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Gödelmann, Johann Georg 

13.12.99  

* 12.5.1559 in Tuttlingen, + 20.3.1611 in Dresden; studierte zunächst Philosophie in Tübingen, dann ab 1576 Jura in Stuttgart, Tübingen und Wittenberg. In Rostock erlangte er seinen Doktorgrad und hielt Vorlesungen. Ab 1592 war er kursächsischer Hofrat in Dresden und in der Pfalz. War mehrfach Gesandter am kaiserlichen Hof. Er hat verschiedene Werke über Magie und fromme Christenheit verfaßt. Seine über die Carolina gehaltenen Vorlesungen veröffentlichte er unter dem Titel "Tractatus de magis, veneficis et lamiis recte cognoscendis et puniendis: libri tres". Gödelmann lehnte die Folter und die Todesstrafe ab und plädierte für eine mildere Behandlung der Angeklagten. Gödelmann gilt als entschiedener Gegner der Hexenverfolgung. Teufelsbuhlerei und Verwandlungen der Hexen in Tieren beruhten in seinen Augen auf Phantasiegebilden. Die Wasserprobe sei widerrechtlich. (B.H.) 

Lit.: Art. Gödelmann, in: Deutsches biographisches Archiv, Neue Folge, Lfg. 1 1989. 

 

Digitalisierte Werke (Schlüsselseiten)

Von Zauberern, Hexen und Unholden wahrhaftiger Bericht. Frankfurt/M. 1606
BSB 4 Crim. 60 m

 

Empfohlene Zitierweise

Gödelmann, Johann Georg. Aus: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller u. Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/1602/

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Erstellt: 15.02.2006

Zuletzt geändert: 04.05.2006

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