Medizinische Betreuung

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Die Lebensumstände 

 

Medizinische Betreuung 

 

Zweck des Arbeitseinsatzes war, die deutsche Kriegswirtschaft leistungsfähig zu halten. Trotz aller ideologischer und "rassischer" Vorbehalte war daher ein Minimum an medizinischer Betreuung und Versorgung der Zwangsarbeiter nötig. Unhygienische Zustände konnten Seuchen verursachen, welche die knappe "Ressource Arbeitskraft" gefährdet hätten. 

 

17.1 „Körperverletzung durch Bombensplitter“, Heilfürsorgeausweis für Nina K. vom 28. 08. 1944. Ostarbeiter durften üblicherweise keine Luftschutzräume aufsuchen. (Stadtarchiv Erftstadt, Amt Lechenich, Nr. 642)


Abb. 17.1

 


Abb. 17.2

17.2 Gesundheitszustand der Arbeiter Nikola [...] und Wasyl [...], eingesetzt auf der Grube Fortuna. Der untersuchende Kreisarzt kannte möglicherweise die gesundheitlichen Voraussetzungen für einen Einsatz im Bergbau nicht und kam so zu einer anderen Einschätzung als die Grubenverwaltung. (Archiv RWE Rheinbraun AG, 210/214 Nr. 9)

 

17.3 Verlegung geisteskranker Ostarbeiterinnen und Ostarbeiter "zum Osten" am 11. Mai 1944. Der Transport wurde von der GEKRAT, einer Tarnorganisation der "Euthanasie", organisiert; vermutlich gab es keine Überlebenden. (Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland, , Nr. 14295 Blatt 35)


Abb. 17.3

 


Abb. 17.4

17.4 Anonymisierte Namensliste der am 11. Mai 1944 abtransportierten Ostarbeiter und Ostarbeiterinnen. (Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland, Nr. 14295 Blatt 36)

 


Abb. 17.5

17.5 Ausländer bei der Impfung im Südlager Wesseling im August 1941. (Foto: UK, Slg. Stadtarchiv Wesseling)

 

17.6 Zur medizinischen Betreuung der Ostarbeiter wurden Ärzte und Ärztinnen aus der Sowjetunion nach Deutschland geholt. (Ausschnitt aus dem Rundschreiben des Reichsführers SS vom 08. Mai 1943, Stadtarchiv Kerpen, Amt Kerpen, Nr. 2961)


Abb. 17.6

 


Abb. 17.7

17.7 Reiseerlaubnis für Dunja K. zum Besuch des Arztes in Rodenkirchen. Sie war seit 1942 bei der Firma Feldmühle in Wesseling beschäftigt. (Stadtarchiv Wesseling, Ausländermeldekartei,K 00715)

 



Erstellt: 30.10.2006

Zuletzt geändert: 03.11.2006