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Hunger, Albert (Albrecht) 

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22. November 2008 

* 1545, aus Kehlheim, 11.2.1604 Ingolstadt; PND 1000295770

Kurzbiografie 

Geboren 1545 in Kehlheim, als Sohn des Rechtsgelehrten Wolfgang Hunger, studierte der Jesuit Hunger in Ingolstadt Philosophie (1562 Magister artium) und anschließend am Collegium germanicum in Rom Theologie. Er erwarb in Padu das Baccalaureat. Seit 1567 öffentlicher Lehrer an der Universität in Ingolstadt, erwirbt er 1570 den Doktor der Theologie und des Rechts und wurde darauf zum ordentlichen Professor der Theologie berufen. Später auch Vize-Kanzler und Inspektor der Universität. 1574 veröffentlichte er gemeinsam mit seinem Schüler Hector Wegmann (Baccalaureus) theologische Thesen zur Magie. Zugleich war Hunger Kanonikus in Passau und erhielt 1575 durch Herzog Albrecht die Probstei zu Pfaffenmünster, die er nach drei Jahren wieder freiwillig abgab. Seit 1578 war Hunger Prokanzler und Superintendent der hohen Schule sowie zugleich Domkanoniker in Eichstädt. 1601 nimmt er an den Religionsgesprächen in Regensburg teil. Hunger starb am 11. Februar 1604 in Ingolstadt. 

Ausgaben vor 1800 

Albert Hunger und Hector Wegmann, De Magia, Theses Theologica, Ingolstadt (Weißenhorn) 1574. [Digitale Ausgabe der Bayerischen Staatsbibliothek].

Literatur 

Karl Bosl (Hg.), Bosls Bayerische Biographie: 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten, Regensburg 1983-1988.

Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Hg.), Allgemeine Deutsche Biographie, 56 Bde., München 1912.  

Christian Gottlieb Jöcher (Hg.), Allgemeines Gelehrten-Lexicon : darinne die Gelehrten aller Stände ... vom Anfange der Welt bis auf ietzige Zeit ... Nach ihrer Geburt, Leben, ... Schrifften aus den glaubwürdigsten Scribenten in alphabetischer Ordnung beschrieben werden, 4 Bde., Leipzig 1750-1751.

Winfried Kausch, Hunger, Albert (Albrecht), in: BBK, Band XXIX, 2008, Spalten 719-724  [http://www.bautz.de/bbkl/h/hunger_a.shtml].

Anton Maria Kobolt, Baierisches Gelehrten-Lexikon: worinn alle Gelehrten Baierns und der obern Pfalz, ohne Unterschied der Stände und Religion, welche bis auf das XVIII. Jahrhundert und zwar bis zum Ausgange des Jahres 1724 daselbst gelebt und geschrieben haben, ..., Landshut, 1795.

Wilhelm Kosch,  Das katholische Deutschland : biographisch-bibliographisches Lexikon, 3 Bde., Augsburg 1933-1938.

Empfohlene Zitierweise

Gawron, Thomas: Hunger, Albert. In: Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung, hrsg. v. Gudrun Gersmann, Katrin Moeller und Jürgen-Michael Schmidt, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/6320/

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Erstellt: 21.11.2008

Zuletzt geändert: 21.11.2008