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Bibliotheken / Biblioteche
1. Bibliotheken in Deutschland / Biblioteche in Germania
Bayerische Staatsbibliothek, München: Sondersammelgebiet Geschichte Italiens Als Teil der Fachinformation Geschichte der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst das Sondersammelgebiet zur Geschichte Italiens die Fächer Geschichte, Politik, Verfassung, Verwaltung, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Anthropogeographie und Länderkunde. Über eine Datenbank lassen sich die Neuerwerbungen der Bibliothek zu einer bestimmten Epoche und/oder Region einsehen, über die man sich auch durch das Abonnement eines monatlichen Newsletters informieren kann. Nützlich ist auch die hier zugängliche „Zeitschriftenschau Geschichte“, die die Inhaltsverzeichnisse der neueren Jahrgänge der wichtigsten deutschsprachigen Zeitschriften bereithält. Von der italienischen Fachpublizistik findet sich jedoch nur „Clio“ berücksichtigt. Als besonderen Service bietet die BSB seit 2001 einen „Informationsweiser Geschichte“ zu relevanten Internet-Ressourcen an.
Deutsche Bibliothek Als zentrale Nationalbibliothek der Bundesrepublik bietet die „Deutsche Bibliothek“ in ihrer Web-Präsentation einen hilfreichen Überblick über deutsche und internationale Bibliotheksverbünde und ihre Online-Kataloge. Darüber hinaus ermöglicht sie die Literaturrecherche in deutschen, europäischen oder weltweiten OPACs. Angeboten wird auch - nach entsprechender Anmeldung und gegen Bezahlung - die Beschaffung und Lieferung der gesuchten Dokumente. Die Deutsche Bibliothek verwaltet seit Juli 1998 auch die deutschen Online-Hochschulschriften. Zahlreiche elektronisch veröffentlichte Dissertationen und Habilitationen können über ihren Archivserver abgerufen werden.
HBZ Köln: Digitale Bibliothek Die „Digitale Bibliothek“, ein Service des Kölner „Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen“ (HBZ), bietet zum einen die Literatursuche und Online-Fernleihe in den Katalogen mehrerer regionaler Bibliotheksverbünde der Bundesrepublik wie auch in übergreifenden internationalen Bibliothekskatalogen an. Hilfreich ist zum zweiten auch die Zusammenstellung zahlreicher, meist kostenpflichtiger Dokumentlieferdienste, die bei der Beschaffung von Fachliteratur behilflich sind. Vorteilhaft ist drittens auch der Anschluss an fachlich geordnete Literaturdatenbanken und Volltexte, die den Zugriff auf im Internet oder im Buchhandel verfügbare Literatur ermöglichen.
HBZ Köln: Übersicht deutsche Bibliotheken Dieser Service des Kölner „Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen“ (HBZ) bietet eine nach Orten gegliederte Zusammenstellung aller deutschen Bibliotheken, die im Internet zugänglich sind. Neuzugänge werden in einer gesonderten Rubrik „Neue Links“ kenntlich gemacht. Das Angebot ermöglicht das gezielte Aufsuchen einzelner Bibliotheken und die Online-Literatursuche in dem jeweils ausgewählten Katalog. Für den Recherche-Zugriff auf die Bestände mehrerer Bibliotheken empfiehlt sich die Suche über die nachfolgenden Angebote der „Digitalen Bibliothek“, die ebenfalls vom HBZ betreut wird, und des „Karlsruher Virtuellen Katalogs“.
Staatsbibliothek zu Berlin Die Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz hat als eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Universalbibliotheken Europas mit 10 Mio. Bänden ihren Sammlungsschwerpunkt in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Internet-Präsentation ermöglicht über den „StabiKat“, den OPAC der Bibliothek, direkten Zugang zu den nun wieder vereinten Beständen beider Häuser am Westberliner Kulturforum und Unter den Linden. Neben der elektronischen Vorbestellung von Literatur enthält die Homepage zahlreiche weitere Service-Angebote rund um die Literatur- und Dokumentenbeschaffung in und außerhalb Berlin-Brandenburgs.
TU Karlsruhe: Karlsruher Virtueller Katalog Der „Karlsruher Virtuelle Katalog“ ist ein Angebot der Bibliothek der Technischen Universität Karlsruhe und ermöglicht die simultane und kombinierte Literatursuche in Online-Katalogen mehrerer deutscher und/oder auch ausländischer Bibliotheken und Bibliotheksverbünden, darunter auch im „Italienischen Virtuellen Katalog“, der identisch mit dem italienischen Bibliotheksservice „Servizio Bibliotecario Nazionale“ (SBN) ist. Als Meta-Suchdienst ist der KVK für die deutsche und internationale Literatursuche unverzichtbar.
WEBIS, Hamburg: Überregionale Literaturversorgung Das WebBibliotheksInformationsSystem (WEBIS) ist ein Informationssystem zur überregionalen Literaturversorgung in Deutschland, das mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg koordiniert wird. Das Angebot liefert einen nützlichen Überblick über die Sammelschwerpunkte der am System der überregionalen Literaturversorgung angeschlossenen Bibliotheken. Es bietet einen Zugriff sowohl nach fachlichen als auch geographischen Schwerpunkten in den Beständen einzelner Bibliotheken. Sowohl die Suche nach Fächergruppen als auch nach Regionen führt so etwa zu dem Ergebnis, dass für die Geschichte Italiens die im Folgenden vorgestellte Bayerische Staatsbibliothek in München den Sammelschwerpunkt bietet.
2. Bibliotheken in Italien / Biblioteche in Italia
Associazione Italiana Biblioteche (AIB) Die „Associazione Italiana Biblioteche“ (AIB), der Berufsverband der italienischen Bibliothekare, bietet in ihrer Web-Präsentation neben zahlreichen berufs- und verbandsbezogenen Informationen für ihre Mitglieder - darunter eine interessante Link- und Materialsammlung zu italienischen und europäischen Initiativen und Bestimmungen für Copyright und Autorenrechte - auch einen nützlichen Überblick über die im Internet verfügbaren OPAC (Online Public Access Catalogue) italienischer Bibliotheken. Die Übersicht gliedert sich zum einen nach überregionalen und nationalen Katalogen, die den Bibliotheksbestand mehrerer Institutionen in verschiedenen italienischen Regionen erschließen. Zum anderen werden die OPAC auch nach den einzelnen Regionen und innerhalb dieser nach Provinzen und schließlich Städten aufgelistet. Dieselbe Gliederung weist auch die Übersicht über die Zeitschriftenbestände in italienischen Bibliotheken auf, die hier ebenfalls eingesehen werden kann. Beide Zusammenstellungen haben den nachfolgend vorgestellten „MetaOPAC Azalai Italiano (MAI)“ hervorgebracht, der eine nach geographischen, bibliotheks- und fachspezifischen sowie medienspezifischen Kriterien kombinierte Suche in mehreren Online-Bibliothekskatalogen Italiens ermöglicht.
Catalogo Italiano dei Periodici (ACNP), Bologna Seit den 1970er Jahren hat man an der Erstellung eines „Archivio Collettivo Nazionale dei Periodici“ (ACNP) gearbeitet, der nun als Online-Katalog der italienischen Zeitschriften von der Universität Bologna und dem Nationalen Forschungszentrum CNR verwaltet wird und bereits über 700.000 Titel erfasst. Der Katalog ermöglicht zum einen die Suche nach Titeln, wobei für die einzelnen Fachzeitschriften eine Treffermenge ausgegeben wird, die Angaben zu den einzelnen Bibliotheksbeständen und einen eventuell angebotenen Dokumentenbeschaffungsdienst sowie gegebenenfalls online zugängliche Inhaltsverzeichnisse enthält. Außerdem sieht der Katalog auch die Suche nach einzelnen Aufsätzen vor.
MetaOPAC Azalai Italiano (MAI) Der MetaOPAC Azalai Italiano (MAI) ist ein Service des „Consorzio Interuniversitario Lombardo per la Elaborazione Automatica“ und der „Associazione Italiana Biblioteche“ (AIB) [siehe dort]. Er ermöglicht eine nach geographischen, bibliotheks-, fach- und medienspezifischen Kriterien kombinierte Suche in mehreren Online-Bibliothekskatalogen Italiens. Eine Literatursuche über den MAI empfiehlt sich vor allem dann, wenn die Recherchen im italienischen Gesamtkatalog des „Servizio Bibliotecario Nazionale“ (SBN) [siehe dort] zu keinen Resultaten geführt haben.
Servizio Bibliotecario Nazionale (SBN) Beim „Servizio Bibliotecario Nazionale“ handelt es sich um die zentrale Initiative eines Bibliotheksverbundes auf nationaler Ebene, die sich der finanzkräftigen Unterstützung des „Ministero per i Beni Culturali“ und des langen Atems des ihm unterstellten „Istituto Centrale per il Catalogo Unico delle Biblioteche Italiane e per le Informazioni Bibliografiche“ (ICCU) erfreut. Nach einer Statistik vom Jahresbeginn 2003 schwankte die Zahl der Zugriffe auf das Angebot in den vorangegangenen 12 Monaten - gemessen in Hits - zwischen 2.466.500 und 5.832.780. In der Tat sind dem SBN 51 regionale Bibliotheksverbünde („Poli“) angeschlossen, die insgesamt über 700 Bibliotheken umfassen. Die ab 1985 aufgebauten regionalen Verbünde sind im 1992 aktivierten SBN-Index-System („Indice SBN“) zusammengefasst, der den Gesamtkatalog aller angeschlossenen Bibliotheken abgibt. Dieser basiert auf den Grunddatensätzen „Libro Antico“, „Libro Moderno“ und „Musica“, die auch einzeln abrufbar sind. Der SBN gilt als erste Anlaufstelle bei der Literatursuche - ob regionalspezifisch oder italienweit -, wobei er die Lokalisierung des gesuchten Mediums in den angeschlossenen Bibliotheken und gegebenenfalls auch dessen Fernleihe ermöglicht. Seit einiger Zeit ist der Zugang zu einer neuen Version des Opac über die Website des italienischen Kulturministeriums Internet Culturale" freigeschaltet.
3. Virtuelle Bibliotheken / Biblioteche online
Casalini Libri Digital Divisions: Editoria Italiana Online In Zusammenarbeit mit zahlreichen Wissenschafts- und Sachbuchverlagen in Italien stellt die Datenbank kostenpflichtige Online-Versionen von Büchern und Zeitschriften zur Verfügung. Das Projekt der „Editoria Italiana Online“ konzentriert sich dabei vor allem auf Publikationen aus den Bereichen der Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Suche nach Literatur und die entsprechenden bibliographischen Informationen zu jedem gefundenen Titel sind frei zugänglich. In Bibliotheken, die – wie etwa die Bayerische Staatsbibliothek in München – den Dienst abonniert haben, kann auch der Inhalt der Schriften (zum Teil ganzer Bücher) aufgerufen werden. Geschieht dies von einem privaten PC aus, wird allerdings eine Gebür fällig.
Den Haag, The European Library Das Internet-Portal befindet sich noch in der Aufbauphase und soll einmal den Zugang zu den Beständen der 43 Nationalbibliotheken in Europa ermöglichen. Momentan sind als Vollmitglieder die Nationalbibliotheken von Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Niederlande, Portugal, der Schweiz und Sloweniens, außerdem das zentrale Katalogisierungsinstitut Italiens ICCU und die Konferenz der Europäischen Nationalbibliothekare CENL vertreten. Die übrigen Nationalbibliotheken sollen sukzessive als Basismitglieder integriert werden. Das europäische Bibliotheksportal bietet eine kostenlose Suche in den Sammlungen und Katalogen der beteiligten Institutionen sowie einen zum Teil kostenpflichtigen Zugang zu digitalen Materialien an.
Google Print: Volltextsuche in Bibliotheksbeständen Das Pilotprojekt ermöglicht die Volltextsuche in Beständen amerikanischer und englischer Bibliotheken, wobei die gesuchten Begriffe im Kontext der jeweiligen Textpassage angezeigt werden, ohne jedoch die komplette Online-Lektüre der Bücher zu erlauben. Zu jedem Titel werden Bibliotheksstandorte als auch Bezugsquellen über den Buchhandel angegeben.



