Geheime Staatspolizei

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Das Überwachungssystem 

 

Geheime Staatspolizei 

 

Auf die Trennung, in Sonderheit der "Ostarbeiter" von der Volksgemeinschaft, die strikte Einhaltung der Arbeitsdisziplin und die Unterdrückung und Verfolgung politischen Widerstandes richtete die Geheime Staatspolizei als Politische Polizei ihr besonderes Augenmerk. Sie unterlag keiner nennenswerten Kontrolle. Neben Einweisung in "Arbeitserziehungslager" oder Konzentrationslager konnte die Staatspolizeistelle Köln beim Reichssicherheitshauptamt in Berlin auch ein Verfahren zur "Sonderbehandlung", d. h. Tötung, der Häftlinge einleiten. Im Januar 1945 fiel auch diese letzte institutionelle Kontrolle: die örtlichen Kommandanten wurden angewiesen, „[...] sofort und brutal zuzuschlagen. Die Betreffenden sind zu vernichten [...]"  

 


Abb. 24.1

24.1 "Lager ausländischer Arbeiter im Landkreis Köln, Anlage 1d zur Einsatzliste der Staatspolizeistelle Köln bei Sonderfahndung". Die Listen nennen für den Landkreis Köln 38 Lager in 15 Orten mit "Belegungsstärke" 1.730 Personen. (Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Rw 34/12)

24.2 "Maßnahmen gegen Arbeitsbummelanten". Die Anweisung der Staatspolizeistelle Köln vom 29.01.1944 soll den Zugriff auf wieder aufgegriffene Flüchtige durchsetzen. (Stadtarchiv Bedburg, Amt Bedburg, Nr. 625)


Abb. 24.2

24.3 Ausschnitt aus dem Abmelderegister des Amtes Bedburg für Juni 1944 mit Vermerk "Abzug erfolgt: Köln (v[on] d[er]Gestapo abgeholt.)" (Stadtarchiv Bedburg, Amt Bedburg, Nr. 831)


Abb. 24.3


Abb. 24.4

24.4 Skizze zur Erschießung zweier Russinnen in Brauweiler durch Angehörige des Gestaposonderkommandos Kütter im Februar 1945. Angefertigt nach Zeugenaussage des Totengräbers von Brauweiler im März 1947. (Public Record Office London, WO 235/362 XC 23028)

24.5 Bericht über die Erhängung zweier Polen in Echtz am 18.06.1941. Entnommen aus der Chronik der Schule in Echtz, verfasst 1947. (Stadtarchiv Düren, KrDü 252)


Abb. 24.5

24.6 "Entlassungsersuchen" des Gestaposonderkommandos Brauweiler vom 24.10.1944 für sechs Ostarbeiter. (Hauptstaatsarchiv Düsseldorf)


Abb. 24.6


Abb. 24.7

24.7 Foto der öffentlichen Erhängung von 11 Personen, darunter die sechs am Vortag "entlassenen" Ostarbeiter, am 25.10.1944 in Köln - Ehrenfeld. (NS-Dokumentationszentrum Köln, Bp 6188)

 



Erstellt: 31.10.2006

Zuletzt geändert: 31.10.2006