Biographien

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Maurice Quentin de La Tour

 

Maurice Quentin de La Tour wurde am 5. September 1704 in Saint-Quentin geboren und starb am selben Ort am 17 Februar 1788. Sein Vater war Trompeter und später Kirchensänger. La Tour lernte in seiner Heimatstadt zunächst zeichnen, ging jedoch sehr bald nach Paris. Dort war er bei den Malern Jacques Spoëde, Jean François und Claude Dupouch in der Lehre.

Nachdem er sich eine Zeit lang wieder in Saint-Quentin, Reims und London aufhielt, ließ er sich 1724 endgültig in Paris nieder. Dort spezialisierte sich La Tour sehr bald auf die Pastellmalerei. Durch einen Aufenthalt der italienischen Malerin Rosalba Carriera von 1720-21 war in Paris das Pastell wiederbelebt worden.

Seine Hauptschaffenszeit liegt in den Jahren 1740-1760. Von 1737-1773 stellte er im Salon aus. 1746 wurde er ordentliches Mitglied der Académie Royale de Peinture et de Sculpture. Im Jahr 1750 wurde er zum Peintre du Roi (Maler des Königs) ernannt und fertigte eine Reihe von Porträts von Mitgliedern der königlichen Familie Ludwigs XV. an.

La Tour beschränkte sich in seinen Porträts nicht auf die äußere Erscheinung der Dargestellten, sondern versuchte sie, dem Wesen nach zu charakterisieren. Im Gegensatz zu vielen Bildnissen anderer Porträtisten des Rokokos sind seine meist nicht nur gefällige Studien, sondern lassen realistischere Züge erkennen.

 

Literatur:

Ulrich Thieme / Felix Becker (Hg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 22, Leipzig 1928, 423f.

Jane Turner (Hg.): The Dictionary of Art, Bd. 18, New York 1996, 841-843.

 

Empfohlene Zitierweise

Quentin de La Tour, Maurice. Aus: Madame de Pompadour, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/5jzd5/

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Erstellt: 17.01.2006

Zuletzt geändert: 17.01.2006


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