Außenpolitik

  / historicum.net / Themen / Napoleon Bonaparte / Themen / Außenpolitik

Reichsdeputationshauptschluss (RDH) 

 

Beschluss der letzten außerordentlichen Reichsdeputation vom 25.02.1803 über die Entschädigung der durch Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich (Friede von Lunéville, 1801) betroffenen weltlichen Fürsten.  

Die geistlichen Fürstentümer wurden aufgehoben (Säkularisation), der Großteil der Reichsstädte, Reichsritterschaften und kleineren weltlichen Territorien wurde den benachbarten Fürstentümern eingegliedert (Mediatisierung). Damit schmolz die Zahl der ehemals über tausend reichsunmittelbaren Herrschaften auf etwas über dreißig zusammen. Die Mittelstaaten wie Bayern, Baden und Württemberg und die Großmacht Preußen erfuhren wesentliche Gebietszuwächse, die sie gegenüber Napoleon zur Loyalität verpflichteten. Auf dessen Druck kam es so zu einer grundlegenden „Flurbereinigung“, die den Prozess der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches (1806) einleitete. 

(sb) 



Erstellt: 26.04.2006

Zuletzt geändert: 15.05.2006


Bookmark and Share