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Vulpius, Christian August (Anselmus Marcellus Thuring, Tirso de Milano)

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1. April 2008

* 22. Juni 1763 in Weimar, Bibliothekar, Verfasser von Opern- und Operettentexten sowie Romanautor, † 26. Juni 1827

Kurzbiografie

Bereits als Kind zeigte Vulpius ein intensives Interesse an der Lyrik, so sind einige sehr frühe Gedichte belegt. Seine Ausbildung erhielt er zunächst am Weimarer Gymnasium (Musäus), anschließend an den Universitäten Jena und Erlangen, wo er Rechtswissenschaften studierte. Vulpius blieb bis 1787 privater Gelehrter, nahm dann eine Einstellung als Sekretär eines Reichsgrafen, 1797 als Sekretär und Registrator der Herzoglichen Bibliothek zu Weimar (heute: Anna-Amalia-Bibliothek) an. Seine Interessen galten vor allem der Lyrik, der Oper und Operette. Er verfasste zahllose Abenteuerromane bzw. -geschichten und verarbeitete gerne historische Stoffe in Gestalt von Räuber- und Rittermotiven, Reisebeschreibungen, Rosenkreuzer und Freimaurer wie auch Themen rund um Zauberei- und Magie sowie anderen mythischen Vorstellungen und Kuriositäten. 1803 wurde Vulpius von der Universität Jena aufgrund seines äußerst umfangreichen Werkes zum „Doktor phil.“ erhoben, 1805 als Bibliothekar offiziell anerkannt. Ab 1816 war er großherzoglicher Rat und Mitglied zahlreicher Vereine und Sozietäten wie etwa: Ritter des weißen Falkenordens, Assessor der mineralogischen Sozietät, Ehrenmitglied der Gesellschaft Lyra in Leipzig oder des thüringisch-sächsischen Vereins zu Halle. 1824 erlitt er einen Schlaganfall, wurde jedoch durch eine Kur in Wiesbaden soweit wieder hergestellt, dass er sich anschließend der Abfassung seines Handwörterbuches der Mythologie der nordischen Völker (1826) widmen konnte. Einen zweiten Schlaganfall überlebte er 1827 nur einige Monate.

Werke

Handwörterbuch der Mythologie der deutschen, verwandten, benachbarten und nordischen Völker, Leipzig 1826.

Hexenfahrten und Teufelskünste, Aus dem geheimen Archiv der Walpurgis-Nächte auf dem Blocksberg, Badad, Bei Beelzebub, 1797 [Leipzig, Reinicke, 1797].

Historische Curiositäten, 10 Bde., Leipzig 1814.

Literatur

Johann Georg Meusel, Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller, 15 Bde., Leipzig 1802-1815.

Walther Killy (Hg.), Literatur-Lexikon. Autoren und Werke deutscher Sprache, 12 Bde., Gütersloh u.a. 1988-1992.

Max Mendheim, Vulpius, Christian August, NDB Bd. 6, S. 546; ADB Bd. 40, S. 379-381.

Friedrich Raßmann, Kurzgefaßtes Lexikon deutscher pseudonymer Schriftsteller, von der ältern bis auf die jüngste Zeit aus allen Fächern der Wissenschaften, Leipzig 1830.

Empfohlene Zitierweise

Moeller, Katrin: Vulpius, Christian August (Anselmus Marcellus Thuring, Tirso de Milano). In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/45zuy/

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Erstellt: 30.03.2008

Zuletzt geändert: 28.04.2008

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