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Glossar E
Johannes, Sohn des Bauern und Amtmanns Michael Maier, *13.11.1486 Egg (Eck), † 10.2.1543;
Stud. In Heidelberg 1488, 1499 in Tübingen; 1501 Magister artium, Stud. der Theologie in Köln, ab 1502 in Freiburg, 1510 Dr. theol., 1508 Priesterweihe in Straßburg, 1510 Prof. der Theol. in Ingolstadt und Domherr in Eichstätt, 1512 Prokanzler der Univ. Ingolstadt
1517 standen Eck und Luther in gutem brieflichem Kontakt. Die Beziehung wurde getrübt, als Luther die kritischen Bemerkungen zu seinen Ablassthesen in die Hand bekam. 1518 verfasste E. die Gegenschrift zu Karlstadts 406 Thesen und forderte ihn zur Disputation auf. Dies führte zur Leipziger Disputation. Faktisch wandte sich die Gegenschrift gegen Luther und seine Auffassung von der Autorität des Papstes und der Kirche.
War an der zur Widerlegung der Confessio Augustana verfassten Schriften, der Responsi Catholica und der Confutatio maßgeblich beteiligt.
[vgl. Ulrich Köpf: Eck, Johannes. In: Theologische Realenzyklopädie. Hrsg. von Gerhard Müller [u.a.] Bd. 9. Berlin [u.a.] 1982. S. 248-258.] Thema: Reformation kommunikationsgeschichtlich, 3b Exemplarische Inhalte: Martin Luther
Die nur sehr langsam voranschreitende Umgestaltung der kirchlichen Verhältnisse wurde (u. a.) sowohl durch das Aufbrechen gesellschaftlicher Konflikte (Pilgrimage of Grace, 1536/37) als auch durch Machtkämpfe der Adelsfaktionen am Hof (Hinrichtung Cromwells 1540) verursacht. Nach dem Tod Cromwells übt Heinrich selbst den maßgeblichen Einfluß in der Kirchenpolitik, die ein hohes Maß an konfessioneller Offenheit aufweist. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4a England
Der Zugriff auf die materiellen Ressourcen der Kirche führt zu einer entscheidenden Stärkung seiner Position, da er das dadurch gewonnene Land zu günstigen Konditionen weitergibt und sich damit aus den Nutznießern, insbesondere der gentry, eine loyale Anhängerschaft entwickelt. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4a England
England, Rezeption reformatorischen Ideengutes
Eine erste Verbreitung der Ideen Luthers in England findet sich u.a. in Cambridge. Der Vorsteher des Augustinerordens in Cambridge, Robert Barnes, und William Tyndale (Übersetzung des NT ins Englische) veranstalteten öffentl. Diskussionsrunden zu den neuen reformatorischen Gedanken, bei denen wahrscheinlich auch Thomas Cranmer, der spätere Erzbischof von Canterbury, anwesend war. Bis Mitte der 1520er Jahre weitere Ausbreitung wittenbergischen Gedankenguts, insb. an der Universität Oxford. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4a England
Erik von Pommern (1382 – 1459) war der Großneffe der dänisch-norwegischen Königin Margarete und wurde von ihr als Nachfolger bestimmt, um sich deutsche Unterstützung im Konflikt mit Mecklenburg um Schweden zu sichern. Die Regierungsgeschäfte führte allerdings bis zu ihrem Tod 1412 Margarete. Nominell war er ab 1397 König der Kalmarer Union, als Erik VII. von Dänemark, Erik III. von Norwegen und Erik XIII. von Schweden. Nach dem Tod Margaretes war er alleiniger Herrscher. 1439 wird er nach Streitigkeiten als Unionskönig abgesetzt. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 4b Dänemark-Norwegen
1291 schlossen sich die „drei Waldstätten“(Uri, Schwyz und Unterwalden) zum „Ewigen Bund“ zusammen. In den darauf folgenden Jahrhunderten entwickelt sich die Eidgenossenschaft zu einem in sich nicht einheitlich gegliederten Bündnissystem: Von 1513 bis 1798 besteht es aus 13 „Orten“ (1332 Luzern; 1351 Glarus; 1351 Zürich; 1352 Glarus, Zug; 1353 Bern, 1481 Solothurn, Freiburg; 1501 Basel, Schaffhausen; 1513 Appenzell). Daneben gehören der Eidgenossenschaft die sog. „gemeinen Herrschaften“, die von zwei oder mehr Orten gemeinsam verwaltet werden, an (z. B. Blenio, Riviera, Bellinzona und Locarno, Valle Maggia, Lugano, Mendrisio seit 1500 bzw. 1512). Als „zugewandte Orte“ nicht vollberechtigte Mitglieder der Eidgenossenschaft sind u.a. Biel (1352), Fürstabtei St. Gallen (1451), Stadt St. Gallen (1454), Graubünden (1497), Mühlhausen (1515), Rottweil (1519) und das Fürstbistum Basel (1572/80). Genf war seit 1526 zugewandter Ort, stand seit 1530 gegen potentielle savoyische Übergriffe unter dem Schutz der Eidgenossenschaft, vor allem Berns, errang 1536 innerhalb der Stadtmauern Autonomie und verlängerte 1558 den Burgrechtsvertrag auf „ewig“. Die Funktion der Bünde bestand in der Landfriedenssicherung und im gegenseitigen Beistand im Kriegsfall. Eine zentralistisch orientierte Staatlichkeit wurde - dazu waren die Orte in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht zu vielgestaltig – nicht angestrebt, sondern die einzelnen Kantone strebten nach einem möglichst hohem Maß an Autonomie innerhalb eines kollektiven Sicherheitsbündnisses. Alle Kantone betreffenden Angelegenheiten wurden in der Tagsatzung, in die jeder Ort je zwei Gesandte abordnete, diskutiert. 1499 wurde die Eidgenossenschaft durch den Frieden von Basel von allen Pflichten gegenüber dem Reich befreit. Thema: Reformation politikgeschichtlich, 3a Schweizer Eidgenossenschaft – Bündnissystem und 2. Kappeler Krieg
Erstellt: 12.06.2006
Zuletzt geändert: 14.08.2007



