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Entschädigung
Anfragen an die Archive
Die Quellen in den Archiven sind für viele Menschen die letzte Hoffnung auf Anerkennung des Unrechtes, das ihnen widerfahren war, denn oft haben sie keine Dokumente, nur Erinnerungen aus dieser Zeit. Die Anfragen der betroffenen Menschen erreichen uns in unterschiedlicher Form: standardisierte Fragebögen der Partnerorganisationen in den Heimatländern, ausführliche, oft handschriftliche Schilderungen auch auf russisch oder ukrainisch mit Zeichnungen und Fotos. In vielen Fällen kann – auch dank der Zusammenarbeit der Archive – eine Bestätigung ausgestellt werden.
29.1 Im Martinswerk war Jewdokija P., die um eine Bestätigung ihres Aufenthaltes angefragt hat, ebenfalls zur Arbeit eingesetzt. (Foto: NS-Dokumentationszentrum Köln, Bp 6126) |
29.2 Anfrage der Jewdokija P. an das Stadtarchiv Wesseling mit der Bitte um Bestätigung des Aufenthaltes zur Zwangsarbeit in Deutschland. (Stadtarchiv Wesseling, Registratur) |
29.3 Der Ukrainer Fedir Wystawnoga arbeitete als 17-18jähriger von 1943 bis 1944 in der Horremer Brikettfabrik als Zwangsarbeiter.
29.3.1 -5 Der aus seiner Erinnerung gezeichnete Plan der Brikettfabrik und der Horremer Umgebung zeichnet sich durch erstaunlich viele Details aus. Ein Foto von Fedir wurde noch in der Ukraine aufgenommen, das andere – das „OST“-Abzeichen ist erkennbar – für seine Arbeitskarte. U. a. erinnerte er sich daran, dass auf den Briketts das Wort „Union“ gestanden hat. Sein Plan und seine Erinnerungen reichten aus, um ihm eine sogenannte „Plausibilitätsbescheinigung“ seiner Tätigkeit auszustellen. (Stadtarchiv Kerpen; Fotos: Privatbesitz)
Erstellt: 31.10.2006
Zuletzt geändert: 31.10.2006










