persistent

Sie haben den folgenden Artikel über eine stabile URL aufgerufen:

Helmut Schnatz

Koblenz im Bombenkrieg

 

Angriffsstatistik (PDF)

 


Abb. 1: Brennendes Koblenz, 1944/45

Koblenz als Bombenziel

Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging, lag die Innenstadt von Koblenz zu 87% in Trümmern, von den 94 417 Einwohnern (Stichtag 1. Januar 1944) lebten noch rund 9 000 im gesamten Stadtgebiet, davon etwa 4 000 im eigentlichen Stadtkern 1). Sie hatten seit Wochen in den großen Betonbunkern der Innenstadt vegetiert und waren in der Hauptsache Personen, die aus kriegswichtigen Gründen in Koblenz zu bleiben hatten und deshalb Schlafplätze in einem der Bunker und das Recht auf Verpflegung durch die NSV erhalten hatten.

Ein solches Ende der Stadt am Zusammenfluß von Rhein und Mosel schien eigentlich nicht unausweichlich, denn nennenswerte Industrie gab es hier nicht. Die Stadt war zwar eine große Garnison der Wehrmacht, und ihre Kasernen und sonstigen Einrichtungen waren von den Alliierten aufgeklärt, wie die folgende Liste zeigt 2):

1. Barackenlager bei Bubenheim mit fünf Baracken in einem Pionierübungsgelände, dazu nahegelegene, unbesetzte Stellungen für schwere Flak, aufgeklärt am 2. 11. 1942.

2. Alte Kasernen am Rheinufer in Ehrenbreitstein. Nach den angegebenen Koordinaten kann es sich hierbei nur um die Münzkaserne und das Dikasterialgebäude handeln, aufgeklärt am 29. 9. 1941, die aber als Unterkünfte ziviler Behörden fungierten.

3. Kasernen in Koblenz-Horchheim. Sie werden beschrieben als groß, modern mit Schuppen, Ställen, aufgeklärt am 15. 8. 1942. Es kann sich nach den angegebenen Koordinaten nur um die Gneisenau-Kaserne handeln.

4. Pionier-Kaserne in Koblenz-Lützel mit vielen Schuppen, gelegen am Moselufer, aufgeklärt am 15. 8. 1942.

5. Moderne Kaserne Koblenz-Neuendorf mit Schuppen. Nach den Koordinaten ist es die Rhein-Kaserne. Aufgeklärt am 15. 8. 1942, am 21. 4. 1943 wurden auf den Dächern zwei Flakstellungen beobachtet, am 5. 8. 1944 zwei zusätzliche Schuppen.

6. Neuhäusel, Munitionslager mit zwei Gebäuden und neun gewarteten Stapeln (?). Aufgeklärt am 21. 4. 1943. Es handelte sich um eine Munitionsausgabestelle der Flak.

7. Kaserne in Koblenz-Niederberg, beschrieben als moderne Kaserne mit großen Schuppen. Es ist die ehemalige Flakkaserne. Aufgeklärt am 29. 9. 1941. Im Sommer 1944 wurden hier keine Aktivitäten beobachtet.

8. Koblenz-Niederlahnstein I. Es handelt sich um die Deines-Bruchmüller-Kaserne in Niederlahnstein, beschrieben als große moderne Kaserne. Zum Datum 2. 8. 1944 wurde beobachtet, daß drei Baracken entfernt worden waren, sonst aber keine Aktivitäten erkennbar. Aufgeklärt am 2. 11. 1942.

9. Koblenz-Niederlahnstein II, ein Magazin nahe der Deines-Bruchmüller-Kaserne, das Heeresverpflegungsamt. Aufgeklärt am 15. 8. 1942, wobei die Zerstörung eines Gebäudes durch Brand festgestellt wurde 3).

10. Koblenz-Pfaffendorf I, eine moderne Kaserne mit einem großen Stallgebäude, auf den Dächern zwei Flakstellungen, erkannt am 21. 4. 1943. Aufgeklärt am 15. 8. 1942. Ohne Aktivitäten am 2. 8. 1944.

11. Koblenz-Pfaffendorf II, eine große Kaserne mit Übungsplatz. Drei neue Schuppen, Gräben und Deckungslöcher außerhalb der Kaserne, aber keine Aktivitäten erkennbar am 2. 8. 1944. Es ist die Augusta-Kaserne, aufgeklärt am 15. 8. 1942.

12. Koblenz/S(üd?), eine alte Kaserne, offensichtlich die inzwischen abgerissene Erbherzog-Friedrich-Kaserne am Fort Konstantin auf der Karthause unmittelbar westlich des Hauptbahnhofs. Aufgeklärt am 2. 8. 1944.

13. Koblenz-Stadtwald, Munitionslager am Westhang des Kühkopfs. Bestehend aus 25 Schuppen im Waldgelände, die bis auf drei am 19. April 1944 verschwunden waren. Aufgeklärt am 31. 7. 1942.

14. Koblenz-West I, möglicherweise alte Kaserne mit mehreren Schuppen. Es handelt sich offenbar um die Boelcke-Kaserne, aufgeklärt am 15. 8. 1942.

15. Koblenz, Barackenlager bestehend aus 14 fertiggestellten Baracken, andere noch im Bau. Aufgeklärt am 2. 11. 1942. Erneute Aufklärung vom 2. 8. 1944 ergab sieben neue Baracken und ungefähr 100 Fahrzeuge. Nach den angebenen Koordinaten lag die Einrichtung im Rauenthal zwischen Koblenz-Mitte und Koblenz-Moselweis. Sie ist auf der Luftaufnahme Sortie US 7GP/2611, 2 Aug 1944, Print 1015, klar erkennbar 4). Wahrscheinlich war diese Einrichtung aber nicht militärisch, sondern gehörte der Firma Benzin-Benzol-Verband.

Das waren einige potentielle Objekte von militärischem Charakter, aber Ersatztruppenteile und Kasernen waren keine lohnenden Ziele im strategischen Luftkrieg. Sie wurden auch niemals gezielt angegriffen.

Als Garnisonstadt beherbergte Koblenz eine ganze Reihe von Truppenteilen und Wehrmachtbehörden, deren Anzahl im Jahr 1944 sich noch vermehrte. Sie lagen zum Teil mitten im Stadtgebiet. Hierzu gehörten: Die Wehrmachtkommandantur Koblenz in der Ursulinenschule/Hohenzollernstraße, ihre Befehlsstelle ab 17. September 1944 im Kehlturm des Forts Konstantin 5), Heeres-Standortverwaltung, Clemensplatz Festungsschirrhof, Standortkompanie, 34. Division, Castorhof 2, Beobachtungsabteilung 34, Train(Falckenstein)-Kaserne, Andernacher Straße, Grenadier Ersatz- u. Ausbildungsregiment 34, Artillerie-Regiment 34 und Artillerieregiment 70, beide Deines-Bruchmüller-Kaserne Niederlahnstein, drei Bataillone des Infanterie-Regiments 80 Goebenkaserne/ Asterstein, Augustakaserne und Gneisenaukaserne, Grenadier Ersatz- u. Ausbildungsbataillon 80, Pionier Ersatz- und Ausbildungsbataillon 34, Schlageter(Bonner)-Straße, Nachrichtenabteilung 34, Boelcke-Kaserne, Nachrichten Ersatz-Abteilung 33, Nachrichten-Ausbildungsabteilung 33, Technisches Ersatz- u. Ausbildungsbataillon 2, Stromsicherungs-Bataillon III/XII; später III. Bataillon Landes-Pionierregiment 12, Landesschützenbataillon 759, 3./Lds.Schtz.Batl. 759; Landesschützenbataillon 775, 3./Lds.Schtz.Batl. 775, Brückenkolonne S 26, Flakuntergruppe Koblenz, Schwere Flak Ersatzabteilung 39, leichte Alarmflakbatterie 12/XII, Nachrichtenkommandantur, Rizzastraße 18, Wehrbezirkskommando Koblenz I, Münzkaserne Ehrenbreitstein, Heersverpflegungshauptamt, Trotha(Viktoria)straße38, Heeresbauamt Koblenz, Steinstraße 18 (und/oder Mainzerstraße 7a), Heeres-Nebenzeugamt, Mayener Straße 46-52 mit Lager Stadtwald, Standortlazarett, Moselweißer Straße/Westfalenkaserne 6).

Schließlich gab es in Koblenz auch noch das Rüstungskommando Koblenz der Wehrmacht, Castorhof 2 7). Außer dem Militär gab es in Koblenz auch eine Vielzahl von Behörden aus Partei und Staat. Hierzu gehörten: das Oberpräsidium der Rheinprovinz, Wilhelmi (Stresemann)-Straße 5, die Bezirksregierung Koblenz, Am Rhein 14, das Landratsamt, Kaiser-Wihelm(Friedrich-Ebert-Ring) 43 - 45, die Staatspolizeistelle (Gestapo) Koblenz, Am Vogelsang 1, das Polizeipräsidium, Kaiser-Wihelm(Friedrich-Ebert)-Ring 47-51, die Ärztekammer Moselland und Reichsärztekammer, Kaiser-Friedrich-Straße (Südallee) 14, die Bezirksstelle Koblenz der Kassenärztlichen Vereinigung, Landesstelle Moselland, ebenda, die Bezirksführung der Freiwilligen Feuerwehr in der Provinzialfeuerwehrschule, Oberwerth, Schillerstraße, das Staatshochbauamt Koblenz, das Wasserwirtschaftsamt Koblenz im Schloß, das Reichsbauamt Koblenz, Hindenburgstraße 24, das Landesbauamt Koblenz, Eichendorffstraße 13, Reichsfinanzverwaltung, Emil-Schüllerstraße 10, das Hauptzollamt Koblenz, ebenda, das Hauptversorgungsamt Rheinland, Falckensteinstraße 2/12, das Bergrevier Koblenz-Wiesbaden zu Koblenz, Löhstraße 127, die Landesbauernschaft Moselland, Rheinstraße 1, Reichsnährstand, Kaiser-Wilhelm (Friedrich-Ebert)-Ring 42, das Oberversicherungsamt Koblenz (Reichsversicherungsanstalt für Angestellte), Am Rhein 14, die Reichspostdirektion Koblenz, Kaiser-Wihlem (Friedrich-Ebert)-Ring 14 - 20, Hauptpost mit Fernamt, Clemensplatz 1-5, die Reichsbahn-Generalbetriebsleitung West, Kaiser-Friedrich-Straße (Südallee), das Landgericht Koblenz, Gerichtsstraße 10 8), der Reichsrundfunk, Radio Koblenz, Studio 6, Gerichtsstraße,

Zu den Dienststellen der NSDAP und ihrer angeschlossenen Verbände gehörten u. a.: Die Gauleitung Moselland der NSDAP, Emil-Schüllerstraße 18-20, u. a. mit Gauarbeitsamt, Gauwirtschaftskammer Moselland und Reichspropagandaamt Koblenz, die SA-Gruppe Mittelrhein, Bismarckstraße 13, SA-Brigade 52, SA-Ufer (Kaiserin-Augusta-Anlagen) 10, SS-Abschnitt XI, SA-Ufer (Kaiserin-Augusta-Anlagen) 15, die Motorobergruppe des NSKK, die Mortorgruppe Rhein-Mosel des NSKK, Steinstraße 23, NS-Fliegerkorps, Standarte 72, Goeben(Görres)platz 11, die Gebietsführung der HJ, Alte Burg, der Bann 28 der HJ, Bahnhofstraße 30, Reichsarbeitsdienst Arbeitsgau Mittelrhein, Simmerner Straße 2, die Gauwaltung Moselland der DAF, Bahnhofstraße 54. Schließlich gehört zu den überörtlichen Behörden noch die des Reichsverteidigungskommissars, des NSDAP-Gauleiters Gustav Simon.

Als lokale Behörden fungierten schließlich vor allem: Die Stadtverwaltung als kommunale Behörde, die NSDAP-Kreisleitung als vorgesetzte "Waltung" der Partei für ihre Ortsgruppen in Koblenz, Bahnhofstraße 38. Eine Behörde, die ihrem Charakter nach Teil einer Gliederung der Partei war, aber staatliche Aufgaben geheimdienstlicher Natur wahrnahm, war der SD in Koblenz, SA-Ufer (Kaiserin-Augusta-Anlagen) 3. 

"Koblenz is a centre for the Rhine wine trade and has few other industries. It is mainly important as a traffic centre," so umschreibt der Bomber’s Baedeker, das Zielhandbuch der westallierten Luftwaffen, die Bedeutung der Stadt 9).

Als Ziele gibt es an: den Hafen, die Eisenbahnlinien, die Koblenz durchqueren, die beiden Verschiebebahnhöfe Koblenz-Lützel und Koblenz-Mosel, mit einer Umschlagkapazität von je 2 000 und 2 600 Waggons in 24 Stunden. In diesem Zusammenhang wird auch noch der Verschiebebahnhof in Oberlahnstein erwähnt, offenbar wurden alle drei zusammen als ein Zielsystem betrachtet. Sie hatten die Priorität (3) erhalten, das heißt, sie waren Einrichtungen „of relatively small importance in the German war effort“.

Koblenz-Mosel erhielt in der Station List, der Zielliste für Bomber Command, 8. und 15. US- Air Force den Code GH 628 10), Koblenz-Lützel GO 1462, Oberlahnstein GH 618.

Geschützt wurde Koblenz seit November 1942 nur noch durch leichte und mittlere Flak. Am 9. Januar 1944 lagen hier drei Batterien und eine 4/5 Batterie Heimatflak 11). Ab 27. April 1944 kamen hierzu noch Eisenbahn-Flakbatterien, die nach Koblenz verlegt wurden. Der Gefechtsstand der Flakuntergruppe, die im Januar 1945 zu einer Flakgruppe anwuchs, war auf dem Ehrenbreitstein 12).

Die Bevölkerungszahl von unter 100 000, die geringe Industrie sowie die niedrige kriegswirtschaftliche Priorität bewirkten, daß Koblenz als Stadt in Westdeutschland (wie auch der gesamte NSDAP-Gau Moselland) bis fast zum Kriegsende eine friedliche Insel blieb 13), während Köln, Düsseldorf, die Städte des Ruhrgebietes, Frankfurt, Mannheim-Ludwigshafen bereits seit 1941 immer heftiger bombardiert wurden und sich schließlich zunehmend in Trümmerwüsten verwandelten. Nicht verwunderlich ist, daß die Stadt und ihr Umland immer mehr zum Zufluchtsort der Einwohner der großen Nachbarstädte, vor allem aus dem Kölner Raum wurde.

Erst als sich im Mai 1944 die Invasion in Frankreich abzeichnete, geriet Koblenz in das Visier der alliierten Bomberflotten, nachdem es bisher im Stadtgebiet nur verirrte, ab Januar 1944 auch gezielte Einzelabwürfe gegeben hatte. In der Liste von 422 Orten im Reich, in denen die 8. US-Air Force Ziele angegriffen hatte, stand die Stadt schließlich nach der Rangordnung der abgeworfenen Tonnage an 15. Stelle 14).

Insgesamt lassen sich deutlich sechs Phasen erkennen, in denen sich das Zerstörungswerk vollzog.

Phasen der Zerstörung

1. 19. April bis 20. Juli 1944. Die 8. US-Air Force bombardiert den Verschiebebahnhof Koblenz-Mosel als Ausweichziel bei der Invasionsvorbereitung und im Zuge des wieder aufgenommenen strategischen Luftkrieges nach der gelungenen Invasion 15).

2. 8. September 1944 bis 3. November 1944. Die 8. US-Air Force bombardiert die beiden Verschiebebahnhöfe in Koblenz als Haupt- und Ausweichziele zur Unterstützung der amerikanischen Bodentruppen bei ihrem Herbstfeldzug am Westwall.

3. 6. November bis 21. November 1944. Das Bomber Command der RAF greift das Stadtzentrum im Zusammenhang mit der neuen Offensive gegen kleinere und mittlere Städte in Südwest- und Süddeutschland im Herbst und Winter 1944 bei Nacht an.

4. 11. November bis 12. Dezember 1944. Die 8. US-Air Force bombardiert wieder die beiden Verschiebebahnhöfe als Haupt- und Ausweichziele Dies geschieht im Rahmen der neuen Offensive gegen Verkehrsziele im Reich nach der neuen Zielplanung vom 7. November und zur Unterstützung der amerikanischen Bodentruppen an der Westgrenze.

5. 18. Dezember 1944 bis 8. Januar 1945. 8. US-Air Force und Bomber Command der RAF greifen die beiden Verschiebebahnhöfe und die beiden Eisenbahnbrücken im Stadtgebiet als Haupt- und Ausweichziele im Rahmen der Interdiction (Abriegelungs)-Operationen an als Antwort auf die Ardennenoffensive.

6. 9. Januar bis 29. Januar 1945. Für die 8. und 9. US-Air Force sind Koblenz-Mosel und die Moseleisenbahnbrücke Ausweichziele. Danach ist Koblenz kein interessantes Objekt mehr und bleibt bis zur Einnahme durch die Dritte US-Armee von weiteren Angriffen durch Bomberverbände verschont.

Waren die Angriffe in der ersten Phase als Ausweichoperationen noch relativ geringfügig, so steigerte sich deren Intensität im September und Oktober kontinuierlich (siehe Statistik am Ende). Obwohl die Ziele die Verkehrsanlagen der Reichsbahn am westlichen und nördlichen Stadtrand waren, entstanden doch durch Ablagen bereits jetzt schwere Schäden im Stadtgebiet, und zwar hauptsächlich in der Verlängerung des Verschiebebahnhofs Koblenz-Mosel im Gebiet der Löhrstraße, Schloßstraße und Kaiser-Wilhelm (Friedrich-Ebert)- und Augusta (Mosel)-Ring 16). Zur Katastrophe kam es, als die 3. Group des Bomber Command der RAF am frühen Abend des 6. November mit 122 Lancaster 232,9 Tonnen (metr.) Spreng- und 288, 3 Tonnen (metr.) auf das Innenstadtgebiet abwarf, wobei der Zielpunkt am Löhrrondell lag 17). 

Der Zielpunkt war so gewählt, daß er die Abwürfe auf die Wohngebiete der Innenstadt orientierte und der Qualm der brennenden Stadt durch den kräftigen Südwestwind von ihm weggetrieben wurde, sodaß er einigermaßen sichtbar blieb. Der Angriff war ein Test. Die 3. Group war auf das neue G-H-Navigations- und Zielsystem umgerüstet worden. Dies diente eigentlich für Angriffsverfahren bei Tageslicht. Nun sollte ausprobiert werden, ob damit auch zielgenau mit Bodenmarkierungen in der Dunkelheit operiert werden konnte. Dies bestätigte sich denn auch, es war einer der konzentriertesten Angriffe des Bomber Command im Zweiten Weltkrieg 18). Den Brandschein sahen die Besatzungen der abfliegenden Lancaster noch, als sie Brüssel überflogen 19).

Das Ergebnis war, daß das Gebiet der Innenstadt zwischen der Südseite des Plans und dem Kaiser-Wilhelm(Friedrich-Ebert)-Ring in der Fläche niederbrannte, ein weiteres Flächenbrandgebiet entstand zwischen dem Rheinufer, der Kastorpfaffenstraße und der Kornpforte. Schwere Schäden entstanden auch in der südlichen Vorstadt, in Koblenz-Lützel, Ehrenbreitstein und Pfaffendorf.

Es ist nicht zu beweisen, aber auch nicht ganz auszuschließen, daß es auch in Koblenz zu einem Feuersturm mit einem gewaltigen, kaminartigen Sog kam. Eigentlich hätte der kräftige Südwestwind in dieser Nacht einen gewaltigen Funkenflug über das gesamte Stadtgebiet treiben und dabei auch die Straßen zwischen der Nordseite des Plans und der Mosel anzünden müssen. Daß dieses Areal trotz seiner alten Bausubstanz erhalten blieb, ist eigentlich nur erklärbar, wenn man annimmt, daß sich auf der Nordseite des Brandes die Windrichtung umgekehrt hat, sodaß das Viertel vom Feuer verschont blieb.

Insgesamt war der Brand so ausgedehnt, daß eine effiziente Bekämpfung illusorisch war. Lediglich Objekte, die am Rande der Brandgebiete lagen, konnten gerettet werden, so der Renaissance-Bau des Rathauses, das klassizistische Stadttheater, die danebenliegende Firma Deinhard, die Reichsbankfiliale.

Die einzigen militärisch bedeutsamen Erfolge des Angriffs waren indessen nur, daß die Tauglichkeitsprüfung für das angewandte Angriffs- und Markierungsverfahren ein gutes Ergebnis brachte 20) und der Durchgangsverkehr der Reichsbahnstrecke Köln - Mainz im Stadtgebiet von Koblenz zunächst einmal blockiert war 21). Die Gründe hierfür: die große Halle des Hauptbahnhofs war nach Treffern zusammengebrochen und die Eisenbahnüberführung über den Kaiserin-Augusta(Mosel)-Ring zerstört.

Großes Glück hatte Koblenz in Bezug auf die Zahl der Toten, es waren nur etwa 100 zu beklagen. Selbst auf dem Hauptbahnhof, der voller Menschen war, die nicht mehr rechtzeitig in den beiden nahegelegenen großen Bunkern hatten Schutz suchen können, darunter die eines vollbesetzten Evakuierungszuges für Thüringen, gab es kein einziges Todesopfer.

Die Gründe hierfür waren wohl, daß einmal aus der Stadt schon eine ziemlich starke Abwanderung in den Aufnahmegau Thüringen, dann vor allem aber auch durch bekannt- oder verwandtschaftliche Beziehungen ins nähere agrarische und kleinstädtische Umland eingesetzt hatte. Dann waren es aber auch relativ kurze Wege aus den Flächenbrandgebieten und die aufgelockerte Siedlungsstruktur in der südlichen Vorstadt.

Sieht man einmal von seinem Experimentalcharakter ab, so ist der Angriff mit der Niederbrennung der Wohngebiete als Terrorangriff einzustufen. Wie so viele Angriffe des Bomber Command, traf auch dieser das falsche Ziel. Hätte die 3. Group mit ihrem, wie sich herausgestellt hatte, sehr effektiven G-H-Verfahren die beiden Verschiebebahnhöfe der Stadt gezielt lahmgelegt, dann hätte das für den Aufmarsch zur Ardennenoffensive ganz erhebliche Störungen bedeuten können. Da diese nicht Ziel waren und auch nicht betroffen wurden, konnte der Aufmarschverkehr jedoch unbehelligt weitergehen.

Die amtliche Schadensaufnahme muß ziemlich mühselig gewesen sein, denn erst am 2. Januar 1945 enthielt die tägliche Luftlagemeldung des Chefs der Ordnungspolizei in Berlin einen abschließenden Bericht des Befehlshabers der Ordnungspolizei in Wiesbaden:

"6. 11. Koblenz 1.139 Wohnhäuser, 3 landwirtschaftl. Betriebsgebäude, 2 öffentl. Gebäude, je 1 Versorgungs- und Verkehrsanlage, 3 Industriebetriebe und 4 milit. Anlagen total (zerstört). 253 Wohnhäuser, 1 landwirtschaftl. Betriebsgebäude, 5 öffentl. Gebäude, 2 Versorgungs- und 3 Verkehrsanlagen, 1 Industriebetrieb und 4 milit. Anlagen schwer (beschädigt). 167 Wohnhäuser, 5 öffentl. Gebäude und 4 Verkehrsanlagen mittel(schwer beschädigt). 1.200 Wohnhäuser, 3 öffentl. Gebäude leicht (beschädigt).

Total (zerstört): Papierwarenfabrik Kiefer und Co., Gerberei Kaumann, Koblenz-Ehrenbreitstein, Mech. Schreinerei Krupp, Reichsbahnüberführung am Kaiserin-Augusta-Ring, Rüstungskommando, Wehrmacht-Fourage-Magazin, Wehrmacht-Verpflegungsamt und Rheinanschlußkaserne.

Schwer (beschädigt): Städt. Hafenamt, Empfangsgebäude und Bahnsteighalle des Hauptbahnhofs, Schiffsbrücke, Oberleitung der Straßenbahn, Langemarck-Kaserne, Falckenstein-Kaserne, Bölcke-Kaserne, Flakkaserne Koblenz-Niederberg.

344 Groß-, 199 Mittel- und 744 Kleinbrände. 65 Gefallene, darunter 2 Wehrmachtangehörige. 584 Verwundete, darunter 14 Wehrmachtangehörige und 1 Pol.-Angehöriger, 3 Verletzte. 27 Personen verschüttet oder vermißt.

Die Zahl der Obdachlosen wird mit 16.436 angegeben 22)."

Schwer beeinträchtigt wurde auch die NSDAP-Organisation. Das Gebäude der Gauleitung in der Emil-Schüllerstraße brannte zu 4/5 aus, die Ausweich-Dienststelle der Kreisleitung, die Ortsgruppen Süd, Schenkendorf, Roon, Mitte, Altstadt und Falckenstein sowie die Dienststelle des Gauschatzmeisters und die Gau-Rundfunkstelle waren völlig zerstört 23). Der Gauleiter Gustav Simon zog hieraus die Konsequenzen und ließ die Gauämter nach Boppard, den Gaustab auf das Jagdschlößchen Sayneck im Sayntal verlegen 24). Auch die meisten staatlichen Behörden verließen Koblenz, das als städtische Gemeinde fast ganz erlosch. Die Reste der Stadt regierte die Stadtverwaltung vom Bunker in der Nagelsgasse aus.

Einen zweiten, in der Anlage eher untypischen Terrorangriff flog das Bomber Command in der Nacht vom 20./21. November 1944 auf Koblenz. Er war als Ablenkung für Angriffe auf Homberg und Castrop-Rauxel konzipiert, blieb aber dann wegen der Wetterlage als einziger übrig. Einen genauen Zielpunkt nennt der Angriffsbefehl nicht, abgeworfen werden sollten nur Sprengbomben nach der Methode Paramatta. Dabei war sollten Bodenmarkierungen blind nach dem G-H-Verfahren oder nach Dead Reckoning abgeworfen werden 25).

Die beiden Hauptangriffe wurden ausgesetzt, der auf Koblenz blieb bestehen und wurde mitten in der Nacht ausgeführt. Er war wenig effektiv, die Leuchtmarkierungen verschwanden schnell in einer dicken Wolkendecke und die Abwürfe zerstreuten sich weit über das ganze Stadtgebiet, ohne daß ein Schwerpunkt erkennbar wurde 26).

Alle anderen Angriffe auf Koblenz hatten entweder die Verschiebebahnhöfe oder, um den Jahreswechsel, die Eisenbahnbrücken im Stadtgebiet zum Ziel.

Höhepunkt Ardennenoffensive

Einen letzten Höhepunkt in der Bombardierung der Stadt Koblenz brachte die Ardennenoffensive, die am 16. Dezember 1944 aus der Eifelstellung heraus die Westalliierten überraschte. Der Aufmarsch der beiden Panzerarmeen, 5. und 6. SS, hatte sich fast unbemerkt vollzogen, aber als das Ausmaß des deutschen Vorstoßes sichtbar war, wurde den Stäben auf der alliierten Seite klar, welche Rolle die großen Städte in der Rheinlinie gespielt hatten: ihre Verschiebebahnhöfe waren die Drehscheiben in der Rheinlinie zur Ahr, Mosel und Nahe. Die Eisenbahnbrücken im Schienennetz waren die Schwachstellen. Damit waren die Ziele klar, und Briten wie Amerikaner konzentrierten für ca. drei Wochen die gesamte Kraft ihrer Bomberstreitkräfte auf das deutsche Eisenbahnsystem zwischen Köln und Mainz.

De erste Angriff traf Koblenz schon am 18. Dezember 1944, und als das Wetter endlich am Abend des 22. Dezember aufklarte, war der Himmel frei für eine Serie von fast täglichen Angriffen.

Bemerkenswert sind dabei diejenigen vom 28. und 29. Dezember. Ersteren flogen die Amerikaner als Ausweichangriff von Teilen der 1. Bombardment Division und weil ihre 3. Bombardment Division wegen der unerwarteten Wolkenbedeckung ihre Ziele, kleine Städte als Verkehrsknotenpunkte im Eifelraum, mit ihrem neuen Micro-H-Verfahren nicht bombardieren konnte, es fehlten ihr noch die Koordinaten. Also wandte man sich gegen Koblenz, wo zwischen 12.57 Uhr und 13.40 Uhr allein 44 Bombenteppiche durch die geschlossene Wolkendecke fielen 27). Es war im Prinzip der Umschlag der amerikanischen Strategie zum Flächenbombardement.

Umgekehrt die Briten am folgenden Tag. Sie bombardierten am 29. Dezember um die Mittagszeit mit der 3. und der 4. Group sehr genau die beiden Verschiebebahnhöfe, wobei auch vier Tallboys fielen - Bomben mit 12 000 lb 28). Es waren die schwersten, über die das Bomber Command verfügte und sie wurden normalerweise gegen große Brücken eingesetzt. Das Luftgaukommando XIV meldete hierzu: "Verwendung von schweren Bomben mit großer Feuererscheinung, sichtbarer Druckwelle u. starker Druckwirkung, vermutl. neuartige Minen 29)."

Als am 8. Januar 1945 die Angriffsserie endete, lag Koblenz, selbst nunmehr nur noch ein Trümmerhaufen, mitten in einer Verkehrswüste. Auch auf dem Rhein war der Schiffsverkehr praktisch zum Erliegen gekommen, besonders, nachdem am 16. Januar B-26 Marauder der 9. US-Air Force die Neuwieder Straßenbrücke zerstörten und hier die Wasserstraße blockierten.

Nicht nur in Koblenz, sondern auch in seinem näheren und weiteren Umfeld war die gesamte Infrastruktur zerschlagen, alle Orte isoliert voneinander.

Den letzten Angriff flog am 2. Februar 1945 ein Verband der 9. US-Air Force 30). Die 397. BG sollte an diesem Tag die Eisenbahnbrücke bei Rosbach im Westerwald bombardieren, traf aber ihren Jagdschutz nicht. Nach einem ziemlichen Hin- und her beschloß der Group Leader, eine Eisenbahnbrücke mit den Koordinaten L- 897 961 anzugreifen. Das war die Moseleisenbahnbrücke zwischen Koblenz-Lützel und Koblenz 31). Ein Flaktreffer in der Führungsmaschine bewirkte, daß die ganze Group vorzeitig abwarf und die Bomben in offenes Gelände zwischen Bassenheim und Saffig fielen. Es war ein Abwehrerfolg, der am Gesamtergebnis nichts mehr ändern konnte.

Anmerkungen

1)       Franz-Heinz Köhler, Koblenz 1945 – Bilanz eines Kriegsendes, in Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur, Neue Folge 6, 1996, S. 11.

2)       Operational Intelligence, Interpretation Report No. Y.302, 16. September 1944, Air Force Historical Research Agency Maxwell/Alabama (AFHRA) Microfilm A 5257. Ihre Lage wurde lokalisiert im Kartenblatt S 2 der Kartenserie GSGS 4416, National Archives at College Park/Maryland, RG 77, Records of the Office of the Chief of Engineers, Geographical Section, General Staff, Army Mapping Service.

3)       Dieser war durch Brandbombentreffer in der Nacht vom 11./12. August 1942 ausgelöst worden, dabei verbrannten Heu- und Strohvorräte,  Der Chef der Ordnungspolizei, Luftlagemeldung 611 vom 13. August 1942, BArch Berlin R 58/3580. 

4)       Air Photo Library, Department of Geography, University of Keele, Staffordshire, England.

5)       Wehrmachtkommandantur Koblenz, Durchführungsbestimmungen „Walküre“, 10. 8. 1943, BArch-MArch Freiburg  RW 17/67; Hans Bellinghausen (†), Aufzeichnungen aus dem Kriegsjahr 1944, Jahrbuch für Geschichte und Kunst des Mittelrheins und seiner Nachbargebiete. Herausgegeben vom Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins in Verbindung mit der Nassauischen Kulturstiftung, 22./23. Jahrgang 1970/1971, 1973.  S. 166. Bellinghausen war während des Krieges der Stadtarchivar in Koblenz.  Adressen in den folgenden Listen beruhen auf: Bernd Angele, NS-Organisation in Koblenz, Facharbeit am Gymnasium auf der Karthause, 1985; Hans Bellinghausen, 2000 Jahre Koblenz, 2. Aufl. 1973; Geschichte der Stadt Koblenz. Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart, hrsg. von der Energieversorgung Mittelrhein GmbH, Stuttgart 1993; T-Force Koblenz,  Annex „A“ Koblenz Target Lists, National Archives at College Park/Maryland (NA), RG 331, Entry 15, 290/7/9/4, Box 113, Box 152.

6)       Die Truppenbelegung von Koblenz wird ersichtlich aus den Verteilern verschiedener Schreiben der Wehrmachtkommandantur Koblenz: 30. 6. 43, Ergänzung der Kampfanweisungen; 10. 8. 1943; „Walküre“; 10. 8. 1943, Durchführungsbestimmungen „Walküre“; 13. 1. 1944, Alarmübungen; 8. 6. 1944, Luftabwehr MG Posten des Heeres; 10. 8. 1944, Befehlsübermittlung; 24. 8. 1944, Objektschutz, BArch-MArch Freiburg Rw 17/66, Wehrmachtkommandantur Koblenz.  Außerdem Telefonbuch Koblenz 1943/44, Stadtarchiv Koblenz.

7)       Hierzu Bestand BArch-MArch Freiburg RW21-34.

8)       Grundlage der Liste ist der Verteiler zum Schreiben des Gauleiters und Reichsverteidigungskommissars betr. Verhalten der Partei- und Behördendienststellen vom 19. September 1944, BArch Berlin R 5/Anh 1/67; für das Reichspropagandaamt Inspektion Pro/RP, Vermerk über Dienstreise des RR Dr. Schäffer zum RPA Koblenz vom 19. 11. 1943, 27. November 1943, BArch Berlin  R 55/737.

9)       NA RG 243, Entry 6, file 53.c.35, Box 451.

10)    AFHRA,  Microfilm A 5257.

11)    BArch-MArch Freiburg Kart 41.

12)    Die Dislozierung  der Eisenbahnflakbatterien in Koblenz wird sichtbar in der britischen Luftbildserie Sortie  106 W 142, 27 Apr 44, Air Photo Library University of Keele, Staffordshire, England. Der Standort des Gefechtsstandes ergibt sich aus Angaben in Luftgau-Kdo XIV, Nachmeldung zur Abendmeldung vom 1. Nov. 1944: Untergruppen Gefechtsstand (sic): einige Unterkunftsräume zerstört, BArch-MArch RL 19/516. Da bei dem Angriff die Bombenteppiche nur Niederberg und Ehrenbreitstein trafen, kommt nur die Festung Ehrenbreitstein für diese wichtige Kommandostelle in Frage.

13)    Siehe hierzu die Kapitel „Die Lebensverhältnisse in Koblenz 1943“ und „Die Verschärfung des Luftkriegs und die Lebensverhältnisse in Koblenz vom 1. Januar  bis 18. April 1944;“ in: Helmut Schnatz, Der Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45. Eine Darstellung seines Verlaufs, seiner Auswirkungen und Hintergründe, Boppard 1981.

14)    Eighth Air Force Target Summary. Statistical Summary of all Bomber Attacks, alphabetically by Location, Period 17 Aug. 1942  thru  8 May, 1945,  NA RG 243, Entry 36, file 5. w. (19) Box 85. Zur Intelligence, der Lage der Zielpunkte und den tatsächlichen Schadensgebieten siehe Helmut Schnatz, Zielpunkte und Schadensgebiete. Neue Erkenntnisse zur Luftkriegsgeschichte von Koblenz, in: Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur, Neue Folge 6, 1996.

15)    Charles Webster and Noble Frankland, The Strategic Air Offensive against Germany 1939 – 1945, Vol III, London 1961, S. 244; Wesley Frank Craven/James Lea Cate, The Army Air Forces in World War II, Vol III, Europe: Argument to V-E Day, January 1944 to May 1945, Chicago & London, 1951, S. 649 ff.

16)    Eindrucksvolle Schilderungen der Zerstörungen in: Bellinghausen (†), Aufzeichnungen aus dem Kriegsjahr 1944. Siehe hierzu auch die Kapitel „Die Luftkriegsereignisse vom 1. bis 30. September 1944,“ und „Die Luftkriegsereignisse vom 1. Oktober bis 5. November 1944“, in: Schnatz,  Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45.

17)    Plot of Night Photographs No 516, National Archives at Kew, Air 24/299; zu dem Angriff allgemein siehe  das Kapitel „6. November 1944 – Der Vernichtungsangriff der RAF auf Koblenz,“ in: Schnatz, Luftkrieg im Raum Koblenz 1944/45.

18)    Operational Research Section BC, Report No S 199, The Accuracy of G-H Groundmarking, November 1944, National Archives at Kew  (PRO) Air 14/1448. 

19)    Bomber Command Intelligence Narrative of Operations No 943, National Archives at Kew,  Air 24/298.

20)    Report on G-H Operations, Appendix Report on Attack on Koblenz, National Archives at Kew, Air 14/858.

21)    Lagebericht der Elubezirksstelle Essen vom 6. November (Folio 161), BArch-MArch RL 13/62.

22)    Der Chef der Ordnungspolizei, Luftangriffe auf das Reichsgebiet, Lagemeldung Nr. 1.326, 2. Januar 1945, BArch Berlin  R 19/341.

23)    Schreiben des Gauschatzmeisters des Gaues Moselland der NSDAP an den Reichsschatzmeister der NSDAP vom 16. November 1944, BArch Berlin, NS 1/285. 

24)    Schreiben des Gauschatzmeisters des Gaues Moselland der NSDAP an den Reichsschatzmeister der NSDAP vom 20. November 1944 und vom 18. Januar 1945; NSDAP-Gauleitung Moselland, Gaustabsamt, Rundschreiben Nr. 10/6/45, vom 15. Januar 1945,   BArch Berlin, NS 1/285. 

25)    ‚B’ Form 305 20th Nov. 1944  from Pathfinders 1255A to all P.F.F Stations, National Archives at Kew, Air 14/3128.

26)    Headquarters Pathfinder Forces, Summary of Operations No  787 Night 20/21st November 1944, National Archives at Kew,  Air 14/3074; LgKdo XIV, Gruppe Ic, 1. und 2. Nachmeldung zur Morgenmeldung vom 21. 11. 44, BArch-March Freiburg  RL 19/516.

27)    Headquarters Eighth Air Force, Planning for Mission 28 December 1944; Headquarters 1st Air Division, Report of Operations, Tactical Targets, 28 December 1944; Headquarters 3d Air Division, Tactical Report of Mission – Communications Centers (Tactical Targets) – 28 December 1944, AFHRA, Microfilm B 5011. 

28)    HQ 4 Group, Form B 710/A, 28 December 1944, HQ 3 Group, Form B 744, Day 29th December 1944, National Archives at Kew, Air 14/3130; Bomber Command Intelligence Narrative of Operations No. 978, National Archives at Kew, Air 24/301.

29)    LgKdo XIV/Ic, Nachmeldung zur Abendmeldung vom 29. 12. 44, BArch-MArch  Freiburg, RL 19/516.

30)    Hierzu: Helmut Schnatz, Der letzte Angriff eines Bomberverbandes auf Koblenz 1945, in: Landeskundliche Vierteljahrsblätter, Herausgegeben von der Gesellschaft für nützliche Forschungen zu Trier, der Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde des Trierer Raumes, dem Verein für Geschichte und Kunst des Mittelrheins sowie der Arbeitsgemeinschaft für Heimatgeschichte  des Nahe-Hunsrück-Raumes, Jahrgang 46, 2000, Heft 3.

31)    Die Koordinaten beziehen sich auf Kartenblatt S 2 Koblenz, AMS M 641 (GSGS 4416),  NA RG 77, Records of the Office of  the Chief of Engineers, Geographical Section , General Staff,  Army Mapping Service.  Mit diesem Kartensystem arbeiteten die amerikanischen und britischen  taktischen Luftstreitkräfte.

 

Kontakt: HSchnatz(at)t-online.de

 

Empfohlene Zitierweise

Schnatz, Helmut: Koblenz im Bombenkrieg, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/b7z12g/

Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.



Erstellt: 28.03.2006

Zuletzt geändert: 28.03.2006


Lesezeichen / Weitersagen

FacebookTwitterGoogle+XingLinkedInDeliciousDiggPinterestE-Mail