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Erinnerungskultur
Die Erinnerungskultur konzentrierte sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts
eher auf die Siege und „nationale Erhebung“ Deutschlands in den Befreiungskriegen als auf die Erinnerung an die Toten. Statt zum stillen Gedenken riefen spätere Denkmäler in Pose und Widmung nunmehr zur Wachsamkeit gegen Frankreich, kämpferischen Tugend und gehorsamer Pflichterfüllung gegenüber dem Landesherrn auf. Zwar gehen etwa die Walhalla, das monumentale „Hermannschlacht-“ und das „Völkerschlachtsdenkmal“ auf frühe Planungen zurück, wurden aber schließlich in einem zunehmend aggressiv nationalistischen, monarchistischen Sinn realisiert.
Ebenfalls wurden die Gedenktafeln in den Kirchen von 1813-15 oftmals einfach fortgeführt mit den Namen der Gefallenen der späteren und völlig anders gelagerten Kriege. Diese „Tradierung“ der Befreiungskriege endete erst mit dem 1. Weltkrieg.
(ba)
Erstellt: 26.04.2006
Zuletzt geändert: 26.04.2006




