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Über das Projekt

 

Vor zwanzig Jahren hat noch keiner über eine "jüdische Frühe Neuzeit" gesprochen, so eindeutig gehörten die Jahrhunderte zwischen 1500 und 1750 in der Wahrnehmung der Historiker und Judaisten dem Mittelalter an. Ziemlich abrupt, so scheint es, und - wie sollte es anders sein - durch das Wirken eines einzigen 'großen' Mannes (Moses Mendelssohn) zog dann die Moderne mit all ihren fundamentalen Veränderungen für die jüdische Gesellschaft herauf. 

Erst verhalten, mittlerweile jedoch mit deutlicheren Pinselstrichen wird dieses Bild der isolierten, statischen und noch ganz dem Mittelalter verhafteten jüdischen Gesellschaft in der Frühen Neuzeit umgezeichnet. Es ist die Rede von einer eigenen Übergangsepoche zwischen Mittelalter und Moderne, eben einer "jüdischen Frühen Neuzeit" mit den typischen Kennzeichen des "Schon" und des "Noch", des Nebeneinanders von Altem und Neuem. Ein neues, dynamisches, internationales und transdisziplinäres Forschungsfeld ist im Werden begriffen, von sehr flüssigem, vorläufigen Charakter. 

Genau der richtige Zeitpunkt, um damit an die wissenschaftliche Öffentlichkeit zu gehen und von beiden Seiten den Blick über die Grenzen des Fachgebiets zu erleichtern. Und dies umso mehr, wenn man von der Redaktion des Servers Frühe Neuzeit so überzeugend dazu aufgefordert wird. Wie berechtigt das Anliegen ist, zeigt sich sowieso erst bei der Arbeit ... 

 


Abb. 1: Synagoge Schnaittach



Erstellt: 02.02.2006

Zuletzt geändert: 02.02.2006