Aufsätze

Bozena Gryczka

Erinnerungsberichte ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hürth

 

Seit Februar 2001 arbeite ich im Stadtarchiv Hürth mit der Aufgabe, Kontakt zu möglichst vielen der noch lebenden Menschen aufzunehmen, die in der Zeit des Nationalsozialismus in einem Ortsteil der damaligen Gemeinde und heutigen Stadt Hürth zur Arbeit gezwungen wurden. Bis Ende 2001 konnte ich mit insgesamt 33 Betroffenen Kontakt aufnehmen. Davon hat die Stadt Hürth 13 Damen und Herren mit Begleitpersonen aus Polen, Weißrussland und der Ukraine für April 2002 zu einem einwöchigen Besuch der Stadt eingeladen. Die Stadt Hürth, die im Jahre 2000 als dritte deutsche Kommune dem Entschädigungsfonds der deutschen Wirtschaft beigetreten war, möchte wenigstens einigen ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern die Gelegenheit bieten, noch einmal als freie Menschen an die Stätte ihrer Zwangs- und Sklavenarbeit zurückzukehren.

Im Rahmen der bisherigen Recherchen hat sich herausgestellt, dass in der Gemeinde Hürth während des Zweiten Weltkriegs mehrere tausend Menschen Zwangsarbeit leisten mussten. Wir wissen nicht, wie viele es genau waren. Bis zum Dezember 2001 ist es gelungen, in unserer Datenbank 2.098 Namen von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen zu speichern, die erwiesenermaßen in Hürth gearbeitet haben – sei es bei der Reichsbahn oder in der Landwirtschaft, bei der Gemeinde selbst, vor allem aber in der Industrie.

In der im Stadtarchiv vorhandenen Sammlung von Zeitzeugeninterviews ist dokumentiert, dass manche Hürther Einwohner sich daran erinnern, dass in den Industriebetrieben Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beschäftigt waren. [1] Außerdem konnten sich viele kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe aus der Umgebung und kleine Betriebe aus den so genannten Übergangslagern „Arbeitssklaven besorgen“.

Menschen vieler Nationen wurden in den von der Wehrmacht besetzten Ländern zur Zwangsarbeit ausgehoben: Ukrainer, Polen, Russen, Weißrussen, Franzosen, Belgier, Niederländer und auch aus Italien wurden Arbeitskräfte zwangsweise eingesetzt. Unter ihnen stellten die Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen aus Osteuropa den größten Anteil; sie wurden als Angehörige der „slawischen Rasse“ als „Untermenschen“ betrachtet und entsprechend behandelt. Um diese Nationalitätengruppe kümmere ich mich hauptsächlich.

Der größte Teil der Zwangsarbeiter in Hürth war in Lagern untergebracht, die sich auf dem jeweiligen Firmengelände befanden, so bei der Reichsbahn, der Firma Kleefisch in Efferen, den Kölner Holzbauwerken in Kalscheuren, bei der Stickstoff AG in Knapsack. Oft dienten umgebaute Kantinen oder andere zweckentfremdete Gebäude, z. B. das sog. „Packhaus“, ein ehemaliger Militärschuppen auf dem Gelände der Reichsbahn in Kalscheuren, und ein ehemaliger Pferdestall in Kalscheuren, wo Zwangsarbeiter der Russfabrik wohnten, als Unterkünfte. Sonst wurden dafür meist hölzerne Baracken errichtet. Der Gebäudekomplex wurde in der Regel mit Stacheldraht umzäunt.

Um die Lager zu lokalisieren, ließen sich folgende Quellen heranziehen:
- Aussagen von deutschen Zeitzeugen und Luftaufnahmen, die diese Aussagen bestätigen.
- Erinnerungen der ehemaligen Zwangsarbeiter.
- Bauanträge der betreffenden Firmen (A.G. für Stickstoffdünger; Braunkohlen- und Brikettwerke Roddergrube, Abtlg. Ver.Ville).
- Kriegssachschädenakten (Degussa, Knapsack).
- Hauskartei des Einwohnermeldeamts (Mikrofilme).
- Erhaltene Geburtsurkunden, Sterbeurkunden, Ausländerakten.
Der Kontakt zu den ehemaligen Zwangsarbeiter/innen kam im Wesentlichen auf zwei Arten zu Stande:
1. Die Betroffenen schrieben die Stadtverwaltung an, um ihre Zwangsarbeit in Hürth bestätigt zu bekommen.
2. Das Stadtarchiv schrieb an die verschiedenen Opferverbände west- und osteuropäischer Länder mit der Bitte, in ihren Datenbanken nach Personen zu recherchieren, die damals in den Ortsteilen der heutigen Stadt Hürth Zwangsarbeit leisteten.
Auf diese Anschreiben hin erhielt ich von der russischen Menschenrechtsorganisation „Memorial“ direkt die Adressen der Betroffenen, soweit sie in der Datenbank von „Memorial“ als Zwangsarbeiter registriert waren. Die polnische Stiftung „Deutsch-polnische Versöhnung“ leitete die von mir auf Polnisch verfassten Briefe an ihre polnischen Mitglieder weiter. Ich habe bisher 74 Briefe an ehemalige Zwangsarbeiter/innen geschrieben und 33 Antworten erhalten. In diesen Briefen haben sie ihre Erinnerungen zu Papier gebracht, viele haben mir Namen anderer Personen geschrieben, die damals ihr Schicksal teilten.

Diejenigen, die mir schrieben, waren zwischen 15 und 21 Jahre alt, als man sie zur Zwangsarbeit deportierte. Das heißt, sie sind heute zwischen Anfang und Ende Siebzig. Unter den damaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern befanden sich noch weitaus ältere Jahrgänge, wie die Meldeunterlagen ausweisen. Ganze Familien mit drei Generationen wurden deportiert: so z. B. die Familie K. aus Donezk, Ukraine, von der acht Mitglieder in dem Reichsbahnlager in Kalscheuren lebten. Der größte Teil meiner Briefpartner wurde 1942 nach Deutschland gebracht. Die Briefe waren fast alle mit der Hand geschrieben, oft wurden sie wegen Augenschwäche diktiert. Sie sind unterschiedlich lang, von einer halben Seite bis zu fünf Seiten. Mit manchen Briefpartnern entwickelte sich eine dauerhafte, regelmäßige Korrespondenz. In den Briefen sind manche Begriffe auf deutsch geschrieben, meistens das Wort „Ostarbeiter“. Wenn die Begriffe im Original deutsch geschrieben sind, werden sie hier durch Kursivschrift gekennzeichnet.

Briefe kamen hauptsächlich von Menschen, die jetzt überwiegend auf dem Land oder in kleinen Orten leben. Es sind meist einfache Menschen. Nur wenige von ihnen haben nach ihrer tragischen Jugendzeit – der deutschen Besatzung, der Verschleppung und Degradierung zu Arbeitstieren – die abgebrochene Schulausbildung nachgeholt. Sie mussten als Zwangsarbeiter von morgens bis abends sehr schwer arbeiten und kehrten als schon Erwachsene in ihre zerstörten Länder zurück, so dass die Motivation und auch wohl die Gelegenheit zum Lernen nicht mehr sehr groß waren.

Zwei Briefe habe ich von damals im Lager geborenen Kindern bekommen, die wiedergeben, was ihnen ihre verstorbenen Eltern über die Zeit der Zwangsarbeit erzählt haben. Wie viele Kinder von Zwangsarbeitern damals in Hürth geboren wurden, lässt sich nicht sicher ermitteln. Die – unvollständigen – Meldeunterlagen dokumentieren 13 Geburten und 5 Sterbefälle von Kindern bis zu drei Jahren. Diese Zahl weist auf die geringen Lebenschancen der Kleinkinder hin. Nicht alle gestorbenen Kinder sind in Hürth geboren, da auch Säuglinge und Kleinkinder mit den Familien deportiert wurden.

In manchen Briefen haben sich die Betroffenen dafür bedankt, dass sich jemand für ihre Geschichte interessiert. So schreibt Frau M. aus der Ukraine: „Ich habe heute Ihren Brief bekommen, der mich sehr in Aufregung versetzt hat. Sie zeigen für uns mehr Aufmerksamkeit als unsere Sozialämter.“

Da die Ereignisse schon beinahe 60 Jahre zurückliegen, wird vom Erlebten naturgemäß das beschrieben, was sich am stärksten eingeprägt hat. Über den Ausgangspunkt des Transportes wird berichtet, dass die zur Zwangsarbeit Rekrutierten zusammen getrieben und in Güterwaggons gepfercht wurden. Manche hat die Polizei aus den Häusern geholt oder bei einer Straßenrazzia verhaftet. Die Schreibenden erinnern sich an eine lange Reise ins Ungewisse, an Angst um das eigene Schicksal. Besonders erniedrigend war für junge Mädchen die Untersuchung, für die sie sich in Gegenwart der Soldaten, ihrer Bewacher, ausziehen mussten.

Nach der oft langen Beschreibung des Transports, der Desinfektion und des „Sklavenmarkts“ – der Verteilung der Arbeitskräfte an ihre deutschen Dienstherren – wird die monotone, abstumpfende Tätigkeit, die Monate und Jahre dauerte, eher summarisch beschrieben.

Selten ist von Schlägen die Rede. Andere Erniedrigungen haben sich allen schmerzhaft eingeprägt: der Sklavenmarkt ganz am Anfang, das „Ost“ oder „P“- Zeichen an der Brust. Hier fällt in den Briefen das Wort „Ostarbeiter“ auf deutsch, an das sich fast alle erinnern. Wer einem Industriebetrieb zugeteilt war, verrichtete die schwersten und oft auch gesundheitsschädlichsten Arbeiten. Auch 15-Jährige mussten 10 Stunden täglich arbeiten (vgl. den Brief von Sergej K.). Die Ernährung war meistens schlecht, manche versuchten nach der Arbeit, sich anderswo ein wenig zusätzliche Nahrung zu verdienen. Die Essensrationen werden in vielen Briefen genau beschrieben. Als Inhalt von Suppen werden verfaulte Kartoffeln genannt, Holzspäne als Bestandteil von Brot. Man erinnert sich an den Gestank des Essens. Frau A., die bei Kleefisch arbeitete, schreibt: „Das Essen war schlecht, bis heute erinnere ich mich an die Suppe aus Steckrüben, an ihren Geruch.“

Die Zwangsarbeiter lebten weitgehend isoliert von der deutschen Bevölkerung, die Arbeitslager waren meistens mit Stacheldraht umzäunt, alle waren bewacht. Kontakte mit den Deutschen waren selten. Es wird dennoch in vielen Briefen von heimlich zugestecktem Butterbrot oder Essenmarken berichtet, von einem „guten Deutschen“ oder von „mitfühlenden Frauen“. Die deutsche Verwaltung hatte den Zwangsarbeitern eine strenge Hierarchie aufgezwungen, in der sich die Menschen aus Osteuropa auf der untersten Stufe befanden. Es wird mehrmals erwähnt, dass Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus dem Westen bessere Unterkünfte und eine bessere Verpflegung hatten. Frau N. aus der damaligen Sowjetunion arbeitete von 1942 bis 1945 12 Stunden am Tag an einer Drehbank in der Fabrik Kleefisch in Efferen. Sie schreibt: „Ich kann mich an den Hunger erinnern... neben uns wohnten französische Kriegsgefangene ... Wir haben uns, wenn es ging, aus ihren Abfällen versorgt.“

Zwangsarbeiter, die bei einem Bauern arbeiteten, lebten nicht so isoliert, lernten schnell Deutsch. Sie schreiben selten über Hunger oder schlechte Behandlung. Sie hatten oft einen engeren persönlichen Kontakt zu den Deutschen. Aber auch hier gibt es Berichte über Hunger, Demütigungen und Schikanen.

In manchen Briefen lagen Fotos aus der Zeit in Deutschland bei. Häufiges Motiv ist ein Gruppenfoto vor der Baracke. Aber es wurden auch Bilder von einem Ausflug nach Köln mitgeschickt, auf denen der Dom zu sehen ist. Oftmals sind Gruppen von Freundinnen oder Freunden aus dem Lager abgebildet. Es gibt sogar Fotos mit freundlich lächelnden Deutschen: „Sieh Mutter, wie wir uns mögen und respektieren“, schreibt auf der Rückseite die 15-jährige Janina G. über ihre deutsche Freundin, die mit auf dem Bild verewigt ist.

Die Fotos wirken meist durchaus idyllisch, die jungen Frauen und Männer sind gut gekleidet, gepflegt. Die Bilder wurden schließlich gemacht, um sie nach Hause zu schicken – sie sollten die Eltern beruhigen und den Anschein eines normalen Lebens vermitteln.

Die Briefe erzählen, wie die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter arbeiteten und hungerten. Die Menschen schreiben von Freundschaften, von den wenigen Deutschen, zu denen sie einen persönlichen Kontakt hatten. Ein besonderes Thema bilden die schrecklichen Bombenangriffe und die Todesangst während der Angriffe. Auf den Hürther Friedhöfen liegen viele ausländische Opfer der Bombardierungen, meist russische Kriegsgefangene. Allein am 28. Oktober 1944 sind bei einem Großangriff in Knapsack 21 russische Kriegsgefangene und 6 italienische „Militärinternierte“ den Bomben zum Opfer gefallen.

Maria K. aus der Ukraine, die in Efferen arbeitete, erinnert sich: „Ich kann mich an die Luftangriffe erinnern, ich habe sie vor meinen Augen, als ob es gestern gewesen wäre.“ Manche Baracken dicht neben der Fabrik wurden durch Luftangriffe zerstört oder beschädigt. Auch hierüber geben Bauunterlagen Auskunft, auch der Brief von Frau N. berichtet davon.

Trotz ihrer bewegenden Thematik haben die Briefe meist die Form nüchterner Berichte. Wenn von Menschen die Rede ist, fehlen Schwarz- Weiß-Charakterisierungen, es findet sich kaum eine harte Verurteilung des deutschen Volkes, eher eine differenzierte, persönliche Meinung zu den Personen, mit denen die Zwangsarbeiter Kontakte hatten.

Briefe

Janina G., Polen

Fischenich, Bauer J. Z.

Übersetzung Bozena Gryczka

Im Februar 1943, als ich 15 Jahre alt war, kamen bewaffnete Polizisten zu uns nach Hause und haben mich und meine zwei Jahre ältere Schwester Josefa mitgenommen. Sie haben uns nach Debica gebracht. Später nach Krakau, wo wir ärztlichen Untersuchungen unterzogen wurden. Dann wurden wir gebadet und im Zug nach Deutschland gefahren. Eine Woche waren wir unterwegs, bis wir nach Köln kamen.

Am nächsten Tag ist ein Bauer mit dem Traktor und einem Anhänger gekommen, hat mich und noch ein Mädchen mitgenommen. Die erste Nacht haben wir im Keller verbracht, wegen der starken Bombardierungen. Ich habe auf dem Feld gearbeitet und jede Art Feldarbeit verrichtet. Der Bauer hatte auch Gewächshäuser. Es haben bei ihm 12 Franzosen, 8 Polinnen, eine russische Familie (4 Personen) und Deutsche gearbeitet. [...]

Am Anfang haben dort drei deutsche Frauen und ein Deutscher gearbeitet. Mit einer der Frauen (auf dem Foto) habe ich mich angefreundet. Sie hat mich zum Geburtstag eingeladen, sie wohnte im benachbarten Dorf. Dieses Foto habe ich meiner Mutter nach Polen geschickt.
[...]

Mein Bauer Jacob Z. hatte eine Schwester und eine alte Mutter. Wir aus Polen, die russische Familie mit zwei Kindern und die 12 französischen Gefangenen, wir alle haben bei ihm gearbeitet. Gekocht haben wir in der eigenen Küche, eine von uns ging eine Stunde früher vom Feld und kochte Suppe für die anderen. Am Anfang, als wir nur zu Dritt waren, haben wir am Sonntag einen Liter Milch und ein Pfund Fleisch bekommen, sowie Schweineschmalz und Margarine. Später war es viel schlechter, dann bekamen wir nur Schmalz und Margarine, keine Milch, keine Eier mehr. Am Samstag fuhren wir in ein anderes Dorf, um einzukaufen. Die Ladenbesitzerin hatte Mitleid mit uns und gab uns oft eine Tüte mit Keksen. Der Bauer hatte einen Vorarbeiter, der uns die ganze Arbeit zuteilte. Wir durften bei Regen nicht vom Feld gehen.
[...]

Im Winter 1944/45 haben wir Bunker ausgehoben, weil die Front näher kam. Im März `45 kamen die Amerikaner, sie haben uns nach Düsseldorf in Kasernen gebracht. Von da sind wir nach Polen gefahren. Nach Polen bin ich am 10. November 1945 zurückgekommen. Die Engländer haben uns mit dem Auto nach Stettin gebracht, von Stettin sind wir mit dem Zug nach Debica gefahren.


Abb. 1

Kazimiera M., Polen

Fischenich, Bauer H.

Ich, Stefan M., Sohn von Kazimiera M., schreibe eine Antwort auf Ihren Brief. Meine Mutter ist schon 84 Jahre alt, sie kann zwar schlecht sehen, hat aber ein sehr gutes Erinnerungsvermögen.

1940 wurde meine Mutter aus ihrem Dorf Borowo, Wojewodschaft Lublin, nach Deutschland gebracht. Es war so: Sie hatte einen Schneider in Lublin aufgesucht. Die Deutschen haben eine Straßen- Razzia durchgeführt und 40 Menschen dabei gefangen genommen. Männer und Frauen sind in einem Güterzug ohne Essen und Trinken nach Deutschland gebracht worden.

(Es folgt eine wörtliche Wiedergabe von Erzählungen der Mutter):
„Als wir nach Deutschland kamen, hat man uns zu einem Arbeitslager gebracht, wo ich in der Lagerküche gearbeitet habe. Ich habe dort Kartoffeln geschält. In dieser Zeit habe ich meinen zukünftigen Mann kennen gelernt. Er stammte aus einem Dorf in der Nähe von Poznan (Posen), Chocicza Wielka, sein Vater war Bauer. Aus diesem Dorf hat man viele junge Menschen nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Ich habe ihm ein wenig geholfen, weil die Essensrationen sehr klein waren. Ich habe für ihn und seine Freunde Brot gebracht.
In dem Lager war es schrecklich. Das Lager war ein Übergangslager für alle Polen.

1943 wurde ich schwanger und habe einen Sohn geboren, Stefan. Nach der Geburt des Kindes hat mich ein Bauer aus Fischenich- Efferen, Herr H., zu sich genommen. Er und seine Familie waren alle sehr gute Menschen, gut zu uns Polen. Mein Mann hat im gleichen Dorf gearbeitet.

Mein Kind kam sofort nach der Geburt in ein Kinderheim, ich durfte es nicht besuchen. Dort hat aber eine Nonne aus Tschenstochau gearbeitet. Sie hat mir immer Briefe (an die Adresse des Bauern) geschickt und so habe ich immer Neuigkeiten über mein Kind erfahren, über seine Entwicklung. Der Bauer hat 30 Mark pro Monat für das Kind bezahlt. Mein Mann hat im Schlachthof in Fischenich gearbeitet, es ging ihm auch gut. Die Bewohner des Dorfes haben viel Sympathie mit den Polen gehabt und riskierten oft, dass man sie bei der Polizei anzeigte.

1946 sind wir nach Polen zurückgekehrt – ohne das Kind. Es ist uns damals nicht gelungen, es zurückzubekommen.
Ich kann mich an die Bombardierung von Köln erinnern – wir mussten uns im Bunker verstecken. Ich kannte auch sehr viele andere Polen [...]

Am Ende des Jahres 1946 kehrte die Nonne Genka nach Polen zurück, zusammen mit anderen Polen. Sie hatte auch meinen Sohn dabei – wir haben ihn in Poznan vom Hauptbahnhof abgeholt. So habe ich meinen Sohn, den ich und mein Mann seit 1943 nicht mehr gesehen hatten, wiederbekommen.
Nach der Rückkehr sind wir bei der Familie meines Mannes geblieben. In Polen habe ich noch einen Sohn und zwei Töchter geboren. Mein Leben geht zu Ende, aber ich bete die ganze Zeit für diese Menschen, die mir in jener Zeit, als ich in Deutschland lebte, geholfen haben“.

Maria S., Ukraine

Fischenich, Bauer S. M.

...ich hoffe, dass Sie mir helfen.
Ich bin Maria S., geb. am 25. 10. 1925. Man hat uns am 14.05.1942 nach Deutschland verschleppt. Gefahren sind wir in einem Güterwagen, 40 – 45 Menschen, Jungen und Mädchen zusammen. Er hatte keine Fenster, die Türen waren verschlossen, es gab keine Toiletten. Wir weinten vor Angst, Scham und Hilflosigkeit. Bei den Fahrtunterbrechungen, während die Soldaten mit Gewehren auf uns zielten und lachten, mussten wir unser Bedürfnis erledigen. Wir fuhren 6 Tage. In Warschau war der erste Aufenthalt. Dort haben wir uns ausgezogen, gebadet, und unter dem Gelächter der Soldaten wurden wir medizinisch untersucht. Diejenigen, die Läuse hatten, wurden kahl geschoren. Später kam die Stadt Belgard. Dann kamen wir nach Berlin – wiederum ein Bad und eine Untersuchung.

Den ganzen Weg haben wir fast überhaupt nichts zu essen bekommen, die dünne Suppe reichte nicht für alle, wir hungerten sehr während der Fahrt. In Berlin hat man an uns heißes Wasser ausgegeben. Dann fuhren wir nach Köln. Hier hat man uns überall hin verteilt. Zu Sieben wurden wir in das Dorf Berzdorf, zwei Kilometer von Brühl, in die Fabrik „Eva“ gebracht. Man hat uns in Arbeitsanzüge gesteckt, an die wir uns lange nicht gewöhnen konnten. In der Fabrik, an der Werkbank, haben wir Teile für Kriegsgerät hergestellt. Gewohnt haben wir in Gebäuden, die mit Stacheldraht umzäunt waren. Wir schliefen auf Pritschen und wurden mit verfaulten Kartoffeln, Spinat und Pferdeblut gefüttert. Zur Arbeit und von der Arbeit hat uns ein Wachmann mit seinem Hund geführt. Wir waren eingeschlossen, durften nicht nach draußen. Die Pritschen und die Toilette waren in dem gleichen Raum. In dieser Fabrik habe ich ein Jahr gearbeitet. In dieser Zeit verlor ich alle Kraft, war oft krank, ich habe Lungenentzündung bekommen. Man hat mich aussortiert.

In dieser Zeit kam Bauer M. aus Fischenich. Er brauchte Arbeiter. Der Fabrikdirektor hat mich aufgefordert, mit dem Bauern zu gehen und für ihn zu arbeiten. Außer mir gingen noch drei Jungen. Ein Junge ist bei dem Bauern an Tuberkulose gestorben, zwei andere sind geflohen. Ich bin alleine geblieben. 15 Stunden am Tag habe ich in der Landwirtschaft gearbeitet. Der Bauer besaß 7 Hektar Acker. Das Essen war sehr schlecht, ich war ununterbrochen hungrig. Einmal habe ich dem Bauern ein Stückchen Brot gestohlen, um es auf dem Feld zu essen. Neben uns lebte eine deutsche Nachbarin, Anna. Sie empfand Mitleid mit mir, manchmal gab sie mir ein Stückchen Zucker. Der Bauer hat mich mal mit dem Knüppel, mal mit der Schaufel geschlagen. Die ganze Zeit habe ich Angst gehabt, dass er mich umbringt. Bei ihm habe ich bis zur Befreiung gearbeitet. Die Bomben haben einen Teil unseres Hauses vernichtet, ich wurde dabei an der Hand verletzt.

Mein fröhlichster Tag war der Tag der Befreiung. Es war Sonntag, man hörte Glocken (in der Nähe war eine Kirche), ein Mann ging umher mit einer kleinen Glocke in der Hand, läutete und erklärte allen: „Ihr seid frei, kommt alle, setzt euch in das Auto, man wird euch nach Hause bringen“. Befreit haben uns die Amerikaner und Engländer. Man hat uns alle – Ukrainer, Polen, Franzosen – in ein Lager nach Bonn gebracht, wo etwa 30.000 oder vielleicht mehr Menschen waren. Wir lebten dort fünf bis sechs Monate. Das Essen war sehr schlecht. Die Läuse haben uns bei lebendigem Leibe gefressen. Wir haben auf Holzbrettern geschlafen – unter dem Kopf die Reisetasche, wenn man eine hatte. Danach haben uns die Amerikaner an die Russen weitergegeben. Auf einer provisorischen Brücke fuhren wir über die Elbe. Die Unseren haben je 1.2 Brotlaib und eine Handvoll Erbsen an uns verteilt und uns in Güterwaggons nach Hause gefahren. Ich bin am 06.10.45 in Tschernigow eingetroffen.

Ich habe keine Dokumente, keine Bestätigungen über meine Arbeit in Deutschland bekommen. Ich wurde auch von niemandem fotografiert. Ich habe 1999 alle Unterlagen für eine Entschädigung verschickt, bis jetzt aber keine Entschädigung bekommen. Ich bitte Sie, helfen Sie mir. Mir ist nicht viel Zeit zum Leben geblieben, ich bin nicht gesund.

Anna T., Ukraine

Kendenich, Bauer E. K.

Danke, dass Sie sich für mich eingesetzt haben. Wir, die Orthodoxen, feiern heute, am 25. Februar, den Tag der Vergebung.

Und deshalb bitte ich Euch um Vergebung für diese schwierigen Zeiten während des Krieges und danke dem Herrn, dass Er mich beschützt hat. Ich verzeihe auch Euch allen. Es war Krieg. Mögen Gott und die Engel Euch segnen.
Am 1. Mai 1942 wurde ich von Gorlowka (Nikitowka, damals Stalinsker, jetzt Donezker Gebiet) entführt und nach Deutschland zur Zwangsarbeit gezwungen. Der Sammelpunkt war in Gorlowka.

Ich habe im Dorf Kendenich, beim Bauern K., sowohl zu Hause als auch auf dem Feld gearbeitet. Verdient habe ich 20 Mark im Monat. Die Familie bestand aus vier Personen: Bauer, Bäuerin, einem Sohn von 31 Jahren, einer Tochter von 29. Das Problem war die deutsche Sprache, aber ich lernte sehr schnell. Die Nachbarn des Bauern waren sehr gut zu mir, sie haben Mitleid mit mir gehabt. Ich hatte keine eigenen Sachen, keine Kleidung. Sie haben mir dann sowohl Kleider als auch Schuhe geschenkt. In der Nachbarschaft wohnte ein sehr nettes, gutes Mädchen namens Anna. Sie und ihre Freundin nahmen mich manchmal mit nach Köln. Dort bin ich in den Dom und auf den Friedhof gegangen.

Einmal wurde ich krank, es war Angina. Man hat mich ins Krankenhaus gebracht. Ich weiß nicht mehr genau, aber dieser Ort hieß, ich glaube Ehrenfeld. In dem Krankenhaus lag ich drei Monate, um mich kümmerte sich eine Krankenschwester namens Anna, ein sehr gutes Mädchen. Man hat mir die Mandeln entfernt, nach dem Eingriff habe ich zuerst mein Gehör zu 100% verloren und eine Lungenentzündung bekommen. Im Laufe eines Monats kam das Gehör langsam zurück, jedoch nicht vollständig. Ich war taub. Damals hat mich ein Professor untersucht, der sagte, dass ich nach und nach besser hören würde. Während meiner Krankheit wurde ich von den Ärzten und den Krankenschwestern medizinisch betreut. Die Krankenschwestern hießen Lina, Wilhelma, Hyazintha, Nizifra; eine sprach russisch.

Nach dem Krankenhausaufenthalt hat man mich einem anderen Bauern zugeteilt, dem Eugen D. in dem gleichen Dorf, in Kendenich. Wir haben zu Hause, auf dem Feld und im Garten gearbeitet. Dort habe ich ebenfalls 20 Mark im Monat verdient. Die Familie bestand aus dem Bauern und der Bäuerin, es waren ältere Menschen, so um die 60 Jahre alt. Es waren gute Menschen, sie haben Mitleid mit mir gehabt, sie wussten, dass ich gerade aus dem Krankenhaus kam. Ich war dafür sehr dankbar. Die Bäuerin war sehr gut, sie hat mir von sich erzählt, von ihrer Hochzeit, sie hat mir Familienbilder gezeigt. Vieles habe ich schon vergessen.

Während meines Aufenthalts dort wurde ich oft zum Ausheben von Schützengräben mitgenommen, dabei habe ich in der Küche gearbeitet. Wir haben für diejenigen gekocht, die an den Schützengräben gearbeitet haben, und auch für die deutschen Soldaten, die danach in den Gräben saßen. Die Küche befand sich in Fischenich in der Schule, die durch Luftangriffe beschädigt war. Ich habe ein Foto aufbewahrt, wo ich mit den deutschen Mädchen, die mit mir gearbeitet haben, zusammen bin. Ich bin mit einem ukrainischen Mädchen im Vordergrund. Ich weiß nicht mehr, wann ich dort gearbeitet habe, aber es war kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner. Nach diesen Arbeiten kehrte ich zu dem Bauern D. zurück.

Ich wurde am 2.März 1945 von den Amerikanern befreit. Am Ende des Monats hat man mich in ein Sammellager nach Bonn gefahren, wo ich 5 Monate, bis Ende August, blieb. Von Bonn fuhren wir in Richtung Heimat. Ich war sehr lange unterwegs, nach Hause, nach Nikitowka kam ich im Herbst, im Oktober 1945.


Abb. 2

Sergej K., Ukraine

Kalscheuren, Degussa (Rußfabrik)

Ich habe Ihren Brief bekommen und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Gerne möchte ich Ihre Fragen beantworten.
Ich habe tatsächlich in einer chemischen Fabrik in Kalscheuren gearbeitet. Ich wurde deportiert, als ich ein fünfzehnjähriger Junge war. Man hat mich dieser Fabrik direkt zugeteilt. Ich habe in der Abteilung Rußverarbeitung gearbeitet. Unsere Lebensbedingungen waren sehr hart: wir haben 10 Stunden am Tag geschuftet, wir haben aus dem Kamin den heißen Ruß heraus geholt. Noch heute habe ich Ruß auf meinen Lungen.

Gewohnt haben wir in Baracken hinter dem Fabrikzaun, geschlafen auf Doppelstock-Pritschen, ohne Bettwäsche. Jeden Tag wurden wir von den Amerikanern, jede Nacht von den Engländern bombardiert. Eines Tages sind Bomben, die auf das Fabrikgelände gefallen waren, nicht explodiert. Arbeiter von uns wurden abgestellt, um die Bomben auszugraben und zu entschärfen. Für diese Arbeit gab es Bier.

Mit uns haben Franzosen, Polen, Belgier und Deutsche gearbeitet. Unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen (die der Ukrainer und Russen) waren die schlimmsten. Unsere Verpflegung war sehr schlecht, hauptsächlich bekamen wir gekochte Steckrüben, Kohlrabi. Einmal die Woche bekamen wir einen Laib Brot, den wir am gleichen Tag aufgegessen haben. Wir hatten ununterbrochen Hunger. Wir sind mitfühlenden deutschen Frauen begegnet, die uns Brotmarken zugesteckt haben.

Die Franzosen und die Belgier wohnten im Dorf, sie haben über das Rote Kreuz einmal im Monat ein Päckchen bekommen. Neben unseren Baracken befand sich ein Betrieb, der Wäscheklammern herstellte. Am Ende unseres Arbeitstages bot uns der Eigentümer an, bei ihm für ein Stück Brot zu arbeiten. Zusammen mit uns hat ein Deutscher namens Schulz gearbeitet; er hat oft mit uns sein Butterbrot geteilt.

So sind meine Erinnerungen, vieles habe ich vergessen, vieles erzähle ich meinen Kindern und den Enkelkindern.

Anna G., Ukraine

Kalscheuren, Kölner Holzbauwerke

Sie haben mich gebeten, dass ich möglichst genau von meinem Aufenthalt in Deutschland erzähle. Aber wie kann ich Ihnen alles beschreiben, ich bin doch schon 80 Jahre alt, und es ist schon so viel Zeit vergangen? Ich habe so viel Gutes und so viel Schlechtes in meinem Leben erlebt und vieles vergessen, was vor 50 Jahren passierte.

Ich kann mich nur erinnern, dass sie uns junge Menschen in einem Klub zusammen trieben, Namenslisten aufstellten und uns zum Bahnhof brachten. Niemand von uns wusste, wohin wir fahren. Aus unserem Dorf Gruschewata waren es 15 Leute [...]. Aus Kiew kamen 15 Menschen.

Wir haben in einer Holzfabrik gearbeitet. Es wurde in drei Schichten gearbeitet. Wir stellten Schiffsdächer her. In einer Schicht waren drei Leute, die anderen haben als Lastwagenfahrer gearbeitet. Wir lebten in einem Lager neben einer Eisenbahnstation. Das Lager wurde von der Polizei bewacht, der Zaun war aus Beton, mit drei Reihen Stacheldraht oben herum. Der Kommandant des Lagers hieß K.

Wir haben Steckrüben, Möhren, Spinat und Brot gegessen. In dem Lager wurde ich sehr krank, man hat den Arzt geholt, er hat mir mehrmals Blut abgenommen, ich wusste nichts mehr, wurde ohnmächtig. Man hat mich in ein Krankenhaus gebracht, in dem Russen arbeiteten und wo auch russische Patienten lagen. Sie haben mir gesagt, dass ich so schnell wie möglich, krank oder gesund, von da weggehen solle, sonst wäre ich verloren. Ich bin zurück in das Lager gebracht worden. Innerhalb eines Monats wurden wir 2-3 Mal bombardiert. Dabei wurde ich an der linken Körperseite verletzt und ins Krankenhaus nach Hermülheim gebracht. Ich weiß nicht, wie lange ich da gelegen habe. Danach hat man mich in die Schwarzfabrik gebracht, wo ich in den Schächten [?] gearbeitet habe, bis auch diese Fabrik bombardiert wurde.

Sie haben uns dann von einem Lager ins andere gefahren, ich kann mich an die Namen nicht mehr erinnern.

[...] Vielen Dank für Ihre Sorge um mich!

Marfa P., Ukraine

Kalscheuren, Kölner Holzbauwerke

Ich bedanke mich herzlich für Ihren Brief.
[...]
Wie ich nach Deutschland kam? Am 8.6.42 hat man uns in Güterwagen gezwungen, die Türen abgeschlossen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, in welcher Stadt man uns zuerst ausgeladen hat. Dort wurden wir ins Bad geführt. Danach kamen wir nach Köln, wo man uns in Kolonnen aufgestellt hat.

Es sind Männer gekommen, die uns abholten. Wir kamen nach Kalscheuren, zuerst 50 Personen. Später hat man uns zur Arbeit in die Holzfabrik geschickt, wo wir Baracken herstellten. Wir haben auch andere Arbeit gemacht, Waggons auf- und abgeladen, etc.
Später hat man noch 50 andere Mädchen und Jungen aus dem Kiever Gebiet hergebracht. Wir, die ersten, waren aus dem Dnepropetrowsker Gebiet. Wir lebten in Baracken, schliefen auf dreistöckigen Pritschen, es gab Strohsäcke. Man hat uns zu der Fabrik geführt, obwohl sie gleich nebenan lag. Unsere Baracke war mit einem hohen Stacheldrahtzaun umgeben. Später kannte man uns, und wir gingen dann allein zur Arbeit.

Wir haben 300 Gramm Brot für drei Tage bekommen, zum Mittagessen und am Abend Suppe. Und so lebten wir und arbeiteten. Das erste Jahr war hart. Einmal haben sie uns Brot aus Spänen und Roten Beeten gegeben, daraufhin sind wir nicht zur Arbeit gegangen.
Wir wollten irgendwohin weglaufen, aber wussten nicht, wohin. [...] Ein Mädchen haben sie mitgenommen, wir haben nie mehr von ihr gehört. Wir haben sehr viel geweint und gebetet. Der Gott hat uns geholfen, rund um das Lager war alles bombardiert, aber unser Lager ist nicht getroffen worden.

Noch eins: ich habe mit einer deutschen Frau gearbeitet, sie hieß Margarita. Sie hatte eine Schwester, Elsie, Frau W. Ich habe sie oft besucht und ihr geholfen, wenn bei ihr etwas zu tun war. Sie waren für mich wie meine Familie. Elsie hatte eine zweijährige Tochter Brigitte, ihr Mann war Soldat, er hieß Willi. Sie haben eine kleine Nadelfabrik gehabt, ich habe noch lange die Nadeln gehabt, die sie mir schenkten. Sie haben auch in Kalscheuren gewohnt. Das waren gute Menschen, ich habe sie bis heute nicht vergessen. Im März 1945 sind die Amerikaner gekommen und haben uns nach Aachen gebracht. Bevor wir wegfuhren, konnte ich mich von der Familie W. verabschieden. Ich werde an sie denken, so lange ich lebe.

Katerina Sch., Ukraine

Kalscheuren, Holzbauwerke

Am 8. Mai 1942 entführte man mich und viele andere junge Leute nach Westen, nach Deutschland. Man hat uns nach Köln gebracht (dort war ein Sammellager). Von da sind wir nach Kalscheuren gebracht worden, wo ich in einer Holzfabrik als Arbeiterin gearbeitet habe – von Mai 1942 bis Mai 1943. Ich hatte Nummer 38 „OST“, und mein Chef hieß K.

Am 15. Mai 1943 hat man uns nach Wesseling gebracht, wo ich auch in einer Fabrik Namens „Norton“ gearbeitet habe. Da hatte ich die Nummer 409 „OST“, und hier hieß mein Chef H. 1944 wurde ich in die Stadt Düren an der belgischen Grenze geschickt. Dort habe ich unterschiedliche Arbeiten verrichtet. Im Mai 1945 haben uns die Amerikaner befreit. Nach Hause kam ich im Oktober.

Helfen Sie mir bitte und schicken Sie die Dokumente von der Holzfabrik in Kalscheuren. Von Norton“ habe ich solche Dokumente bekommen, danke.
Alles, woran ich mich erinnere, werde ich Ihnen schreiben. Ich war in keinem Lager, sondern ich habe immer gearbeitet. Arbeit ist Arbeit. Ich habe ehrlich gearbeitet und allen gehorcht, weil ich lebendig nach Hause zurückkehren wollte. In meinem Haus in der Ukraine habe ich meine Mutter und sechs Geschwister zurückgelassen. Mein Vater, Jakow Kusmitsch Sch. ist 1944 im Krieg gefallen. Wir sind Waisen für unser ganzes Leben geworden. Es war sehr schwer.

Ich kann mich erinnern, als wir von Köln nach Kalscheuren fuhren, dass unsere Fabrik am Rande der Stadt Kalscheuren lag, auf der linken Seite des Weges, und dass sich auf der rechten Seite eine kleine Kirche befand. Wir sind manchmal in die Kirche gegangen, um zu beten. Es gibt doch nur einen Gott. In der Nähe befand sich auch eine Eisenbahnlinie. Ich kann mich gut an eine gute Frau namens Focke erinnern. Sie hat die Zimmer der Fabrikleitung geputzt und manchmal bat sie mich um Hilfe bei ihrer Arbeit.

Anna B., Russland

Kalscheuren, Holzbauwerke

Ich bin am 8. Juni 1942 nach Deutschland zur Zwangsarbeit gefahren. Mit mir waren auch andere [...] insgesamt achtzehn Menschen aus meinem Dorf und viele aus anderen, benachbarten Dörfern. Wir sind alle zusammen in einem geschlossenen Güterzug gefahren, in Polen hat man uns ausgeladen, ins Bad geschickt, wir und unsere Kleider wurden desinfiziert. Dann sind wir wieder mit dem Zug weitergefahren.

Dann sind wir nach Deutschland gekommen, insgesamt in 10-12 Waggons. Als wir aus den Waggons ausstiegen, kamen zu uns Männer und Frauen. Sie fragten, wie alt wir sind und was wir können. Sie nahmen zwei, fünf oder auch zehn Personen mit sich. Mich und auch viele andere hat man ausgesondert, gezählt und in Reihen zu viert aufgestellt. Man hat uns zu einem nicht weit entfernten, hohen Gebäude geführt, das ein großes Tor hatte und mit Stacheldraht umzäunt war. Das Tor war geschlossen. Der Mann, der uns führte, klingelte und das Tor wurde geöffnet. Wir sind in den Hof gegangen und haben die Aufschrift gesehen: „Holzfabrik“.

Man hat uns in hölzernen Baracken untergebracht. Geschlafen haben wir in dreistöckigen Betten, meins war ganz unten. Mit uns zusammen wohnten auch Jungen, die Baracke war lang; wir Mädchen hatten den Eingang von der südlichen Seite, die Jungen von der östlichen. Wir sind Tag und Nacht von zwei Polizisten bewacht worden. Wir haben von 8.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr abends gearbeitet. Das Frühstück war um 7.30 Uhr, Mittagsessen um 13, Abendessen um 20 Uhr. Um 22.00 Uhr wurde geschlafen.

[...] Wir mussten Barackenwände bauen, sie waren ungefähr 3 bis 4 Meter lang. Zusammen mit uns arbeitete ein deutscher Meister, der uns anlernte. Das war ein guter Mensch, wir haben ihn gemocht und ihm gehorcht. Zu unserer Arbeit gehörte auch das Ausladen der Holzbretter aus den Waggons. Um unsere Rücken vor Verletzung zu schonen, bekamen wir bei dieser Arbeit ein Stück Leder auf die Schulter.

Und so habe ich ein Jahr und fünf Monate gearbeitet. In Oktober 1943 hat mich unser Chef zu sich gerufen und gesagt: „Ob du willst oder nicht, du musst in eine andere Stadt fahren und woanders arbeiten“. Weil ich Angst vor Gewaltanwendung (Schlägen) hatte, habe ich mich zu dieser Arbeit gemeldet. Der Polizist hat mich in die Stadt Gera gebracht.
[...] Ich bin im Juli 1945 nach Hause zurück gekommen.

Iwan W. Ukraine

Kalscheuren, Reichsbahn

Danke, dass Sie sich Mühe gegeben haben, mir zu helfen [...].
Ich schrecke davor zurück, mich an diese fernen Schrecken zu erinnern. Alles kann man nicht beschreiben, obwohl ich mich noch an alles erinnere.
1942–43, Kalscheuren: ein langes Gebäude, zweifach mit Stacheldraht und einem eisernen Gitter umgeben. Ein langer enger Korridor. Wir wurden morgens früh von zwei bewaffneten Polizisten zur Arbeit geführt. Man hat uns in Dreierreihen aufgestellt. Auf der Arbeit (Eisenbahn) wurden wir von Polizisten überwacht.

Man gab uns 200-300 g Brot, Kaffee, zum Mittagsessen eine dünne Suppe aus Steckrüben, Spinat und mit Spuren von Kartoffeln. So war es die ganze Zeit. Manchmal sind wir am Abend ohne jeden Grund geschlagen worden. Im Laufe dieses Jahres wurden wir in ein anderes Lager verlegt. Das war eine Holzbaracke, auf der anderen Straßenseite stand eine riesige Kaserne, in der auf der zweiten Etage Männer und Jungen gewohnt haben.

In dieser Zeit hat man 20 Personen (auch mich) nach Köln verschickt (in das Lager Köln- Ehrenfeld). Dort war es nicht besser. Zwei von uns haben wir beerdigt. Ich wäre als nächster an der Reihe gewesen, ich bestand nur noch aus Haut und Knochen.

Die ganze Zeit habe ich bei der Eisenbahn gearbeitet. Noch heute habe ich das vor Augen: Schienen, Eisenbahnschwellen, Schotter, Spitzhacke, Zange, Hammer, Schreie des unbarmherzigen Meisters W. Wir waren verpflichtet, auf der Brust das Zeichen „OST“ zu tragen. Das war eine große Erniedrigung für uns, die „Ostarbeiter“. Aus meinem Dorf waren 30 Leute in Kalscheuren, junge Mädchen und junge Männer. Nur wenige sind noch am Leben. Wie kann man überhaupt von einer Wiedergutmachung reden?

Ich werde am 20. Mai 78 Jahre alt. Ob ich das noch erlebe? Ich bin vier Mal operiert worden. Ich lebe nicht mehr, ich existiere nur als Invalide. Nach der Arbeit in Deutschland habe ich Pädagogik studiert und dann 40 Jahre an der Schule gearbeitet, 30 Jahre davon war ich Schuldirektor.

Sehr geehrte Mitarbeiter des Archivs, danke für alles, bleibt alle gesund und gut!

Wladimir J., Ukraine

Kalscheuren, Reichsbahn

[...] Ich schildere gerne alles noch einmal und schicke dabei eine Kopie meines einzigen Fotos aus Köln, im Zoo, Juni 1944. Ich bitte um Nachsicht, es sind 56-58 Jahre vergangen, und das Gedächtnis versagt manchmal. Auf Ihre Fragen antworte ich gern.

Ich, Wladimir Jakowlewitsch Ch., bin am 15.04.1926 in Debaltsowo (damals Stalinskoje) in Donezker Gebiet geboren. 1942, zu Anfang der deutschen Besatzung, wurde ich durch die deutsche Administration zu Reparaturarbeiten bei der Eisenbahnstation Rosowka, Saporoscher Gebiet, zwangsverpflichtet.

Am 11.06.1943 wurden alle 15- bis 18-jährigen Arbeiter verhaftet, in einen Güterwaggon verladen und nach Deutschland geschickt. Das waren hauptsächlich Bewohner des Saporoscher und Dneprowsker Gebietes. Ich wurde in einem Lager für Zwangsarbeiter neben dem Bahnhof Kalscheuren-Köln untergebracht. Unsere Gruppe von 16 –18 Personen war für Instandsetzung und Reparaturen an der Eisenbahnlinie Köln-Brühl und Troisdorf-Bonn zuständig. Es war eine schwere Arbeit. Wir haben Hunger gelitten und wurden dauernd überwacht. Das alles hat mich gezwungen, im August 1943 zu fliehen. Nach einer Woche hat man mich in Gießen verhaftet und ins Gefängnis in Frankfurt/Main, die damalige Synagoge, gebracht. Von da wurde ich ins Gefängnis der Stadt Mainz und dann in KZ Waisenau transportiert (Häftlingsnummer 47). Dort habe ich im Steinbruch gearbeitet. Danach war ich Lastenträger beim Verladen von Zement aus Lastkähnen in Waggons, an einer Anlegestelle in Waisenau.

Im Januar 1944 wurde ich wieder nach Köln-Kalscheuren gebracht und nach kurzer Ausbildung als Lokomotivheizer beim Betriebsbahnhof Köln eingesetzt. Man hat uns in der zweiten Etage des Lokomotivschuppens einquartiert, unten war die Ausbesserungswerkstatt. Mit meinem Lokomotivführer Schmidt bin ich in viele Städte gefahren: Düsseldorf, Duisburg, Gladbach, Krefeld, Wuppertal, Neuss, Düren und andere. Mir wurde ausdrücklich verboten, die Lokomotive zu verlassen. Verpflegung haben wir in der Werkstatt bekommen. Dort waren 40 „Ostarbeiter“, Heizer und Reparaturarbeiter. Für unterwegs bekamen wir Konserven. Man konnte eine spezielle Ausgangserlaubnis bekommen und in die Stadt gehen. Auf der Brust musste man das „OST“- Zeichen tragen.

Unser Arbeitslager, Baracken für 200 „Ostarbeiter“, befand sich zwischen den Gleisen auf dem Territorium des Betriebsbahnhofs.
Von Kalscheuren ist mir die Fabrik, die Ruß produzierte, genannt „Schwarzfabrik“, in Erinnerung geblieben, rundherum war alles schwarz. Auch die „Holzfabrik“: dort wurden Holzbaracken produziert. In der Ferne ragten die 12 hohen rauchenden Schornsteine der städtischen Kraftwerke auf, die mit Braunkohle arbeiteten. Sie waren 8 bis 10 km von uns entfernt. Nach der starken Bombardierung von Köln im April 1944 war die obere Etage meiner Werkstatt ausgebrannt, und wir mussten in der unteren Werkstatt arbeiten. In Köln war ich ein paar Mal. Am Rheinufer, in der Nähe vom Hauptbahnhof, verzauberte mich ein wunderschönes architektonisches Ensemble, der Dom und die St. Martinskirche.

Im Oktober 1944 hat man uns, als die Amerikaner näher rückten, nach Bergheim gebracht, wo ich mit einem ganz tollen Menschen, dem Lokomotivobermeister Herrn Ludwig Kaltz zusammengearbeitet habe. Er war 55-60 Jahre alt. Unser Wohnlager für 30 Leute lag neben der Bahnstation. Wegen der amerikanischen Luftangriffe, die in Aachen ihre Flugzeuge stationiert hatten, haben wir nur in der Nacht gearbeitet. Am Tag versteckten wir uns in einem speziellen Tunnel in der Stadt Horrem. Nach einem Luftangriff habe ich in Bergheim meine zwei ukrainischen Genossen beerdigt. Einmal, unterwegs von Horrem nach Kierberg, sind wir aus der Luft beschossen worden, und vielleicht bin ich nur deshalb am Leben geblieben, weil mir Ludwig Kaltz geholfen hat. Er war im Ort Zieverich geboren, hatte zwei Söhne. Ich werde diesen wunderbaren Deutschen niemals vergessen.

Nach der Befreiung im Mai hat man uns alle in ein Sammellager in Aachen-Brand gebracht. Von dort wurden alle Bürger der Sowjetunion nach Wuppertal gebracht und dann nach Hamburg und nach Rostock in die sowjetische Zone gefahren. Nach dem grausamen Verhör und der Überprüfung durch SMERSCH [2] hat man mich nach Ostrussland zum Holzfällen verschickt. Das geschah mit allen damaligen „Ostarbeitern“ aus der amerikanischen Zone und allen, die „für die Imperialisten“ gearbeitet hatten. Ich bin im Mai 1947 zurück nach Hause gekommen und habe mich in Rosowka, Saporoscher Gebiet niedergelassen.


Abb. 3

Nadeschda N., Weißrussland

Efferen, Firma Kleefisch

Ich versuche Ihnen das mitzuteilen, woran ich mich noch erinnern kann. 1942 hat man mich nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt. Wir wurden in einen Güterwaggon verladen und weggefahren. Im August sind wir in Deutschland eingetroffen, es war ein Verteilungspunkt. Dort konnte man uns auswählen (wer wen haben wollte). Ich wurde der Fabrik Kleefisch in Efferen zugeteilt. Dort habe ich bis zur Befreiung gearbeitet. In einem anderen Lager bin ich nicht gewesen. Es war ein Arbeitslager und kein KZ.

Wir haben zwölf Stunden am Tag gearbeitet. Die Verpflegung war sehr schlecht, wir waren immer hungrig. Als wir dort ankamen, lebten in der gleichen Baracke französische Kriegsgefangene. Sie wurden besser behandelt als wir, ihr Essen war auch besser. Die Baracke, in der wir wohnten, war mit Stacheldraht umzäunt. Geschlafen wurde auf mehrstöckigen Pritschen. Morgens weckte uns eine Klingel. Das Tor wurde geöffnet, und wir gingen direkt in die Fabrik. Ich habe an einer Drehbank gearbeitet, andere haben geschweißt oder gehobelt. Ich habe nur mit Metall zu tun gehabt. Es gab viele Konflikte mit dem Meister, ich kann mich noch an seinen Namen erinnern, er hieß K. E.

Ich habe keine Dokumente und keine Fotos. Wir wurden jeden Tag bombardiert, die Baracke und die Fabrik wurden zerstört [...]. Nach Hause kam ich erst am 5.11.45 [...].

Ich möchte gerne wissen, ob wir während der Arbeit bei Kleefisch versichert waren.

Jadwiga K., Polen

geb. 1944 in Kalscheuren

Aus den Erzählungen meiner Mutter weiß ich einiges über die Lebensbedingungen im Arbeitslager Kalscheuren. Meine Eltern haben dort einen Alptraum erlebt. Es war sehr schwer, dort zu leben. Sie haben auf Pritschen geschlafen, wo sogar die Kinder kein Stroh, nicht mal eine zerrissene Decke zum Schlafen bekamen.

Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich als Säugling keine Nahrung oder Kleider bekommen habe. Nach meiner Geburt hat mich die Mutter in ihr Kopftuch, Hemd oder ihren Rock gewickelt. Wenn andere Mitbewohner nicht geholfen hätten, hätte sie allein nicht für genug Wärme und Nahrung für mich sorgen können. Drei mal am Tag bekamen sie Essensrationen. Zum Frühstück und Abendessen je eine Scheibe Brot und schwarzen Kaffee, zum Mittagessen Suppe mit Steckrüben. Diese Suppe habe ich auch zu essen gekriegt, weil meine Mutter auf Grund der Unterernährung keine Milch hatte. Meiner vierjährigen Schwester und dem sechsjährigen Bruder ist es manchmal gelungen, auf der Bahnstation ein paar halbverfaulte Kartoffeln zu klauen.

In dem Lager herrschten grausame hygienische Zustände. Jeder Familie wurde für einen ganzen Monat nur ein Stück Seife zugeteilt, zur Körperpflege und zum Waschen der Wäsche. Deshalb war das Lager von Läusen geplagt. Man hat zwar Entlausungsaktionen durchgeführt, Salben verteilt, sie halfen aber nicht.

Und was die Würde des Menschen angeht – das war dort ein Fremdwort. Meine Mutter, obwohl sie behindert war (sie hatte einen Buckel) und für körperliche Arbeit nicht genug Kraft besaß, wurde schon drei Tage nach der Entbindung zu schwerer Arbeit gezwungen. Sie nahm mich dazu mit.

Mein Bruder, Mikolaj, der damals 6 Jahre alt war, erinnert sich noch, dass er damals immer hungrig war und dass es ihm kalt war. Er hatte keine Schuhe, die Mutter hat ihm die Füße mit Lumpen umwickelt. Er hat am Bahnhof oft Kartoffeln, Möhren, Steckrüben geklaut. Einmal hat er ein Stückchen Brot von der Küche geklaut, wurde vom Kommando (einer Frau) erwischt und grausam geschlagen.

 

Anmerkungen

  • [1]

    (Best. 9.03 Nr.12 „Vater Gottfried Zimmermann arbeitete während des ganzen Krieges weiterhin auf der „Chemischen“. Dort waren auch viele Kriegsgefangene eingesetzt“ [...]; 9.03 Nr.25 „Während des Krieges arbeiteten viele Russen und Badoglio-Italiener auf dem Hürtherberg“). Dies bestätigen auch die Briefe von Frau M. und Herrn K. aus der Ukraine.

  • [2]

    SMERSCH (russ. Tod den Spionen), Abwehrdienst, Gegenspionage der Roten Armee.

Empfohlene Zitierweise

Gryczka, Bozena: Erinnerungsberichte ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hürth, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/v9z29/

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Erstellt: 18.10.2006

Zuletzt geändert: 31.10.2006


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