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Kriegsbeute: Arbeitskraft
Nationalitäten
Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges waren im nationalsozialistischen Deutschland und in den besetzten Territorien ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Kriegsgefangene zu Millionen beschäftigt. 1944 war ihre Zahl auf mehr als 13 Millionen angestiegen. Sie kamen aus allen von Deutschland besetzten Gebieten, z.B. aus Polen, den Niederlanden, Frankreich, der Sowjetunion und Italien. Mehr als die Hälfte der polnischen und sowjetischen Arbeitskräfte waren Frauen, deren Durchschnittsalter bei etwa 20 Jahren lag.
3.1 Auf Befehl Hitlers wurden im Frühsommer 1940 die meisten polnischen Kriegsgefangenen "entlassen" und als Zivilarbeiter den Arbeitsämtern überstellt. Sie mußten sich schriftlich verpflichten, jede ihnen vom Arbeitsamt zugewiesene Arbeit zu übernehmen. (Stadtarchiv Kerpen, Gemeinde Türnich, Nr. 411)
3.1.1 Schreiben des Kreiswehrkommands VI, Münster | |
3.1.2 Rundschreiben des Kölner Regierungspräsidenten |
3.3 Im September 1943 "beurlaubte" die Wehrmacht die französischen Kriegsgefangenen. (Rundschreiben der Bezirksregierung Köln vom 18.09.1943, Stadtarchiv Kerpen, Gemeinde Türnich, Nr. 412) |
3.4 Ein ehemaliger polnischer Kriegsgefangener wird am 17. 12. 1942 durch das zuständige Arbeitsamt einem neuen Arbeitgeber zugewiesen. (Stadtarchiv Erftstadt, Amt Lechenich, Nr. 800) |
3.7 Die Vielfalt der Nationalitäten ist an dieser Liste des Amtes Merzenich vom 29.03.1943 erkennbar. (Gemeindearchiv Merzenich, Nr. 002-10) |
Erstellt: 26.10.2006
Zuletzt geändert: 31.10.2006













