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Brückner, Wilhelm Hieronymus

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15. Januar 2008

* 23. April/September 1656 in Erfurt, Jurist, Professor in Jena, † 23. April 1736

Kurzbiografie

Brückner, Sohn eines Hofraths des Herzogs Ernst von Gotha, besuchte zunächst das Gymnasium in Gotha. Anfänglich ging er nach Erfurt, um Theologie zu studieren. Doch er entschied sich für die Jurisprudenz und wechselte nach Jena, wo er 1684 die Doktorwürde der Rechtswissenschaft erlangte und erhielt anschließend eine außerordentliche Professur in Erfurt. 1690 wechselte er an die Universität Jena, wurde Beisitzer des Schöppenstuhls der juristischen Fakultät und des Hofgerichts, sowie zum sächsischen Hofrat in Jena ernannt. Er starb am 23. April 1736 und hinterließ einige Dissertationen, die er teils selbst ausgearbeitet, teils sorgfältig verbessert hatte.

1712 erschien die Dissertation von Johann Reinhard Wegelin, die die Realität des Hexenglaubens bekräftigte und wohl als Reflex auf die kritischen Stimmen aus Halle (Christian Thomasius) zu werten ist. In Reaktion auf das Werk erschien, 1750 posthum erstmals gedruckt, ein Kommentar des Greifswalder Rechtsgelehrten Johann Schack (1661-1714).

Ausgaben vor 1800

Wilhelm Hieronymus Brückner (Dekan und Präses) und Johann Reinhard Wegelin (Respondent, 1689-1764), De Magicis Personis Et Artibus disserit, & eas omnino dari ostendit, Von zauberischen Leuten und Künsten, daß solche warhafftig anzutreffen, und nicht in einer blossen Einbildung bestehen, occasione Legis 6. C. de Malef. & Mathem., Jena (Müller) 1712; [S.I.] 1723.

Johann Schack (Präses) und Martin von Normann (Respondent), Gvil. Hieronymi Brvckneri, Icti, Consiliarii Avlici Et Antecessoris Ienensis, Commentatio, De Magicis Personis Et Artibvs, Qva Simvl Eas Omnio Dari Occas. Legis VI. C. De Malef. Et Mathem. Ostenditvr, Germ. Von zauberischen Leuten und Kuensten, daß solche wahrhafftig anzutreffen, und nicht in einer blossen Einbuldung bestehen, Cui Accedit Dispvtatio Ivridica Ordinaria, De Probatione Criminis Magiae, Jena (Heller) 1750.

Literatur

Johannes Günther, Lebensskizzen der Professoren der Universität Jena seit 1558 bis 1858, Eine Festgabe zur dreihundertjährigen Säcularfeier der Universität am 15., 16. und 17. August 1858, Jena 1858.

Gabriel Wilhelm Götten, Das jetzt lebende gelehrte Europa : oder Nachrichten von den vornehmsten Lebens-Umständen und Schriften, jetzt lebender Europäischer Gelehrten, 2. Auflage, Braunschweig 1735-1740.

Christian Gottlieb Jöcher, Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 1, 1750.

Walther Killy und Rudolf Vierhaus (Hg.), Deutsche Biographische Enzyklopädie, 10 Bde., München u.a. 1995-1999.

Johann Heinrich Stepf, Gallerie aller juridischen Autoren von der ältesten bis auf die jetzige Zeit, 4. Bde., Leipzig 1820-1825.

Christoph Weidlich, Biographische Nachrichten von den jetztlebenden Rechts-Gelehrten in Teutschland : mit einer Vorrede von dem gegenwärtigen Zustande der juristischen Litteratur in Teutschland, 2 Bde., Halle 1781.

Empfohlene Zitierweise

Jänicke, Marco: Brückner, Wilhelm Hieronymus. Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/45zo8/

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Erstellt: 22.05.2008

Zuletzt geändert: 22.05.2008

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