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Clasen, Daniel (Classenius)

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1. Februar 2008

* 1. Mai 1623 (1622), aus Lübeck (Lüneburg), † 20. November 1678

Kurzbiografie

Wurde am 1. Mai 1622 in Lübeck als Sohn des Kaufmannes Peter Clasen geboren und erhielt dort sowie in Braunschweig seine Schulbildung. Clasen studierte von 1640 bis 1645 in Helmstedt Philosophie und Recht, erlangte 1646 den Magistergrad und wurde 1647 in Magdeburg zunächst Vizerektor, bevor er 1648 zum Rektor der Schule befördert wurde. Dieses Amt bekleidete später auch an der Lüneburger Ritterakademie. Dort war er ordentlicher Professor für Ethik, Politik und Recht, jedoch wurde diese Tätigkeit wegen mangelnder Einkünfte wieder aufgegeben. 1661 erlangte Clasen in Helmstedt die Doktorwürde des Rechts, praktizierte und dozierte hier und wurde 1669 ordentlicher Professor des Rechts. Eine Erkrankung („Wassersucht“) verhinderte 1670 die Berufung als Syndicus nach Magdeburg. Clasen starb am 20. November 1678 in Helmstedt.

Vor allem sein Kommentar zur Peinlichen Halsgerichtsordnung (Carolina) und wurde in der Spruchpraxis der Juristenfakultäten häufiger zur Begründung von Rechtsgutachten herangezogen.

Ausgaben vor 1800

Commentarius In Constitutiones Criminales Caroli V. Imperatoris, Quo Declarato cuiuslibet Articuli genuino sensu, vera subinde principia huius iuris monstrantur, nec non, quae in praxi circa denunciationem, inquisitionem, probationem, defensionem, & alia huc pertinentia observanda sunt, perspicue traduntur, Cui accessit Index Rerum ac Verborum locupletissimus, Helmstedt (Lüderwald) 1685; Frankfurt/Main; Leipzig (Lüderwald / Wittigau) 1693. [Schlüsselseiten im VD17].

Literatur

Rudolf Eckart, Lexikon der niedersächsischen Schriftsteller von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart, Osterwieck 1891.

Friedrich August Eckstein, Nomenclator philologorum, Leipzig 1871.

Christian Gottlieb Jöcher, Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 2, 1750.

Johann Friedrich Jugler, Beyträge zur juristischen Biographie. Genauere literarische und critische Nachrichten von dem Leben und den Schriften verstorbener Rechtsgelehrten auch Staatsmänner, welche sich in Europa berühmt gemacht haben, 6 Bde., Leipzig 1773-1780.

Heinrich Wilhelm Rotermund, Das gelehrte Hannover, oder Lexikon von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, gelehrten Geschäftsmännern und Künstlern, die seit der Reformation in und außerhalb den sämtlichen zum jetzigen Königreich gehörigen Provinzen gelebt haben und noch leben, 2 Bde., Bremen 1823.

Johann Heinrich Stepf, Gallerie aller juridischen Autoren von der ältesten bis auf die jetzige Zeit, 4. Bde., Leipzig 1820-1825.

Empfohlene Zitierweise

Gawron, Thomas: Clasen, Daniel. Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: https://www.historicum.net/purl/jfzom/

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Erstellt: 22.05.2008

Zuletzt geändert: 22.05.2008

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