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Malleus Maleficarum (Hexenhammer) 

Werner Tschacher 

24. Juni 2008 

Der Hexenhammer von Heinrich Kramer ist das erste gedruckte Handbuch, welches das Ausnahmedelikt der Hexerei, seinen Ursprung, seine Wirkung und Bekämpfung, systematisch beschreibt, die Täterschaft auf Frauen zuspitzt und detaillierte Prozessanweisungen an weltliche und geistliche Richter gibt. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach den ersten Hexenprozessen und den Anfängen der gelehrten Hexereidiskussion hängt die Niederschrift des ‚Malleus maleficarum‘ mit jenen Verfolgungswellen seit den 1470er Jahren zusammen, die mit dem Beginn der so genannten ‚Kleinen Eiszeit‘, einer gravierenden Klimaverschlechterung, Hungerkrisen und Epidemien in Mitteleuropa einhergingen. In seiner Betonung des Schadenszaubers der Hexen traf das Buch insofern den „Nerv der Zeit“ (Zit. Behringer/Jerouschek 2007, S. 18).

1. Verfasser und Entstehungsgeschichte  

Dass Kramer zumindest der Hauptautor dieses Werkes gewesen ist, haben bereits Hartmann Ammann und Josef Hansen nahe gelegt. Hans-Christian Klose, Jürgen Petersohn, Peter Segl, vor allem aber Günter Jerouschek und Wolfgang Behringer brachten darüber hinaus eine Fülle plausibler Argumente dafür bei, dass Kramer der alleinige Verfasser war und den Namen seines tatsächlichen Widersachers Sprenger ohne dessen Zutun für eigene Zwecke missbraucht hat. Dagegen hielten u. a. Nikolaus Paulus, Lène Dresen-Coenders, André Schnyder, Hans Peter Broedel, Rudolf Fidler und neuerdings Christopher Mackay eine gemeinsame Autorenschaft Sprengers und Kramers für wahrscheinlich. Zwar machen diese Forscher durchaus wichtige Beobachtungen an einzelnen Textstellen, die auf zwei Verfasser verweisen, können aber derzeit keine schlüssige historische Gegennarration entwerfen. Die meisten Indizien weisen nach gegenwärtigem Forschungsstand auf die alleinige Verfasserschaft Kramers hin, so unter anderem folgende:

1.) Anders als Kramer hat sich der Gründer der Kölner Rosenkranzbruderschaft, Jakob Sprenger, weder in seinen wenigen Schriften noch in seiner Tätigkeit als Inquisitor mit der Thematik von Dämonologie, Zauberei und Hexerei beschäftigt. Die Aussagen Mackays (Mackay I, 2006, S. 119-121) über Sprengers angebliche Verantwortlichkeit für die theoretischen Teile des Werkes sind deswegen eher spekulativ, die Überlegungen Fidlers wirken gar pauschal konstruiert.

2.) Der zeitliche Entstehungskontext des Werkes macht eine Zusammenarbeit Sprengers mit dem von ihm bekämpften Kramer unwahrscheinlich.

3.) Sprengers Nachfolger als Prior des Kölner Dominikanerklosters, Servatius Fanckel, hat darüber hinaus dessen Mitwirkung am ‚Hexenhammer’ dezidiert bestritten.  

4.) ‚Selbstbekenntnisse’ Kramers im ‚Nürnberger Hexenhammer’ (eindeutig in der Ich-Form und im pluralis maiestatis) und im ‚Clippeus’ (im pluralis maiestatis).

Die Abfassung des Werkes erfolgte nach Kramers Abreise aus Innsbruck ab Februar/März 1486 in einem unbekannten Kloster. Wolfgang Behringer und Günter Jerouschek haben Vermutungen über Salzburg, Augsburg, Schlettstadt und Speyer als mögliche Abfassungsorte angestellt. Der ‚Malleus maleficarum’ richtete sich gegen die schon erwähnten gelehrten Kontrahenten des Inquisitors, die mit Verweis auf den Canon episcopi die Realität des Hexereideliktes leugneten. Das, wie Behringer und Jerouschek meinen, innerhalb von acht bis neun Monaten eilig entstandene und mit Fehlern aller Art durchsetzte Werk erschien noch im Herbst/Winter 1486 in einer ersten Ausgabe (Ia) beim Speyerer Drucker Peter Drach dem Mittleren: Die erhaltenen Fragmente des Drachschen Rechnungsbuchs verzeichnen nämlich bereits Mitte Dezember 1486 einen Tractat wider die Zauberern, im Januar 1487 einen Tractat wider die Zaubernisse und wahrscheinlich zu Ostern 1487 einen Tractat von den zauberine, offenbar deutsche Titel für das ebenfalls seit Ostern 1487 auch als Tractat de malleomalificarum bezeichnete Werk (Behringer/Jerouschek 2007, S. 22-27). Ein handschriftlicher Autograph, der all dies sicher belegen könnte, wurde bislang allerdings nicht aufgefunden.

Der metaphorische Titelbegriff ‚Malleus‘, seit der Spätantike ein auf glaubenseifrige Personen gemünzter kirchlicher Ehrentitel, verweist auf die Literaturgattung der antihäretischen Gegenschrift (vgl. etwa ‚Malleus Iudeorum‘ des Johannes von Frankfurt von 1420; ‚Flagellum haereticorum fascinariorum‘ des Nikolaus Jacquier von 1458). Der Autor des ‚Hexenhammers‘ gibt zu Beginn selbst an, dass ein großer Teil des Werkes auf der Kompilation älterer Schriften beruhe, dieses ältere dämonologische Material aber neu angeordnet werde. André Schnyder zählte in seinem ausführlichen Kommentarband etwa 1200 Zitate (Schnyder 1993). Zu den wichtigsten Quellen gehören neben der Bibel die Hauptvertreter der Patristik (u.a. Augustinus, Hieronymus, Gregor der Große) und der scholastischen Theologie (u.a. Thomas von Aquin, Wilhelm von Auvergne, Antonius von Florenz) sowie das kirchliche (u. a. Gratian, Dekretalen, Liber sextus) und Römische Recht (u. a. Codex Iustinianus). Um den Ursprung der Hexensekte darzustellen, hat Kramer die Exempla aus dem ‚Formicarius‘ des Johannes Nider eingearbeitet. Ohne Nennung des Autors beruht der dritte Teil des ‚Malleus maleficarum‘ weitgehend auf dem erwähnten ‚Directorium inquisitorum‘ des Nicolaus Eymerich, insbesondere den dort vorgegebenen Frage- und Antwort-Formeln für den Richter. Nicht zuletzt hat Kramer seine eigenen Erfahrungen mit Hexenprozessen berücksichtigt, deren Darstellung sich – wie im Fall des gescheiterten Innsbrucker Hexenprozesses – mitunter durch eine harsche Entstellung der Tatsachen auszeichnet. Mehrfach berichtet er im ‚Hexenhammer‘ von den Hexenverfolgungen des Inquisitors von Como, Lorenzo Solieri da Sant’Agata, in der Grafschaft Bormio (1485), wobei die von Kramer genannte Zahl der Hingerichteten wahrscheinlich übertrieben ist. Andere Angaben des Autors, etwa dass er selbst allein in der Diözese Konstanz achtundvierzig Frauen als Hexen verbrannt habe, dürften dagegen glaubhaft sein.

Die seit Mitte 1487 produzierten Druckausgaben (ab Ib, Speyer: Peter Drach) enthalten vor dem eigentlichen Text des Werkes drei Schriftstücke, von denen die ersten beiden in der Mainzer Offizin Peter Schöffers separat gedruckt, der Ende 1486 erschienenen Erstauflage Drachs (Ia) nachträglich zugefügt und später gewohnheitsmäßig mitgedruckt wurden:

1. die Bulle Papst Innozenz‘ VIII. Summis desiderantes affectibus vom 5. Dezember 1484 gegen die Ketzerei der Hexen,

2. eine Approbation des Werkes in Form eines Notariatsinstruments, unterzeichnet von mehreren Theologen der Kölner theologischen Fakultät vom 19. Mai 1487,  

3. eine Verteidigung des Werkes durch den Autor (Apologia auctoris).

Darauf folgen ein Inhaltsverzeichnis (Tabula) und 128 zweispaltige Folioseiten. Der druckgeschichtliche Entstehungsablauf ist in der Forschung umstritten, doch spricht die Blattzählung dafür, dass zumindest die Apologia von Anfang an zum Hauptteil des Buches gehörte (Schnyder 2008, S. 168; Mackay 2006, S. 136-142; Behringer/Jerouschek 2007, S. 27-30, 116f.; Schnyder 1993, S. 453).

Vor einigen Jahren wurde in den Vatikanischen Archiven die Vorlage der im ‚Malleus maleficarum’ abgedruckten ‚Hexenbulle’ aufgefunden, die Walter Senner einer entsprechenden Supplik Kramers zuordnete. Dieser wichtige Fund hat eine erste Debatte ausgelöst (Senner 2004, S. 399; dazu kritisch Mackay I, 2006, S. 124f., Abdruck ebd., S. 718-720). Wie die Verfasserschaft des ‚Hexenhammers’ war auch die Echtheit des Kölner Notariatsinstruments in der Forschung seit der Kontroverse zwischen Joseph Hansen und Nikolaus Paulus umstritten. Die nochmalige eingehende Untersuchung des Problems durch Mackay macht eine Fälschung des Dokuments im engeren Sinne eher unwahrscheinlich. Offenbar gelang es Kramer in Köln, in Abwesenheit Sprengers, aber vorgeblich in dessen Namen, die volle inhaltliche Unterstützung eines führenden Mitglieds der Theologischen Fakultät, Lambertus de Monte (um 1430/35-1499), für seine Hexenlehre zu erlangen und anderen Kölner Theologen zumindest formelle Einzelbestätigungen abzuringen, die er dann in der Druckversion als offizielles Fakultätsgutachten darstellte (vgl. zuletzt Mackay I, 2006, S. 127-135; Schnyder 2008, S. 167). Eine solche Interpretation der echten Approbation lässt aber eine alleinige Verfasserschaft Kramers im Sinne der These von Jerouschek und Behringer durchaus zu (vgl. Behringer/Jerouschek 2007, S. 108 und Anm. 31). Allerdings bedarf die hervorgehobene Rolle des Lambertus de Monte bei der Publikation des ‚Malleus maleficarum’ noch der eingehenden Erforschung und könnte Überraschendes zu Tage fördern. Der Kölner Thomist Lambertus de Monte war nicht nur ein wichtiger Vertreter der für die Dämonologie Kramers zentralen aristotelischen Physik, sondern gebrauchte im Notariatsinstrument zur Beschreibung seiner vielleicht mehr als nur prüfenden Tätigkeit für die ersten beide Teile des ‚Malleus maleficarum’ die Wendung per me lustratum et diligenter collationatum. Ebenfalls im Notariatsinstrument begrüßte er dort die Überzeugung, dass die „pestbringende Ketzerei“ (pestifere heresis) der Hexen vernichtet werden müsse (in exterminium maleficarum).

2. Dämonologie des ‚Malleus Maleficarum’  

Der eigentliche Text des ‚Hexenhammers’ ist in drei Teile mit insgesamt 57 Fragen gegliedert. Die tatsächliche Gliederung der Fragen und Kapitel entspricht nicht den Ankündigungen der Tabula und ist höchst verworren. Erst die 1494 bei Anton Koberger in Nürnberg gedruckte Ausgabe verbesserte manche Mängel dieser Art. Der erste Teil des ‚Hexenhammers’ behandelt mit der Macht der Dämonen, der Hexe und der Zulassung Gottes (permissio Dei) den Ursprung der Hexerei, der zweite Teil mit dem Teufelspakt und den Schadenszaubereien die Werke der Hexen sowie die möglichen Gegenmittel und der dritte Teil deren juristische Bekämpfung. Die Anlage der einzelnen Kapitel entspricht mit den Fragen (Quaestiones), den zu ihrer Beantwortung angeführten Autoritäten (auctoritates) und Beispielgeschichten (exempla) der scholastischen Methode. Die ca. 280 Exempel des ‚Hexenhammers‘ verkörpern die Empirie (experientia) als eine das Dogma ergänzende Methode der Wahrheitsfindung. Sie sollen besonders im zweiten Teil dazu dienen, Hexerei als ein reales Phänomen in seiner ganzen Bedrohlichkeit glaubhaft darzustellen. Der ‚Hexenhammer‘ betrachtet die Hexen als gefährlichsten Teil einer umfassenden Verschwörung gegen die christliche Gesellschaft. Vor allem die ‚Apologia‘ beschwört das Ende der Zeiten und dokumentiert das apokalyptische Bewusstsein des Autors.

Die Hexen im ‚Malleus maleficarum‘ zeichnen sich insbesondere durch den mit dem Teufel geschlossenen Pakt, geschlechtlichen Umgang mit den Dämonen und Schadenszaubereien aller Art aus. Sie schaden ihren Mitmenschen durch Erzeugung von Unwettern, die Zufügung geistiger und körperlicher Krankheiten, das Krankmachen und Töten des Viehs, Milch- und Butterzauber, Liebeszauber, Impotenz, einschließlich Weghexen des Penis, Schädigung und Tötung der Leibesfrucht. Sie machen sich der Blasphemie schuldig, zum Beispiel indem sie Hostienfrevel begehen. Aus den getöteten Säuglingen stellen die Hexen eine Salbe her. Zwar rücken der durch die Salbe bewirkte Flug durch die Luft und der Sabbat der Hexen darstellerisch in den Hintergrund, doch werden sie als nicht zu leugnende Realitäten betrachtet. Kramers Misogynität bringt ihn dazu, das Hexereidelikt, wie der Titel seines Werkes und die Praxis der von ihm geführten Hexenprozesse dokumentieren, auf Frauen zuzuspitzen und dessen sexuelle Konnotation zu betonen. Frauen zeichnen sich für Kramer durch ihre Glaubensschwäche aus und erscheinen deshalb als ein gefährliches Einfallstor des Teufels.

Hauptziel des Autors ist die Verlagerung der juristischen Aburteilung der Hexen von der Inquisition auf die bischöfliche, vor allem aber auf die weltliche Gerichtsbarkeit. Gegen die von Eymerich und anderen vertretene Linie der spanischen Inquisition, die Zauberei und Hexerei als Häresie und damit prinzipiell rekonzilierbar betrachtet, will Kramer diese als apostatisches crimen mixtum nach Römischem Recht unausweichlich mit dem Tode bestraft sehen und deshalb der Zuständigkeit der Inquisitoren entzogen wissen, da es hierbei, wie er selbst erfahren musste, zu schwerwiegenden Problemen bis hin zur Rettung der Beschuldigten kommen konnte. Die Bischöfe sollen laut ‚Hexenhammer‘ stärker in die Pflicht genommen werden, das Delikt unnachsichtig zu bekämpfen. Die Einleitung des Verfahrens soll nicht mehr nach einer Anklage (accusatio), sondern aufgrund eines bloßen Gerüchts (fama) durch einen Richter von Amts wegen (ex officio) erfolgen. Die Beweisfindung steht im Zeichen von Zeugenschaft und Indizien, wie etwa das Absuchen des Körpers der Beschuldigten nach Hexenmalen. Die in Untersuchungshaft unter moderater Anwendung der Folter zu erlangenden ‚freiwilligen‘ Geständnisse sind für Kramer ein zentrales Instrument der Wahrheitsfindung. Den Beschuldigten wird juristischer Beistand deutlich erschwert. Die ausführliche questio introductoria zum dritten Teil des ‚Hexenhammers’, in der Kramer seine Intention zusammenfassend erläutert, würde im Anschluss an die luziden Forschungen von Peter Segl, Claudia Heimann und anderen eine nochmalige kanonistische Detailuntersuchung verdienen. Gleiches gilt für die damit zusammenhängende Frage von Kramers Benutzung einer ‚versio teutonica’ des ‚Directorium inquisitorum’ Eymerichs.

3. Druckausgaben und Rezeption 

Insgesamt sind achtundzwanzig bzw. neunundzwanzig Ausgaben seit der Erstausgabe 1486 nachweisbar; die letzte erschien 1669 bei Claude Bourgeat in Lyon. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wurde der ‚Hexenhammer‘ zusammen mit anderen dämonologischen Traktaten in Sammelausgaben veröffentlicht. (Liste: Schnyder 1993, S. 2-23; Behringer/Jerouschek 2007, S. 803). Während die frühesten Inkunabelausgaben keinen Autor nennen, erscheint Sprenger seit der 1519 in Nürnberg bei Friedrich Peypus gedruckten Ausgabe sogar als alleiniger Autor. In späteren Drucken wurden er und Kramer auch gelegentlich als gemeinsame Verfasser angeführt. Bereits die zwölf bzw. dreizehn bis 1523 erschienenen Auflagen erweisen den ‚Malleus maleficarum‘ als frühneuzeitlichen Bestseller. Dieser Erfolg wurde möglich durch die kommunikationstechnische und kulturelle Revolution der Erfindung des Buchdrucks. Wilhelm von Bernkastel, der moselländische Chronist der Mirakelbücher von Eberhardsklausen, verdankte der Lektüre des ‚Hexenhammers‘ um 1490/91 gewissermaßen sein ‚Erweckungserlebnis‘, das ihn von der Realität der Hexengefahr überzeugte. Ulrich Tenglers ‚Layenspiegel‘ (1509/11), eine einflussreiche juristische Kompilation, vermittelte die Vorstellungen Kramers, handlich verkürzt, an ein vornehmlich volkssprachlich gebildetes, gleichwohl am Römischen Recht interessiertes Publikum und begünstigte mit den beigefügten Frageformeln die Führung von Hexenprozessen. Wohlwollende Aufnahme fand das Werk bei gelehrten und einflussreichen Autoritäten des frühen 16. Jahrhunderts wie Geiler von Kaysersberg, Johannes Trithemius, Silvester Prierias und Bartholomeo de Spina. Dagegen erwähnte zwar die von Kaiser Karl V. für das Heilige Römische Reich als Strafrechtsbuch erlassene ‚Constitutio Criminalis Carolina‘ (1532) in ihrem einschlägigen Artikel 109 gegen Schadenszauberei den ‚Hexenhammer‘ nicht ausdrücklich, fasste Zauberei aber als ein weltliches Delikt auf und ordnete als Strafe den Tod durch Verbrennung an. Vier Jahre später stellte die Supremà, die oberste Leitung der Spanischen Inquisition, ausdrücklich fest, dass dieser keine zu berücksichtigende Autorität in Hexenfragen darstelle.

Die fünfzehn weiteren Auflagen des Werkes ab 1574 sind auf neue Verfolgungswellen im Zeitalter der Gegenreformation und der Konfessionskriege sowie das dadurch ausgelöste Interesse eines gebildeten Publikums von Theologen, Medizinern und Juristen begründet. Die zahlreichen Exempla des ‚Hexenhammers‘ konnten wie diejenigen des ‚Formicarius‘ als Predigtmärlein dienen und damit auch lateinunkundige und illiterate Laien erreichen, doch ist dieser Aspekt der Rezeptionsgeschichte noch weitgehend unerforscht. Gegenüber früheren Einschätzungen der Forschung sollte die Wirkung des Buches auf die juristische Praxis der epidemischen Hexenverfolgungen nicht überschätzt werden. Bemerkenswert sind die Druckgeschichte und Rezeption in Frankreich, so bei Jean Bodin in seinem Werk ‚De la démonomanie des sorciers‘ von 1580. In Italien, Spanien und Portugal sowie den Kolonien wurden infolge einer offenbar bewussten Richtungsentscheidung gegen den vom ‚Hexenhammer‘ gewiesenen juristischen Weg deutlich weniger Todesurteile in Hexenprozessen erlassen. Bereits um 1600 war die Entwicklung der Hexendämonologie so weit fortgeschritten, dass mit Martin Delrios ‚Disquisitionum magicarum libri sex’ eine erneute summarische Behandlung des Themas zum Bestseller werden und den ‚Hexenhammer‘ gewissermaßen beerben konnte. Delrio rezipierte dabei umfassend das mittlerweile zum dämonologischen Klassiker gewordene Werk Kramers. Demgegenüber stieß es bei den Gegnern der Hexenverfolgungen von Anfang an auf entschiedene Ablehnung. Zu den frühen Kritikern gehörten der Humanist Agrippa von Nettesheim und Johann Weyer. Der Jesuit Friedrich Spee setzte sich in seiner ‚Cautio Criminalis‘ mit dem ‚Hexenhammer‘ auseinander. Der deutsche Aufklärer Christian Thomasius kanzelte ihn 1712 als „höchst verworrene Abhandlung“ (confusissima disputatio) ab.

4. Edition, Faksimiles und digitale Ausgaben des Malleus Maleficarum und des ‚Nürnberger Hexenhammers’ 

Christopher S. Mackay (Ed., Transl.), Malleus maleficarum, Vol., 1, Cambridge 2006 (dazu Schnyder 2008, S. 169).

Günter Jerouschek (Hg.), Malleus Maleficarum 1487. Von Heinrich Kramer (Institoris). Nachdruck des Erstdrucks von 1487 mit Bulle und Approbation, Hildesheim-Zürich-New York 1992.

Ders., (Hg., Übers.), ‚Nürnberger Hexenhammer‘ von Heinrich Kramer. Faksimile der Handschrift von 1491 mit Transkription des deutschen Textes, Einleitung und Glossar, Hildesheim-Zürich-New York 1992. [Schlüsselseiten bei Google-Buch].

André Schnyder (Hg.), Malleus Maleficarum von Heinrich Institoris (alias Kramer) unter Mithilfe Jakob Sprengers aufgrund der dämonologischen Tradition zusammengestellt. Wiedergabe des Erstdrucks von 1487 (Hain 9238), Göppingen 1991.

Digitale Ausgaben: 

Speyer (Peter Drach) 1490:
http://diglib.hab.de/wdb.php?dir=inkunabeln/151-quod-2f-1 (8.6.2008).

Paris (Ioanne Paruo) 1517:
http://alfama.sim.ucm.es/dioscorides/consulta_libro.asp?ref=B19679968&idioma=1 (8.6.2008)

Frankfurt/Main (Nicolaus Basse) 1580:
http://dlxs2.library.cornell.edu/cgi/t/text/text-idx?c=witch;idno=wit060 (8.6.2008)

5. Wissenschaftlicher Kommentar 

André Schnyder, Malleus maleficarum von Heinrich Institoris (alias Kramer), unter Mithilfe Jakob Sprengers aufgrund der dämonologischen Tradition zusammengestellt. Kommentar zur Wiedergabe des Erstdrucks von 1487 (Hain 9238), Göppingen 1993.

6. Übersetzungen des Malleus maleficarum 

Wolfgang Behringer, Günter Jerouschek (Hg., Übers.), Werner Tschacher (Übers.), Der Hexenhammer. Malleus maleficarum, München 62007 (EA 2000).

Digitale Ausgabe in: Hexen. Analysen, Quellen, Dokumente, Berlin 22004 (Digitale Bibliothek 93). Die deutsche Neuübersetzung ersetzt die ältere fehlerhafte Übersetzung des Indologen J.W. Richard Schmidt (1906).

Amand Danet (Prés., Trad.), Henry Institoris (Kraemer) et Jacques Sprenger, Le Marteau des Sorcières. Malleus maleficarum, Paris 1973 (ND Grenoble 1990).

Christopher S. Mackay (Ed., Transl.), Malleus maleficarum, Vol. 2, Cambridge 2006.

Weitere Übersetzungen sind aufgelistet bei Behringer/Jerouschek, Der Hexenhammer, 2007, S. 804. 

7. Literatur 

Hartmann Ammann, Der Innsbrucker Hexenprocess von 1485, in: Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg 34, 1890, S. 3-87.

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Sydney Anglo, Evident authority and authoritative evidence: the ‚Malleus maleficarum’, in: Ders., The damned art. Essays in the literature of witchcraft, London 1977, S. 1-31.

Wolfgang Behringer, Günter Jerouschek, „Das unheilsvollste Buch der Weltliteratur“? Zur Entstehung und Wirkungsgeschichte des Malleus Maleficarum und zu den Anfängen der Hexenverfolgung, in: Dies., (Hg., Übers.), Werner Tschacher (Übers.), Der Hexenhammer. Malleus maleficarum, München 62007 (EA 2000), S. 9-98.

Ders., Malleus Maleficarum, in: Richard M. Golden (Ed.), Encyclopedia of Witchcraft. The Western Tradition, Vol. 3, Santa Barbara, Calif. 2006, S. 717-723.

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Empfohlene Zitierweise

Tschacher, Werner: Malleus Maleficarum (Hexenhammer). In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/5937/

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Erstellt: 27.06.2008

Zuletzt geändert: 04.07.2008