Lebensumstände

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Die Lebensumstände 

 

Das Leben der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Deutschland war durch ein restriktives Regelwerk bestimmt, das für die Angehörigen einzelner Nationalitäten unterschiedlich hart ausfiel. Die individuellen Lebensumstände waren je nach Einsatzort verschieden. Die typische Unterbringung der Arbeiter in der Industrie erfolgte in betriebseigenen Lagern. Die Ausländer, die in der Landwirtschaft beschäftigt waren, wohnten in der Regel auf den Höfen. Auch Gaststättensäle und Schulräume wurden als Unterkunft genutzt. Eine dünne Suppe und etwas Brot war in vielen Fällen die Hauptmahlzeit für die Zwangsarbeiter. Die Möglichkeiten, die knappe Freizeit zu nutzen, waren stark reglementiert, ebenso die Kontakte zur deutschen Bevölkerung. Viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter überlebten den Aufenthalt in Deutschland nicht.  

9.1 Das Rheinlager in Wesseling (Foto: UK, Slg. Stadtarchiv Wesseling)


Abb. 9.1



Erstellt: 30.10.2006

Zuletzt geändert: 30.10.2006