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Prodigienliteratur in der Frühen Neuzeit

Michaela Hammerl

24. September 2007

Nachdem der Vorzeichenglaube in der Antike – vor allem bei den Römern – einen ersten Höhepunkt erlebt hatte, erhielt er im 16. Jahrhundert neuen Aufschwung. Ob Nordlichter, Nebensonnenerscheinungen, Sonnenfinsternisse, Kometen, Kornregen, Blutwunder, Wunderbrunnen, Geistererscheinungen, Auferstehungen, Missgeburten usw. – sie alle sorgten bei den Menschen der Frühen Neuzeit für Angst und Schrecken, da sie als Zeichen Gottes galten, der die Menschen für ihre Sünden bestrafen und vor größerem Unheil warnen möchte.

1. Zur Geschichte der Prodigienliteratur

Wunderzeichenberichte traten zwar in großer Zahl in Flugblättern und Flugschriften der Frühen Neuzeit auf, doch sind die Themen nicht neu. Blutregen, Kometen, Himmelszeichen und Missgeburten wurden schon in der Antike beobachtet und als Zeichen gedeutet. Unter Wunderzeichen bzw. Prodigia kann man „die außernatürlichen Begebenheiten in der Natur“ (Zedler 1749, Sp. 2149) bzw. „alle Vorgänge gleichnishafter Art, durch die ein in der Zukunft liegendes Geschehnis angezeigt und sein Ablauf vorbedeutet wird“ (Bächtold-Stäubli, Bd. 8, Sp. 1730), verstehen. Diese Definitionen erläutern die beiden Bestandteile des Kompositums Wunderzeichen: Das Ereignis, das als Wunderzeichen verstanden wird, trägt einmal den Charakter des Wunderbaren, scheint also nicht natürlich erklärbar zu sein. Und zum anderen hat es zeichenhaften Charakter, geschieht also nicht um seiner selbst willen, sondern um etwas (Höheres) anzuzeigen. Worauf es verweist, kann entweder ein zukünftiges Ereignis sein oder aber der Zorn Gottes bzw. der Götter. Der zeichenhafte Charakter kann somit unterschiedliche Ausprägungen erfahren und muss deshalb immer vor dem jeweiligen historischen Kontext betrachtet werden.

Bei den Griechen im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. wurde der vorbedeutende Charakter der Zeichen sehr hoch bewertet. Vorzeichen, wie Natur- und Himmelserscheinungen sowie Vogelzeichen, hatten vor allem Einfluss auf die Kriegsführung, da „gerade in Kriegszeiten […] die Phantasie des Volkes stets besonders lebendig“ (Popp 1960, S. 11f.) war. So berichtet zum Beispiel Herodot von einer Sonnenfinsternis, die einen Krieg zwischen Spartanern und Persern verhinderte. Vor und während der Feldzüge wurden zudem zahlreiche Opfer begangen, deren Ausgang darüber entschied, „ob man ein Vorhaben durchführen solle oder nicht“ (Popp 1960, S. 40).

Veit Rosenberger, der sich mit dem Prodigienwesen der Römer auseinandersetzt, definiert Prodigien als „ungewöhnliche Geschehnisse, die den Zorn der Götter verkündeten“ (Rosenberger 1998, S. 7). Sie zeigten an, dass das Verhältnis zwischen Menschen und Göttern gestört war. Rosenberger erläutert, dass die Prodigien in dreifacher Hinsicht Unglück bedeuteten: „Erstens sind einige Katastrophen wie Hochwasser oder militärische Niederlagen selbst schon ein Unglück und nicht nur Künder kommenden Ungemachs; zweitens lassen sich viele Zeichen nach dem Prinzip der Analogie deuten und drücken Ängste vor Krieg oder Einbrüchen im System der Fortpflanzung und im bäuerlichen Leben aus; drittens kann man zahlreiche Vorzeichen durch die Konzepte von Adynaton und Liminalität als Ausdruck einer Angst vor dem Verlust der Ordnung der Welt verstehen“ (Rosenberger 1998, S. 124). Das Besondere der römischen Prodigien ist, dass sie Staatsangelegenheiten waren und vom Senat verwaltet wurden. Man unternahm „keine bedeutende Staatshandlung, ohne dazu von den Göttern durch äußere Zeichen die Einwilligung erhalten zu haben“ (Luterbacher 1904, S. 7).

„Das offizielle Reagieren des Staates auf P[rodigien] durch Annahme und Ablehnung endet mit der republikanischen Staatsform so gut wie ganz“ (Ziegler 1972, Sp. 2283). Spätestens im Verlauf des 1. Jahrhunderts v. Chr. ist vor allem aufgrund des „innerpolitischen Wandels“ sowie der „Bürgerkriegswirren“ (Rosenberger 1998, S. 22) mit dem Niedergang des römischen Prodigienwesens zu rechnen. Man orientierte sich nun zunehmend an den mantischen Techniken der Griechen (vgl. Rosenberger 2001). Seit Augustus waren schließlich die Kommunikation mit den Göttern und damit auch die von ihnen gesandten Zeichen eng an die Person des Kaisers geknüpft.

Wie das Verschwinden des römischen Prodigienwesens „keine radikale und vollkommene Veränderung im Bewußtsein der Menschen“ (Ziegler 1972, Sp. 2296) zur Folge hatte, so lebten auch seine schriftlichen Belege noch weiter. Zunächst gingen die Berichte aus den Annales maximi in die Werke der Geschichtsschreiber, vor allem in Livius' Römische Geschichte, ein.

Im 4. Jahrhundert entstand dann ein lateinisches Werk, das sämtliche Wunderzeichen von 249-11 v. Chr. zusammenfasst: Iulius Obsequens' Liber Prodigiorum. Obsequens versucht darin, die Vorzeichen als „historische Fakten zu etablieren“ (Schmidt 1968, S. 165). Seine Prodigienberichte können „als in den entscheidenden Punkten nicht veränderte Liviusfragmente angesehen werden“ (Schmidt 1968, S. 217). Dabei versucht Obsequens, „Katastrophen außergewöhnlichen Ausmaßes mit einzubeziehen, auch wenn sie von Livius nicht als Götterzeichen verstanden waren“ (Schmidt 1968, S. 218). Hier wird bereits der verstärkte Sensationscharakter seiner Berichte deutlich. Eine noch stärkere Diskrepanz gegenüber dem altrömischen Prodigienwesen zeigt sich jedoch in der Interpretation der Wunder. Das Zeichen wird nämlich von Obsequens im Nachhinein je nach Erfolg oder Misserfolg des Ergebnisses „als glückverheißend oder unglückbringend“ (Schmidt 1968, S. 226) gewertet, wohingegen die Folgen nach der römischen Auffassung immer negativ waren. Trotz dieser alternativen Deutungsmöglichkeit legt Obsequens jedoch „auf die Entsühnung der Vorzeichen erheblichen Wert“ (Schmidt 1968, S. 232).

2. Neues Interesse an Prodigien in der Frühen Neuzeit

Wohl aufgrund der „anspruchslosen Form“ (Schmidt 1968, S. 234) geriet Obsequens' Liber Prodigiorum rasch in Vergessenheit. Neue Popularität erfuhr es jedoch im 16. Jahrhundert dank Conrad Wolffhart (alias Lycosthenes), der es 1552 neu herausgab (Lycosthenes 1552). Neben dieser Neuauflage publizierte Lycosthenes auch ein eigenes Wunderzeichenbuch unter dem Titel Prodigiorvm ac ostentorvm chronicon (Lycosthenes 1557), mit dem er den Lesern sämtliche alten, aber auch neuere Prodigien nahe bringen wollte.

Bei diesem Vorhaben stand Lycosthenes durchaus nicht alleine da. Vielmehr muss im 16. Jahrhundert mit einem allgemeinen erneuten und verstärkten „Interesse für Prodigien“ (Schenda 1963, Sp. 639) gerechnet werden. Verantwortlich dafür waren nach Rudolf Schenda drei Faktoren: „der Sensationshunger des Menschen“, „die Kompilationsmanier der Humanisten“ und „der Gedanke, dass sowohl die religiösen und politischen Wirren als auch die sozialen Missstände auf dem Zorn Gottes beruhen, der täglich neue Zeichen geschehen lässt, um die Menschen zur Buße zu mahnen und an das nahende Weltende zu erinnern“ (Schenda 1963, Sp. 638 f.). Man berief sich dabei vor allem auf die zahlreichen Bibelstellen, die diese apokalyptischen Befürchtungen hervorhoben wie sie scheinbar durch gesellschaftliche Krisen oder Klimaphänomene (Kleine Eiszeit) Plausibilität erfuhren. Auch hier finden sich Parallelen zwischen dem wachsenden Interesse an Prodigien und an Hexenverfolgungen.

Schon im Alten Testament wird davon berichtet, dass Gott die Sünden der Menschen bestraft, sie durch Besserung jedoch diese Strafe abwenden können, wie es beispielsweise im Buch Jeremia heißt: „Bald drohe ich einem Volk oder einem Reich, es auszureißen, niederzureißen und zu vernichten. Kehrt aber das Volk, dem ich gedroht habe, um von seinem bösen Tun, so reut mich das Unheil, das ich ihm zugedacht hatte“ (Buch Jeremia 18,7-8).

Ein Beispiel für ein Volk, das Sünden begangen, sich dann aber bekehrt hat, gibt das Buch Jona. Es berichtet davon, dass Gott Jona befiehlt, in die Stadt Ninive zu gehen und den Bewohnern mitzuteilen: „Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!“ Daraufhin beschlossen die Niniveter, Buße zu tun. „Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus“ (Buch Jona 3).

Der deutlichste Beleg für das baldige Weltende ist Jesu Rede über die Endzeit, von der die Synoptiker berichten. In dieser Rede kündigt Jesus an, dass zunächst große Not, Kriege und Unruhen über alle Länder hereinbrechen werden: „Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen“ (Lukas 21,10-11; vgl. auch Markus 13,1-37 und Matthäus 24,1-42). Danach wird „der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen“, was wiederum durch Zeichen angekündigt wird: „Sofort nach den Tagen der großen Not wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden“ (Matthäus 24,29; vgl. Markus 13,24-25). „Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres“ (Lukas 21,25).

Ausschließlich mit dem Weltende befasst sich schließlich das letzte Buch des Neuen Testaments, die „Offenbarung des Johannes“, die auch den Namen Apokalypse trägt. Der Verfasser beschreibt dort seine Visionen, die ihm den Weltuntergang vorbedeuten. Er spricht von sieben Siegeln, die nacheinander geöffnet werden und verschiedenes Unheil beinhalten. Dass die Bilder denen aus der Endzeitrede Jesu stark ähneln, lässt sich an der Vision zur Eröffnung des sechsten Siegels deutlich erkennen: „Und ich sah: Das Lamm öffnete das sechste Siegel. Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand, und der ganze Mond wurde wie Blut“ (Die Offenbarung des Johannes 6,12). Ebenfalls Finsternis und blutiges Wasser sind die Zeichen, die in der Vision von den „sieben Engeln mit den Schalen des Zorns“ auftreten (Die Offenbarung des Johannes 16,1-21).

Die gleichen Zeichen, die im 16. Jahrhundert Angst in der Bevölkerung auslösen, werden somit schon in der Bibel als Zeichen Gottes für das bevorstehende Weltende ausgelegt. Die allgemeinen Nöte der Zeit wie Pest, Hungersnot und Kriege betrachtet man, wie es Jesus in seiner „Rede zur Endzeit“ angekündigt hat, als erste Phase der Endzeit. Die zweite Phase, an deren Ende der Weltuntergang steht, wird eingeleitet durch zahlreiche Zeichen wie Verfinsterung von Sonne und Mond oder Blutzeichen. Da die erste Phase schon eingetreten zu sein schien, erwartete man nun geradezu das Eintreten der zweiten Phase und musste Ereignisse wie Himmelserscheinungen oder Blutwunder als Zeichen für den Beginn dieser zweiten Phase werten (vgl. Kaufmann 1999, S. 127 f.).

Die Ursache für den großen Erfolg der Wunderzeichenberichte in der Frühen Neuzeit waren also vor allem reale Nöte, die dazu führten, dass die Menschen auf sämtliche Zeichen am Himmel und auf der Erde achteten. Naturkatastrophen, Klimaverschlechterung, Bevölkerungswachstum, Hungersnöte, Armut, Seuchen – mit all diesen Problemen hatten die Menschen in ganz Europa zu kämpfen. Da sich das Unheil derart häufte, sah man es als Zeichen dafür an, dass Gott erzürnt sei über die Menschen und deren Sündhaftigkeit. Diese stereotype Deutung kam explizit oder implizit in den meisten Prodigienberichten, wie auch im aufkommenden Hexenglauben zum Ausdruck.

3. Wunderzeichenbücher als „Prodigienchroniken“ des 16. Jahrhunderts

Ähnlich wie schon in der Antike wurden ungewöhnliche Ereignisse im 16. Jahrhundert als Zeichen, „als Fingerzeige, welche auf gegenwärtiges oder zukünftiges Unheil verweisen“ (Schenda 1997, S. 15), gedeutet. Trotz der Ähnlichkeit ergeben sich jedoch einige Unterschiede zu früheren Jahrhunderten: Die Zeichen wurden im Zusammenhang mit den konkreten Nöten und den sich daraus ergebenden „kollektiven Ängsten“ (Bischoff 1986, S. 6) als direkte Vorboten des Weltendes betrachtet. Sie betrafen im Unterschied zum Hexenglauben, der Schuld weitgehend individualisiert, somit jeden. Damit auch jeder darüber informiert werden konnte, bildete sich eine „popularisierte“ (Schenda 1997, S. 17) Wunderzeichenliteratur heraus.

Dazu zählten zum einen die Prodigienberichte in Flugblättern und Flugschriften, auf die unten näher eingegangen wird, und zum anderen größere Werke, so genannte Wunderzeichenbücher. In einigen dieser Bücher wurden alte Prodigienlisten wieder aufgenommen und neu veröffentlicht. Doch es entstanden auch neue Wunderzeichenbücher, die sich mit aktuelleren Ereignissen beschäftigten und der ‚Geisteshaltung’ der Renaissance anpassten.

Dazu zählt Lycosthenes' Prodigiorvm ac ostentorvm chronicon, das 1552 zunächst in lateinischer Sprache, im selben Jahr noch in deutscher Übersetzung erschienen ist (Lycosthenes 1557). Darin wird vor allem von Himmelszeichen, Missgeburten und Naturkatastrophen erzählt, doch finden sich auch vereinzelt Berichte über Blutwunder, Fastenwunder oder Prophetenkinder. Bemerkenswert ist, dass schon in diesem Buch aus der Mitte des 16. Jahrhunderts „die Sensationslust im Kampf mit dem moralischen Anliegen die Oberhand gewonnen hat“ (Schenda 1997, S. 22).

Im selben Jahr erschien ein weiteres Wunderzeichenbuch: Caspar Goltwurms Wunderwerck vnd Wunderzeichen Buch (Goltwurm 1557). Im Gegensatz zu Lycosthenes untergliedert Goltwurm sein Werk nicht chronologisch, sondern thematisch in „Göttliche / Geistliche / Himlische / Elementische / Irdische vnd Teuflische wunderwerck“. Einem ähnlichen Gliederungsschema folgt Goltwurms zweites Wunderzeichenbuch von 1567 (Goltwurm 1567). Auch hier teilt er die Wunderzeichen in thematische Gruppen ein, die bereits im Titel genannt werden. Diese Oberkategorien werden in den einzelnen Kapiteln weiter unterteilt, so z. B. die Wunderregen nach dem jeweiligen Material, das es geregnet hat, also „Blut / Milch vnd Oele“, „Blutregen“, „Korn / Woll / Fleisch“ sowie „Stein vnd Eysen“ (Goltwurm 1567, S. 83 f.). Auch wenn Goltwurm sämtliche von ihm aufgezählten Ereignisse als Wunderzeichen bezeichnet, muss festgestellt werden, dass vieles in Goltwurms Wunderzeichenbüchern „nicht eigentlich mirakelhaftes Geschehen“ (Deneke 1974, S. 134) ist.

Das wohl berühmteste Wunderzeichenbuch stammt von Job Fincel (vgl. dazu Manko-Matysiak 1999, S. 26 ff.). Es erschien in drei Bänden, geht wie Lycosthenes' Werk chronologisch vor und umfasst den Zeitraum zwischen 1517 und 1562. Fincel bezeichnet die Wunderzeichen als „Busprediger“ und als „zeichen der künfftigen straff“ (Fincel 1559, Vorrede zu Bd. 2), welche die sündhaften Menschen treffen wird. Seine Absicht war es, „zu beweisen, dass Gottes Zornzeichen Vorboten des Jüngsten Tages sind“ (Schenda 1963, Sp. 652). Deshalb soll „ein Christ […] die Wunderzeichen also annemen vnd verstehen / wie Gott von vns haben wil / vnd geboten hat“ (Fincel 1559, Vorrede zu Bd. 2).

Um die Bedeutung der Wunderzeichen als Zornzeichen Gottes zu belegen, war es nötig, aufzuzeigen, dass die Zeichen nicht zufällig und einmalig auftraten, sondern sich häuften, da sie nur in ihrer „Gesetzmäßgkeit“ (Schilling 1974, S. 334) die nötige Wirkung haben könnten. Fincel schreibt zwar von sich, „das ich viel gemelte Prodigia nicht leichtfertig / one bedacht zusamen gerafft / sondern sie von frommen / glaubwirdigen Leuten bekomen / deren schrifften ich bey mir habe / die auch zum teil sie selbst gesehen haben eins teils habe ich sie ausgedruckten Exemplaren entlenet“ (Fincel 1556, Bd. 1, „Vorrede an den Christlichen Leser“), doch versuchte er immer, Verbindungen zwischen den einzelnen Berichten herzustellen. „Wenn es einmal an einer Geschichte gebrach, die, des Themas wegen, in einer Sammlung noch fehlte, dann wußte der Kompilator auch hier Rat: er schrieb sie selbst“ (Schilling 1974, S. 334). Auch wenn er sich also den Anschein von Glaubwürdigkeit gab, so musste diese zurücktreten, sobald es um die Durchsetzung seiner moralisierenden Absicht ging. „Das ende mus verhanden sein!“ (Fincel 1556, Vorrede zu Bd. 1) – Dieser Ausruf bildet zusammen mit der Angst, die er in den Menschen erwecken sollte, den Hintergrund der gesamten Sammlung.

Wenn Fincel in der Vorrede des ersten Bandes vom „verdampte[n] gottlose[n] hauff der Papisten“ spricht, wird klar, dass er das Thema Wunderzeichen aus der Sicht eines Protestanten abhandelt. Darin wiederum ist eine wesentliche Übereinstimmung der Wunderzeichenbücher mit den Wunderzeichenflugblättern und -flugschriften zu sehen. Denn auch bei diesen handelte es sich meist um Protestanten. Aber nicht nur der Personenkreis, auch die Inhalte entsprechen einander: In beiden Fällen ging es um ungewöhnliche Himmelserscheinungen, Missgeburten, seltsame Regenfälle usw. Eine dritte Übereinstimmung findet sich schließlich hinsichtlich der Interpretation der Zeichen. Sowohl in den Flugblättern und Flugschriften als auch in den Wunderzeichenbüchern wurden sie durchwegs als Strafe Gottes für die Sünden der Menschen und als Aufruf zur Buße gewertet.

4. Flugblätter und Flugschriften als die zentralen Prodigienmedien der Frühen Neuzeit

Was machte nun aber das Spezielle der Wunderzeichenberichte in den Flugblättern und Flugschriften – im Gegensatz zu den Wunderzeichenbüchern – aus? Auch wenn die Autoren aus dem gleichen Umfeld stammten, kann dies wohl von den Rezipienten nicht unbedingt angenommen werden. Denn Bücher waren teuer, und nicht jeder konnte lesen. Gerade Flugblätter mit ihren großen Abbildungen und billigen Preisen kamen so einem weniger gebildeten, ärmeren Publikum entgegen. Inhalte und Deutungen der Wunderzeichenberichte sind zwar ebenfalls sehr ähnlich, doch werden beim genaueren Hinsehen auch Unterschiede bemerkbar. Während Wunderzeichenbücher einen chronikartigen Rückblick von Wunderzeichen der letzten Jahre (oder Jahrhunderte) geben, beschränken sich die Wunderzeichenberichte in Flugblättern und Flugschriften meist auf ein oder zumindest auf wenige Wunderzeichen, die zudem relativ aktuell waren, also meist kurz zuvor stattgefunden hatten. So konnten auch die Deutungen eine viel schnellere, direktere Wirkung erzielen. Auch wenn die Auslegung von Wunder- bzw. Vorzeichen auf eine lange Tradition seit der Antike zurückblicken kann, erhalten die Prodigien also im 15./16. Jahrhundert eine neue Dimension. An den Inhalten ändert sich wenig; das Neue bestand vielmehr in den mit der Erfindung des Buchdrucks gegebenen neuen Reproduktionsbedingungen, welche die Medien Flugblatt und Flugschrift entstehen ließen und erstmals eine schnelle und breite Wirkung, Aktualität der Nachrichten und damit auch eine größere Beeinflussung der Rezipienten ermöglichten. In ähnlicher Weise finden sich viele Kleindrucke zum Hexenthema wieder.

Die Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert führte nicht nur dazu, dass Texte, die vorher lediglich handschriftlich oder sogar nur mündlich existierten, nun in gedruckter Form verbreitet werden konnten, sondern sie führte auch zur Entstehung neuer Gattungen von Kleinschriften, vor allem von Flugblättern und Flugschriften. Ein Flugblatt könnte man definieren als ein einseitig bedrucktes großformatiges Blatt, das Texte in einfacher Sprache und (einfache, oft kolorierte) Bilder über kurz zuvor geschehene Ereignisse enthält und sich an eine breite Öffentlichkeit wendet (vgl. z.B. Enzyklopädie des Märchens, Bd. 4, Sp. 1340; Ecker 1981, Bd. 1, S. 6 f.). Synonym dazu kann der Begriff Einblattdruck verwendet werden, der aus der Druckersprache stammt.

Eine Flugschrift hingegen ist ein mehrseitiges, ungebundenes, nicht periodisch erscheinendes, selbstständiges, Anfang des 16. Jahrhunderts aus dem Flugblatt entwickeltes Heftchen, das durch Falten beidseitig bedruckter Foliobogen entsteht (vgl. z. B. Enzyklopädie des Märchens, Bd. 4, Sp. 1340 und 1353; Schwitalla 1999, S. 1). Sie richtet sich ebenfalls an eine breite Öffentlichkeit, ist jedoch sprachlich meist komplizierter als ein Flugblatt verfasst. Dem Text vorangestellt ist ein Titelblatt, das eine Kurzzusammenfassung des Inhalts sowie meist eine genaue Datierung und Lokalisierung des Geschehens liefert.

 

Während die ersten Flugblätter vorwiegend Gebrauchsblätter und amtliche Bekanntmachungen waren, entwickelte sich zu Beginn des 16. Jahrhunderts eine Fülle von Flugblättern und Flugschriften mit den unterschiedlichsten religiösen und weltlichen Inhalten.

Den größten Bereich der weltlichen Themen nahm der Sensationsbericht ein. Zunächst in Reimpaarform, später auch in Prosa- oder Liedform erhält der Leser Nachrichten über Morde, Naturkatastrophen, Hexenverbrennungen oder Kuriositäten. Eine Untergruppe des Sensationsberichts bildete der Wunderzeichenbericht, in dem es um Himmelserscheinungen, Geister, wunderbare Heilungen, Engelserscheinungen, Missgeburten, Wundertiere usw. ging.

Der wunderbare Charakter und die meist zur Beschreibungsfunktion hinzutretende Appellfunktion kamen oft schon in den Titeln der Neuen Zeitungen zum Ausdruck. Diese beinhalten nämlich – neben dem am häufigsten auftretenden Begriff 'Zeitung' – oft die Gattungsbezeichnungen 'Wunderzeichen', 'Gesicht', 'Geschicht', 'Warnung', 'Wunderwerck' oder 'Abcontrafactur'. Diesen Gattungsbezeichnungen wurden meist adjektivische Attribute vorangestellt wie 'wunderbar(lich)', 'erschröcklich', 'grausam', 'unerhört' oder 'traurig'. Doch trotz dieses wunderbaren, 'subjektiven' Charakters der Berichte wurde deren Wahrheit ständig beteuert - einmal mit Hilfe des Adjektivs 'wahrhaftig' im Titel vieler Neuen Zeitungen und zum anderen durch genaue Orts- und Zeitangaben, die Berufung auf Zeugen und die eigene Beteuerung des Autors (um nur einige wichtige Mittel der Wahrheitsbeteuerung zu nennen).

Diese Diskrepanz zwischen subjektiver und objektiver Darstellung findet sich auch im Inhalt der Neuen Zeitungen wieder. Denn an einen darstellenden bzw. berichtenden Teil schließt sich bei dem Großteil der untersuchten Flugschriften und bei zahlreichen Flugblättern ein Deutungsteil an, in dem eine (religiöse) Interpretation der Erscheinung bzw. des Ereignisses gegeben und Konsequenzen für das Verhalten des Rezipienten formuliert wurden. Den Abschluss des Textes bildete meist ein Gebet, in dem der Autor (in stereotypen Floskeln) Gott um Erbarmen für die sündhaften Menschen anflehte.

5. Zur Deutung der Wunder und Prodigien

Vom Mittelalter bis zum 16. Jahrhundert ging man davon aus, alle Wunder kämen von Gott und stellten im Sinne eines teleologischen Weltbilds Eingriffe Gottes in das Weltgeschehen dar, die meist positiv bewertet und von den Menschen als selbstverständlich angesehen wurden. Bereits der Kirchenvater Augustinus betonte in seinem ‚Gottesstaat’ (‚De civitate Dei’, 413–426), Gott habe schon mit der Erschaffung der Welt und der Menschen ein großes Wunder vollbracht, sich aber auch danach immer wieder mit Wundern in den Weltlauf eingeschaltet. Ein Wunder ist seiner Meinung nach ein für den Menschen unbegreifliches Ereignis, das Gott in der Welt bewirkt.

Dieses Wunderverständnis blieb das ganze Mittelalter hindurch gültig. Erst im 17. Jahrhundert begriff man Wunder nicht mehr als Selbstverständlichkeit, sondern begann sie zu hinterfragen. So schrieb Benedict von Spinoza in seinem ‚Tractatus theologico-politicus’ 1670, Wunder entstünden „nicht außerhalb, sondern innerhalb der Natur“ und seien nur aus der Perspektive des Menschen zu einer bestimmten Zeit etwas Ungewöhnliches. Sie hätten eine „begrenzte Macht“, woraus zu schließen sei, „dass Gott, sein Dasein und seine Vorsehung aus den Wundern nicht erkannt werden kann, sondern dass diese weit besser aus der festen und unveränderlichen Ordnung der Natur erkannt werden“. Wunder sind somit nichts Außerordentliches mehr, sondern vielmehr „natürliche Ereignisse“, können also in das von Gott geschaffene Naturganze eingeordnet werden.

Noch einen Schritt weiter als Spinoza geht Gottfried Wilhelm Leibniz zu Beginn des 18. Jahrhunderts, wenn er die These vertritt, die bestehende Welt sei die beste aller möglichen Welten und Gott habe dabei auch Wunder von vornherein im vollkommenen Weltplan angelegt. Ging Spinoza davon aus, dass Wunder nur aus der Sicht der Menschen als etwas Ungewöhnliches erscheinen, so betonte Leibniz, Gott habe die Wunder bewusst in die bestmögliche Welt integriert.

Vor diesem theoretischen Hintergrund werden sämtliche Wunderzeichen bzw. Prodigien, also wunderbare Ereignisse, die lediglich außerhalb der bekannten Naturgesetze stattzufinden scheinen, nun in die Naturordnung integriert und wissenschaftlich erklärt. Aus Zeichen Gottes werden seit dem 18. Jahrhundert natürliche Vorgänge, die den Menschen höchstens aufgrund ihrer Ungewöhnlichkeit in Staunen versetzen, jedoch keine Wunder im engeren Sinn sind.

Die ‚echten’ Wunder hingegen werden von den Theologen weiterhin als übernatürliche Einwirkungen Gottes interpretiert, die konstitutiv für den katholischen Glauben sind. Man bemüht sich darum, die echten, gottgesandten Wunder von den dämonischen oder abergläubischen Täuschungen zu trennen. Während Prodigien also großteils zu wissenschaftlichen Tatsachen geworden waren, bleiben Wunder als religiöse Glaubensinhalte zumindest in der katholischen Gesellschaft erhalten.

In den frühneuzeitlichen Flugblättern und Flugschriften tauchen zwar bisweilen auch solche ‚echten’, religiösen Wunder auf, wie zum Beispiel Berichte über Hostienwunder oder Wunderbrunnen belegen. Doch den Großteil der Berichte nehmen Prodigien ein, also Wunderzeichen, die nur scheinbar außerhalb der Naturordnung stattfinden. Während die religiösen Wunder dem katholischen Glauben zuzuordnen sind, handelt es sich bei Prodigien um eine vorwiegend protestantische Angelegenheit. Die meisten Autoren sind Protestanten und haben primär das Ziel, mit Hilfe der Prodigienberichte den Menschen ihre Sünden und Fehler vorzuführen und sie zu Buße und Besserung aufzurufen.

6. Fazit: Prodigienberichte als Ausdruck frühneuzeitlicher Weltanschauung

Wunderzeichen galten im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert als übernatürliche Eingriffe Gottes in die Welt, als Mahnungen wegen der Sünden der Menschen und als Androhung des nahenden Weltendes. Egal ob Nordlicht, Blutregen, Gespenst oder Scheintoter – sie alle wurden als Zeichen Gottes gewertet. Die durch die Erfindung des Buchdrucks neu entstandenen Druckmedien Flugblatt und Flugschrift waren geradezu prädestiniert dazu, die wunderbaren Ereignisse und die damit verbundenen Deutungen in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Wie der zeitgenössische Terminus „Neue Zeitung“ nahe legt, wollten sie aktuelle Nachrichten über die Ereignisse liefern; zugleich wurde jedoch schon früh die Möglichkeit der Beeinflussung der Rezipienten mithilfe dieser Medien erkannt. Sie wurden gezielt zur Ausbreitung dieser Stoffe und der damit einhergehenden Ermahnung zur Besserung eingesetzt.
Erst im späten 17. Jahrhundert begann man vehement zu unterscheiden zwischen Wunderzeichen bzw. Prodigien, die oft auf natürliche Ursachen zurückzuführen waren und damit ihren wunderbaren Charakter allmählich verloren, und Wundern im katholischen Sinn, die weiterhin als übernatürliche, göttliche Einwirkungen galten – und heute dem katholischen Glauben nach noch gelten.

Literatur

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Johannes Schwitalla, Flugschrift (Grundlagen der Medienkommunikation, Bd. 7), Tübingen 1999.

Johann Heinrich Zedler, Großes vollständiges Universallexikon aller Wissenschaften und Künste, Bd. 59, Leipzig/Halle 1749.

Konrat Ziegler (Hg.), Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft. Neue Bearbeitung, begonnen von Georg Wissowa, fortgeführt von Wilhelm Kroll und Karl Mittelhaus, Bd. 23/2, München 1972, Stichwort „prodigium“, Sp. 2283–2296.

 

 

 

Empfohlene Zitierweise

Hammerl, Michaela: Prodigienliteratur. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/b7zt4/

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Erstellt: 20.09.2007

Zuletzt geändert: 20.09.2007


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