Spezialthemen

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Urs Herzog
Anna Morgin. Hinrichtung und Erlösung einer barocken Malefiz-Persohn.
Zur Bußpredigt des Clemens von Burghausen OFM Cap (1693-1732)

Erstveröffentlichung: Urs Herzog, Anna Morgin. Hinrichtung und Erloesung einer barocken Malefiz-Persohn. Zur Busspredigt des Clemens von Burghausen OFM Cap (1693-1732), in: Rottenburger Jahrbuch fuer Kirchengeschichte 20 (2001), S. 155-173. [Villingen 1641]
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Elvira Topalovic
"Ick kike in die Stern vndt versake Gott den herrn". Versprachlichung des Teufelpaktes in westfälischen Verhörprotokollen des 16./17. Jahrhunderts

Dieser Text wird als PDF-Dokument (635 KB) angeboten. Erstveröffentlichung: Topalovic, Elvira (2004): "Ick kike in die Stern vndt versake Gott den herrn". Versprachlichung des Teufelspaktes in westfälischen Verhörprotokollen des 16./17. Jahrhunderts In: Jahrbuch der Augustin Wibbelt-Gesellschaft 20. 69–86.

Ausgehend von der Beobachtung, dass die Darstellung des Teufelspaktes in Hexenverhörprotokollen regionalspezifische Ausprägungen zeigte, diskutiert die Autorin mögliche Faktoren, die zu einer spezifisch westfälischen Paktstruktur führten (so traten beispielsweise in Osnabrück, Münster und Oberkirchen – nicht jedoch in Siegburg, Bamberg oder München – die vermeintlichen Hexen drei Fuß zurück, wenn sie Gott versakten und sich dem Teufel namens Hans Fedder­busch verschrieben). Diese zeigt sich nicht nur im symbolischen Paktschluss, sondern zwangsläufig auch in der Sprache. Die Ausführungen schließen neben sprachwissenschaftlichen auch kultur- und rechtshistorische Überlegungen ein.
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Manfred Tschaikner
Von den Tobelhockern - ein Vortrag auf Tuass

Erstveröffentlichung: Manfred Tschaikner, Terra plana. Zeitschrift für Kultur, Geschichte, Tourismus und Wirtschaft. Verbreitungsgebiet: Bezirke Sargans, Werdenberg, Obertoggenburg, Fürstentum Liechtenstein, Bündner Herrschaft und Gaster 1 (2005), S. 13-18.

In den zwei Liechtensteiner Gemeinden Triesen und Triesenberg bestehen die Erinnerungen an die ausufernden Hexenprozesse des ausgehenden 17. Jahrhunderts nicht allein in Sagen, sondern vor allem in einer strengen Zweiteilung der alteingesessenen Bevölkerung: Die Nachkommen der ehemals Verfolgten grenzen die Kindeskinder der Verfolger seit Jahrhunderten mehr oder weniger diskret aus. Letztere werden als "Tobelhocker" bezeichnet, weil sie infolge des Fluchs, den ihre Vorvorderen bei den Hexenjagden auf sich geladen hätten, nach ihrem Tod in der düsteren Lawena-Schlucht dafür büßen müssten.
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Gertrud Blaschitz
Die Katze

Diesen E-Text bieten wir im pdf-Format an. Er ist auch in gedruckter Form erschienen: Gertrud Blaschitz, Die Katze, in: G. Blaschitz, H. Hundsbichler, G. Jaritz, E. Vavra (Hrsg.): Symbole des Alltags - Alltag der Symbole. Festschrift für Harry Kühnel zum 65. Geburtstag. Graz 1992, 589-616.

Im Artikel geht es um die Bedeutung der Katze im mittelalterlichen Alltag, der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Symbolik des Tieres. Die Analyse vorwiegend schriftlicher Quellen zeigte, daß dieser Vierbeiner bis zum 12. Jahrhundert nur positive Erwähnung findet. Die "theologisch-wissenschaftliche Beschreibung" der Katze in den christlichen Naturenzyklopädien des 13 Jahrhunderts brachte dagegen eine völlig neue, negative Dimension in die Beurteilung des Haustieres, die in Literatur und bildender Kunst bis zum Beginn der Reformation dominierte.
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Erste Ausgabe des Online-Journals "zeitenblicke":
HEXENFORSCHUNG AKTUELL Juli 2002

mit Interviews mit Carlo Ginzburg und Wolfgang Behringer, Forschungsberichten, Quellen, Texten zur Rezeption und Erinnerungskultur und zu Institutionen und Projekten.
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Zweite Ausgabe des Online-Journals
Thomas P. Becker: Die "Wemütige Klage" des Hermann Löher. Eine Anklageschrift gegen Hexenverfolgung als Ego-Dokument Dezember 2002

Die "Wemütige Klage der frommen Unschültigen" des ehemaligen Rheinbacher Schöffen Hermann Löher (gedruckt zu Amsterdam 1676) war gedacht als eine Anklageschrift gegen den Wahnsinn der Hexenverfolgungen und richtete sich in erster Linie an den Papst, den Kaiser und alle Fürsten und hohen Geistlichen des Reiches. Damit fällt die "Wemütige Klage" eigentlich unter die Kategorie 'Sachbuch' und nicht unter 'Autobiographie'. Doch durch den Erzählstil des Autors, der selbst bei der Diskussion der dämonologischen Literatur seiner Zeit immer wieder sein eigenes Erleben als Gerichtsschöffe einbringt, gerät die sachliche Erörterung unversehens zum Ego-Dokument.
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