...in der Verwaltung

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Der Arbeitseinsatz

 

... in der kommunalen Verwaltung 

 

Die Aufgaben der kommunalen Verwaltungen wuchsen durch die Kriegssituation an. Schäden nach Fliegerangriffen waren zu beseitigen, die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung war zu organisieren, die vielen ausländischen Arbeiter mussten meldepolizeilich erfasst und überwacht werden - um nur einige Aufgaben zu nennen. Gleichzeitig mangelte es wegen der Vielzahl der Einberufungen zur Wehrmacht auch in der Verwaltung an deutschen Arbeitskräften. Daher wurden auch hier Zwangsarbeiter eingesetzt. Sie wurden entweder von den Werken für eine kurze Zeit ausgeliehen, zum Beispiel für Aufräumarbeiten nach Bombenangriffen, oder auch fest bei den Kommunen eingestellt etwa im Dienstleistungsbereich und bei den Stadtwerken. 

 


Abb. 8.1

8.1 Zwei ukrainische Zwangsarbeiterinnen erhielten ein Arbeitszeugnis, als sie im Dezember 1944 von einer Wehrmachtsküche zur Amtsverwaltung Wesseling wechseln mussten. (Stadtarchiv Wesseling, Bestand B, Nr. 02156)

 

8.2 Die Verteilung der Zwangsarbeiter erfolgte über die Arbeitsämter. So forderte der Amtsbürgermeister von Wesseling die Antonia E. als Küchenhilfe bei der Nebenstelle Brühl des zuständigen Arbeitsamtes Horrem an. (Stadtarchiv Wesseling, Bestand B, Nr. 02156)


Abb. 8.2

 


Abb. 8.3

8.3 Alle ausländischen Arbeiterinnen und Arbeiter waren versicherungspflichtig. Die Amtsverwaltung Wesseling meldete die Antonia E. bereits zum 15.01.1945 wieder bei der AOK ab. (Stadtarchiv Wesseling, Bestand B, Nr. 02156)

 

8.4 Foto des Stadttheaters in Düren, Arbeitsplatz der Lily T. (Foto: Stadtarchiv Düren)


Abb. 8.4

 


Abb. 8.5

8.5 Ein Ehepaar aus der Ukraine arbeitete bei der Stadt Düren. Während der Mann als gelernter Uhrmacher bei den Stadtwerken die Zähler reparierte, war seine Frau als Putzhilfe im Stadttheater tätig. (Stadtarchiv Düren, Handakte)

 

8.6 Wegen des Personalbedarfs in der Landwirtschaft sollten die Kommunalverwaltungen im Mai 1943 ausländische Arbeitskräfte abstellen. (Stadtarchiv Erftstadt, Amt Lechenich, Nr. 1006)


Abb. 8.6

 



Erstellt: 27.10.2006

Zuletzt geändert: 31.10.2006