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Glossar S 

 

Schlacht auf dem Amselfeld

Bei der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo polje- Becken der Sitnica im Dinarischen Gebirge/Serbien) wird der Widerstand der christlichen Balkanvölker gebrochen: Das osmanische Heer besiegt den Serbenkönig Lazar und seine Verbündeten. Durch diesen Triumph kann das Osmanische Reich sein Machtgebiet bis zur Donau und zum Euphrat (1393 Bulgarien und Walachei) ausdehnen. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

Schlacht bei Angora

Bajezid I., Sohn Murads I., kann zwar Bulgarien unterwerfen, aber als er vor der Besetzung Griechenlands steht, wird er bei Angora von den Mongolen unter Timor Leng geschlagen und als Gefangener abgeführt. Diese Schlacht führt zum Zusammenbruch des kleinasiatischen Reiches. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

Schlacht bei Mohacs

1526 brach Sultan Suleiman von Istanbul zu einem neuen Ungarnfeldzug auf. König Ludwig versuchte verzweifelt Truppen zur Verteidigung zu sammeln, aber außer beim Papst stieß er mit seinem Ersuchen auf kein Gehör. Die Schlacht endete bei Mohacs mit einer verheerenden Niederlage: der König starb und große Teile der Länder der ungarnischen Krone fielen in osmanische Hand. Kg Ludwig wurde von seinem Schwager, Ehg Ferdinand, beerbt. Damit wird seit 1526 die Türkenabwehr zu einer der zentralen Problemstellungen habsburgischer Herrschaft. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

Schleswig, Herzogtum

Das Herzogtum Schleswig wurde von Dänemark immer als Teil ihres Landes betrachtet. 1460 wurde es gemeinsam mit Holstein Verbündeter des dänischen Königs Christian I., wenn sie auch formell unabhängig blieben. Der erste offizielle Versuch Schleswig in Dänemark einzugliedern war 1848 und scheiterte an der folgenden preußisch-österreichischen Intervention. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen

Schmalkaldischer Bund

Die bereits 1529 sich intensivierenden Absprachen protestantischer Obrigkeiten über ein Bündnis zur gemeinsamen „Gegenwehr“ mündeten, (nicht nur) vor dem Hintergrund des den Bekennern des „neuen“ Glaubens abträglichen Bestimmungen des Augsburger Reichstagsabschiedes, in die am Sylvestertag 1530 in Schmalkalden vollzogene Gründung eines ‚christlichen Verständnisses‘. Die heutige Bezeichnung Schmalkaldischer Bund (SB) wurde zeitgenössisch nur von der altgläubigen Seite als Bezeichnung dieses Zusammenschlusses verwandt. Der SB war die zentralen Formation des politischen Protestantismus im Reich der Reformationszeit. Bündniszweck war die gemeinsame „Gegenwehr“, d.h. der aktive, freilich nur als ultima ratio statthabende militärische Widerstand gegen jedweden. Die Inhalte, die den Bündnisfall nach sich ziehen sollten, waren im Bundesvertrag sehr unpräzise definiert. Das Bündnis war daher in der Sprache der Zeit eine „gemeine“ Einung. Seit Dezember 1535, nach der Verabschiedung der sog. „Verfassung zur Gegenwehr“ baute der Bund unter der Führung des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich und des hessischen Landgrafen Philipp kontinuierlich sein militärisches Potential aus. Die zwischen Sachsen und Hessen geteilte Führungsstruktur des Bundes verhinderte lange Zeit die Instrumentalisierung des Bundes für die machtpolitische Interessen der beiden präpotenten Führungsmächte. Gemeinsam handelnd, wobei der sächsische Kurfürst gegenüber dem Landgrafen über die weiterreichenden bündischen Handlungsoptionen verfügte, führten sie 1542 als Hauptleute des SB einen Angriff auf das Territorium Herzog Heinrichs d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, der mit der schmalkaldischen Okkupation dieses Gebietes endete. Im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde in der Folge die Reformation eingeführt. Diese militärische Aktion der Hauptleute, die jenseits des im Bündnis herrschenden Konsenses stand, daß das bündische Militärpotential allein der Abschreckung dienen sollte, ließ den SB als Handlungszusammenhang erodieren, lange bevor er in der verheerenden Niederlage gegen Kaiser Karl V. und seine Verbündeten im Schmalkaldischen Krieg sein faktisches Ende fand. Bündnisteilnehmer: a) Hochadel: Kf Johann von Sachsen, Hzg Ernst zu Braunschweig-Lüneburg-Celle, Hzg Philipp zu Braunschweig-Lüneburg-Grubenhagen, Ldgf Philipp von Hessen, Ft Wolf von Anhalt-Bernburg-Köthen, Gfen Gebhart und Albrecht von Mansfeld (Gründungsmitglieder); Hzge Barnim und Philipp von Pommern, Hzg Ulrich von Württemberg, Hzge Heinrich (und Moritz) von Sachsen, Mkgf Johann zu Brandenburg-Küstrin, Hzgin Elisabeth von Rochlitz; Gf Philipp von Nassau-Saarbrücken, Gf Hans Heinrich zu Schwarzburg-Arnstadt, (Gf Konrad von Tecklenburg) b) Reichsstädte: Straßburg, Konstanz, Ulm, Reutlingen, Memmingen, Lindau, Biberach, Isny, Esslingen, Frankfurt: Augsburg, Kempten, Heilbronn, Schwäbisch Hall c) Hansestädte: Bremen, Hamburg, Minden (sog. Seestädte); Einbeck, Goslar, Magdeburg, Braunschweig, Hannover, Göttingen, Hildesheim (sächsische Städte); Lübeck (bis 1536). Druck des 1. Bundesvertrags (1530/31) und der 1. Bundesverfassung (1535): Ekkehart Fabian, Die Entstehung des Schmalkaldischen Bundes und seiner Verfassung 1524/29-1531/35. Brück, Philipp von Hessen und Jakob Sturm, Tübingen 21962, 347-353 bzw. 357-376. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 2b Konfessionelle Bündnisse und militärische Exekution, 1g Kommunikationsräume Städte

Schmalkaldischer Krieg

Der Schmalkaldische Krieg ist als „Urtyp“ des Religionskrieges bezeichnet worden (Burkhardt 682). Um den Gerüchten auf dem Regensburger Reichstag, der Kaiser mobilisiere eine Streitmacht, zu begegnen, blockierten Truppen der süddeutschen schmalkaldischen Bundesmitglieder unter Führung Sebastian Schertlins von Burtenbach den Alpenpaß bei Füssen (Juni). Am 20. Juli 1546 verhängte Karl V. über Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen und Landgraf Philipp von Hessen wegen des „crimen laesae maiestatis“ (Majestätsbeleidigung) die Reichsacht. Moritz von Sachsen wurde mit diversen Zusagen (v.a. in Hinblick auf die mitteldeutschen Stifte) im Prager Vertrag von 14. Oktober 1546 auf die Seite von Karl V. gezogen. Damit war es dem Kaiser und seinen Verbündeten möglich, einen Zweifrontenkrieg gegen die schmalkaldischen Truppen zu eröffnen: Neben den süddeutschen Kriegsschauplatz (sog. „Donaukrieg“ ) trat nun – seit Oktober 1546 – auch der mitteldeutsche (sog. „sächsischer Krieg“). Gemeinsam mit Kg Ferdinand besetzte Moritz von Sachsen die Herrschaftsgebiete seines Vetters. Dadurch verschlechterte sich die Situation der Schmalkaldener, zur Jahreswende 1546/47 kapitulierten – mit Ausnahme der Stadt Konstanz – alle süddeutschen Mitglieder des Bündnisses. Der Anfang vom Ende des Krieges war die „Schlacht“, besser: das Scharmützel von Mühlberg (Elbe). Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen wurde gefangen genommen, Torgau eingenommen und Wittenberg belagert. Um eine Hinrichtung abzuwenden, unterzeichnete der Kurfürst die Wittenberger Kapitulation, die ihn in die Gefangenschaft führte, seine Kurfürstenwürde nahm und seine Länder auf Thüringen reduzierte. Der Fußfall Landgraf Philipps von Hessen in Halle vollendete den Sieg Karls V. über den Schmalkaldischen Bund. Bremen und insbesondere Magdeburg leisteten den kaiserlichen Truppen auch noch im Sommer 1547 Widerstand. Erst im November 1551 konnte Magdeburg endgültig unterworfen werden. Lit: Johannes Burkhardt, Religionskrieg (Begriff), in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 28, Berlin/New York 1997, 681-687. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 2b Konfessionelle Bündnisse und militärische Exekution, 1d Reichstag und Reformation

Scholastik 

Die Scholastik war seit dem 9. Jh. die maßgebliche wissenschaftliche Methode. Sie versuchte christliche Lehre und philosophisches Denken miteinander zu verbinden, indem zunächst die Fragestellung klar herausgearbeitet werden musste (Quaestio), dann die Begriffe und Unterscheidungen getroffen werden mussten (Distinctio) und schließlich logische Beweise und Erörterungen von Gründen und Gegengründen folgten (Disputatio). [1] Thema: Reformation im Kontext, 3b Wallfahrt

Schrot, Martin

Martin (Michael) Schrot (Schrott, Schroth) wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Augsburg geboren, wo er die meiste Zeit seines Lebens ansässig war. Er starb um 1576. 
Über Herkunft, Erziehung und Jugendjahre Schrots ist wenig überliefert. Schrot stammte aus einem Augsburger Geschlecht und arbeitete mit größter Wahrscheinlichkeit als Goldschmied, Meßstecher und/oder Buchführer. Ob er wirklich Landsknecht war, wie man aus seinen Veröffentlichung von 1542 schließen könnte, ist unklar.
Sicher ist dagegen, dass Schrot Mitglied der Meistersängerschule war (Europa-Dichter) und sogar zu den auserwählten 12 der Augsburger Meister zählte. Schrot erfand die 20reimige Schrotweise und eine 24reimige Narrenweise (Ähnliches Reimschema wie Hans Sachs). Schrot hielt sich nicht an die strengen Stilkriterien der Meistersänger. Verständlichkeit seiner appellativen Texte war ihm wichtiger als die exakte Erfüllung der Stilkriterien. 
Schrot war engagierter Protestant und Verfasser von protestantischen Kampfliedern. 1552 mußte er wegen seiner Überzeugung von Augsburg nach Mähren fliehen. Der Druck seiner radikalen Komödie „
Von der Erschroklichen Zerstoerung unnd Niderlag des gantzen Bapstumbs“ hatte ebenfalls weit reichende Folgen: Der Formschneider des Buches, David Denecker, musste wegen seiner Mitarbeit mehrmals ins Gefängnis. Schrots schriftstellerische Tätigkeit konzentrierte sich auf die Jahre 1545-52. Später ließ seine konfessionelle Leidenschaft nach und mit ihr seine publizistische Produktivität. Die nach seinem Tod (um 1576) erschienenen Werke sind von seinem Verleger Berg überarbeitet und ediert worden. (Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 32, Roethe: Schrot, Martin, S. 556-8 
Deutsche Biographische Enzyklopädie Bd. 9, München 1998, v. Schmid, Schulze: Schrot, Martin, S. 158)
Thema: Reformation kommunikationsgeschichtlich, 3b Exemplarische Inhalte: Apokalyptik – Zeichen der Endzeit – Krieg 1546/47

Schweden, Königreich

Schweden war zu römischer Zeit von germanischen Stämmen besiedelt. Im 6.Jh.n.Chr. kam es zur Vereinigung der Stämme und zur Herausbildung eines Reiches. Im 9.Jh. führten fränkische Missionare das Christentum ein, das sich aber nur langsam durchsetzen konnte. In der Zeit zwischen 1150 und 1160 erstarkte Schweden und führte in dieser Zeit das Christentum auch nach Finnland, das von Schweden vollständig unterworfen wurde. Ab 1397 war Schweden in der Kalmarer Union mit Dänemark und Norwegen verbunden. Hier gab es aber immer wieder blutige Auseinandersetzungen mit Dänemark, die vielfach zu schwedischen Rebellionen führten. 1523 schied Schweden unter Gustav I. Wasa aus der Kalmarer Union aus. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen

Seeschlacht bei Lepanto

In der griechischen Bucht von Lepanto trafen 1571 die osmanische und die christlich- spanische Flotte aufeinander. Den Oberbefehl über die christliche Flotte hatte Don Juan d´Austria, der uneheliche Sohn Kaiser Karls V., inne. Die Geschicke auf Seiten der Osmanen wurden vom Großwesir Mehmed Sokollu Pascha gelenkt, der unter den Sultanen Selim II. (1566-1574) und Murad III. (1574-1595) entscheidenden Einfluß auf die Geschicke des osmanischen Weltreiches in der Zeit von 1566 bis 1578 nehmen konnte. Obwohl die menschlichen Verluste auf beiden Seiten groß waren, konnten die Spanier den Sieg davontragen. Die christlichen Mächte siegten zwar, wußten aber den Sieg nicht zu nutzen. Die Koalition Spaniens und Venedigs zerfiel und Venedig sah sich gezwungen, Frieden unter ungünstigen Bedingungen zu schließen. Obwohl die Osmanen geschlagen wurden, behielten sie Zypern und Venedig zahlte hohe Reparationskosten. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

Sermo 

Ab dem 4. Jh. wird der Begriff sermo synonym zu Homilie verwendet. Der sermo ist thematisch ausgerichtet (z.B. Katechese oder Ansprache aus gegebenem Anlass, z.B. Synode) und wird deswegen auch thematische Predigt genannt. Er stützt sich auf ein „Incipit“, meistens eine Bibelstelle. Im Verlauf der Predigt können andere Bibelzitate herangezogen werden, sodass ein vielfältigerer Charakter als bei der strenger angelegten Homilie entsteht. [2] Thema: Reformation im Kontext, 3b Wallfahrt

Servitien 

Unter Serviten versteht man eine von den Benefizien geleistete festgelegte Abgabe an Papst und Kardinäle. Man unterscheidet dabei servitia communia, servitia minuta und servitia quindennia. Betroffen von der servitia communis waren Bischöfe und Äbte, deren jährliche Einkünfte mindestens 100 Florenen betrugen. Ein Drittel dieses Einkommens fiel zu gleichen Teilen an den Papst und das Kardinalskollegium. Die servitia minuta machte 3,5 beziehungsweise 5 Prozent der servitia communis aus und ging an die Beamten der Kanzlei. Die servitia quindennia war eine alle 15 Jahre von den Benefizien zu leistende Abgabe. Diese wurde im Reich nicht getätigt. Mit dem Basler Konzil wurden sämtliche Servitienzahlungen abgeschafft. Ermäßigte Zahlungen wurden vom Wiener Konkordat 1448 gebilligt. Thema: Reformation im Kontext, 1a1 Wiener Konkordat, 1a2 Pragmatische Sanktion von Bourges, 1a3 Konkordat von Bologna

Sola scriptura 

Geht als einer der wesentlichen reformatorischen Grundsätze (sinngemäß etwa: allein durch die Schrift) davon aus, dass die Heilige Schrift die alleinige und letzte Autorität für den christlichen Glauben darstellt. Die Formulierung  geht auf Martin Luther zurück, der in seiner Assertio (Freiheitserklärung) gegen die von Papst Leo X. ausgesprochene Banndrohung, die Schrift als die Königin bezeichnete. Dies stellt eine Absage an die Tradition und die jahrhundertelange Interpretationshoheit der Römisch-katholischen Kirche dar. Im Brennpunkt der protestantischen Kritik standen Praktiken, die sich in der Bibel nicht finden lassen bzw. ihr sogar widersprechen, wie etwa die Heiligen- und Marienverehrung, die unbefleckte Empfängnis, der Ablass und die päpstliche Machtstellung in der Kirche.
Literatur: Wenz, Gunther: Art. Sola Scriptura. In: Walter Kasper [Hg], Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg u.a. 2000, Bd. 9, Sp. 703.
Thema: Reformation sozialgeschichtlich 4 Geschlechtergeschichte

Sonne und Mond (ikonograph.) 

In der frühchr. u. mal. Kunst umrahmen S. u. M. beim Kreuztod das Antlitz Christi; die Zusammenschau von S. u. M. ist keine chr. Erfindung, schon die Antike hat die beiden Himmelskörper personifiziert vorgestellt; die altchr. Kunst zeigt zunächst die beiden Himmelsköper als astronomische Gebilde, hat jedoch bald die personalen Vorstellungen der Antike übernommen; nach anfänglichem Schwanken brach in karol. u. otton. Zeit die antike Trad. stark durch; dem tragischen Vorgang des Sterbens Christi enspricht es, dass S. u. M. oft trauernd bzw. weinend dargestellt werden; da S. u. M. schon in der Antike als Herrschafts­insignien angesehen wurden, erscheinen sie bei der Verherrlichung Christi bereits in frühchr. Kunst; S. u. M. stellen in der ma. Kunst öfters Symbole v. Christus und der Ecclesia dar; auch die Lebensalter werden im MA. durch sie charakterisiert; man vergleicht dann die Infantia mit dem M. u. die Juventus mit der S.; in Darstellungen der Schöpfergeschichte werden S. u. M. bisw. gleichfalls personifiziert dargestellt; der M. wird im allgemeinen in enger Beziehung zu Maria gesehen, wobei dann die S. Christus repräsentiert. Thema: Reformation im Kontext, 3b Wallfahrt

Stockholmer Blutbad

Das Stockholmer Blutbad ist die Bezeichnung für die Hinrichtungen, die König Christian II. bei seinen Krönungsfeierlichkeiten in Stockholm am 8. und 9.November 1520 durchführen ließ. Der Hintergrund war das oftmalige Ausscheiden Schwedens aus der Kalmarer Union. 1520 gelang Christian ein Sieg gegen einen schwedischen Reichsverweser. In einem anschließenden Fest ließ er etwa 100 Anhänger des schwedischen Reichsverwesers der Ketzerei anklagen und hinrichten. Das Blutbad war als Abschreckung gedacht, führte aber 1523 zum schwedischen Aufstand unter Gustav Wasa und der schwedischen Unabhängigkeit. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen

Suleiman I.

Süleiman I. (der Große, der Prächtige) regelte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das Finanzwesen, das auf Steuern, Kopfgelder der Nichtmuslime, Tributen und Beute beruhte. Ferner betrieb er den Aufbau der inneren Organisation , ein umfassendes Gesetzwerk, eine straffe Organisation des Heeres und er setzte die Bautätigkeit seiner Vorväter fort. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 1a Osmanische Expansion

 

Anmerkungen

  • [1]

     Vgl. Hartmann, Martina: Mittelalterliche Geschichte studieren. Konstanz. UTB bascis 2004 (= UVK Verlagsgemeinschaft). S. 108f.

  • [2]

     Vgl. Lexikon des Mittelalters. Bd. VII. Stuttgart/Weimar: Metzler 1999. S. 171.



Erstellt: 13.06.2006

Zuletzt geändert: 05.06.2012

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