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Büttner, Daniel

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17. April 2008

* 18. April 1642, Minden, Professor und Jurist, † 9. September 1696, Hamburg

Kurzbiografie

Daniel Büttner studierte in Frankfurt an der Oder und bekleidete anschließend ein Lehramt an der Kathedralkirche zu Hamburg. 1670 ging er als Hofmeister nach Erfurt, graduierte dort als Lizentiat und erhielt eine außerordentliche Professur an der juristischen Fakultät. 1674 bereiste er Frankreich, Italien, Holland und England und kehrte anschließend nach Hamburg zurück, wo er 1677 Lehrer der Physik und Dichtkunst geworden ist. Büttner beschäftigte sich intensiv mit der Praxis und Theorie des frühneuzeitlichen Kriminalprozesses und leitete dazu mehrere Dissertationen an, so sind Disputationen zur Folter (1671), zur Konfrontation (1672), zum Geständnis und zur Indizienlehre im Giftmord (so jedenfalls die abgedruckte deutsche Übersetzung des Titels „Venenis et Veneficiis“, 1682), erlaubte und verbotene Magie (1693) bekannt. Darüber hinaus streifen seine Arbeiten Erfahrungswelten der Naturphilosophie und Metaphysik. In diesem Kontext entstanden etwa Dissertationen zur Engel- und Geisterwelt (1689) oder über Himmelserscheinungen (De Meteoris, 1686).

Ausgaben vor 1800

Auspicium Novi Anni M.DC.XCVI. Omnibus Hamburgi Civibus Et Inquilinis Summis, Medioxumis, Infimis Felix, Faustum, Fortunatumque Apprecatur Daniel Büttnerus, Hamburg (Neumann) 1696.

Daniel Büttner (Präses) und Georg Barthold Meyer (Respondent), Angelologia Seu Disputatio De Intelligentiis, Vulgo von denen Engeln und Geistern, Hamburg (Rebenlinus) 1689 [Schlüsselseiten im VD17].

Daniel Büttner (Präses) und Christoph Elisas (Respondent), Disputatio Iuridica De Confrontatione, Erfurt (Hertzius) 1672.

Daniel Büttner (Präses) und Albert zum Felde (Respondent), Magiologia seu Disputatio de magia licita et illicita quam, Hamburg (Conrad Neumann) 1693.

Daniel Büttner (Präses) und Johann Joachim Koch (Respondent), Disputatio Iuridica De Venenis Et Veneficiis Vulgo Von Gifft und Vergifftunge, Hamburg (Rebenlinus) 1682.

Daniel Büttner (Präses) und David von der Meden, Disputatio Iuridica. De Confessione Vulgo Von der Geständtnisse/ Beichte, Hamburgi (Rebenlinus) 1682 [Schlüsselseiten im VD17].

Daniel Büttner (Präses) und Moritz Meybaum, Disputatio Iuridica De Torturis Et Tormentis, Erfurt (Herzius) 1671 [Schlüsselseiten im VD17]; Jena (Oerthen) 1672; Erfurt (Oerth) 1672.

Literatur

Christian Gottlieb JÖCHER (Hg.), Allgemeines Gelehrten-Lexicon: darinne die Gelehrten aller Stände vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit. Nach ihrer Geburt, Leben, Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden. Leipzig 1750-1751

Johann MOLLER, Cimbria literata sive Scriptorum ducatus utriusque Slesvicensis et Holsatici historia literaria tripartita, Kopenhagen 1744.

Johann Heinrich STEPF, Gallerie aller juridischen Autoren von der ältesten bis auf die jetzige Zeit, Leipzig 1820-1825

Hans SCHRÖDER, Lexikon der hamburgischen Schriftsteller bis zur Gegenwart, Hamburg 1851-1853.

Empfohlene Zitierweise

Jänicke, Marco: Büttner, Daniel. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/45zoc/

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Erstellt: 22.04.2008

Zuletzt geändert: 22.04.2008

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