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Martini, Jakob 

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1. April 2008 

* 16. Oktober 1570 in Langenstein (Halberstadt), protestantischer Theologe, † 30. Mai 1649 in Wittenberg [PND: 100205828]

Kurzbiografie 

Der Sohn eines Pfarrers studierte in Helmstedt und wurde dort als Adjunktus der Philosophischen Fakultät tätig. 1597 nahm er eine Anstellung als Gymnasialrektor und Hofprediger in Norden (Ostfriesland) an. Intensive konfessionelle Spannungen führten jedoch zu einer Flucht Martinis, worauf er schließlich einen Ruf als Professor der Logik und Metaphysik (1602) in Wittenberg annahm. In Wittenberg wechselte er auf die Professur für Theologie (1623), wurde Assessor des Konsistoriums, Probst der Schlosskirche (1627) und Senior der gesamten Akademie. Martini hinterließ zahlreiche theologische Disputationen und Werke und gilt als bedeutender Vertreter der lutherischen Schulphilosophie, der wesentlich um die Etablierung einer wissenschaftstheoretischen Analytik bemüht war. 

Unter seinen Schriften findet sich auch eine Dissertation (1623) zum Wesen und zur Gestalt magischer Handlungen. Der Respondent Nicolai Heinrich arbeitete die Dissertation 1649 zu einer erweiterten Fassung aus. 

Ausgaben vor 1800 

Jacob Martini (Präses) und Heinrich Nicolai (Respondent), Diaskepsis Philosophica, De Magicis Actionibus Earumque Probationibus, [Wittenberg] (Tham) 1623 [Schlüsselseiten im VD17].

Heinrich Nicolai, De Magicis Actionibus, Tractatus Singularis. Philosophico-Theologicus & Historicus. Existentiam, definitionem, qualitatem, cognitionem, probationem, aversionem, & remedia Magicarum actionum discutiens, exemplis & historiis illustrans, & obstantia breviter resolvens, Danzig (Rhetius) 1649 [Schlüsselseiten im VD17].

Literatur 

Christian Gottlieb Jöcher, Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 3, 1751.

Johann Matthias Groß, Historisches Lexicon evangelischer Jubel-Priester, darinnen eine Ehren-Crone der alten ehrwürdigen Lehrer und Prediger enthalten, die in funffzig- und mehr jährigen Aemtern meistentheils viel erfahren und Gott gefürchtet haben, 3 Bde., Nürnberg 1727-1746.

Walter Sparn, Jakob Martini, in: BBK, Band V (1993), Sp. 944-946. [http://www.bbkl.de/m/martini_j.shtml]

Empfohlene Zitierweise

Moeller, Katrin: Martini, Jakob. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/5932/

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Erstellt: 20.06.2008

Zuletzt geändert: 20.06.2008

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