Biographien

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Jean-Baptiste Pigalle

 

Jean-Baptiste Pigalle, der am 26. Januar 1714 in Paris geboren wurde und dort am 21. August 1785 starb, entstammte einer Schreinerfamilie. Als Jugendlicher trat er in die Werkstatt von Robert Le Lorrain und danach für kurze Zeit in die Jean-Baptiste Lemoynes ein. Nachdem er nicht den Prix de Rome der Académie Royale de Peinture et de Sculpture gewonnen hatte, reiste er 1740 oder 1741 auf eigene Kosten nach Rom. Dabei machte er Zwischenstation in Lyon. Im Jahr 1744 wurde er Mitglied der Académie Royale. Er bekam einige offizielle Aufträge vom Königshaus und fertigte Skulpturen für Madame de Pompadour an.

Zu seinen bekanntesten Werken gehören Merkur, seine geflügelten Sandalen anziehend von 1748, das Grabmal des Marschalls Moritz von Sachsen in der Thomaskirche in Strassburg 1762-1770 und seine Statue des nackten Voltaires von 1776. Besonders in dem letztgenannten Werk wird Pigalles Versuch die Natur getreu nachzuahmen deutlich. Obwohl er zu einem der wichtigsten französischen Bildhauer um die Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte, fand sein Werk keine direkten Nachfolger. Erst Ende des 19. Jahrhunderts sollten wieder seiner Kunst ähnliche Tendenzen aufgenommen werden.

 

Literatur:

Ulrich Thieme / Felix Becker (Hg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 37, Leipzig 1933, 32f.

Jane Turner (Hg.): The Dictionary of Art, Bd. 24, New York 1996, 785-787.

 

Empfohlene Zitierweise

Pigalle, Jean-Baptiste . Aus: Madame de Pompadour, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/5jzd9/

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Erstellt: 17.01.2006

Zuletzt geändert: 17.01.2006


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