Innenpolitik

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Kaiserkrönung und Empire 

 


Abb. 1

1803/04 wusste Napoleon eine royalistische Verschwörung gegen ihn geschickt zum Ausbau seiner Macht zu nutzen; die Stärkung seiner Position wurde nach Aufdeckung des Komplotts allgemein akzeptiert. Am 30.04.1804 schlug der ehemalige Königsmörder Curée Bonaparte zum Kaiser der Republik mit erblicher Kaiserwürde vor, unter Verzicht auf den belasteten Königstitel. Am 18.05. wurde durch Senatsbeschluss die neue Verfassung des Jahres XII erlassen, die Napoleon zum Kaiser machte; das Volk nahm die Beschlüsse per Plebiszit an. Napoleon, der zusätzlich eine religiöse Legitimation verlangte, konnte Papst Pius VII. zu einer Zeremonie überreden, die am 02.12.1804 in Form einer dreiteiligen Kaiserkrönung (Salbung nach traditionellem Ritual, Selbstkrönung Napoleons, Eid auf die Verfassung) in Notre Dame stattfand. Mit dem Empire begann ein neues Zeitalter: Napoleon schaffte sich einen prunkvollen Hof, doch stellte das Kaisertum die alte Monarchie nicht wieder her, sondern festigte nur eine neue „Wohlfahrtsdiktatur“.

(al) 


Abb. 2


Abb. 3

 



Erstellt: 25.04.2006

Zuletzt geändert: 25.04.2006