Ausstellung

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Die Ausstellung: Einleitung


Die Archivarinnen und Archivare des Rhein-Erft-Kreises und Dürens waren in den Jahren 2000 bis 2003 fast täglich mit dem Thema Zwangsarbeit konfrontiert, da sie nach Belegen für Aufenthalte der Betroffenen im Zuge der Entschädigungen für Zwangsarbeiter recherchierten. Somit war es für sie eine verpflichtende Aufgabe, jene gefundenen Dokumente nicht wieder in den Magazinen verschwinden zu lassen, sondern diese in geeigneter Form der Öffentlichkeit zu präsentieren. Entstanden ist eine Wanderausstellung, die 2002 in Wesseling erfolgreich eröffnet und danach in mehr als 15 Kommunen gezeigt wurde. Gerade der jungen Generation konnte so vor Augen geführt werden: an dieser Stelle in eurer Stadt stand z.B. ein großes Zwangsarbeiterlager. Hier waren Menschen aus verschieden Nationen unter elenden Bedingungen untergebracht. Zudem wollten die Archivare sich mit dieser Ausstellung auch der historisch-moralischen Verantwortung gegenüber den Opfern stellen, indem sie an ihr Schicksal erinnerten.

Die Wanderausstellung „Gezwungenermaßen - Zwangsarbeit in der Region Rhein-Erft-Rur“, wurde zur Grundlage für die Gestaltung des Themas im Portal historicum.net. Für die digitale Darstellung wurden die Dokumente der Ausstellung dem Medium Internet angepasst. Das erfolgreiche Ausstellungs-Konzept, mit insgesamt sechs Themenbereichen - von der „Anwerbung“ bis zur Entschädigung Betroffener - wurde beibehalten. Innerhalb der Themenkomplexe wird der Einsatz von Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkrieges in der Region um Köln anschaulich erläutert.

Die Ausstellung kann weiterhin ausgeliehen werden. Die Ausleihe ist bis auf die Versicherung vor Ort kostenlos. Die Ausstellung umfasst 35 Rahmen. Zudem kann die dazugehörige Publikation gegen Portoerstattung beim Archiv des Landschaftsverbandes Rheinland, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim angefordert werden.

Rudolf Kahlfeld