Kriegsende

Kriegsende: Endlich frei? 

 

Bei Kriegsende befanden sich im Gebiet des Deutschen Reiches ca. 10,3 Millionen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene. 1.040.000 von ihnen hielten sich Ende 1946 noch in Deutschland auf. Auch in der Region Rhein-Erft-Rur war für die meisten ausländischen Arbeiterinnen und Arbeiter im Frühjahr 1945 noch nicht das Ende ihres Zwangsaufenthaltes gekommen. Sie wurden zunächst von den Alliierten als "DPs" (displaced persons) bezeichnet und in Sammellagern interniert. Es zeigte sich schnell, dass hinsichtlich ihrer Heimkehr erhebliche Unterschiede und Schwierigkeiten auftraten. Im Heimatland angekommen erlebten die meisten neue Anfeindungen: sie wurden als Kollaborateure mit Nazi-Deutschland betrachtet. 

Die Alliierten verordneten Suchaktionen nach den Menschen der verschiedenen Nationen, die sich nach dem Krieg noch in Deutschland aufhielten und nach denjenigen, die hier gestorben und beerdigt waren.  


Abb. 25.1

25.1 Die polnische Zwangsarbeiterin Anna Kedzior steht mit einer Freundin vor dem DP-Camp. Sie trägt ihren Sohn Franz Josef, der am 04.04.1946 in Brauweiler geboren wurde. (Stadtarchiv Bedburg, persönliche Aussage Anna Kedzior)

 



Erstellt: 31.10.2006

Zuletzt geändert: 31.10.2006