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Goldast v. Haiminsfeld, Melchior

13.12.99

* 06.01.1578 Espen/Bischofszell, +11.8.1635 Gießen; 1594 Studium der Rechtswissenschaften, Philologie, Geschichte und Theologie an den Universitäten Ingolstadt, Altdorf und Genf. Stand seit 1603 als Sekretär und Hauslehrer im Dienst adliger Familien. 1606 lebte er in Frankfurt/Main, verfaßte historische und juristische Gutachten für Städte und Fürstenhäuser. 1613 Titularrat von Sachsen-Weimar, 1615-24 im Dienst des Grafen Ernst II. von Schaumburg-Bückeburg, 1632 im Dienst des Landgrafen von Hessen. Verfaßte Werke über die deutsche Reichsgeschichte und Staatswissenschaft. Mit seinen Quellenwerken gehört er zu den Initiatoren der frühneuzeitlichen Geschichtsschreibung. Goldast war von allen wesentlichen Punkten des Hexenglaubens überzeugt und forderte eine scharfe Verfolgung und Bestrafung der Hexen. (B.H.)

 

Literatur

Gonzenbach, Art. Goldast, in: ADB 9, Berlin 1968 (ND), S. 327-330; Rainer A. Müller, Art. Goldast, in: LThK 4, Freiburg u.a. 1995, Sp. 820-821; R. Hoke, Art. Goldast, in: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte 1, Berlin 1971, Sp. 1735-1737.

 

Empfohlene Zitierweise

Goldast v. Haiminsfeld, Melchior. Aus: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller u. Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/jfzpv/

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Erstellt: 15.02.2006

Zuletzt geändert: 15.02.2006

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