Ausstellung

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Die Ausstellung: Einleitung


Die Archivare der angesprochenen Region waren fast täglich mit dem Thema Zwangsarbeit konfrontiert, da sie nach Belegen für Aufenthalte der Betroffenen im Zuge der Entschädigungen für Zwangsarbeiter recherchierten. Somit war es für sie eine verpflichtende Aufgabe, jene gefundenen Dokumente nicht wieder in den Magazinen verschwinden zu lassen, sondern diese in geeigneter Form der Öffentlichkeit zu präsentieren. Entstanden ist eine Wanderausstellung, die 2002 in Wesseling erfolgreich eröffnet und bisher in mehr als 15 Kommunen gezeigt wurde. Gerade der jungen Generation konnte so vor Augen geführt werden: an dieser Stelle in eurer Stadt stand z.B. ein großes Zwangsarbeiterlager. Hier waren Menschen aus verschieden Nationen unter elenden Bedingungen untergebracht. Zudem wollten die Archivare sich mit dieser Ausstellung auch der historisch-moralischen Verantwortung gegenüber den Opfern stellen, indem sie an ihr Schicksal erinnerten.

Die Wanderausstellung „Gezwungenermaßen - Zwangsarbeit in der Region Rhein-Erft-Rur“, ist nun die Grundlage für die Gestaltung des gleichen Themas im Portal historicum.net. Für die digitale Darstellung wurden die Dokumente der Ausstellung dem Medium angepasst. Das erfolgreiche Ausstellungs-Konzept, mit insgesamt sechs Themenbereichen - vom Erlass bis zur Entschädigung - wurde beibehalten. Innerhalb der Themenkomplexe wird der Einsatz von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkrieges in der bearbeiteten Region anschaulich erläutert.

Die Ausstellung ist weiterhin ausleihbar. Die Ausleihe ist bis auf die Versicherung vor Ort, kostenlos. Sie umfasst 35 Rahmen. Zudem kann die dazugehörige Publikation für 5,- Euro erworben werden. (Redaktion)

Gabriele Scholz