Alliierte Suchaktionen

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Kriegsende: Endlich frei? 

 

Alliierte Suchaktion 

 

Nach Kriegsende begann eine großangelegte Suchaktion nach Ausländern. Die Alliierten befahlen den deutschen Behörden, Listen über ausländische Zivilpersonen zu erstellen. Hierfür sollten die Betriebe die während des Krieges beschäftigten Ausländer auflisten und die Verwaltungen aus den Akten der Meldebehörden, der Standesämter, der Friedhofsverwaltung usw. die Angaben zusammenstellen. Wenige dieser Listen sind überliefert. Von sowjetischer Seite z.B. wurden zudem die Gräber der Landsleute auf den deutschen Friedhöfen auf ihren Zustand hin besichtigt. 

 


Abb. 27.1

27.1 Am 13.02.1946 wurden die Landräte von der britischen Militärregierung aufgefordert, nach Angehörigen der Vereinten Nationen zu suchen, die seit dem 03.09.1939 in der Nord-Rheinprovinz lebten. Viele Menschen waren noch nicht in ihre Heimat zurückgekehrt waren. (Stadtarchiv Kerpen Amt Kerpen, Nr. 6846)

 

27.2 Nachweisung der zwischen dem 03.09.1939 und 08.05.1945 im Amtsbezirk Lechenich bestandenen Ausländerlager, Liste vom 18.06.1949. (Stadtarchiv Erftstadt, Amt Lechenich, Nr. 1432)


Abb. 27.2

 


Abb. 27.3

27.3 Im Sommer 1948 fanden Begehungen der Friedhöfe in der Region Rhein-Erft-Rur durch britische Beamte und russische Offiziere statt. Jedes Grab eines Sowjetrussen wurde gesichtet und sein Zustand dokumentiert. (Schreiben des Landrates in Bergheim vom 18. 06. 1948 an den Amtsdirektor Wesseling, Stadtarchiv Wesseling, B 00464)

 


Abb. 27.4

27.4 Das Ergebnis der Besichtigung der sowjetischen Gräber erbrachte eine Reihe von Beanstandungen. (Stadtarchiv Wesseling, B 00464)

 

27.5 Ein landwirtschaftlicher Betrieb in Bedburg gab am 17. 04. 1946 detailliert Auskunft über die während des Krieges beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. (Stadtarchiv Bedburg, Amt Bedburg, Nr. 836)


Abb. 27.5

 


Abb. 27.6

27.6 Epitaph auf dem Friedhof in Wesseling-Berzdorf. Die Inschrift lautet:" Hier ruhen drei russische Kriegsgefangene, die durch deutsche Faschisten von 1941-1945 zu Tode gequält wurden." Es wurde von Russen errichtet. (Foto: Wolfgang Drösser, vgl. Wesselinger Denkmäler - Brücken zwischen gestern und morgen, S. 57)

 



Erstellt: 31.10.2006

Zuletzt geändert: 03.11.2006