Kontext

Feldpostbriefe an den „Akademischen Gesangsverein München“


Die Feldpostbriefe und -karten sowie mitübersandte Photos von Mitgliedern der 1861 gegründeten Studentenverbindung „Akademischer Gesangsverein München“ zeigen die enge Verbindung zwischen Front und Heimat.

Von 2290 Aktiven und Philistern (also Mitgliedern, die ihr Studium bereits abgeschlossen haben) des A.G.V. nahmen 1181 am Ersten Weltkrieg teil, von denen 40 Aktive und 118 Philister in den Kampfhandlungen getötet wurden.

Der Inhalt der Postkarten ist stark von der Zensur geprägt. So erfahren wir nichts Näheres über Kampfhandlungen oder Orte der Schlachten, da hierüber keine Informationen in die Heimat gelangen durften. Vornehmlich wird über das eigene Befinden, über das Wetter und über erfolgte Beförderungen berichtet und es werden Grüße in die Heimat bestellt.
Für die Feldpost wurden auch Kriegspropagandapostkarten verwendet, die unter anderem mit heroischen Bildern dazu aufriefen, Kriegsanleihen zu zeichnen. Die Feldpostkarten sind kulturgeschichtlich auch wegen ihrer Motive, der Frankur und der Stempelung interessant.



Erstellt: 16.12.2015

Zuletzt geändert: 16.12.2015


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