Kriege

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Konvention von Tauroggen 

 


Abb. 1

Nach monatelangem russischem Drängen unterzeichnete Generalleutnant von Yorck am 30.12.1812 in der Mühle von Poschau einen preußisch-russischen Waffenstillstand für das preußische Hilfskorps im Russlandfeldzug und löste sein Korps am 31.12. aus der Allianz mit Frankreich. Dieser Vertragsbruch wurde in Preußen als Signal zum Aufstand gegen die Franzosen verstanden – er war aber auch Meuterei. Um bei den Franzosen kein Misstrauen zu schüren, wurde Yorck daher zunächst offiziell geächtet. Friedrich Wilhelms III. Reaktion auf Yorcks Eigenmächtigkeit ist nicht restlos geklärt. In der Literatur sowohl als ängstlicher Zauderer wie als kluger Diplomat charakterisiert, schloss er sich der Aufstandsstimmung in Preußen erst an, als Zar Alexander ihm im Februar 1813 die Wiederherstellung Preußens in alter Größe vertraglich zugesichert hatte. Erst danach rehabilitierte er Yorck vollständig.

(ba) 

 



Erstellt: 26.04.2006

Zuletzt geändert: 26.04.2006