Kultur

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Literatur 

 

Die offizielle Literatur des Empire wurde auf einen antikisierenden Klassizismus verpflichtet und durch das „Institut de France“ gelenkt. Alternative Bewegungen versuchte Napoleon durch restriktive Zensurbestimmungen zu unterdrücken; 1810 wurde eine zentrale Kontrollbehörde für das Buchwesen eingerichtet.
Als literarische Gegenbewegung des Klassizismus mit seiner strengen Regelpoetik entwickelte sich die französische Romantik, die ihm Subjektivität, Gefühlsbetontheit und eine Rückbesinnung auf das Christentum entgegensetzte. Für Letzteres steht vor allem Chateaubriand (1768-1848), der zunächst in den Diensten Napoleons tätig war, sich aber später auch kritisch gegen seinen ehemaligen Förderer wandte. Prominenteste Opponentin Napoleons, dem liberalen Flügel der französischen Romantik zugehörig, war Germaine de Staël (1766-1817), die nach dem Erscheinen von De l’Allemagne 1810 ins Exil gehen musste.

(sb) 

 



Erstellt: 26.04.2006

Zuletzt geändert: 26.04.2006