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Völkerschlachtsdenkmal
Erste Vorschläge zum Bau eines großen Denkmals für die Völkerschlacht bei Leipzig entstanden bereits unmittelbar nach der Schlacht. Als ehemaliger Verbündeter Napoleons – und Verlierer der Schlacht – untersagte der sächsische König allerdings zunächst weitere Planungen. Im Jahr 1894 gründete sich ein Förderverein, der den Sieg als Geburtsstunde eines geeinten deutschen Volkes interpretierte. Das mit monumentalen Ritterstatuen geschmückte 91 m hohe Denkmal wurde am 18.10.1913 im Beisein des deutschen Kaisers und des Königs von Sachsen sowie von Vertretern der ehemaligen Verbündeten eingeweiht. Unzweideutig ist das gigantische Bauwerk den politischen Idealen seiner Förderer geschuldet. Seine allegorischen Figuren mahnen daher zu Tapferkeit, Opferfreudigkeit, Glaubensstärke und Volkskraft und ignorieren Leid und Tod.
(ba)
Erstellt: 26.04.2006
Zuletzt geändert: 26.04.2006


