Zeitleiste

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Zeitleiste Zwangsarbeit 

 

1939 

Juni 1939

Etwa 40.000 Fremdarbeiter aus Böhmen und Mähren sind im Altreich beschäftigt. 

26.06.1939

Gestapo-Erlass: Erste Eingriffe in den Rechtsstatus von ausländischen Arbeiterinnen: Gegen Tschechen, die wegen "Arbeitsbummelei", politischer Betätigung oder "staatsfeindlicher Einstellung" auffallen, soll Schutzhaft verhängt werden. 

Juli 1939

Der Mangel an Arbeitskräften führt im Bergbau zum Produktionsrückgang. Die wachsende Zahl der zur Wehrmacht Eingezogenen und zum Westwallbau Verpflichteten verschärft die Lage weiter. 

September 1939

Anordnung Hitlers: Deutsche Frauen, die sich mit Kriegsgefangenen "einlassen", sollen öffentlich diskriminiert und bestraft werden (am Pranger stehen, kahl scheren, KZ-Einweisung). 

Oktober 1939

In der deutschen Landwirtschaft arbeiten etwa 100.000 polnische Kriegsgefangene, bis Jahresende steigt die Zahl auf 300.000. 

Hermann Göring als Leiter der Kriegswirtschaft weist die Arbeitsverwaltung an, in großem Maßstab polnische Zivilarbeiter und -arbeiterinnen nach Deutschland anzuwerben. 

20.11.1939

Der SD meldet im ersten Bericht über die "Ausländerfrage" ein allzu freundliches Verhalten eines Teils der Deutschen gegenüber den polnischen Kriegsgefangenen. 

23.12.1939

Erlass des RFSS, Heinrich Himmler, "Arbeitsscheue" Polen, die ohne Genehmigung die Arbeitsstelle verlassen ("Arbeitsverweigerung"), sind in KZ einzuweisen. 

 

1940 

Januar 1940

Die Reichstarifordnung für polnische landwirtschaftliche Arbeiter setzt deren Löhne drastisch unter jene der deutschen Arbeiter. Der Bedarf liegt bei 1 Million Arbeitskräften: Sie sollen im Generalgouvernement ausgehoben werden. 

08.03.1940

"Polenerlasse". "Zur Bekämpfung von Widersetzlichkeiten und der Nichterfüllung von Arbeitspflichten" werden "Arbeitserziehungslager" eingerichtet. 

24.04.1940

Für alle 15 - 25-jährigen Polinnen und Polen im Generalgouvernement besteht Arbeitspflicht, die sie in Deutschland erfüllen müssen. 

31.05.1940

Im Deutschen Reich arbeiten 83.000 zivile, überwiegend polnische Arbeiterinnen und etwa 348.000 polnische Kriegsgefangene. "Fremdarbeiter" werden nicht mehr nur in der Landwirtschaft, sondern vermehrt im Bergbau, später auch in der Industrie eingesetzt. 

Juli 1940

Der SD meldet wachsende Kritik an "würdelosem Verhalten" deutscher Frauen gegenüber Ausländern. 

05.08.1940

Einführung einer Sondersteuer für polnische Arbeitskräfte, welche die Betriebe zahlen müssen. 

04.09.1940 

Hermann Göring erlässt Richtlinien für die Behandlung der im Ruhrgebiet beschäftigten "Westarbeiter" aus Belgien und Frankreich: Geschlossene Unterbringung in Lagern, kein Kontakt mit deutschen Frauen. 

Oktober 1940 

Im Deutschen Reich sind etwa 1,2 Millionen Kriegsgefangene (überwiegend Franzosen) zur Arbeit eingesetzt. Es beginnen Kampagnen zur Rekrutierung von Arbeitskräften in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. 

Dezember 1940 

Nach einer Anordnung der NSDAP, haben Firmen - um die "Reinhaltung des deutschen Blutes zu gewährleisten" - für ihre Fremdarbeiter aus verbündeten Staaten sowie für Westarbeiter Bordelle einzurichten. Nur Ausländerinnen sind als Prostituierte zugelassen. 

 

1941 

14.01.1941

Ein Erlass des RSHA unterscheidet bei ausländischen Arbeitskräften zwischen "germanischen" und "fremdvölkischen" und setzt getrennte Unterbringung fest. Die Höchststrafe für einen "germanischen" Arbeiter bei "Arbeitsunlust" und "Widersetzlichkeit" liegt bei 21 Tagen Arbeitserziehungslager; "fremdvölkische" Arbeiter werden in Konzentrationslager eingewiesen. 

15.07.1941

Polnischen Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen wird die Teilnahme an Gottesdiensten verboten. 

September 1941

2,6 Millionen offene Stellen in Deutschland, allein 0,5 Mill. in der Landwirtschaft. 

08.09.1941

OKW: Anordnung zur Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener (kein Status als Kriegsgefangene nach internationalem Recht, sofortiges Erschießen bei Fluchtversuchen). 

24.09.1941

Eine Besprechung im Reichsarbeitsministerium stellt Weichen für den Einsatz ziviler sowjetischer Arbeitskräfte. Heinrich Himmler äußert grundsätzliche Bedenken "aus sicherheitspolitischen Gründen". 

Oktober 1941

Im Deutschen Reich sind 2.139.553 Fremdarbeiter (davon 1.007.561 Polen) registriert. 

24.10.1941 

Das Reichsarbeitsministerium erlaubt den Einsatz von 10.000 bis 12.000 ukrainischen Bergleuten im deutschen Bergbau. Sie sollen wie die sowjetischen Kriegsgefangenen behandelt werden. 

November 1941 

Der Versuch "bewährten polnischen Zivilarbeitern Heimaturlaub zu gestatten" scheitert. Von 1.338 Urlaubern des Distrikts Warschau erscheinen 547 wieder zur Rückfahrt. Daraufhin werden Urlaub und Rückkehr nach Polen verboten. 

7.11.1941 

Für das Deutsche Reich arbeiten 700.000 sowjetische Kriegsgefangene (Zwangsarbeit hauptsächlich für die Wehrmacht und SS, für die Industrie nur in Ausnahmefällen) 

04.12.1941 

Sowjetische Kriegsgefangene erhalten "Russenbrot" aus Roggenschrot, Zuckerrübenschnitzeln, Zellmehl, Strohmehl oder Laub. 

Dezember 1941 

Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener in den Stalags der Wehrmacht. 

Dezember 1941 

Im Deutschen Reich wurden in den letzten 6 Monaten 51.000 Arbeiterinnen und Arbeiter, davon 40.000 Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeiter, wegen "Arbeitsniederlegung" oder "Arbeitsvertragsbruch" verhaftet. 

 

1942 

10.01.1942

Hermann Göring überträgt der "Geschäftsgruppe Arbeitseinsatz" uneingeschränkte Vollmacht. Ihre Hauptaufgabe ist die Heranschaffung einer möglichst großen Zahl sowjetischer Arbeitskräfte. 

22.01.1942

Der SD schätzt die Zahl von "Fremdvölkischen" mit deutschen Frauen gezeugten Kinder auf mindestens 20.000. 

Februar 1942

Die "Geschäftsgruppe Arbeitseinsatz" verlangt 380.000 landwirtschaftliche und 247.000 gewerbliche Arbeitskräfte aus den besetzten Ostgebieten. Im Frühjahr treffen die ersten Transporte, überwiegend Frauen aus der Ukraine, ein. Es wird beklagt, dass jede Woche 8.000 – 10.000 zivile sowjetische Arbeitskräfte nach Deutschland kommen, deren Gesundheitszustand sich nach wenigen Wochen wegen der schlechten Ernährung und Unterkunft rapide verschlechtere. 

20.02.1942

In den „Ostarbeitererlassen" wird u.a. eine Kennzeichnungspflicht geregelt. 

21.03.1942

Fritz Sauckel wird Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz (GBA). Bis Kriegsende werden rund 14 Millionen Fremdarbeiter nach Deutschland gebracht. 

20.04.1942

Fritz Sauckel verkündet, dass deutsche Frauen durch den Krieg nicht mehr belastet werden sollen. So lange genügend ausländische Arbeitskräfte "verfügbar" waren, konnte die ideologisch unerwünschte Dienstverpflichtung der Frauen umgangen werden. 

30.06.1942 

Die Entlohnung für Ostarbeiter wird neu geregelt. Vorgabe bleibt jedoch, dass ausländische Arbeiter und Arbeiterinnen keine besseren Löhne und Arbeitsbedingungen haben dürfen als deutsche. 

Juli 1942 

Etwa 80 % aller Verhaftungen durch die Gestapo betreffen Ausländer. 

August 1942 

Die verzweifelte Situation lässt die Zahl der Fluchtversuche trotz rücksichtsloser Repression in die Höhe schnellen: Kriegsgefangene (August 1942: 14.583), Fremdarbeiter und Fremdarbeiterinnen (monatlich durchschnittlich 45.000, überwiegend Ostarbeiter). 

22.08.1942 

Fritz Sauckel erlässt die Anordnung Nr. 10: Wegen mangelnder Erfolge bei Anwerbungen soll in Frankreich, Belgien und den Niederlanden die Dienstverpflichtung eingeführt werden. 

22.08.1942 

Die Wochenarbeitszeit der Fremdarbeiter und Fremdarbeiterinnen wird auf 54 Stunden erhöht. 

26.08.1942 

Die Anordnung Martin Bormanns, durch Parteimitglieder einen Überwachungsdienst einzurichten, soll helfen, "Geschlechtsverkehr und alle Beziehungen zwischen Deutschen und Fremdvölkischen" zu verhindern. Dieser Überwachungsdienst entwickelt sich zu einem umfassenden Spitzelsystem. 

04.09.1942 

Das Dienstverpflichtungsgesetz für Franzosen und Belgier sieht generell unbefristete Arbeitsverträge vor. 

Dezember 1942 

Analog zur Anfang 1942 gebildeten "Landwacht" übernimmt eine "Stadtwacht" aus SA, SS und ehemaligen Kriegsteilnehmern die Kontrolle der Fremdarbeiter. 

Dezember 1942 

Seit dem Frühjahr sind 1.480.000 zivile Arbeitskräfte und 456.000 Kriegsgefangene aus der Sowjetunion nach Deutschland geholt worden. 

07.12.1942 

Zusammenfassender Erlass des RSHA zur Klärung der Differenzierung zwischen ausländischen Arbeitern, da ein kaum mehr zu überblickendes Chaos an Vorschriften entstanden war. Die Ausländer wurden in vier Gruppen klassifiziert, die die menschenverachtende, ideologisch begründete Rassen-Hierarchie der Nationalsozialisten verdeutlicht.

17.12.1942 

Um das Ziel zu erreichen, bis Ende Februar 1943 weitere 350.000 arbeitsfähige Häftlinge zu rekrutieren, verfügt der Chef der Sicherheitspolizei, Fremdarbeiter bei Vertragsbruch sofort in das nächste KZ einzuweisen und Arbeitserziehungslager und Haftanstalten nach arbeitsfähigen Häftlingen zur KZ- Überstellung zu durchsuchen. 

18.12.1942 

Gegen die zunehmenden Fälle von Sabotage durch Fremdarbeiter soll eine "Große Sonderkommission" (RSHA) vorgehen. 

 

1943 

Januar 1943

Die Rüstungsindustrie meldet für das erste Quartal einen zusätzlichen Bedarf von 800.000 Arbeitskräften an. 

Februar 1943

1.622.000 Kriegsgefangene und 4.121.000 ausländische Arbeitskräfte arbeiten in Deutschland. 

26.02.1943

Ostarbeiter, die nur vorübergehend in ein KZ eingewiesen wurden, dürfen ab sofort nicht mehr entlassen werden. 

11.03.1943

Der Reichsgesundheitsführer verfügt: Bei Ostarbeiterinnen kann die Schwangerschaft unterbrochen werden. Das RSHA erteilt die generelle Genehmigung zur Abtreibung, wenn der Erzeuger "fremdvölkisch" ist. Bei einem zu erwartenden "rassisch wertvollen" Kind ist eine Genehmigung zur Abtreibung einzuholen. 

01.04.1943

Beginn einer Kampagne zur "Leistungssteigerung durch zweckvollen betrieblichen Einsatz und richtige Betreuung" der Ostarbeiter. 

27.06.1943

Heinrich Himmler ordnet ein kompliziertes Verfahren zur "rassischen Überprüfung" der neugeborenen Kinder von Polinnen und Ostarbeiterinnen an. "Rassisch minderwertige" Kinder kommen in "Ausländerkinder- Pflegestätten einfachster Art". Sie sterben in kurzer Zeit an mangelnder Hygiene, falscher Ernährung und fehlender Zuwendung. 

30.06.1943 

Das RSHA setzt sich gegen das Reichsjustizministerium durch: Die Zuständigkeit bei "kriminellen Verfehlungen" polnischer und sowjetischer Arbeitskräfte liegt künftig ausschließlich bei der Gestapo. 

23.07.1943 

Fritz Sauckel gibt weitere Verbesserungen für die Ostarbeiter bekannt, begründet mit "hervorragender Bewährung" und "Anerkennung ihrer Leistung in der Arbeitsschlacht gegen den Bolschewismus". 

September 1943 

Von den 388.000 Verhaftungen, die die Gestapo in den ersten 9 Monaten des Jahres aus politischen Gründen vornahm, betrafen 260.000 das Delikt "Arbeitsvertragsbruch" bei Ausländern. 

 

1944 

05.01.1944

Von den 1,5 Millionen Arbeitskräften, die nach der Planungsvorgabe Fritz Sauckels 1944 rekrutiert werden sollten, werden aufgrund der veränderten Kriegslage bis Mitte Juli nur etwa 42.000 angeworben. 

16.03.1944

Auf der Sitzung des Ausländer-Arbeitskreises wird kritisiert, dass die schlechte Ernährung der Ostarbeiter wesentlich zur Entwicklung des Schwarzhandels beitrage, z. B. werde Brot von West- an Ostarbeiter für 10 RM pro Pfund verkauft. 

Juni 1944

Albert Speer moniert bei Adolf Hitler, dass aus der Gesamtwirtschaft monatlich 30.000 bis 40.000 entlaufene Zivilarbeiter oder Kriegsgefangene von der Polizei gestellt und dann in den KZ für die Vorhaben der SS eingesetzt werden. 

August 1944

Im Deutschen Reich arbeiten 7.615.970 Fremdarbeiter und Fremdarbeiterinnen. In der Landwirtschaft ist jede(r) zweite Beschäftigte ausländischer Herkunft, im Bergbau-, Bau- und Metallbereich ca. jede(r) Dritte. 

September 1944

Seit März berichtet die Gestapo über organisierte Widerstandsgruppen von Zivilarbeitern und Kriegsgefangenen in mindestens 38 Städten, mit insgesamt mindestens 2.700 Beteiligten oder Festgenommenen.  

04.09.1944

Im ersten Halbjahr 1944 starben von 181.764 im Bergbau beschäftigten sowjetischen Kriegsgefangenen 32.236. 

November 1944 

Das RSHA gestattet den Gestapostellen, in eigener Befugnis Exekutionen ausländischer Arbeiter vorzunehmen. 

Dezember 1944 

Die deutschen Behörden beginnen, Fremdarbeiter in geschlossenen Gruppen in Richtung Osten zu "evakuieren". 

 

1945 

März 1945

Die Gestapogefängnisse sind mit Ostarbeitern überfüllt. Bis Mitte April erschießt die Gestapo in vielen Orten Tausende von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. 

Mai 1945

Abhängig vom Kriegsverlauf, jedoch spätestens mit der Kapitulation des Deutschen Reichs werden die Internierungslager aufgelöst.  

05.05.1945

Appell Eisenhowers im Rundfunk an die in Deutschland befindlichen Ausländer: die Befreiten sollen ihren Aufenthaltsort nicht verlassen und auf Anordnungen der Besatzungsbehören warten. 

Erste „Rückführungslager“ entstehen, die nach und nach zu Sammellagern für Displaced Persons ausgebaut werden. 

August 1945

Wegen der desolaten Versorgungslage der DP’s vereinzelte Ausschreitungen bis hin zur Bandenkriminalität. 

 

Nach 1945 

Die meisten DP’s kehrten bis Anfang 1946 in ihre Heimat zurückt: Bis Februar 1946 wurden z.B. 5,2 Millionen russische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Kriegsgefangene repatriiert. Einzelne DP-Camps bestanden bis Anfang der 1950er Jahre. Wie viele dieser Menschen, speziell aus den Staaten des ehemaligen Ostblocks, entweder in Deutschland blieben oder in westliche Staaten auswanderten, ist nicht erforscht. 

Entschädigung 

Anfang der 1950er Jahre leisteten einzelne Unternehmen Entschädigungszahlungen an jüdische Zwangsarbeiter. In Ermangelung eines Friedensvertrages kam es während des Kalten Krieges nicht zu institutionellen Regelungen bezüglich einer entsprechenden Entschädigung. Erst der Zusammenbruch des Ostblocks ermöglichte die Wiedervereinigung Deutschlands und eine gesetzlich fixierte Entschädigungsregelung.  

Im Februar 1999 beschlossen 12 deutsche Unternehmen mit Unterstützung der Bundesregierung die Gründung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“. Vorausgegangen waren Sammelklagen ehemaliger Zwangsarbeiter und Zwangarbeiterinnen vor US-amerikanischen Gerichten auf Entschädigungszahlungen. 

Bis zur Verabschiedung eines entsprechenden Bundesgesetzes vergingen 1 ½  Jahre: der Deutsche Bundestag verabschiedete das Gesetz zur Gründung der Stiftung am 02.08.2000. Die Entschädigungen an die ehemaligen Zwangsarbeiter werden aus einem Fond gezahlt, für den die in der Stiftungsinitiative zusammengeschlossenen Unternehmen und der Bund je 5 Milliarden D-Mark zur Verfügung stellten. Nachdem im Mai 2001 die Rechtssicherheit vor weiteren Klagen Betroffener festgestellt wurde, begann die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ am 15. Juni 2001 mit der Auszahlung von Leistungen für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. 

Bis zum 19.01.2006 hat die Stiftung ihren Partnerorganisationen in den betroffenen Ländern für 1,64 Millionen Leistungsberechtigte insgesamt 4,265 Milliarden Euro ausgezahlt. 

Die letzten Auszahlungen an Leistungsberechtigte von den Partnerorganisationen werden bis Ende 2006 angewiesen. 

Soweit Restmittel aus den Plafonds der Partnerorganisationen verbleiben, sollen diese in der dann folgenden Zeit für humanitäre Projekte zugunsten von NS-Opfern verwendet werden. Die technischen Prüfungen und sonstige Abschlussarbeiten der Bundesstiftung mit den Partnerorganisationen sollen weitgehend bis zur Jahresmitte 2007 erledigt sein. 

 

Quellen 

Das nationalsozialistische Lagersystem, hrsg. von Martin Weinmann, 4. Auflage, April 2001, Zweitausendeins-Verlag, Frankfurt am Main, Seiten 103-132.  

Ulrich Herbert, Fremdarbeiter, Politik und Praxis des ’Ausländer-Einsatzes’ in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, Berlin/Bonn, 1999, Bem.: Erstveröffentlichung unter dem Titel: Der Feind als Kollege, Essen, 1985.  

Pavel Polian, Deportiert nach Hause. Sowjetische Kriegsgefangene im „Dritten Reich“ und ihre Repatriierung. Wien/München, 2001. 

www.stiftung-evz.de

 



Erstellt: 17.10.2006

Zuletzt geändert: 17.10.2006