosophemen der Alten (sei es in Gestalt etwa der platonisch-/ neuplatonischen Schulphilosophie, sei es in Form der christlich interpretierten jüdischen Kabbala).

Damit ist die Vorstellungswelt, in der sich Fludd bewegte, charakterisierbar als das um die gesamte bekannt gewordene okkulte Tradition angereicherte neuplatonische Christentum der Renaissance, welches ihm sowohl durch die primären Quellen vermittelt wurde, als auch durch die Schriften einiger Personen, in denen derartige Ideen schon mehr oder weniger detailliert ausgearbeitet worden waren: Johannes Reuchlin, Francesco Giorgio, Cornelius Agrippa von Nettesheim, Paracelsus und John Dee.

Philosophie

Fludds Verankerung in der Tradition der neuplatonisch-christlichen Hermetik prägte vor allem die methodologischen Voraussetzungen seines wissenschaftlichen Denkens: Die grundsätzliche Annahme, dass Gott sich sowohl in der Heiligen Schrift bzw. den heiligen Schriften, als auch in der Natur offenbart habe, ließ es für Fludd selbstverständlich erscheinen, beides aufeinander zu beziehen (wie auch sonst alle Bereiche des Seins aufeinander beziehbar sind). In beiden hatte sich Gott offenbart – in ihnen galt es, Gottes Weisheit zu lesen und zu studieren. Dazu mussten die Bücher entsprechend gedeutet werden – darin bestand sowohl Fludds Aufgabe, als auch sein methodischer Ansatz: Die Natur als Buch musste gelesen und gedeutet werden, den Interpretationsschlüssel dafür bietet zuallererst die Heilige Schrift, dann aber auch die damit in Einklang zu bringenden Weisheitstexte (eine vorausgesetzte Harmonie, die über entsprechende Interpretationen der Texte erst wieder einzuholen war).

Fludd begründet seinen methodischen Zugang zur Erforschung der Natur mit einer Schöpfungserzählung: Indem er zeigt, wie sich Gott in die Natur selbst einschreibt in der Schöpfung, d. h. die Schöpfung gerade in diesem Einschreiben besteht, wird eine Methode legitimiert, die von der Natur als einem zu entziffernden Zeichen Gottes ausgeht und die Interpretation eines heiligen Textes auf den jeweils anderen anwendet. Letztlich entschlüsselt sich auch darüber die Bedeutsamkeit der Illustrationen in Fludds Werken: Ebenso, wie die Natur die Wahrheit der Schrift im wahrsten Sinne des Wortes re-präsentiert und wahrnehmbar macht, können die Illustrationen als Sichtbarmachung des Textsinnes verstanden werden; dem Verhältnis von Offenbarung und Natur entspricht die Beziehung von Text und Bild.

Die Schöpfungserzählung Fludds legitimiert nicht nur seine Methode, sondern führt gleichzeitig den synkretistischen Ansatz vor, den Fludd für die Herstellung seines begrifflichen Systems wählt: Sie ist ein Amalgam kabbalistischer, neuplatonischer, hermetischer und christlicher Elemente:

Der zuallererst allgegenwärtige Gott zieht sich in sich zurück, um Platz für die Schöpfung zu machen. Er hinterläßt eine große Leere dunkler, ungeformter Materie, in welche er dann wieder zu emanieren beginnt. Dieses Wiedereintreten Gottes wird verstanden als Einmischen göttlichen Geistes, einer subtilen Form-Substanz, in die formlose Materie, die derart überhaupt erst Form gewinnt. Dieses In-Formieren geschieht stufenweise, in Umläufen, die den biblischen Schöpfungstagen korrespondieren und im Ergebnis eine sphärisch aufgebaute Welt hinterlassen, deren äußere Schichten gottesnah, deren innerster Kern (die Erde) jedoch am gottesfernsten ist. Dazwischen liegen nicht nur Bereiche, die sich, trotz prinzipieller Gleichartigkeit im Aufbau als Mischung, durch den Grad des Mischungsverhältnisses von Geist und Materie graduell voneinander unterscheiden, sondern die ebenfalls Platz bieten für die Beherbergung der verschiedenen, hierarchisch geordneten Lebewesen (verschiedene Engel, Geister, Dämonen – und natürlich Menschen, Tiere und Pflanzen; die ganze Kette der Wesen also). Ewiger Vermittler der äußeren Göttlichkeit mit der inneren Erde ist die Sonne, die Gott in die Mitte zwischen äußerster und innerster Sphäre gesetzt hat: Von hier aus vermittelt sich Gott beständig auch in diese entfernteren Bereiche – kosmologischer Geozentrismus bei gleichzeitigem spirituellen Heliozentrismus.

Bedeutsam für diese Konzeption ist nun nicht nur die prinzipielle Analogie der verschiedenen Seinssphären, sondern vor allem die Tatsache, dass es der göttliche Geist ist, der mit der Materie sich verbindet und so die einzelnen Dinge erst als Einzelne entstehen lässt: Jedes Seiende ist demnach in seiner Essenz göttlicher Geist; Mischungsverhältnisse bilden die Basis der Individuierung (und begründen damit auch die Nähe Fludds zur Alchemie, deren Sprache von Mischen und Extrahieren, von Verbinden und Trennen Fludds Begrifflichkeiten sehr nahe kommt: Gott als der große Spagyriker, der die Welt zusammenmischt). Damit werden die Welt als Ganze und die Dinge im Besonderen zum Ausdruck Gottes, Natur wird zur Re-Präsentation Gottes; die Geheimnisse der Natur, die Essenz der Dinge, aufzudecken, bedeutet, Gott zu erkennen. Darin besteht das grundsätzliche Interesse Fludds: Entzifferung der Natur als Aufdecken des Göttlichen in der Natur (z. B. durch Aufzeigen von trinitarischen Strukturen in der Natur). Dieses Aufdecken ist wörtlich zu verstehen: Das Göttliche ist in der Natur zwar wesentlich, aber nicht offensichtlich enthalten. Es muss aufgedeckt werden, und daher ist Fludds Zugang ein eher spekulativer denn ein empirischer; die Sinne verbleiben nur an der Oberfläche, nicht jedoch dringen sie zur Essenz vor. Deshalb benutzt Fludd zwar Experimente in seinen Forschungen, aber nur, um die Richtigkeit seiner Gedanken zu beweisen (wobei beweisen hier heißt: Vorstellen einer Interpretation des Phänomens in Übereinstimmung mit seinen Ideen). Der auf diese Weise entstehende Deutungshorizont der Natur und ihrer Phänomene bildet dann den Rahmen, innerhalb dessen Fludd sein praktisches Tun, als Arzt etwa, zu entwerfen und zu verstehen vermag.

Doch Fludd synthetisierte nicht nur – er modifizierte auch und erweiterte das ihm überlieferte Gedankenspektrum um einige Neuheiten. Neben den einzigartigen, ja geradezu spektakulären Illustrationen (die eigentlich keine begleitenden Bilder, sondern eher nicht-diskursive Argumente, fleischgewordene Philosophie sind), zeichnet sich Fludds Werk durch wenigstens vier grundlegende Variationen der bekannten Melodie aus (vgl. Huffmann 1988, S. 105): 1) die Idee, dass die traditionellen vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) aus einem Urelement, das Fludd ebenfalls Wasser, nennt, hervorgegangen sind; 2) die Vorstellung, das die Sonne als vermittelnder Körper zwischen Himmel und Erde dient, der den Geist Gottes enthält; 3) die graphische Darstellung des ontologischen Status der Welt als gegenläufige Pyramiden von Materie und Form; und 4) die graphische Darstellung der verschiedenen Zahlenverhältnisse in der Welt in seiner Figur des Monochords, der eine synthetisierend-parallelisierende Darbietung zulässt von a) Platos und Pythagoras’ Harmonielehre, b) den Weltverhältnissen nach Proklus, c) der kabbalistischen Interpretation des Göttlichen Namens, d) den geometrischen Zahlenentwicklungsreihen, e) der Lehre von den vier Elementen, f) der Idee der drei Himmel, und g) dem System der Engelshierarchien. Damit kann Fludds Philosophie tatsächlich als Mosaicall Philosophy bezeichnet werden: sie ist zum einen grundlegend mosaisch, indem sie grundlegend christlich ist und auf die Moses zugeschriebene Überlieferung aufbaut, und sie ist zum anderen mosaik-artig, indem sie sich aus einer Vielzahl traditioneller Ideen zusammensetzt, wobei die Art der Zusammensetzung das neue Bild ergibt. In dieser Weise ist Fludds Ansatz als universal zu benennen – er sucht auf ganz ähnliche Weise wie sein erklärter Widerpart Aristoteles, die Welt in einer Gesamtschau zu erkennen und darzustellen. Dieses Vorhaben lässt ihn ein System entwickeln, welches unter der versuchten Einbindung aller (als heilig anerkannten) Traditionen ein weit(est)reichendes Projekt darstellt. Dass Fludd damit einen Höhepunkt seiner Tradition darstellte, kann kaum bezweifelt werden; ob er allerdings auch den Endpunkt jenes geistesgeschichtlichen Stranges verkörpert, wie es Huffmann (1988) schon in seinem Buchtitel andeutet, bleibt noch zu hinterfragen. Denn diese Art des Denkens wurde weitergetragen und brach sich dann und wann wieder Bahn auch ins öffentliche Bewusstsein – wenn auch vielleicht in etwas veränderter Form.

Magie und Hexerei

Fludd stand mit seinen Schriften im Zentrum einer Debatte, die vielfältige Gestalt annahm; nicht immer ist die Natur der gegen ihn gerichteten Angriffe genau auszumachen: Es vermischen sich wissenschaftsinhaltliche, wissenschaftsmethodische, naturphilosophische, allgemein theologische und speziell konfessionell geprägte Argumente miteinander. Entsprechend komplex gestalten sich die Vorwürfe an Fludd, er würde in seinen Schriften sowohl der Schwarzen Magie, als auch der Hexerei huldigen und, ganz allgemein, sich der Häresie schuldig machen. Bereits nach dem Erscheinen der Geschichte des Makrokosmos 1617/18, die er dem König höchstselbst widmete, wurde Fludd bei James I. angeklagt: Sein Werk enthielte sowohl seltsame Philosophie, als auch häretisches Gedankengut; wie auch an seinem Tractatus Apologeticus zu sehen ist, stehe Fludd den als häretisch einzustufenden Rosenkreuzern gefährlich nahe. Der König forderte Fludd zu einer Stellungnahme auf – deren schriftliche Form (von ca. 1618/19) als Declaratio Brevis bekannt wurde (Huffmann 1978). Hier verteidigte Fludd sich und die Rosenkreuzer: Er selbst sei seit seiner Geburt treuer Anhänger der reformierten Kirche in England; die Rosenkreuzer ihrerseits bekennen sich zum deutschen reformierten Christentum und seien selbst von deutschen Katholiken anerkannt, ebenso wie von Lutheranern und Calvinisten – sie zu verteidigen könne also kaum als häretisch gelten. Überdies – und hier ist jene Vermischung wissenschaftsmethodologischer und theologischer Fragestellungen deutlich zu sehen – sind es gerade die Rosenkreuzer, die das Erkennen der Welt auf eine richtige, das heißt theologisch-biblische Grundlage stellen wollen, und gerade deshalb seien ihre Ausführungen nicht nur nicht häretisch, sondern notwendig und unbedingt zu beachten (Huffmann 1978, S. 81ff.).

Das Ergebnis war triumphal für Fludd: Nicht nur anerkannte der König seine Verteidigung (deren Betitelung als Declaratio und gerade nicht als Apologia auf Fludds Selbstbewusstsein verweist), sondern des Königs freundliche Gesinnung steigerte sich sogar noch bis zu seinem Tod, und auch der Nachfolger auf dem englischen Thron, Charles I., gewährte Fludd und seiner Familie einige Privilegien. Trotzdem ging der Disput um Fludds Gedanken weiter – nur verlagerte er sich in die schriftliche Auseinandersetzung.

Hauptanklagevertreter hierbei waren Mersenne und Foster – der von Mersenne zu Hilfe gerufene Gassendi verteidigt Fludd gegen die Vorwürfe der Beschäftigung mit dunklen Künsten, eröffnet aber seinerseits eine Debatte um den richtigen interpretatorischen Umgang mit der Heiligen Schrift, indem er Fludds alchemische Lesart angriff.

Für Fludd blieben alle Anwürfe völlig unverständlich: Sein eigenes Selbstverständnis war, wie oben bereits erläutert, geprägt von einer tiefen Religiösität – einer Religiösität, die es ihm gerade zur Aufgabe werden ließ, eine Naturphilosophie zu entwickeln, die in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift, und anderen heiligen Texten, stand. Den überlieferten Weisheiten mehr trauend als der Beobachtung, bildete gerade die christlich-gläubige Göttlichkeit den zentralen Bezugspunkt all seiner Erläuterungen. Entsprechend entrüstet zeigte sich Fludd gegenüber den Vorwürfen, und er widmete den ihn angreifenden Schriften je einen eigenen Verteidigungstraktat, wobei sich gerade die Auseinandersetzung mit Mersenne und Foster als eine um Hexerei und Magie darstellt: Mersennes Angriffen in dessen Genesis-Kommentar Quaestiones Celeberrimae in Genesim von 1623 antwortet Fludd 1929 mit Sophiæ cum moria certamen, einem Traktat, dem die noch berühmtere Rosenkreuzerverteidigungsschrift Summum Bonum beigebunden ist; auf Gassendis Anfragen in Epistolica Exercitatio von 1630 reagiert Fludd 1633 mit Clavis Philosophiæ et alchymiæ Fluddanæ; auf Fosters Hoplocrisma-spongus: or, A sponge to wipe away the weapon-salve von 1931 antwortet Fludd noch im selben Jahr mit Doctor Fludd's Answer unto M. Foster, or the squeesing of Parson Foster's Sponge, ordained by him for the wiping away of the weapon-salve. (Für eine detaillierte Darstellung der jeweiligen Traktate vgl. Craven 1902.)

Wie schon erwähnt, lässt sich die Natur der Vorwürfe gegenüber Fludd nur schwer einordnen: Ging es zum einen etwa um die Frage nach der wissenschaftlichen Methode (Frage nach der Rolle einer Bezugnahme auf autoritative, alte Texte), war es aber zum anderen auch eine Frage, inwieweit Fludd selbst schwarze Magie betreiben oder unterstützen würde. Die Debatte zum Beispiel um die Existenz okkulter Qualitäten liest sich zum einen als Auseinandersetzung um die richtige Methode und das Problem der Behauptung okkulter, also nicht sichtbarer Kräfte, und zum anderen muss danach gefragt werden, wem denn diese okkulten Wirkungen zuzuschreiben wären, sollten sie denn existieren: Gott oder dem Teufel. Und es sind gerade die okkulten Qualitäten, als Voraussetzungen solcher Künste wie Geomantie und Astrologie oder als Grundlage der behaupteten Wirkungsweise der so genannten Waffensalbe, an denen sich ein Streit zwischen Fludd und seinen Gegnern entzündete: Von Mersenne begonnen und von Foster auf die Spitze getrieben, artikulierten sich die Vorwürfe an Fludd, er würde mit der Beschreibung und der Inanspruchnahme unsichtbarer Agenten des Teufels Werk betreiben und verbreiten. Dagegen verwehrte sich Fludd auf das Entschiedenste: Nicht nur gibt es natürlich okkulte Qualitäten und Kräfte – und dies wird naturphilosophisch nachgewiesen –, sondern es sind diese auch genuin göttliche Qualitäten und Kräfte, weil es gerade das Göttliche ist, welches als unsichtbare Substanz in allem Sein wirkt (entsprechend der Schöpfungserzählung, die von der Einmischung Gottes in die Welt berichtet). Demgegenüber gehören der Teufel und seine dämonischen Heerscharen kategorial den Engeln an, welche wiederum nicht der einfachen, göttlichen Substanz gleichen, sondern zusammengesetzt sind aus dem allem Lebendigen einwohnenden göttlichen Geist und dem materiellen Prinzip welches durch den Geist belebt wird und allerdings, im Gegensatz zu demjenigen irdischen Lebens, so subtil ist, dass es unsichtbar bleibt (obwohl in der Schöpfungserzählung von verschiedenen Materien nicht die Rede ist, sondern nur von einer, in welche sich ein je eigenes Quantum göttlichen Geistes einmischt). Während in den guten Engeln jedoch die göttliche Substanz im Vordergrund steht, neigen der dunkle Fürst und seine Diener mehr der materiellen Seite zu. In dieser Gestalt ist es ihnen auch möglich, sich irdischen Lebens, Menschen und Tieren etwa, zu bedienen, um ihre dämonischen Handlungen zu vollziehen; allerdings, und das bleibt für Fludd unbestreitbar: Der Teufel und alles Dämonische ist letztlich nicht vollständig getrennt von Gott, sondern ihm auch noch verbunden, Gott ist und bleibt eigentliche Substanz alles Lebendigen. Nicht also wird die Existenz des Teufels oder böser Dämonen von Fludd geleugnet, sondern die Verbindung dieser Geister zu seinen eigenen Aktivitäten: Sein Wirken benutzt weder in theoretischer, noch in praktischer Weise die Künste mit Hilfe dunkler Mächte, die sich, so argumentiert Fludd höchst theologisch, keinesfalls in positiver, sondern nur in dekonstruktiver Absicht einsetzen lassen. Wenn also etwas heilend wirkt, wie es durch viele Berichte der Waffensalbe zugesprochen wird, die über Entfernung zu heilen vermag, dann kann dieses nur Gottes Werk sein (Fludd 1631c, 3. Teil, S. 42ff.).

Mit ungeheurer theologischer Akribie verteidigte Fludd sowohl die Form seines Argumentierens, als auch die naturphilosophischen Inhalte – eine christliche Naturphilosophie, die sich, wie bereits beschrieben, aus vielen Quellen speiste und die daher wohl kaum als orthodox bezeichnet werden kann. Und es ist denn auch letztlich der Vorwurf Mersennes, dass sich Fludd von der einen katholischen Religion abgewendet hat, und dass er doch in deren Schoß zurückkehren sollte, bevor man über naturphilosophische Fragen debattiert. Fludd sah dazu natürlich keine Veranlassung: Seine Vorstellung vom Christentum schließt zwar die Existenz des Teufels und teuflischer Dämonen ein, aber Fludd selbst sah sich vollständig auf der Seite Gottes; nichts läge im ferner als Atheismus oder Teufelsanbetung. Im Gegenteil: Die andere Seite scheint verdammenswürdiger zu sein, papistisch wird zum Schimpfwort (Fludd 1631c, 2. Teil, S. 131), und die Debatte um Naturwissenschaft und –philosophie wird zu einer über christliche Konfessionalität.

Gerade in der Auseinandersetzung um die Deutung des Begriffes Magie kommt Fludds Naturverständnis deutlich zum Tragen: Zwar wäre er ein Magier in dem Sinne, dass er die Geheimnisse der Natur, d. h. die Göttlichkeit der Dinge, aufzudecken und zu benutzen suche – und nichts anderes hieße eben Magie, die dann zum Guten oder Bösen angewendet werden könnte –, doch bleibt Fludd nach eigenem Bekunden weit hinter den Möglichkeiten zurück, die ein solches Tun anbieten könnte. Das Ziel der Alchemisten, die göttliche Substanz, die subtile Form-Materie, aus den Dingen zu extrahieren, um mit dieser dann Stoffumwandlungen selbst vollziehen zu können (in Analogie göttlichen Tuns bei der Erschaffung der Welt) – ein solches Ziel läge, obwohl durchaus ehrenhaft, weit außerhalb seines Könnens und Strebens (Debus 1979, S. 92f.). Magie als magia naturalis wird so zur Wissenschaft von der Natur – der Magier entziffert die Texte, die Gott geschrieben hat. daran gibt es für Fludd nichts auszusetzen: Nicht Magie selbst, als Wissen, sondern ihre Anwendung bleibt eine Frage von Beurteilung. Und dass er, Fludd, auf der Seite Gottes steht – das bleibt ihm zeitlebens eine Gewissheit.

Ausgaben vor 1800

Apologia compendiaria fraternitatem de Rosea Cruce suspicionis et infamiae maculis aspersam, veritatis quasi Fluctibus abluens et abstergens. Leiden, Gottfried Basson, 1616.

Tractatus Apologeticus Integritatem Societatis De Rosea Cruce defendens ... Leiden, Gottfried Basson, 1617a [erscheint als Schutzschrift für die Aechtheit der Rosenkreutzergesellschaft 1782 in deutscher Übersetzung in Leipzig bei Böhme, übers. u. hrsg. von AdaMah Booz, d. i. Adam Michael Birkholz; diese Übersetzung wiederum kommentiert von Johann Salomo Semler in Johann Salomo Semlers Zusätze zu der teutschen Übersetzung von Fludds Schutzschrift für die Rosenkreuzer. Halle, Gebauer, 1785].

Tractatus Theologo-Philosophicus, In Libros tres distributus; Quorum I. de Vita, II. de Morte, III. de Resurrectione…Oppenheim, Johann Theodore de Bry, 1617b.

Utriusque Cosmi Maioris scilicet et Minoris Metaphysica, Physica Atque Technica Historia In duo Volumina secundum Cosmi differentiam divisa ... Tomus Primus De Macrocosmi Historia. Leiden, Johann Theodore de Bry, 1617c.

Tractatus secundus De Naturae Simia Seu Technica macrocosmi historia in partes undecim divisa. Oppenheim, Johann Theodore de Bry, 1618. 2.Aufl.: Frankfurt, Johann Theodore de Bry, 1624.

Tomus Secundus De Supernaturali, Naturali, Praeternaturali Et Contranaturali Microcosmi historia, in Tractatus tres distributa. Oppenheim, Johann Theodore de Bry, 1619.

Tomi Secundi Tractatus Primi Sectio Secunda, De technical Microcosmi historia, in Portiones VII. divisa. N.p., n.d. [?Oppenheim, ?1620].

Tomi Secundi Tractatus Secundus; De Praeternaturali Utriusque Mundi Historia. In sectiones tres divisa... Frankfurt, Johann Theodore de Bry, 1621a.

Veritatis Proscenium; in quo Aulaeum Erroris Tragicum Dimovetur, Siparium ignorantiae scenicum complicatur, ipsaque veritas a suo ministro in publicum producitur, Seu Demonstratio Quaedam Analytica…Frankfurt, Johann Theodore de Bry, 1621b.

Anatomiae Amphitheatrum Effigie Triplici, More Et Conditione Varia Designatum. Frankfurt, Johann Theodore de Bry, 1623. Enthält Monochordum Mundi als pp.287-331, datiert 9. Dezember 1621c.

Philosophia sacra et vere Christiana Seu Meterologia Cosmica. Frankfurt, Officina Bryana, 1626.

Sophiae Cum Moria Certamen, In quo, Lapis Lydius A Falso Structore, Fr. Marino Mersenno, Monacho Reprobatus, celerrima Voluminis sui Babylonici (in Genesin) figmenta accurate examinat. [Frankfurt], 1629a.

Summum Bonum, Quod est Verum Magiae, Cabalae, Alchymiae Verae, Fratrum Roseae Crucis verorum Subjectum…Per Ioachimum Frizium. [Frankfurt], 1629b. (Als Autor dieses Werkes ist Joachim Frizius angegeben; es herrscht Unklarheit darüber, ob es Robert Fludd zugeordnet werden kann; trotzdem geht man inzwischen von einer Fludd’schen Autorschaft aus.)

Medicina Catholica, Seu Mysticum Artis Medicandi Sacrarium, In Tomos divisum duos. In Quibus Metaphysica Et Physica Tam Sanitatis tuendae, quam morborum propulsandorum ratio pertractatur. Frankfurt, William Fitzer, 1629c.

Pulsus Seu Nova Et Arcana Pulsuum Historia, E Sacro Fonte Radicaliter Extracta, Nec Non Medicorum Ethnicorum Dietis et authoritate comprobata. Hoc Est, Portionis Tertiae Pars Tertia, De Pulsuum Scientia. N.p., n.d. [?Frankfurt, ?1630]. Vollendet 19. Oktober 1629.

Integrum Morborum Mysterium: Sive Medicinae Catholicae Tomi Primi Tractatus Secundi, in Sectiones distributas duas... Frankfurt, William Fitzer, 1631a.

καθολικου Medicorum κατοπτρου: In quo, Quasi Speculo Politissimo Morbi praesentes more demonstrativo clarissime indicantur, et futuri ratione prognostica aperte cernuntur, atque prospicuntur. Sive Tomi Primi, Tractatus Secundi, Sectio Secunda. [Frankfurt], 1631b. Vollendet 17. Dezember 1629.

Doctor Fludd’s Answer unto M. Foster Or, The Squeesing of Parson Foster’s Sponge, ordained by him for the wiping away of the Weapon-Salve… London, Nathaniel Butler, 1631c. Lateinische Übersetzung: Responsum Ad Hoplocrisma-Spongum M. Fosteri Presbiteri... Gouda, Peter Rammazen, 1638a.

Clavis Philosophiae Et Alchymiae Fluddanae, Sive Roberti Fluddi Armigeri, Et Medicinae Doctoris, Ad Epistolicam Petri Gassendi Theologi Exercitationem Responsum. Frankfurt, William Fitzer, 1633.

Philosophia Moysaica. In qua Sapientia et scientia creationis et creaturarum sacra vereque Christiana (ut pote cuius basis sive Fundamentum est unicus ille Lapis Angularis Iesus Christus) ad amussim et enucleate explicatur. Gouda, Peter Rammazen, 1638b.

Mosaicall Philosophy: Grounded upon the Essentiall Truth, or Eternal Sapience. Written first in Latin, and afterwards thus rendred into English…London, Humphrey Moseley, 1659.

(Unveröffentlicht:)

Declaratio Brevis. Manuskript in London, British Library, Ms. Royal, 12.c.II [Edition und Übersetzung in: Huffman (1978)].

A Philosophicall Key. Manuskript in Cambridge, Trinity College, Western Ms. 1150 [0.2.46] [Edition und Einführung in: Debus (1979)].

Truth’s Golden Harrow. Manuskript in Oxford, Bodleian Library, Ms. Ashmole 766 [Edition und Einführung in: Josten (1949)].

Quellen

P. Jean Durelle, Effigies contracta Roberti Flud Medici Angli, cum Naevis, Appendice et Relectione, Paris 1636.

William Foster, Hoplocrisma-Spongus: Or a Sponge to Wipe Away the Weapon-Salve, London 1631.

Thomas Fuller, The Worthies of England, London 1662 (neu: 1952).

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Empfohlene Zitierweise

Kenklies, Karsten: Fludd, Robert. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/b7zpc/

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Erstellt: 10.10.2008

Zuletzt geändert: 10.10.2008


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