Biographien

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Napoléon Bonaparte (Buonaparte) 

 


Abb. 1

Artillerieoffizier, Erster Konsul, Kaiser der Franzosen, * 15.08.1769 Ajaccio, + 05.05.1821 St. Helena;

 

Jugend und militärischer Aufstieg 

Napoleon entstammte einer korsischen Adelsfamilie. Sein Vater schickte ihn zur Erziehung nach Frankreich, wo er die Militärschulen von Brienne und Paris besuchte. Nach anfänglichen Sympathien für die korsische Separatistenbewegung brach er mit deren Führer Paoli, was die Familie Bonaparte zwang, Korsika zu verlassen. Napoleon stellte sich nun ganz in den Dienst der Französischen Revolution und wurde nach ersten militärstrategischen Erfolgen (1793 bei Toulon) zum Brigadegeneral befördert. Nach dem Sturz Robespierres kurzzeitig inhaftiert, setzte er seine politisch-militärische Karriere fort, als er 1795 gemeinsam mit Barras erfolgreich einen royalistischen Aufstand niederschlug und im Italienfeldzug siegreich war. Die von Barras vermittelte Verbindung zu Joséphine Beauharnais verschaffte dem jungen Offizier Zugang zur Gesellschaft des Direktoriums.  

Politische Karriere 

Am 18. Brumaire 1799 stürzte der populäre Revolutionsgeneral Bonaparte das durch Misswirtschaft diskreditierte Direktorium, um im Anschluss als Erster Konsul die Staatsgewalt zu übernehmen. Der vorübergehende Friede mit den gegnerischen Koalitionen gab ihm den innenpolitischen Handlungsspielraum für Reformen, die die Errungenschaften der Revolution sicherten und der Gesellschaft eine neue administrative, rechtliche und kulturelle Grundlage gaben. Am 02.12.1804 krönte sich Napoleon in Notre Dame selbst zum erblichen „Kaiser der Franzosen“ und sah sich damit im Innern Frankreichs am Höhepunkt seiner Machtentfaltung. Außenpolitisch gelang es ihm nach siegreichen Feldzügen gegen Österreich und Preußen, vorübergehend eine hegemoniale Stellung in Europa zu behaupten. Der Hauptrivale England ließ sich jedoch auch mit den Mitteln des Wirtschaftskriegs nicht bezwingen.  

Abstieg und Exil 

Nach dem Bruch des Einvernehmens mit Zar Alexander I. entschloss sich Napoleon zum Krieg gegen Russland, wo er jedoch 1812 eine bittere Niederlage erlitt. Auch Preußen und Österreich wandten sich nun gegen die französischen Truppen; die militärische Herrschaft Napoleons über Europa brach mit der Niederlage in der „Völkerschlacht bei Leipzig“ im Oktober 1813 endgültig zusammen. Napoleon wurde 1814 in Paris zur Abdankung gezwungen und auf die Insel Elba verbannt. 

Ermutigt durch die Spannungen unter den europäischen Staaten und durch die reservierte Haltung der Franzosen gegenüber der bourbonischen Restauration, verließ Napoleon im März 1815 sein Exil, um seine Macht zurückzuerobern. Die „Herrschaft der Hundert Tage“ fand jedoch in der Schlacht bei Waterloo durch preußisch-englische Koalitionstruppen ihr baldiges Ende. Napoleon wurde nun von England auf die südatlantische Insel St. Helena verbannt, wo er am 05.05.1821 starb. 

(sb) 

 


Abb. 2


Abb. 3

 



Erstellt: 25.04.2006

Zuletzt geändert: 25.04.2006