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Rheinbund (franz.: Confédération du Rhin)
Am 12.07.1806 gegründetes Bündnis unter dem Protektorat Napoleons von zunächst 16 west- und süddeutschen Fürsten, die am 01.08.1806 ihren Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation erklärten. Napoleons Ziel, ein Gegengewicht zu Preußen und Österreich zu schaffen, das als Puffer dienen konnte, war damit erreicht. Franz II. legte daraufhin die Kaiserwürde nieder, das Reich löste sich auf. Die Rheinbundfürsten hofften auf die Durchsetzung lange geplanter Reformen unter französischem Protektorat und auf einen Zusammenschluss zu einem "Dritten Deutschland" unter Ausschluss der Großmächte. Die Rheinbundakte sah die Umwandlung einer losen Militärallianz zu einem festen Bündnissystem vor, eine Rheinbundverfassung sollte geschaffen werden. Zwar scheiterten die Verhandlungen hierzu, aber es wurden Reformen nach französischem Vorbild durchgeführt. Zwanzig weitere Staaten traten dem Rheinbund bis 1811 bei, der sich nach der Niederlage Napoleons bei der Völkerschlacht von Leipzig 1813 auflöste.
(cb)
Erstellt: 26.04.2006
Zuletzt geändert: 26.04.2006




