Hexenbibliothek (Binz)

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Hexenbibliothek (Nachlaß Carl Binz, Bonn)

Carl Binz, um 1902


Der Bonner Medizinprofessor Carl Binz gilt durch seine bis heute maßgebliche Biographie Johann Weyers nach wie vor als der Begründer der modernen Weyerforschung. Sein Nachlaß befindet sich im Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande, Abteilung für rheinische Volkskunde. Der Teil seines Nachlasses, der sich mit der Geschichte der Hexenverfolgung befaßt, bildete die Grundlage für Binz´ eigene Veröffentlichungen und wurden als die „Hexenbibliothek“ bekannt. 
Die beiden thematischen Schwerpunkte seiner v. a. deutschsprachigen und lateinischen Bibliothek der Dämonologiegeschichte lassen sich so benennen: 
1. Drucke ab dem 16. Jahrhundert (darunter v.a. um 1600 und aus dem 17. Jahrhundert); einige Weyerschriften und dämonologische Schriften, die sich mit derzeitgenössischen Hexereidebatte (um Weyer) befassen, so Bodin, Binsfeld oder Lercheimer. Es finden sich aber auch Gassners „Gallerie der Teufel“ von 1777 oder Christian Thomasius (1712/17). 
2. Literatur zur Geschichte der Hexenverfolgung und zur Dämonologie aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, darunter die „Geschichte der Hexenprozesse“ von Soldan/Heppe oder Hansens Quellensammlung, sowie kürzere „Sittengemälde“, Fall- und Regionalstudien. 
Die Datenbank der 124 Titel wurde mit freundlicher Unterstützung des Instituts der geschichtlichen Landeskunde der Rheinlande erstellt. Die Titel wurden so aufgenommen, wie sie im dort vorliegenden Rarakatalogverzeichnet sind. Man findet deshalb z.B. Übersetzungen nicht unter dem Namen des Autors, sondern unter dem des Übersetzers.


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