1939

Zeitleiste und Chronik - 1939

- die Chronologie wird fortlaufend ergänzt - 

Hinweise auf Ergänzungen an die Redaktion

 

 

1939

September

1.9. - Deutscher Überfall auf Polen. Die deutsche Luftwaffe fliegt bis zur polnischen Kapitulation schwere Bombenangriffe, die Tausende Ziviltote fordern und schwere Zerstörungen bewirken.

3.9. - Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an das Deutsche Reich.

3./4.9. - Erste Flugblattabwürfe durch britische Maschinen auf das Rheinland und Ruhrgebiet. Die "Nickel raids" werden im Frühjahr 1940 bis nach Mittel- und Süddeutschland ausgedehnt.


Abb. 1: Britisches Flugblatt (Vorder- und Rückseite), abgeworfen vom Bomber Command am 3./4. September 1939 über dem Ruhrgebiet, gefunden bei Schwerte-Holzen, südlich von Dortmund [Historisches Centrum Hagen]

 

24.-25.9. - Bei der Belagerung der polnischen Hauptstadt Warschau durch Wehrmachtstruppen fliegt die Luftwaffe mit 1.200 Maschinen schwere Bombenangriffe auf das Stadtgebiet und besonders auch gegen Wohnviertel. Angesichts der rund 26.000 von deutschen Bomben und Artillerie getöteten Zivilisten kapitulierten die polnischen Verteidiger unter General Juliusz Rómmel am 27.9.1939. 

Oktober

6.10. - Kapitulation der letzten polnischen Truppenverbände.

November

28.11. - Auswertungsbericht der Deutschen Luftwaffe, darin Einsatz der Brandbombe B 1 Fe: "Ihre hervorragende Wirkung auf großstädtische Wohnblocks steht nach dem großen Erfolg von Warschau außer jedem Zweifel [...] Abwurf in großen Mengen, um gleichzeitig möglichst viele Brandherde zu erzeugen. Dazu überlagernd in wellenden Störangriffen Spreng- bzw. Splitterbomben [...], um Bevölkerung in Schutzräumen zu halten, sodaß einzelne Brandherde sich ausdehnen und eine Brandkatastrophe entsteht." [Bundesarchiv/Militärarchiv Freiburg, RL II/51]

Dezember

18.12. - Bei einem Luftangriff auf Wilhelmshaven verliert das britischen Bomber Command fünf von 12 eingesetzten Maschinen. Bis Sommer 1944 bleiben Angriffsoperationen des Bomber Command bei Tageslicht auf Ziele in Deutschland eine Ausnahme, da zu hohe Verluste befürchtet werden. 

 



Erstellt: 20.02.2006

Zuletzt geändert: 20.02.2006


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