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Über das Projekt


Unser kleines, aus einer Seminarveranstaltung im Wintersemester 2001/2002 an der Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangenes Internetportal "Madame de Pompadour und ihre Zeit" besitzt eine doppelte Entstehungsgeschichte:
Zum einen wollten wir ein Thema aufgreifen, dessen Aktualität sich nicht nur den opulenten Versailler und Münchener Madame-de-Pompadour Kunstausstellungen verdankt: Die Ancien-Régime-Forschung der letzten Jahre hat mit einer Vielzahl von Studien anschaulich gezeigt, wie sehr das gängige, allzu glatte, allzu trivial gefärbte Bild der königlichen Mätresse künftig revidiert werden muss. Jenseits der schönen, heiteren und luxusliebenden Gefährtin Ludwigs XV., als die sie in der Literatur häufig noch immer figuriert, war die Marquise tatsächlich eine 'bürgerliche Karrieristin' und geschickte Politikerin, die z.B. Frankreichs Rolle im siebenjährigen Krieg maßgeblich mitbestimmte. Diese - in der Vergangenheit oft übersehenen - Facetten einer 'Frau von Einfluss' und erfolgreichen Selbstdarstellerin, die schon früh die Macht der Medien für die eigene Sache zu nutzen wusste, sollten im Rahmen des breit angelegten Seminars zumindest ansatzweise zur Sprache kommen.

Neben der Beschäftigung mit inhaltlichen Aspekten standen zum anderen jedoch didaktische Überlegungen von Anfang an im Vordergrund: Im Zuge der gemeinsamen Konzeptionierung einer Website zu Leben und Werk der Madame de Pompadour sollten die Seminarteilnehmer mit Möglichkeiten wie Problemen des Publizierens im Internet vertraut gemacht und zugleich ein Stück weit mit berufspraktischen Erfahrungen konfrontiert werden: So rundeten Vorträge von Experten der Bayerischen Staatsbibliothek, eine Diskussion mit Redakteuren des Bayerischen Fernsehens über die Gestaltung historischer Dokumentarfilme und eine Führung durch die Produktionsstätten des Bayerischen Rundfunks das Seminarprogramm ab.

Die vorliegenden Artikel können naturgemäß keinen Forschungsanspruch haben: Als Ergebnis eines didaktischen Experiments, das die Chancen einer exemplarischen Integration des Netzes in den Hochschulalltag auszuloten versuchte, richten sie sich vor allem an eine interessierte Öffentlichkeit und besonders an Schulen, um Schülern mit einer Kombination aus Texten und Bildern einen ersten Zugang zur Epoche der Madame de Pompadour zu vermitteln.

Gudrun Gersmann / Peter Helmberger


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