Region

Die Region Rhein-Erft-Rur und der Einsatz von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern 

 

Die Karte soll nicht nur die in der Ausstellung behandelte Region, also den jetzigen Rhein-Erft-Kreis sowie Teile des Kreises Düren darstellen, sondern auch das Auffinden der in der Ausstellung erwähnten Orte ermöglichen. Die in den Archiven im Rhein-Erft-Kreis überlieferten Quellen lassen keine zuverlässigen Aussagen über die konkrete Anzahl der beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zu. Dennoch sollten in der Ausstellung bekannte Zahlen genannt werden. Die abgebildeten Statistiken vermitteln daher keine sicheren Gesamtzahlen, sondern nur Annäherungen für einzelne Städte. 


Abb. 1.1

1.1 Karte der Region (Straßenkarte für den Bereich des Landesstraßenbauamtes Köln, linksrheinischer Bereich, Stand November 1939; Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland, Kartensammlung)

 

1.2 Die Kerpener Statistik nennt nur die Zahlen der seinerzeit überwiegend landwirtschaftlich geprägten Stadtteile. Sie macht deutlich, dass 1944 jeder zweite Beschäftigte in der Landwirtschaft ausländischer Herkunft war und durchschnittlich auf jedem der etwa 300 Anwesen zwei ausländische Arbeitskräfte tätig waren. Für die von Industriebetrieben geprägten Orte Horrem und Türnich, wo es auch größere Lager gab, sind keine Zahlen überliefert. (Stadtarchiv Kerpen)


Abb. 1.2

 

1.3 Fremdarbeiter und Zwangsarbeiter in Wesseling 1939-1945 nach Staatsangehörigkeit.
Die Zahlen beziehen sich auf das heutige Stadtgebiet von Wesseling. Die Bezeichnungen der Staatsangehörigkeiten wurden der Quelle entnommen. In Wesseling waren über 10.000 Fremd- und Zwangsarbeiter zur Arbeit eingesetzt. Der Anteil der Westeuropäer war viel höher als der der Arbeiter aus Osteuropa. (Stadtarchiv Wesseling, Stadtarchiv Bornheim)


Abb. 1.3

 


Abb. 1.4

1.4 Zwangsarbeiter in Bergheim 1939 – 1945 nach Staatsangehörigkeit. Die Zahlen beziehen sich auf das heutige Stadtgebiet von Bergheim, ausgenommen die Stadtteile Ahe, Auenheim und Thorr. Unter den 2872 Zwangsarbeitern, die in Bergheim verzeichnet sind, ist der Anteil der Arbeiter aus der Ukraine und aus Polen höher als der der Westeuropäer. (Stadtarchiv Bergheim)

 



Erstellt: 27.10.2006

Zuletzt geändert: 31.10.2006