Schwedens Weg zum Rheinbund 1658

  / historicum.net / Themen / Erster Rheinbund (1658) / Der Rheinbund in Geschichte und Gedächtnis / Schwedens Weg zum Rheinbund 1658

Bengt Büttner 

Schwedens Weg zum Rheinbund 1658 

 

Schwedens Position im Reich seit dem Westfälischen Frieden 

Das Königreich Schweden gehörte ganz unbestreitbar zu den Gewinnern des Dreißigjährigen Krieges. War Schweden bei seinem Kriegseintritt 1630 aus deutscher Perspektive ein fernes, scheinbar unbedeutendes Land unter einer Dynastie von zweifelhafter Legitimität gewesen, so hatte sich das Königreich im Laufe des Krieges zu einer europäischen Großmacht, zum Schutzpatron der deutschen Protestanten und stärksten militärischen Machtfaktor auf deutschem Boden entwickelt. Der Westfälische Frieden hatte diesem Aufstieg 1648 Rechnung getragen und die schwedische Krone durch die Überlassung Vorpommerns, der Herzogtümer Bremen und Verden sowie der Stadt Wismar als ewiger Reichslehen in die Reihe der Reichsstände aufgenommen (Art. X IPO); schließlich waren der schwedischen Krone noch fünf Millionen Reichstaler als Entschädigung für die Auszahlung und Demobilisierung ihrer Truppen zugesprochen worden (Art. XVI,8-9 IPO = Grafik 75, Zeile 19 ff.). [1]

Der Besitz der großen Flussmündungen an Nord- und Ostsee (Weser, Elbe, Oder) ermöglichte es den Schweden, den über die Häfen Bremen, Hamburg und Stettin abgewickelten Seehandel zu kontrollieren und mit Zöllen abzuschöpfen. Gleichzeitig ließ sich auf diese Weise der Gefahr eines kaiserlichen Ausgreifens ans Meer und der Bedrohung des schwedischen Mutterlandes durch eine gegnerische Flotte vorbeugen. Selbst wenn sich einzelne schwedische Politiker noch weit größere Gewinne in Deutschland erhofft hatten, konnte die politische Führung Schwedens mit den Ergebnissen des Westfälischen Friedens im Großen und Ganzen zufrieden sein. Einer späteren Regelung überließ der Frieden nur die verfassungsrechtliche Stellung der Stadt Bremen (Art. X,8 IPO = Grafik 53, vorletzte Zeile), die auf ihrer Reichsunmittelbarkeit beharrte und der schwedischen Königin die Huldigung verweigerte, sowie die genaue Grenzziehung in Pommern, über die sich Schweden und Brandenburg untereinander verständigen sollten (Art. X,2 IPO = Grafik 51, Zeile 3 ff.). Anders als gegenüber ihren Dauerrivalen Dänemark und Polen richtete sich das Interesse der schwedischen Politik in Deutschland nach 1648 daher zuerst auf die Umsetzung der Friedensbestimmungen, um das Erreichte zu bewahren und abzusichern und die Gewinne daraus für Schweden nutzbar zu machen. Voraussetzung dafür war auch ein gewisser Ausgleich mit dem ehemaligen Kriegsgegner, dem Kaiser, von dem die Schweden erst die Investitur mit den neuerworbenen Reichslehen erlangen mussten, bevor sie Sitz und Stimme auf dem Reichstag einnehmen konnten (Art. X,9, 15 IPO = Grafik 54, Zeile 4 u. Grafik 55 drittletzte Zeile). Großen Wert legte die schwedische Politik auf die im Vertrag enthaltene Friedensgarantie aller Reichsstände gegeneinander (Art. XVII,5 IPO = Grafik 81, Zeile 19). Allerdings verhielten sich die Schweden bei ihren Ausgleichsbemühungen nicht immer geschickt und konsequent. [2]

Die Umsetzung der Friedensbestimmungen erwies sich jedoch als nicht ganz einfach, und zwar nicht nur für Schweden: Die vereinbarten Besitzrückgaben kamen zunächst nicht zustande und der Truppenabzug stockte. Viele Festungen und Schanzen blieben von fremden Truppen besetzt, und auch die Zahlungsmodalitäten der schwedischen Satisfaktionsgelder waren im Friedensvertrag nur unzureichend geregelt. Der Krieg zwischen Frankreich und Spanien, der im Westfälischen Frieden ausgeklammert worden war, dauerte an und in seinem Schatten unternahmen lothringische Truppen weiterhin Raubzüge in die Ober- und Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreise. Einen besonderen Konfliktherd bildete die kurpfälzische Festung Frankenthal, die noch lange von spanischen Truppen besetzt gehalten wurde. Da der Kaiser kaum bereit war, ernsthafte Maßnahmen gegen seinen spanischen Vetter zu ergreifen, und den Spaniern stattdessen noch Unterstützung zukommen ließ, begannen die betroffenen Reichsstände darüber nachzudenken, wie sie sich untereinander gegen solche Übergriffe schützen könnten. [3]

Erste Ansätze zu einer deutschen Bündnisbewegung 

Auf schwedische Initiative wurde im Mai 1649 der Nürnberger Exekutionstag eröffnet, um genaue Regelungen für den schwedischen Abzug und, im Gegenzug, für die Auszahlung der schwedischen Entschädigungsgelder zu finden. [4] Als die Verhandlungen zur Räumung der Festung Frankenthal wieder einmal festgefahren waren, kam im Frühjahr 1650 erstmals der Gedanke eines Kreis- und Konfessionsgrenzen übergreifenden Defensivbündnisses auf. Ausgangspunkt solcher Überlegungen war bereits zu diesem Zeitpunkt der Kurfürst von Mainz, Erzbischof Johann Philipp von Schönborn. Auch beim Leiter der schwedischen Delegation in Nürnberg, dem späteren König Karl X. Gustav, stieß die Idee auf Interesse: Im Mai 1650 fand ein geheimnisumwittertes Treffen zwischen Schönborn und Karl Gustav in Kitzingen statt, auf dem der Kurfürst dem schwedischen Prinzen seinen Unionsplan konkreter erläuterte. Das Bündnis sollte mehrere Reichskreise umfassen, ein gemeinsames Heer aufstellen und nicht nur die Räumung Frankenthals erzwingen, sondern darüber hinaus bis zu einem Friedensschluss zwischen Frankreich und Spanien zusammenbleiben. Im Grunde war es nichts anderes als die Idee des Rheinbundes, die Kurfürst Johann Philipp hier zum ersten Mal entwickelte, und die er bis zum Abschluss des Bündnisses von 1658 nicht mehr aus dem Blick verlieren sollte. Obwohl der Plan bei Karl Gustav nur reserviertes Interesse fand, ließ er sich überreden, die Idee als schwedische Proposition den reichsständischen Gesandten in Nürnberg vorzulegen. Diese konnten sich jedoch nur auf eine Vertagung des Vorschlags verständigen und bestätigten damit die Vorurteile Karl Gustavs: Niemals würden die Reichsstände so entschlossene und zielstrebige Maßnahmen ergreifen, schrieb er an seine Kusine, Königin Christina. [5]

Mit der Unterzeichnung des kaiserlich-schwedischen Hauptrezesses am 16./26. Juni 1650 war die militärische Phase der schwedischen Deutschlandpolitik vorerst abgeschlossen. Nun sollten die Schweden ihre Satisfaktionsgelder bis zum August 1650 erhalten und Zug um Zug damit ihre Truppen abziehen und auflösen. Für alle Forderungen, die sie danach noch zu erheben hatten, wurde ihnen die münstersche Festung Vechta als Pfand zugesichert. Auch der spanische Abzug aus Frankenthal war im Rezess vorgesehen, doch blieb die Festung weiter von den Spaniern besetzt und ihr Unterhalt den umliegenden Reichsständen aufgebürdet, so dass die Franzosen bereits damit zu drohen begannen, die Besatzungen ihrer Festungen im Reich ebenfalls aus dem Umland zu versorgen. [6]

Auf Ersuchen der oberrheinischen Stände wandten sich die in Nürnberg verbliebenen Gesandten daher im Juli 1650 an den Kurfürsten von Mainz mit dem Antrag, im Rahmen der Reichsverfassung Mittel und Wege zu ihrem Schutz zu ergreifen. Nach der Reichsexekutionsordnung von 1555 konnten sich bis zu fünf Reichskreise unter Führung des Mainzer Kurfürsten zu einer Kreisassoziation zum Zweck der gemeinsamen Verteidigung zusammenschließen. Kurfürst Johann Philipp nahm den Antrag gerne auf und lud zum kurrheinischen Kreistag im November 1650 auch Vertreter des oberrheinischen Kreises nach Frankfurt ein, um Verhandlungen über eine gemeinsame Kreisdefension aufzunehmen. [7]

Obwohl keinem dieser Reichskreise zugehörig, verfolgte Schweden diese Bündnisansätze mit interessiertem Wohlwollen: Im Januar 1651 wurde der schwedische Rechnungskommissar Georg (von) Snoilsky erstmals von der schwedischen Regierung angewiesen, in Frankfurt Schwedens Wertschätzung dieser Bestrebungen auszudrücken, sowie den Einsatz der schwedischen Königin für die Wahrung des Friedens und der reichsständischen Freiheit zu versprechen. Im März wurde Snoilsky zum offiziellen schwedischen Repräsentanten beim oberrheinischen Kreistag in Frankfurt ernannt. Zusammen mit seinem Kreditivschreiben erhielt er eine ausführliche Instruktion, die ihn anwies, die Bestrebungen der Reichsstände zur gemeinsamen Verteidigung offen zu unterstützen, sich für eine baldige Räumung der Festung Frankenthal einzusetzen und Verbindung zu anderen Reichsständen – sowohl zu evangelischen wie katholischen – aufzunehmen. [8]

Tatsächlich führten die Frankfurter Verhandlungen am 21. März 1651 zum Kurrheinischen Rezess, zu einem Bündnis, das die drei geistlichen Kurfürsten (die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier) zur gemeinsamen Verteidigung vereinbarten. Da das Bündnis ohne den evangelischen Kurfürsten von der Pfalz geschlossen war, war es kein Kreisabschied, doch verstand sich das Bündnis ausdrücklich als offen für den Beitritt weiterer Stände auch aus anderen Reichskreisen. In diesem Sinne war es als Erfolg zu werten, dass bereits wenige Wochen später, am 2./12. April 1651, der oberrheinische Kreis dem kurrheinischen Bündnis beitrat. [9] Selbst wenn der Beitritt ohne praktische Folgen blieb und die vereinbarten Truppenstärken niemals zur Verteidigung der Bündnispartner ausreichten, so war hier erstmals ein Bündnis nach den Vorstellungen des Mainzer Kurfürsten entstanden, das als Vorläufer für den Rheinbund bezeichnet werden kann.

Der Hildesheimer Bund und sein Scheitern 

Auch in anderen Gegenden des Reiches regten sich im Frühjahr 1651 ähnliche Bestrebungen: Im April beschlossen die Vertreter der drei welfischen Herzogtümer (Braunschweig-Lüneburg-Calenberg, ‑Celle und ‑Wolfenbüttel) auf einer Hauskonferenz in Braunschweig, ein Bündnis untereinander einzugehen, das sich nach Möglichkeit auch auf andere, benachbarte Stände wie Hessen-Kassel, Schweden für Bremen-Verden oder auch Brandenburg für die Fürstentümer Halberstadt und Minden erstrecken sollte. Vor allem die Schweden nahmen die Bündnisidee gut auf und bekundeten auf einer Konferenz mit den braunschweigischen Vertretern in Stade (April/Mai 1651) ihr Interesse daran. [10] Trotzdem dauerte es bis zum Februar 1652, bis Vertreter der drei braunschweigischen Herzogtümer, Hessen-Kassels sowie Schwedens in Hildesheim zu abschließenden Bündnisverhandlungen zusammentraten. Die schwedischen Gesandten, der schwedisch-bremische Kanzler Johann Stucke und sein Kanzleirat Adolf Benedikt Marschalk, waren von der Regierung in Stockholm zum Abschluss eines reinen Defensivbündnisses instruiert worden, um Ruhe und Frieden im Reich aufrechtzuerhalten. Schweden sollte darin eine weitgehend passive Haltung einnehmen, weder größere noch kleinere Bündnispflichten übernehmen als andere Mitglieder und auch keine Leitung des Bündnisses anstreben. [11]

Der Hildesheimer Bund konstituierte sich am 14./24. Februar 1652 als Defensivbündnis zwischen den drei braunschweigischen Herzogtümern, Hessen-Kassel sowie Schweden für die Herzogtümer Bremen-Verden. Nach dem Willen seiner braunschweigischen Urheber definierte sich die Allianz als Vorstufe zu einer allgemeinen Wehrverfassung des gesamten Niedersächsischen Kreises (§ 2 = Grafik 5, Zeile 15 ff. ); doch sollte sich die angestrebte Wehrverfassung auch auf diejenigen Gebiete der Vertragspartner erstrecken, die nicht dem Niedersächsischen Kreis angehörten, wie die Herrschaften des Landgrafen von Hessen-Kassel, das Herzogtum Verden oder die Grafschaften Hoya und Diepholz (§ 3 = Grafik 6, Zeile 7 ff.). Ebenso wie der Kurrheinische Rezess war der Hildesheimer Bündnisvertrag offen für den Beitritt weiterer Partner formuliert. Besonders Hessen-Kassel hatte darauf gedrungen, möglichst auch katholischen Ständen eine Beteiligung zu ermöglichen, so dass der Beitrittsartikel ausdrücklich sowohl evangelische als auch katholische Stände vorsieht (§ 21 = Grafik 31, Zeile 6 ff.). [12] Auch sonst hielt sich der Hildesheimer Bündnisvertrag an das kurrheinische Vorbild, und dadurch, dass sein Text seinerseits der Rheinischen Allianz zugrunde lag, steht die Allianz von Hildesheim in einer Entwicklungslinie der deutschen Bündnisbewegung vom Kurrheinischen Rezess 1651 über die Rheinische Allianz 1654 und die Konvention von Frankfurt 1655 bis hin zum Rheinbund.

Die überkonfessionelle Anlage des Hildesheimer Bundes wurde im August 1652 Realität, als sich zu der nach Hameln anberaumten Auswechslung der Ratifikationen unter den Verbündeten auch Abgeordnete der Bischöfe von Paderborn und Münster einfanden. Während der Münstersche Gesandte eine sehr vorsichtige und abwartende Haltung einnahm, versprachen die Paderborner Vertreter, eine Beitrittserklärung ihres Fürsten beizubringen, die im September auch erfolgte. [13] Die Auswirkungen des Hildesheimer Bundes blieben trotzdem bescheiden. Gleich nach dem Abschluss und noch vor der Auswechslung der Ratifikationen hatten die Schweden das Bündnis durch ihre Residenten in Wien und Frankfurt bekannt gemacht, verbunden mit der Versicherung, dass das Bündnis keinesfalls gegen den Kaiser gerichtet sei. Die voreilige Bekanntmachung erhöhte vielleicht das schwedische Prestige bei den in Frankfurt versammelten Ständevertretern, während die Hildesheimer Verbündeten verwundert reagierten. Ob der Nachricht allerdings auch eine Rolle für die im April erfolgte spanische Räumung der Festung Frankenthal zukam, wie sie der schwedische Resident in Wien beanspruchte, sei zumindest dahingestellt. [14]

Im Niedersächsischen Kreis selbst gewährleistete das neue schwedische-braunschweigische Zusammenwirken einen für Schweden erfolgreichen Ablauf des Niedersächsischen Kreistages, der im Oktober 1652 in Lüneburg eröffnet wurde. Er fand ohne Vertreter der Stadt Bremen statt, die auf schwedischen Wunsch von der Teilnahme ausgeschlossen blieb. In der strittigen Frage des Kreisdirektoriums setzte sich die schwedische Rechtsposition mit braunschweigischer Unterstützung gegen die magdeburgische durch: Während das Direktorium künftig zwischen Schweden (für Bremen-Verden) und Magdeburg alternieren sollte, fiel dem braunschweigischen Fürstenhaus das Kondirektorium zu. Außerdem wurde Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg-Celle zum Kreisobristen gewählt. Einer Minderheit an Kreisständen zum Trotz verabschiedete der Kreistag eine Wehrverfassung und die Aufstellung einer Kreisarmee. [15]

In allen anderen Fragen außerhalb des Niedersächsischen Kreises kam die schwedische Deutschlandpolitik jedoch nicht weiter. Die kaiserliche Belehnung Schwedens war im Herbst 1652 vorerst gescheitert, und als Folge davon sollte Schweden auch von dem für 1653 anstehenden Reichstag ausgeschlossen werden, während der Streit mit Brandenburg um die hinterpommersche Zollerhebung weiter andauerte. [16] In der Konsequenz ließ das schwedische Interesse an einer fortgesetzten Bündnis- und Ausgleichspolitik in Deutschland seit Ende 1652 sichtbar nach; stattdessen setzten die Schweden nun stärker auf die Verfolgung und Durchsetzung partikularer Ziele. Persönliche Eingriffe Königin Christinas, ihre geplante Abdankung und ihre sich abzeichnende Hinwendung zum Katholizismus trugen dazu bei, die schwedische Politik unberechenbar zu machen und die evangelischen Parteigänger Schwedens im Reich zu verunsichern. [17] Der Eroberungskrieg, den der neue König Karl X. Gustav seit 1655 in Polen führte, tat ein Übriges, um das Vertrauen, das sich die schwedische Politik seit 1648 erworben hatte, wieder zu verspielen. Unter diesen Umständen erscheint es zwangsläufig, dass der Hildesheimer Bund der neuen schwedischen Geringschätzung für die deutsche Bündnisbewegung bald zum Opfer fiel.

Nachdem sich Schweden und Brandenburger im Grenzrezess von Stettin (Mai 1653) endlich auf eine Grenzziehung zwischen Vor- und Hinterpommern sowie auf die Verteilung der Zolleinnahmen geeinigt hatten, stand einem besseren Verhältnis zwischen Schweden und Brandenburg eigentlich nichts mehr im Wege. Daher war es naheliegend, dass Brandenburg nach einem für die evangelischen Kreisstände enttäuschenden Westfälischen Kreistag in Essen (Sept. 1653) Anschluss beim Hildesheimer Bund suchte. [18] Ende 1653 nahm der brandenburgische Gesandte Wesenbeck Kontakt zu den braunschweigischen Herzogtümern und zur schwedisch-bremischen Regierung in Stade auf, um Unterstützung für Brandenburg im Westfälischen Kreis zu mobilisieren und eine Aufnahme Brandenburgs in den Hildesheimer Bund zu sondieren. Der brandenburgische Aufnahmewunsch stieß sowohl bei den Braunschweigern als auch bei den Schweden auf ein positives Echo, doch verhielt sich die schwedische Seite widersprüchlich: Zwar erhielt Wesenbeck im November 1653 auch in Stade die Zusage schwedischer Unterstützung; trotzdem schickte die Stader Regierung im Januar 1654 eine Warnung vor einem Beitritt Brandenburgs zum Hildesheimer Bund nach Stockholm. Königin Christina zeigte gar kein Interesse mehr und erteilte auch keine Weisung in dieser Frage, so dass sich die Erweiterung des Hildesheimer Bundes verzögerte. [19]

Umso engagierter verfolgte Königin Christina ihr Ziel, die Stadt Bremen noch vor ihrer Abdankung zu unterwerfen. Bereits beim Abschluss des Hildesheimer Bundes hatten sich die Schweden in einer Protokollnotiz freie Hand für ein Vorgehen gegen die Stadt geben lassen. Auf direkte königliche Order eröffnete der schwedisch-bremische Gouverneur Graf Königsmarck im April 1654 die Feindseligkeiten gegen die Stadt. [20] Dass sie dadurch ihre norddeutschen Nachbarn und Verbündeten von sich entfremden würden, nahmen die Schweden in Kauf. Schon im November 1653 hatten die Braunschweiger Herzöge erfolglos die Einstellung der schwedischen Befestigungsarbeiten bei Verden verlangt. Auch die braunschweigische Unterstützung für die Zulassung der Stadt Bremen auf dem Regensburger Reichstag (Febr. 1654), brachte die Schweden nicht von ihrem Kurs ab. Irgendwelche Versuche der Schweden, den Hildesheimer Bund ihrerseits für die eigene Sache zu instrumentalisieren und sich die alliierte Billigung ihres Vorgehens gegen Bremen zu erkaufen, indem sie auf den brandenburgischen Erweiterungswunsch eingingen, blieben aus. [21]

Stattdessen ließen sich die schwedischen Abgesandten nur widerwillig auf den Niedersächsischen Kreiskonvent ein, der im April 1654 in Hamburg tagte. Außer einer Rechtfertigung für den Übergriff gegen Bremen gaben die Schweden erneut die allgemeine Zusage für eine Erweiterung des Hildesheimer Bundes um Brandenburg ab, doch wollten sie darüber erst nach dem schwedischen Thronwechsel verhandeln. Schließlich sprengte der schwedisch-bremische Ratspräsident Erskein die Sitzung unter dem Vorwand des strittigen Kreisdirektoriums. [22] Die Braunschweiger verloren nun jede Hoffnung auf eine weitere Zusammenarbeit mit Schweden und wandten sich fortan Brandenburg zu.

Zwar wickelte König Karl Gustav das bremische Abenteuer nach der Abdankung Christinas rasch ab: Im September 1654 wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt; am 28. November einigten sich beide Seiten auf den Vergleich von Stade. [23] Der Hildesheimer Bund erholte sich jedoch nicht mehr von der schwedischen Vernachlässigung. Die Annäherung der braunschweigischen Herzogtümer an Brandenburg führte im September 1654 sowie im Juli 1655 zu zwei Defensivbündnissen. Selbst wenn das Bündnis von 1655 noch einen Beitritt Brandenburgs zum Hildesheimer Bund vorsah (§ 3), ist es nie dazu gekommen. [24]

Wie sehr sich der Hildesheimer Bund erledigt hatte, zeigte sich beim dänischen Angriff auf die schwedischen Herzogtümer Bremen und Verden im Juni 1657: Als die Schweden unter Berufung auf das Bündnis Unterstützung von den braunschweigischen Herzögen begehrten, stellten sich deren Vertreter auf den Standpunkt, dass der Bund seit dem schwedischen Thronwechsel gar nicht mehr bestehe, da König Karl Gustav die Ratifikation für seine Person nicht erneuert habe. Der Niedersächsische Kreis, durch den Hildesheimer Bund in eine gemeinsame Defensionsverfassung gesetzt, gestand im Oktober 1657 nach langem Zögern zu, die Festung Bremervörde ab Dezember mit Kreistruppen belagern zu wollen, falls diese dann noch von den Dänen besetzt sei. Als sich der Einsatz dieser Kreistruppen im Dezember noch weiter verzögerte, waren schließlich auch die Schweden damit einverstanden, dass die Kreismiliz wieder aufgelöst wurde, zumal die schwedische Kriegführung gegen Dänemark ihrer Hilfe ohnehin nicht mehr bedurfte. [25]

Wenn der Hildesheimer Bund also nicht zur Aufnahme neuer Mitglieder in der Lage war, dann musste eine mögliche Weiterentwicklung der deutschen Bündnisbewegung auf anderer Grundlage stattfinden. 

Neue Bündnisansätze am Rhein 

Das militärische Vorgehen gegen Bremen 1654 hatte im Reich Unruhe geweckt; besonders der Bischof von Münster hatte sich über die Zusammenziehung schwedischer Truppen an der Unterweser, in der Nähe seines Herrschaftsgebiets, besorgt gezeigt. Unabhängig davon wurden die rheinischen Reichsstände durch Truppendurchzüge im Rahmen des französisch-spanischen Krieges bedroht. [26] Auf münstersche Initiative fanden daher seit Oktober 1654 Verhandlungen über eine gemeinsame Verteidigung statt, die am 15. Dezember in Köln zur Rheinischen Allianz zwischen den Kurfürstentümern Köln und Trier, der Pfalzgrafschaft Neuburg sowie dem Fürstbistum Münster führten. Ebenso wie der Hildesheimer Bund war die Rheinische Allianz offen für den Beitritt katholischer wie evangelischer Reichsstände; sie konterkarierte ihren überkonfessionellen Charakter jedoch durch einen geheimen Nebenrezess, nach dem der eigentliche Zweck des Bündnisses auf die Erhaltung und Förderung des katholischen Glaubens gerichtet sei. [27] Die Hinzuziehung des Kurfürstentums Mainz war zwar erwogen worden, doch war der Mainzer Vertreter schließlich doch nicht in Köln erschienen. [28] Noch im selben Monat erging deshalb die Anfrage an den Mainzer Kurfürsten, ob nicht auch er der Allianz beitreten wolle. Um die Ernsthaftigkeit dieser Anfrage zu unterstreichen, bewarben sich Münster und Neuburg im Gegenzug um Aufnahme in den Kurrheinischen Rezess, mit dem sich 1651 Mainz, Köln und Trier verbündet hatten. Mit ihrer Aufnahme zu Beginn des Jahres 1655 war die Verschmelzung der beiden Bündnisse eingeleitet; durch die Konvention von Frankfurt über den Mainzer Beitritt zur Rheinischen Allianz kam sie im August 1655 zum Abschluss. [29]

Auch die Frankfurter Konvention war offen für evangelische Stände. Ein überkonfessionelles Bündnis entsprach dem alten Wunsch des Mainzer Kurfürsten Johann Philipp, der die Einbeziehung evangelischer Reichsstände als notwendige Bedingung für eine erfolgreiche Gleichgewichtspolitik zwischen den Großmächten Spanien, Österreich und Frankreich erkannt hatte. [30] Seit Herbst 1655 sondierten die Rheinischen Alliierten daher verschiedene Optionen zur Erweiterung ihrer Allianz: durch die Neuburger im Kurfürstentum Bayern sowie in Frankreich, auf münstersche Initiative in den Niederlanden [31], während der Mainzer Ratspräsident Johann Christian von Boineburg den Kontakt zur Landgrafschaft Hessen-Kassel herstellte. In einem Briefwechsel (Februar-März 1656) zeigten sich die Hessen durchaus interessiert am Vorschlag eines hessischen Beitritts zur Rheinischen Allianz und an deren Verbindung mit dem Hildesheimer Bund. Ein Beitritt Hessen-Kassels fand auch die Zustimmung der übrigen Rheinischen Alliierten; gegen eine Verbindung mit dem Hildesheimer Bund erhoben sie jedoch schwere Einwände. [32]

Grund dafür war der Krieg, den der Hildesheimer Bündnispartner Schweden seit Sommer 1655 mit brandenburgischer Unterstützung in Polen führte und den sich die Alliierten ins Reich zu holen fürchteten, falls sie sich mit Schweden verbündeten. Die Mehrzahl der Alliierten wollte einem Einladungsschreiben der Allianz an Hessen-Kassel sowie an die braunschweigischen Herzogtümer nur ohne eine Erwähnung des Hildesheimer Bundes zustimmen. Allein in Mainz war man der Meinung, dass die Einbindung Schwedens und Brandenburgs in ein Defensivbündnis dem Frieden im Reich dienen könne. [33] Von den ersten Sondierungen bis zum Abschluss des Rheinbundes war es folglich die Furcht vor einer Verwicklung in Schwedens Kriegführung, die die Frage einer schwedischen Mitgliedschaft überschattete.

Von einer eigentlichen schwedischen Reichspolitik konnte seit Beginn des polnischen Krieges kaum mehr die Rede sein. Als König Karl Gustav seinen Gesandten Georg von Snoilsky im Mai 1655 für den Reichsdeputationstag in Frankfurt bevollmächtigte, beschränkte sich seine Anweisung darauf, allen Seiten gegenüber wohlwollende Bereitschaft in terminibus generalibus zu erweisen. Im April 1656 wies er Snoilsky an, gute Korrespondenz v.a. mit Brandenburg zu halten, da dem König Gerüchte über die Bildung einer katholischen Liga im Reich zu Ohren gekommen waren. Noch im selben Monat wusste Snoilsky an den König zu berichten, dass sich das Bündnis der katholischen Rheinfürsten angeblich auf Neuburger Betreiben gegen Brandenburg richte, und dass inzwischen auch Hessen-Kassel dazu eingeladen worden sei. [34] Im August 1656 hatte Snoilsky eine Audienz beim Kurfürsten von Mainz. Thema ihrer Unterredung war die Besorgnis über kaiserliche Truppenüberführungen an den italienischen Kriegsschauplatz, während die Bündnispläne des Mainzer Kurfürsten unberührt blieben. Trotzdem war Snoilsky über die Bündnisgespräche unter den deutschen Gesandten informiert. [35]

Die Einladungsschreiben, welche die Rheinische Allianz schließlich im September 1656 verschickte, richteten sich zunächst nur an Hessen-Kassel sowie an die drei braunschweigischen Herzogtümer und vermieden jeden Bezug zum Hildesheimer Bund. Snoilsky meldete ihre Verschickung noch im selben Monat an König Karl Gustav und bewertete sie nicht als Grund zur Besorgnis. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, sich beim König nach der offiziellen schwedischen Haltung gegenüber einem Bündnis zu erkundigen. Durch seine Kontakte zu Kurfürst Johann Philipp sowie zum braunschweigischen Gesandten Polycarp Heiland war er über die Bündnispläne informiert und wusste um die Bereitschaft zumindest bei Mainz und Pfalz-Neuburg, Schweden zumindest für Bremen-Verden in ein solches Bündnis aufzunehmen, wie er im Oktober berichtete. Während die hessischen und braunschweigischen Regierungen ihre Reaktion auf die Einladung untereinander abstimmten, konnte Snoilsky Ende Oktober 1656 Kopien nicht nur der Einladungsschreiben, sondern auch der Bündnisverträge von Köln 1654 und Frankfurt 1655 nach Stockholm übersenden. [36]

Anfang Dezember war der Entscheidungsprozess der Hessen und Braunschweiger abgeschlossen. In ihren Antwortschreiben nahmen sie die Einladung an und baten die Rheinischen Alliierten um Terminvorschläge für die Verhandlungen. Am 30. Dezember 1656 gab der braunschweigische Vertreter Heiland in Frankfurt eine Erklärung für die Eingeladenen ab, nach der sie die Einladung zwar grundsätzlich angenommen hätten; vor Verhandlungsbeginn müssten sie die Einladung allerdings auch an ihre Bündnispartner im Hildesheimer Bund mitteilen. Deshalb wünschten sie von den Rheinischen Alliierten noch vor der Mitteilung zu wissen, ob diese auch die Hildesheimer Bündnispartner Schweden und Brandenburg (!) mit in die Allianz aufnehmen würden. [37] Nachdem der Mainzer Ratspräsident Boineburg im Januar 1657 auf einer Rundreise die Zustimmung der alliierten Höfe zu einer solchen Aufnahme eingeholt hatte, konnten die Alliierten am 21. Februar 1657 die gewünschte Entschließung beibringen. Die Braunschweiger waren jedoch noch immer nicht zufrieden und wollten nun auch die offizielle Reaktion der beiden zusätzlichen Beitrittskandidaten abwarten, ehe sie in Verhandlungen eintraten. [38]

Noch bevor im März 1657 die braunschweigischen und hessischen Anfragen an König Karl Gustav und den Kurfürsten von Brandenburg erfolgten, hatte Snoilsky die alliierte Entschließung nach Schweden melden können und ein königliches Antwortschreiben erhalten. Dieses enthielt die erste positive Reaktion Karl Gustavs gegenüber den neuen Bündnisbestrebungen im Reich und wies Snoilsky an, eine Aufnahme von Schweden und Brandenburg weiter zu befördern. Außerdem sollte er sich eine Kopie des Rheinischen Allianzvertrags verschaffen und zur Begutachtung an den schwedischen Legaten Graf Johan Oxenstierna nach Wismar senden. [39]

Das neue Interesse des Königs an der Bündnisbewegung war deutlich von der wachsenden Kriegsgefahr inspiriert, die Schweden mittlerweile von dänischer Seite drohte. Die dänische Politik hielt das schwedische Engagement in Polen für eine günstige Gelegenheit, den Schweden ihre Gewinne aus dem Krieg 1643-1645 wieder zu entreißen. Dänemark hatte daher schon länger mit der Aufrüstung begonnen, so dass sich die schwedisch-bremische Regierung mehrfach an die Niedersächsischen Kreisstände wandte mit der Aufforderung, den Frieden zu erhalten und Dänemark von einem Krieg abzuraten. Nach dem Tod Kaiser Ferdinands III. am 2. April lag es außerdem in Schwedens Interesse, im Bündnis mit Frankreich, den Kurfürsten und anderen Reichsständen die erneute Wahl eines habsburgischen Kaisers zu verhindern. [40]

Die Sondierungsgespräche, die Snoilsky Anfang Juni sowohl mit Kurfürst Johann Philipp von Mainz als auch mit dessen Ratspräsidenten Boineburg führte, verliefen allerdings enttäuschend für Snoilsky. Keiner von beiden äußerte sich zur Rheinischen Allianz und zu den Vorteilen, die Schweden davon für seine Sicherheit im Reich zu erwarten hätte. Stattdessen drückte der Kurfürst seine Bestürzung über den neuerlich ausgebrochenen dänisch-schwedischen Krieg aus und erging sich in langatmigen Ausführungen über den allgemeinen Nutzen eines Friedensbündnisses, wie Snoilsky berichtete. [41]

Während die brandenburgische Antwort auf die Bündnisanfrage bereits im April bei Braunschweigern und Hessen eingetroffen war, hatte König Karl Gustav bis zum Juni offiziell noch nichts von sich verlauten lassen. Die Bündnisanfrage war sowohl ins königliche Feldlager nach Polen als auch an Oxenstierna in Wismar gelangt; nach dessen Anweisungen gab Snoilsky den braunschweigischen und hessischen Gesandten in Frankfurt die Zusage, Schweden werde sich an den Verhandlungen beteiligen. Mitte Juni erreichte Snoilsky endlich ein Schreiben des Königs, das jedoch nichts weiter als die Anregung enthielt, nach einer Abstimmung zwischen Schweden und Brandenburg eine Konferenz aller Eingeladenen abzuhalten. [42]

Karl Gustav blieb zwar skeptisch gegenüber den Allianzplänen; unter dem Eindruck des dänischen Angriffs auf die Herzogtümer Bremen und Verden bevollmächtigte er Snoilsky trotzdem am 19./29. Juni zur Teilnahme an den Verhandlungen, verbunden mit der Anweisung, Ziel und Zweck der geplanten Allianz zu erforschen, ihre Übereinstimmung mit der Reichsverfassung, dem Westfälischen Frieden sowie mit dem Hildesheimer Bund zu prüfen und sicherzustellen, dass hinter der Allianz keine gefährlichen Absichten verborgen seien. Außerdem sollte Snoilsky den Alliierten versichern, Schweden sei bereit, in ein Bündnis zum Besten der evangelischen Sache und zur Erhaltung des Friedens einzutreten. [43] Kurz nach seiner Instruktion brach Karl Gustav seinen festgefahrenen polnischen Feldzug ab und marschierte an der Spitze eines nur 9000 Soldaten umfassenden Heeres nach Jütland, um den dänischen Truppen in Holstein und Bremen-Verden den Rückzug abzuschneiden und den Krieg nach Dänemark selbst zu tragen. [44]

Unterdessen appellierten seine Diplomaten an alle größeren Reichsstände sowie an Frankreich, sie möchten Schweden gemäß dem Westfälischen Frieden und der Reichsexekutionsordnung gegen die „dänischen Friedensbrecher“ beistehen. Sie erlangten jedoch nichts als gute Worte, und auch die schwedische Berufung auf den Hildesheimer Bund hatte keinen Erfolg mehr. Anstatt Hilfe zuzusagen, ließen Schwedens Hildesheimer Verbündete durch ihre Gesandten beim König darauf verweisen, welchen Nutzen er von einem Eintritt in die Allianz haben könnte, die nun in Frankfurt verhandelt werden sollte. [45]

Die Verhandlungen bis zum Abschluss des Rheinbundes 

Vollmacht und Instruktion hatten Snoilsky in Frankfurt noch gar nicht erreicht, als am 18. Juli 1657 endlich die Hauptverhandlungen zwischen den Rheinischen Alliierten und den Beitrittskandidaten begannen. Auch der brandenburgische Abgeordnete Canstein konnte noch keine genügende Legitimation vorweisen – ein Umstand, den die alliierten Vertreter nutzten, um die ohnehin nur widerwillig angenommenen Beitrittskandidaten Schweden und Brandenburg sogleich wieder von den Verhandlungen auszuschließen. Stattdessen wollten sie nun erst ein Separatbündnis mit Hessen-Kassel und den braunschweigischen Herzogtümern schließen und dann mit Schweden und Brandenburg weiterverhandeln: Tatsächlich schienen die braunschweigischen und hessischen Gesandten Ende Juli geneigt, ihren Widerstand gegen ein solches Vorgehen aufzugeben. Snoilskys erste Berichte an den schwedischen König sind denn auch von großem Misstrauen gegen die alliierten Ausschlussversuche und gegen die Nachgiebigkeit v.a. der braunschweigischen Gesandten diesen Versuchen gegenüber geprägt. Unter den Vertretern der Beitrittskandidaten waren es vor allem die hessischen Abgeordneten Krosigk und Zobell, die zu Snoilsky hielten, während die braunschweigischen in enger Abstimmung mit Brandenburg handelten. [46]

Unterdessen spitzte sich die politische und militärische Situation für Schweden immer weiter zu: Auf dem polnischen Kriegsschauplatz wichen die Schweden mittlerweile vor den verbündeten polnischen und österreichischen Truppen zurück. Zusätzlich hatten Dänemark und Polen im Juli 1657 ein Bündnis gegen den gemeinsamen Feind geschlossen. In dieser Situation entschloss sich König Karl Gustav, den erfahrenen Diplomaten Mattias Biörenklou nach Frankfurt zu schicken. Er sollte auf dem Reichsdeputationstag gegen die Wahl eines habsburgischen Kaisers agitieren und auf den Einschluss Schwedens sowie aller seiner deutschen Provinzen in ein Bündnis mit den katholischen Reichsfürsten hinwirken. Als er Anfang August in Frankfurt eintraf, brachte er endlich auch die ersehnte Vollmacht für Snoilsky mit. [47]

Die Widerstände gegen dessen Zulassung zu den Bündnisverhandlungen blieben jedoch weiter bestehen. Ganz offensichtlich waren sie längst nicht nur formaler Natur, sondern in den kriegerischen Verwicklungen Schwedens und in den daraus für Deutschland befürchteten Gefahren begründet. Es bedurfte erst des persönlichen Eingreifens durch den Mainzer Kurfürsten, um in feierlicher Sitzung am 19. August die Zulassung sowohl Schwedens als auch Brandenburgs zu erwirken. Diese war jedoch ausdrücklich an die Versicherung Snoilskys und Cansteins geknüpft, dass sich ihre beiden Prinzipale an die Ziele der angestrebten Allianz, also an den gegenseitigen Schutz gegen jede Gewalt, an die Erhaltung des Friedens und an die Nicht-Einmischung der Allianz in ausländische Kriege, halten wollten. Trotzdem dauerte es noch über einen Monat, bis am 3. Oktober 1657 tatsächlich die erste Plenarsitzung einschließlich des schwedischen und des brandenburgischen Vertreters stattfand. [48]

Bis dahin war der Kurfürst von Brandenburg von seinem schwedischen Bündnispartner abgefallen und hatte mit dem bisherigen Kriegsgegner Polen den Vertrag von Wehlau [49] geschlossen. Dem schwedischen König musste die in Frankfurt vorgeschlagene Defensivallianz unter diesen Umständen als ein katholisches Komplott erscheinen, um die braunschweigischen Herzogtümer und Hessen-Kassel von Schweden zu entfremden, wie er im September 1657 gegenüber einem hessischen Gesandten äußerte. Seine Anweisungen für Biörenklou und Snoilsky sahen denn auch Anfang Oktober vor, die Allianz nur dann weiter zu verfolgen, wenn diese auch eine Hilfeleistung gegen Österreich und Dänemark umfasse. Wäre dies nicht der Fall, dann sollten sie lieber ein Bündnis Schwedens mit dem evangelischen Reichsfürsten betreiben, und zwar zur Flankierung einer großen europäischen Allianz, zu der Karl Gustav Schweden, Frankreich und England im Kampf gegen Habsburg zusammenzuschließen hoffte. [50]

Die erste Plenarsitzung am 3. Oktober ließ indes nur wenig für die Bereitschaft der Rheinischen Alliierten erhoffen, sich für Schweden und seine Konflikte zu engagieren. Der würzburgische Kanzler Mehl, der die Sitzung mit einer Übersicht über die Ziele der Allianz und über den bisherigen Verlauf der Allianzverhandlungen eröffnete, erwähnte den schwedischen König immer nur in seiner Eigenschaft als Herzog von Bremen und Verden; von Pommern war dagegen nie die Rede, was sofort Snoilskys Misstrauen erregte. Separate Hintergrundgespräche mit dem hessischen Gesandten Badenhausen bestärkten ihn in seiner Auffassung, dass die Alliierten keineswegs dazu bereit waren, den Schweden in ihren Kriegen beizustehen und die schwedischen Territorien Vorpommern und Bremen-Verden gegen polnische und dänische Einfälle zu schützen. Als er König Karl Gustav von der Sitzung berichtete, schlug Snoilsky daher eine Verzögerungstaktik vor: Indem er die Hinzuziehung weiterer evangelischer Reichsfürsten sowie Frankreichs zur Allianz ins Gespräch brachte, wollte Snoilsky zum einen die Reaktion seiner katholischen Verhandlungspartner testen und zum anderen einem allzu raschen Fortschreiten der Verhandlungen bis zu einem Allianzabschluss ohne Schweden vorbeugen. [51]

Nachdem im Laufe des Oktobers sowohl die brandenburgische als auch die französische Vollmacht zu weiteren Allianzverhandlungen in Frankfurt eingetroffen war, fand am 31. Oktober die nächste Plenarsitzung statt. Hier einigte man sich zunächst darauf, den Rezess der Rheinischen Allianz von 1654 zur Grundlage für den beabsichtigten Bündnisvertrag zu machen. Außerdem wurde die Mainzer Verhandlungsführung beauftragt, ein für alle Verhandlungsteilnehmer gleichlautendes Vollmachtformular aufzusetzen. Snoilskys Vorschlag nach Hinzuziehung weiterer Verhandlungspartner wurde einhellig abgelehnt, um die Verhandlungen nicht weiter aufzuhalten. [52]

Obwohl Snoilsky und Biörenklou noch Anfang November eine königliche Anweisung erhielten, nach der sie sich keineswegs auf ein Bündnis mit beschränkter Beistandspflicht gegenüber Schweden einlassen sollten, fragte Snoilsky kurze Zeit später zurück, ob sie ein solches Bündnis nicht doch für die Herzogtümer Bremen und Verden allein eingehen könnten, zumal ja auch der Hildesheimer Bund 1652 schwedischerseits nur für diese beiden Provinzen abgeschlossen war. Tatsächlich nahmen sie damit nur den Mainzer Entwurf für das Vollmachtformular vorweg, das für Schweden nur Bremen und Verden erwähnte; Pommern sollte nach dem Willen der Alliierten  also von der Beistandspflicht ausgenommen bleiben. Und die alliierten Vorbehalte gegen eine unbeschränkte Beistandspflicht an Schweden wurden nur verstärkt, als Nachrichten von einem polnischen Einfall in Schwedisch-Pommern nach Frankfurt gelangten. [53]

Auf der Plenarsitzung vom 14. November erklärte der würzburgische Kanzler Mehl im Namen der Mainzer Verhandlungsführung, dass sich das beabsichtigte Defensivbündnis gemäß dem Kölner Rezess von 1654 und den Einladungsschreiben von 1656 nicht auf bereits bestehende Kriege erstrecken könne; anderenfalls sei es ein Offensivbündnis. Die Alliierten und ihre Beitrittskandidaten könnten sich deshalb keinesfalls weder in den schwedisch-dänischen noch in den schwedisch-polnischen Krieg verwickeln lassen. Allerdings seien sie bereit, unter Ausschluss dieser Kriege eine Defensivallianz mit den Eingeladenen für alle ihre im Reich gelegenen Provinzen einzugehen. Für Schweden bedeutete dies, dass die Alliierten Schweden gegen alle Feinde außer gegen Polen und Dänemark beistehen wollten. Mehls Erklärung stieß auf heftige Proteste sowohl Snoilskys als auch des brandenburgischen Vertreters Canstein, die den Alliierten vorwarfen, unter solchen Bedingungen hätten sie ebenso gut auf eine Einladung verzichten können, weil Schweden und Brandenburg zum Zeitpunkt der Einladung in einen Krieg verwickelt waren. Besondere Enttäuschung erregte bei den Schweden, dass sich auch die hessischen und braunschweigischen Vertreter der Erklärung Mehls anschlossen. Nach einer weiteren Sitzung am 16. November wurden die Verhandlungen zunächst bis zum Monatsende unterbrochen. [54]

Snoilsky nutzte die Zeit für die Abfassung einer Denkschrift, mit der er die alliierte Argumentation über den Ausschluss bestehender Kriege widerlegen wollte. Nach seiner Meinung handelte es sich auch dann noch um ein Defensivbündnis, wenn sich die Verbündeten mit einer Macht zusammenschlossen, die gerade einem feindlichen Angriff ausgesetzt war, so wie Schweden in Bremen-Verden durch Dänemark. Ebenso wenig wie die Alliierten wünsche der schwedische König eine alliierte Verwicklung in Schwedens Kriege außerhalb des Reiches; doch hoffe der König umgekehrt, durch die Allianz jede Verwicklung seiner deutschen Provinzen in auswärtige Kriege abzuwehren. Falls sich die Alliierten also entschlössen, die schwedischen oder auch die brandenburgischen Provinzen im Reich nicht gegen mögliche Angriffe zu verteidigen, dann würden sie damit nicht etwa den polnischen Krieg, sondern die deutschen Provinzen Schwedens und Brandenburgs vom Bündnis ausnehmen, anders als sie in der alliierten Erklärung vom 21. Februar 1657 angeboten hatten. Mehr noch: Da die Allianzverhandlungen nach dem Willen der Alliierten als ein Schritt zur der in der Reichsverfassung vorgesehenen Generalgarantie aller Reichsstände verstanden werden sollten, sei es umso unverständlicher, wenn sich die Alliierten nun weigerten, einem angegriffenen Reichsstand wie Schweden zur Seite zu stehen. Außerdem hätten sich auch die Alliierten selbst vor kurzem noch im offenen Krieg mit der Stadt Münster befunden, ohne dass die Eingeladenen von den Allianzverhandlungen zurückgetreten seien. Schließlich könne sich ein so beschränktes Bündnis wie das von den Alliierten angebotene niemals zur Bewahrung des Friedens und der reichsständischen Freiheit auswirken, sondern würde potentielle Friedensstörer geradezu ermutigen. [55]

Snoilskys Denkschrift hat ihre Adressaten nie erreicht. Stattdessen sollte auf der nächsten Plenarsitzung am 26. November erstmals ein Rezessentwurf beraten werden. Dass es den Schweden gelungen war, ihren König auch als Herzog von Pommern in den Entwurf aufnehmen zu lassen, stellte nur einen äußeren Erfolg dar. [56] Inhaltlich bestanden die Differenzen über die Beistandspflicht weiter, und so erhielten die schwedischen Gesandten in Frankfurt am 5. Dezember überraschenden Besuch von den versammelten Vertretern Hessen-Kassels und der drei braunschweigischen Herzogtümer. In einem langen Vortrag warb der wolfenbüttelsche Kanzler Schwartzkopf eindringlich für die Vorteile, die Schweden selbst dann von einer Allianz habe, wenn sich die Hilfeleistung der Alliierten nicht auf Schwedens bestehende Kriege mit Polen erstrecke. Um eine Kränkung Schwedens möglichst abzumildern, schlug Schwartzkopf erstmals vor, die strittige Beschränkung der alliierten Hilfsverpflichtung in einen Nebenrezess auszugliedern, und ließ außerdem die alliierte Bereitschaft erkennen, Bremen-Verden nach der vollständigen Räumung durch die letzten dänischen Invasoren in das Bündnis aufzunehmen. Beide Vorschläge waren offenbar mit dem Kurfürsten Johann Philipp von Mainz abgestimmt, wie die Schweden auf Nachfrage erfuhren. Der Vorschlag eines Nebenrezesses zur Regelung der Beistandspflicht an Schweden sollte im weiteren Verlauf der Verhandlungen immer wieder auftauchen. [57]

Als Mitte Dezember ein überarbeiteter Vertragsentwurf vorgestellt wurde, herrschte auf schwedischer Seite erst einmal wieder Ernüchterung vor: Der Entwurf enthielt nun keine Erwähnung Pommerns mehr und nahm die Alliierten ausdrücklich von jeder Beistandspflicht in ausländischen Kriegen aus. Außerdem sollten nun auch alle Hilfsverpflichtungen auf der Basis älterer Verträge ausgeschlossen bleiben, so dass Schweden nun auch auf alle Hilfsansprüche aus dem Hildesheimer Bund verzichten sollte! Von Snoilskys Änderungswünschen war kein einziger berücksichtigt worden, und zu allem Überfluss war Schweden auch noch zu hoch mit Kontingenten zum Bündnisheer veranschlagt. So war für Schweden nichts erreicht, als die Rheinbundverhandlungen am Jahresende 1657 für längere Zeit unterbrochen wurden. [58]

In den folgenden Monaten standen zunächst andere Dinge im Vordergrund: Im Reich war die prinzipielle Entscheidung für die Wahl Leopolds von Habsburg zum Kaiser gefallen; seinen Gegnern konnte es nur noch darum gehen, seinen Handlungsspielraum durch eine möglichst eng gefasste Wahlkapitulation einzuschränken, und darüber wurde nun in Frankfurt verhandelt. [59] Gleichzeitig erreichte der Krieg zwischen Schweden und Dänemark seinen Höhepunkt: Dem schwedischen König Karl Gustav war es zum Entsetzen der Dänen gelungen, über die zugefrorenen Meerengen des Kleinen und des Großen Belts von Jütland bis vor Kopenhagen zu marschieren. Bei den rasch eingeleiteten Friedensverhandlungen mussten die Dänen größte Zugeständnisse machen und im Frieden von Roskilde (26. Feb. 1658) auf rund ein Drittel ihres Landes sowie auf zwei norwegische Regionen verzichten. Währenddessen nahmen die Spannungen zwischen Schweden und Brandenburg in Polen weiter zu, bis Brandenburg und Österreich am 30. Januar / 9. Februar 1658 ein offensives Bündnis gegen Schweden schlossen. [60]

Die Franzosen waren zunächst sehr enttäuscht über das Scheitern aller Gegenkandidaturen zur habsburgischen Kaiserwahl und machten dafür auch den Kurfürsten von Mainz mitverantwortlich; sie lenkten jedoch rasch ein und beschlossen, dass Frankreich nun erst recht dem in Frankfurt verhandelten Bündnis der deutschen Fürsten beitreten müsse, um diesem Bündnis einen stärker antihabsburgischen Einschlag zu geben und ein Gegengewicht zum Kaiser zu schaffen. Die französischen Gesandten Gramont und Lionne führten daher seit Januar 1658 Separatverhandlungen mit den Mainzer und Kölner Vertretern und warben auch um hessische und braunschweigische Zustimmung zum Beitritt Frankreichs, während sie gegenüber den besorgten schwedischen Gesandten beteuerten, dem Bündnis niemals ohne Schweden beizutreten. Tatsächlich waren es jedoch eher die Hessen und Braunschweiger als die Franzosen, die einen Beitritt ihrer Fürstentümer ohne Schweden ablehnten. [61]

Auf zwei internen Konferenzen in Berlin und Magdeburg versuchten die braunschweigischen Minister im Februar und April 1658, auch die seit dem Abschluss ihres Bündnisses mit Österreich noch skeptischer gewordenen Brandenburger von den Vorteilen einer Allianz zu überzeugen. Sie argumentierten, dass eine Allianz unter Einschluss von Schweden und Brandenburg doch das beste Mittel zur Erhaltung des Friedens und zur Abwendung eines Krieges zwischen ihnen sei, doch vermochten sie die brandenburgischen Bedenken nicht zu zerstreuen. [62]

Nach dreimonatiger Unterbrechung der Verhandlungen schien die Idee des Rheinbundes bereits gescheitert zu sein, wie der schwedische Gesandte Mattias Biörenklou Anfang April 1658 an König Karl Gustav schrieb. Zwar beteuerten Biörenklou und Snoilsky gegenüber den hessischen und braunschweigischen Vertretern in Frankfurt nach wie vor ihren Beitrittswillen; doch hatten zunächst die ursprünglichen Partner der Rheinischen Allianz, außer Mainz und Köln noch Trier, Pfalz-Neuburg und Münster, ihr Bündnis am 6. April 1658 ohne die Beitrittskandidaten erneuert. [63] Und Karl Gustav verfolgte inzwischen wieder seine Idee eines schwedischen Kriegsbündnisses mit Frankreich und England gegen Österreich, ohne damit jedoch in Paris oder London auf größeres Interesse zu stoßen. Die Franzosen setzten eher auf ein Friedensbündnis mit den deutschen Fürsten unter Einschluss Schwedens, um den neuen Kaiser zur Einhaltung seiner Wahlkapitulation zu zwingen. Ihre Frankfurter Gesandten Lionne und Gramont rieten Biörenklou daher, Schweden möge sich keinesfalls aus den Bündnisverhandlungen zurückziehen und die Reichsfürsten auf diese Weise in die Arme Österreichs treiben. [64]

Auf französischen Vorschlag wurden schließlich am 17. April 1658 die Bündnisverhandlungen in Frankfurt wiederaufgenommen. Der schwedische Vertreter Snoilsky war zunächst nicht eingeladen worden, vermutlich nur aufgrund eines Versehens der Mainzer Verhandlungsführung, nahm aber auf Begehren der hessischen und braunschweigischen Vertreter trotzdem an der Sitzung teil. Auf dem Programm stand die Fortsetzung der Beratungen über den im Dezember 1657 vorgelegten Vertragsentwurf, und wieder war es der brandenburgische Gesandte Canstein, der durch eine Vielzahl an Änderungsvorschlägen zu erkennen gab, dass er nur an der Verzögerung der Verhandlungen interessiert war. So rangen sich nun auch die braunschweigischen Vertreter dazu durch, das Bündnis notfalls ohne Brandenburg abzuschließen, solange den Brandenburgern ein späterer Beitritt offen bliebe. [65] Snoilsky simulierte auf den folgenden Sitzungen bis Mitte Mai zwar weiterhin sein Interesse an einem raschen Fortgang der Verhandlungen. Doch jedes Mal, wenn die Alliierten tatsächlich zur Unterzeichnung schreiten wollten, erhob er Einwände: König Karl Gustav müsse erst die französischen Bündnisbedingungen kennen, bevor er selbst eintreten könne; auch die Bestimmungen der kaiserlichen Wahlkapitulation müssten vorher bekannt sein,  zumal das Bündnis ja zu deren Aufrechterhaltung geschlossen würde. Schließlich müsse Schweden auf der unbeschränkten Beistandspflicht der Alliierten sowie auf der Forderung nach einer allgemeinen Garantie der schwedischen Reichsterritorien bestehen. Dabei wusste Snoilsky genau, dass er die Unterzeichnung mit seinen Ausflüchten höchstens um einige Wochen verzögern konnte. [66]

Hintergrund für Snoilskys Verzögerungstaktik war die ungewisse Haltung des schwedischen Königs in der Bündnisfrage. Zwar hatte sich Karl Gustav nach längerem Schweigen wieder geäußert und seit April 1658 eine Reihe von Weisungen nach Frankfurt gesandt. Da das Bündnis mit Frankreich und England nicht zu erreichen war, hatte der König seinen geplanten Feldzug  im Reich verschoben. Stattdessen sollten seine Gesandten nun den Ausgleich mit Österreich suchen und gleichzeitig ein schwedisches Bündnis mit Pfalz-Neuburg und den evangelischen Reichsfürsten verfolgen. Gegen ein reines Friedensbündnis trug der König Bedenken; vielmehr wollte er freie Hand gegen Brandenburg behalten und am liebsten ein Angriffsbündnis mit Pfalz-Neuburg allein abschließen. Auf Hjalmar Crohns machen die königlichen Weisungen den Eindruck, als habe der König die Depeschen seiner Frankfurter Gesandten niemals zur Kenntnis genommen. [67]

Als auf der Plenarsitzung am 24. Mai 1658 ein neuer Rezessentwurf vorgestellt wurde, erhob Snoilsky wiederum die Forderung, der schwedische König solle im Bündnisvertrag auch den im Osnabrücker Friedensinstrument vorgesehenen Titel als pommerscher Herzog erhalten; damit lenkte er die Aufmerksamkeit seiner Verhandlungspartner zurück auf die grundlegende Frage, wie weit sich die Beistandspflicht der Alliierten gegenüber Schweden nun tatsächlich erstrecken sollte. Die erstmals für den 29. Mai anberaumte Unterzeichnung des Vertrags scheiterte an der Abwesenheit der schwedischen und brandenburgischen Vertreter; ohne diese waren jedoch auch die hessischen und braunschweigischen Gesandten nicht bereit, den Vertrag zu unterschreiben. Erneut beschloss man am 1. Juni, die Beistandsfrage in einen Nebenrezess auszugliedern. [68] Nach einem Vorschlag der Mainzer Verhandlungsführung sollte Schweden in seinen deutschen Provinzen zwar keinen Beistand gegen Polen selbst erhalten; doch sollten die Alliierten zum Beistand gegen alle anderen Feinde Schwedens verpflichtet werden. Ein solcher Nebenrezess, der bis zum Ende des schwedisch-polnischen Krieges befristet gewesen wäre, hätte sich vor allem gegen die polnischen Verbündeten Österreich und Brandenburg gerichtet. Vorsichtiger formuliert war der braunschweigische Vorschlag, nach dem die Alliierten während des schwedisch-polnischen Krieges von der Hilfeleistung an Schweden ausgenommen werden sollten, falls die schwedischen Provinzen von polnischen Truppen selbst oder von Truppen im Dienst bzw. unter dem Kommando des polnischen Königs angegriffen würden. Nachdem Snoilsky seine Ablehnung des Vorschlags signalisiert hatte, wurde auch dieser Vorschlag wieder fallengelassen. [69]

Als  Anfang Juni der französische Entwurf für einen Beitrittsvertrag bekannt gegeben wurde, erhöhte sich der Druck auf die Schweden weiter, zu einem Abschluss zu gelangen. Obwohl der Entwurf Schweden zunächst nicht einmal unter den Alliierten erwähnte, erklärten die Franzosen, dass sie nur zusammen mit Schweden in die Allianz eintreten würden. Snoilsky und Biörenklou, die zu diesem Zeitpunkt immer noch ohne königliche Weisung waren, wurden nun immer dringlicher um eine Entscheidung für oder gegen einen Beitritt Schwedens angegangen, da die Alliierten das erweiterte Bündnis möglichst noch vor der Kaiserwahl unter Dach und Fach zu bringen wünschten. [70] Um ihrem König eine Entscheidung zu erleichtern, fügten die beiden ihren Ersuchen Denkschriften an, aus denen ihre unterschiedlichen Einschätzungen und Erwartungen an das Bündnis hervorgehen:

Snoilsky wog eher skeptisch alle Argumente pro et pro non subscribendo gegeneinander ab: Für einen Beitritt sprach für ihn die Wahlkapitulation des künftigen Kaisers, die sich mit Hilfe der Allianz schärfer fassen und besser durchsetzen lasse, ferner die Zufriedenstellung der französischen Wünsche sowie ganz allgemein der Umstand, dass sich Schweden nach so langen Verhandlungen schlechterdings nicht mehr von der Allianz zurückziehen könne, ohne neues Misstrauen bei den Alliierten zu erregen. Gegen einen Beitritt Schwedens führte er an, dass Bündnisse dieser Art immer Misstrauen gegen Schweden und Frankreich weckten, dass der Bündniszweck nicht hinreichend klar sei (!), dass die meisten Bündnispartner Schweden ohnehin nicht sonderlich wohl gesonnen seien, und dass dem König durch das Bündnis eher die Hände gebunden würden, als dass er zur Zeit Vorteile davon habe. Biörenklou sprach sich optimistischer gegenüber der Allianz aus und vertrat die Meinung, der König könne sie gefahrlos abschließen, selbst wenn sie die schwedischen Provinzen im Reich nicht gegen Polen schütze. [71]

Gegen Ende Juni erhielten Biörenklou und Snoilsky endlich die lange erwartete königliche Weisung: Karl Gustav stand einem Allianzbeitritt nach wie vor sehr reserviert gegenüber, zumal er glaubte, die beschränkte Hilfsverpflichtung für Schweden schmälere seinen Anspruch auf die Generalgarantie aller seiner deutsche Besitzungen, die ihm der Westfälische Friedensvertrag zugestand. Da er jedoch nicht wollte, dass die Allianz ohne ihn zustande kam, gab er seinen Vertretern Vollmacht zur Unterzeichnung. Im Gegenzug für die alliierten Vorbehalte, Schweden im Krieg gegen Polen zu unterstützen, forderte er nun seinerseits von den Alliierten, dass auch alle Unterstützer Polens – gemeint war vor allem Brandenburg – vom Bündnis ausgeschlossen bleiben müssten. Insbesondere gegen Brandenburg wollte der König freie Hand für einen Feldzug behalten. Außerdem sollte das Bündnis seinen Anspruch auf eine Generalgarantie ausdrücklich festhalten. [72]

Snoilsky konnte in seinem Antwortschreiben an den König nicht verhehlen, dass er die neuen Forderungen für einen Fehler hielt; trotzdem machten sich die schwedischen Vertreter an die Ausarbeitung eines eigenen Entwurfs für einen Nebenrezess gemäß den königlichen Vorgaben. Der Entwurf sah vor, dass die Verbündeten den Schweden im Reich keine Hilfe gegen einen Angriff des polnischen Königs und dessen Truppen zu leisten brauchten; gegen alle anderen Angriffe aber, folglich auch durch Bündnispartner Polens, sollten sie zur Hilfeleistung an Schweden verpflichtet sein. Der schwedische König behielt sich seinen Anspruch auf die unbeschränkte Garantie seiner deutschen Besitzungen durch die Reichsstände vor und verpflichtete die Alliierten zur Mitwirkung daran. Schließlich sollte ein nachträglicher Allianzbeitritt nur mit ausdrücklicher Zustimmung aller ursprünglichen Alliierten möglich sein. Letztere Bestimmung war eindeutig gegen Brandenburg gerichtet, wie Biörenklou auf Nachfrage offen einräumte. [73] Die von Mainzer und Kölner Seite vorgetragenen Gegenvorschläge liefen dann wieder darauf hinaus, dass Schweden in den deutschen Provinzen überhaupt keine Hilfe gegen Brandenburg und Österreich erhalten sollte, waren jedoch weder bei den schwedischen noch den hessischen und neuburgischen Vertretern durchsetzbar. Angesichts dieser Pattsituation wurden nun auch wieder alternative Bündnispläne erwogen, z.B. ein Bündnis der evangelischen Reichsfürsten mit Schweden ohne Beteiligung der Kurfürsten. [74]

Somit war es in der letzten Verhandlungsphase nur noch die Frage der Bündnishilfe an Schweden, an der nicht nur der Beitritt Schwedens, sondern auch der ganze Rheinbund zu scheitern drohte. Während der Beitrittsvertrag für Frankreich seit der Vorstellung des französischen Entwurfs Anfang Juni in wenigen Lesungen beraten und bis Mitte Juli verabschiedet wurde, erwies sich der Abschluss des Rheinbundvertrags unter Einbindung Schwedens bis zur Kaiserwahl als illusorisch. Dazu trugen auch die Bestimmungen der kaiserlichen Wahlkapitulation bei, denn nachdem die Schweden faktisch den Ausschluss Brandenburgs aus dem Rheinbund forderten, war es den Brandenburgern gelungen, der Kapitulation die sog. clausula reciproca einzufügen: Während sich der Kaiser verpflichtete, Spanien keine Hilfe gegen Frankreich und dessen Bundesgenossen zukommen zu lassen, sollten Frankreich und dessen Verbündete umgekehrt auch keinem Angriff auf das Reich und dessen Glieder Vorschub leisten dürfen. Damit war Schweden von jeder Unterstützung in einem Krieg gegen Österreich oder Brandenburg abgeschnitten, während der Kaiser umgekehrt die Möglichkeit behielt, sich an einem Krieg zwischen Schweden und Brandenburg zu beteiligen. Die Kaiserwahl am 18. Juli 1658 fand mithin ohne jede Sicherheitsleistung für Schweden statt, weder durch die Wahlkapitulation noch durch die Generalgarantie oder den Rheinbund. [75]

Inzwischen erdachte man immer neue Lösungen, um Schweden doch noch einen Eintritt in den Rheinbund zu ermöglichen und gleichzeitig die Auswirkungen eines drohenden Krieges zwischen Schweden und Brandenburg zu neutralisieren. Am 17. Juli nahmen die Gesandten Boineburg, Wilhelm Egon von Fürstenberg und Heiland dem schwedischen Vertreter Snoilsky das Versprechen ab, Schweden werde das Bündnis auch ohne einen Einschluss Pommerns eingehen. Gleichzeitig unterbreiteten sie ihm den Vorschlag, die Allianz in zwei Fassungen abzuschließen, einer Version für Schweden ohne Erwähnung Brandenburgs und einer zweiten für Brandenburg ohne Erwähnung Schwedens und Pfalz-Neuburgs. Auf diese Weise wollte man den Niedersächsischen und den Westfälischen Reichskreis in einem Krieg zwischen Schweden und Brandenburg neutralisieren. Die Braunschweiger entdeckten als erste, dass sie durch eine solche Lösung sogar in zwei Kriege statt in einen verwickelt werden könnten, und lehnten den Vorschlag ab. Am 26. Juli boten Boineburg und Witte ein Bündnis ohne Brandenburg an, das den Schweden Beistand in Bremen, Verden und Wismar gewähren sollte, unter der Bedingung, dass Schweden den brandenburgischen Territorien Halberstadt und Minden Neutralität gewährte. Dafür sollte Snoilsky sofort zum Abschluss schreiten oder wenigstens sein Einverständnis erklären; er bat jedoch um Aufschub, bis er Anweisung vom König erhalten habe. [76]

Bei den Alliierten und den übrigen Beitrittskandidaten einschließlich Frankreichs wuchs nun wieder die Neigung, das Bündnis nicht nur ohne Brandenburg, sondern auch ohne Schweden abzuschließen. Eine Unterzeichnung scheiterte am 31. Juli nur an der Erklärung des hessischen Gesandten Dörnberg, nicht zu einem Bündnis ohne Schweden ermächtigt zu sein. Zusätzlich erhoben die Verhandlungspartner nun ein schwedisches Entgegenkommen in der Neutralisierungsfrage zur Vorbedingung für einen Einschluss Schwedens, nachdem sie der schwedischen Forderung nach einem Ausschluss Brandenburgs nachgekommen waren. Entsprechend wurde der Rezessentwurf in den ersten Augusttagen noch einmal umredigiert, während alles nur noch auf das Placet Karl Gustavs wartete. [77] Auf der Plenarsitzung am 5. August musste Snoilsky einen letzten alliierten Vorstoß zur sofortigen Unterzeichnung abwehren; drei Tage später empfing er endlich das königliche Schreiben. Es enthielt jedoch nichts weiter als die Wiederholung der Anweisung, unter keinen Umständen eine Allianz einschließlich des Kurfürsten von Brandenburg abzuschließen, gegen den der König freie Hand für einen Angriff zu behalten wünschte. Eine nähere Erklärung kündigte der König zwar an; doch gelangte diese bis zum Abschluss der Rheinbundes nicht mehr an die Frankfurter Gesandten. [78]

Damit war der Versuch gescheitert, Schweden und Brandenburg durch das Bündnis wenigstens gegeneinander zu neutralisieren. Doch gaben die Alliierten immer noch nicht auf: In einem letzten Versuch fügten sie dem Allianzentwurf eine Klausel hinzu, nach der sie zwar keine Absicht hätten, sich in die schwedischen Konflikte mit Polen und Brandenburg einzumischen; doch sicherten sie dem schwedischen König Hilfe zu, falls er im Niedersächsischen oder Westfälischen Reichskreis (d.h. in den Herzogtümern Bremen und Verden sowie in der Herrschaft Wismar) von Polen, Brandenburg oder deren Verbündeten angegriffen würde. Für den Fall allerdings, dass der schwedische König seinerseits zum Angriff auf die brandenburgischen Territorien in diesen Reichskreisen (d.h. auf das Herzogtum Kleve, die Fürstentümer Halberstadt und Minden sowie die Grafschaften Mark und Ravensberg) schreiten würde, wollten sie ihm für die daraus entstehenden Folgen keinerlei Beistand leisten. In dieser Form fand die Klausel Eingang in den endgültigen Bündnisvertrag (Art. 1 Rheinbund-Vertrag vgl. Grafik 5, Zeile 15 ff.). Damit war Brandenburg endgültig aus dem Bündnis verdrängt; und während der brandenburgische Vertreter am 12. August entrüstet aus Frankfurt abreiste, fand in Höchst die letzte Arbeitssitzung der übrigen Alliierten und Beitrittskandidaten statt. Hier wurden die letzten Änderungen in den Vertragsentwurf eingearbeitet und die für Schweden und Hessen angesetzten Soldatenkontingente vermindert. Nachdem die Schweden die Zusage erhalten hatten, dass nach Beendigung des schwedisch-polnischen Krieges auch Schwedisch-Pommern in die Hilfsverpflichtung der Allianz aufgenommen werden könne (Präambel Rheinbund-Vertrag = Grafik 2, vgl. Zeile 11-14), verabredete man endlich, nach mehr als einjährigen Verhandlungen, die Termine für die Unterzeichnung der Verträge. [79]

Dass es bei der Unterzeichnung sowohl des Hauptvertrags am 15. August in Frankfurt als auch des französischen Beitrittsvertrags am Folgetag in Mainz noch einmal zu Schwierigkeiten kam, lag nun nicht mehr an den Schweden. Stattdessen bekannten nunmehr die münsterschen Vertreter, nicht zur Unterzeichnung eines Bündnisses zusammen mit Schweden ermächtigt zu sein; auch die hessischen Gesandten waren noch nicht zur Unterzeichung angewiesen, so dass die Unterschriften der braunschweigischen Vertreter nur unter Vorbehalt der hessischen erfolgten. Hessen hatte noch finanzielle Forderungen an Frankreich offenstehen; erst als die Franzosen die Bezahlung dieser Forderungen zugesagt hatten, unterzeichneten die Hessen nachträglich die Unterhändlerexemplare der einzelnen Gesandten (22. bis 25. August). [80]

Fazit: Der Nutzen des Rheinbundes für Schweden 

Der Abschluss des Rheinbundes kam für die Schweden genau zur rechten Zeit: Während in Mainz der französische Beitrittsvertrag unterzeichnet wurde, stieg im dänischen Hafen Korsör das schwedische Heer an Land, um nach Kopenhagen zu marschieren und die Stadt zu erobern. König Karl Gustav hatte den Frieden von Roskilde gebrochen und trachtete nun danach, das zu vollenden, was er mit dem Friedensschluss begonnen hatte, nämlich Dänemark vollends zu zerschlagen. [81]

Es ist durchaus zweifelhaft, ob Karl Gustav mit dem Rheinbund jemals etwas anderes erlangen wollte als die Unterstützung gegen seine Feinde zu einem möglichst geringen Preis; doch genau diesen Zweck erfüllte der Rheinbund in dieser Situation: Die Verbündeten wiesen alle dänischen Unterstützungsgesuche ab und definierten im Oktober 1658 auf französischen Vorschlag die Elbe als Grenzlinie, welche die von Osten nachrückenden kaiserlichen und brandenburgischen Heere auf ihrem Wege zum Entsatz der Dänen nicht zu überschreiten hätten. Die schwedischen Herzogtümer Bremen und Verden standen demnach tatsächlich unter dem Schutz des Rheinbundes; die Stadt Wismar blieb dagegen ungeschützt. [82]

Als dagegen im Herbst 1659 das kaiserliche Heer in Vorpommern einrückte, ließen sich die Rheinischen Verbündeten im Reich weder von den Schweden noch von den Franzosen zu einem Eingreifen bewegen, da Schwedisch-Pommern vom Schutz des Rheinbundes ausgenommen war. [83] Erst nach den Friedensschlüssen von Oliva (3. Mai 1660) und Kopenhagen (27. Mai / 6. Juni 1660), anlässlich der Verlängerung des Bündnisses am 30. August 1660, erlangte auch Schwedisch-Pommern die Aufnahme, so dass nun alle schwedischen Territorien im Reich durch den Rheinbund geschützt wurden. [84] Doch brauchte sich dessen Schutz für Schweden nicht noch einmal im Kriegsfall zu bewähren.

Anmerkungen

  • [1]

     Friedensvertrag von Osnabrück (Westfälischer Frieden) 1648 X 24, in: Heinz Duchhardt / Martin Peters (Hgg.): Europäische Friedensverträge der Vormoderne – online, URL: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008). Gedruckt in: Antje Oschmann (Bearb.): Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Münster 1998 (Acta Pacis Westphalicae, Serie 3 Abt. B Bd. 1), Teil 1 Urkunden, S. 95-170. Online in: Die Westfälischen Friedensverträge vom 24. Oktober 1648. Texte und Übersetzungen (Acta Pacis Westphalicae. Supplementa electronica 1). URL: http://www.pax-westphalica.de/ipmipo/ (eingesehen am 21.08.2008). Zu den schwedischen Kriegszielen vgl. Sven Lundkvist: Die schwedischen Kriegs- und Friedensziele 1632-1648, in: Konrad Repgen (Hg.), Krieg und Politik 1618-1648. Europäische Probleme und Perspektiven (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 8), München 1988, S. 219-240, zu den Ergebnissen des Friedens unter schwedischer Perspektive vgl. Antje Oschmann: Der Nürnberger Exekutionstag 1649-1650. Das Ende des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland (= Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e.V., Bd. 17), Münster 1991, S. 39-46, Ulf Sundberg: Svenska freder och stillestånd 1249-1814, Hargshamn 1997, S. 260-263.

  • [2]

     Friedensvertrag von Osnabrück (Westfälischer Frieden) 1648 X 24, wie in Anm. 1. Einen Überblick über die schwedische Außenpolitik nach 1648 gibt Georg Landberg: Den svenska utrikespolitikens historia I:3 (1648-1697), Stockholm 1952, zur Deutschlandpolitik 1648-1660 bes. S. 57-68, 105-114. Eine eingehende Analyse der schwedischen Außenpolitik 1650-1654 erfolgt bei Sven Ingemar Olofsson: Efter Westfaliska freden. Sveriges yttre politik 1650-1654 (= Kungliga Vitterhets-, historie- och antikvitetsakademiens handlingar, Historiska serien, Bd. 4), Stockholm 1957.

  • [3]

     Vgl. Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 73-99. Die ausführlichste Darstellung der deutschen Bündnisbewegung bis zum Ersten Rheinbund 1658 gibt nach wie vor Erich Joachim: Die Entwickelung des Rheinbundes vom Jahre 1898. Acht Jahre reichsständischer Politik 1651-1658, Leipzig 1886, zur Situation nach 1648 S. 1 f. Zur Einführung Anton Schindling: Der erste Rheinbund und das Reich, in: Volker Press (Hg.): Alternativen zur Reichsverfassung in der Frühen Neuzeit?, (= Schriften des Historischen Kollegs, Kolloquien 23), München 1995, S. 123-129, Karl Otmar Freiherr von Aretin: Die Kreisassoziationen in der Politik der Mainzer Kurfürsten Johann Philipp und Lothar Franz von Schönborn 1648-1711, in: Ders. (Hg, ), Der Kurfürst von Mainz und die Kreisassoziationen 1648-1746. Zur verfassungsmäßigen Stellung der Reichskreise nach dem Westfälischen Frieden (= Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Beiheft 2), Wiesbaden 1975, S. 31-67, bes. S. 31-44, Karl Otmar Freiherr von Aretin: Das Alte Reich, Bd. 1: Föderalistische oder hierarchische Ordnung (1648-1684), Stuttgart 1993, S.184-201. Schwedens Verhältnis zur deutschen Bündnisbewegung analysiert Hjalmar Crohns: Sverges politik i förhållande till de federativa rörelserna i Tyskland 1650-58, Bd. 1-2 (= Bidrag till kännedom af Finlands natur och folk, häfte 57:1, 61:1), Helsingfors 1898-1902.

  • [4]

     Vgl. Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 197 ff., 204 ff.

  • [5]

     Vgl. dies., S. 391-399, Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 59 f.

  • [6]

     Friedensrezess von Nürnberg 1650 VI 26, in: Duchhardt / Peters (Hgg.): http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008). Gedruckt in Clive Parry (Hg.): The Consolidated Treaty Series (CTS), Bd. 2, S. 89-118. Vgl. Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 350 f., 359 ff., 400-411, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 36 f.

  • [7]

     Vgl. Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 448-459, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 3 ff.

  • [8]

     Vgl. Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 60 f., Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 43 f., 48 f., Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 462 f. Snoilsky wurde am 15. März 1651 in den schwedischen Adelsstand erhoben, vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert (= Nordische Geschichte, Bd. 2), Berlin 2006, S. 408 B 93.

  • [9]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes S. 6-11, Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 465.

  • [10]

     Vgl. Adolf Köcher: Geschichte von Braunschweig und Hannover 1648-1714, Theil 1 (1648-1674) (= Publicationen aus den K. Preussischen Staatsarchiven, Bd. 20), Leipzig 1884, S. 31 f., Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 83 f.

  • [11]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 101 ff., Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 85 f.

  • [12]

     Allianz von Hildesheim 1652 II 14, in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008), gedruckt bei Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 609-614, vgl. ebd., S. 42-50, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes S. 142 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 107 f., Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 62, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 86 f.

  • [13]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 68 ff., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 143.

  • [14]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 68, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 63, 87 f., zur Räumung Frankenthals Oschmann, Nürnberger Exekutionstag, S. 469 f.

  • [15]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 378, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 72-80.

  • [16]

     Vgl. Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 372 ff. (zur Belehnungsfrage), 384 (zur Einladung auf den Reichstag), 115 ff. (zur Zollerhebung in Pommern).

  • [17]

     Vgl. ebd., S. 388, 411 f., zur Rolle Christinas S. 380 f., 420 f.

  • [18]

     Grenzrezess von Stettin 1653 V 4, in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008). Gedruckt in Parry, CTS 3, S. 1-50, vgl. Werner Buchholz: Das schwedische Pommern vom westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongreß, in: Ders. (Hg.), Pommern (= Deutsche Geschichte im Osten Europas), Berlin 1999, S. 237-304, hier S. 239-243, Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 64, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 424, zum Westfälischen Kreistag Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 81-84, Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 63.

  • [19]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 115 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 127, 130 ff., Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 442 f., 455 f.

  • [20]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 155-160, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 447 f., 455 ff., Herbert Schwarzwälder: Geschichte der Freien Hansestadt Bremen, Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Franzosenzeit (1810), Bremen 1975, S. 360-367 zum schwedischen Vorbehalt bei Abschluss des Hildesheimer Bundes s. Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 106.

  • [21]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 132, Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 445 ff., 455 f.

  • [22]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1 S. 145 ff., Olofsson, Efter Westfaliska freden, S. 456.

  • [23]

     Vgl. Sundberg, Sv. freder och stillestånd, S. 268 f., Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 176 f., 183 f., Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 66 f., Schwarzwälder, Bremen, Bd. 1, S. 367 ff.

  • [24]

     Die Bündnisse von Hannover 1654 IX 23 und Braunschweig 1655 VII 19 verzeichnet Theodor von Moerner (Bearb.): Kurbrandenburgs Staatsverträge von 1601 bis 1700, Berlin 1867, S. 183 f. Nr. 100 sowie S. 184-187 Nr. 101 mit Auszügen. Beide Bündnisse erlangten keine Ratifikation. Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 180, 191 f., 208.

  • [25]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 215 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 29, 78 ff., 120-124.

  • [26]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 22 f.

  • [27]

     Rheinische Allianz 1654 XII 15, gedruckt in Parry, CTS 3, S. 33-394 (deutscher Text, ohne Artikelzählung), mit dem überkonfessionellen Beitrittsartikel S. 393. Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 35-41.

  • [28]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 25 f., 32 ff.

  • [29]

     Vgl. ders., S. 43 ff., 59 ff.

  • [30]

     Vgl. ders, S. 46 ff., 93 f., 144 f, Aretin, Kreisassoziationen, bes. S. 41, Aretin, Das Alte Reich, Bd. 1, S. 198 ff.

  • [31]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 94 ff. (Bayern), 243-255 (Frankreich), 128-141 (Niederlande).

  • [32]

     Vgl. ebd., S. 145-155, 211 f, Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 212, 213 f.

  • [33]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 157, 159 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 215-219. Zum schwedisch-polnischen Krieg vgl. Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 81-101

  • [34]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 220-223, 229 f., Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 85.

  • [35]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 246 f. Zu Snoilskys Informanten gehörte der hessische Gesandte Regner Badenhausen, der im August 1656 instruiert war, sowohl den schwedischen als auch den brandenburgischen Vertreter über die Bündnisvorschläge der Rheinischen Alliierten informiert zu halten, vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 167, 214 f, 226.

  • [36]

     Das Einladungsschreiben druckt Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 703 f. Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 161 f., 170, 215 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 255 f.

  • [37]

     Da Brandenburg tatsächlich kein Mitglied des Hildesheimer Bundes war, hat Heiland die Alliierten also bewusst getäuscht! Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 174, 181, 184 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 1, S. 253 f.

  • [38]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 187-196, 212 f.

  • [39]

     Das Schreiben der braunschweigischen Herzöge an König Karl Gustav 1657 III 13 druckt Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 704 f. Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes S. 218 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 4 f., 10 f.

  • [40]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 217 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 2 f., 13 f., Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 101. Zur dänischen Lagebeurteilung siehe Hans Christian Bjerg / Ole L. Frantzen: Danmark i krig, Kopenhagen 2005, S. 101, 110 f.

  • [41]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 220 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 17 ff.

  • [42]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 219 f., 229 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 16 f., 19 f. Da das königliche Schreiben an Snoilsky Kopien der braunschweigischen und hessischen Anfragen vom März 1657 enthielt, müssen diese an Karl Gustav gelangt sein, anders als Joachim, a.a.O., vermutet.

  • [43]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 24.

  • [44]

     Vgl. Bjerg / Frantzen, Danmark i krig, S. 101 ff.

  • [45]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 26-30.

  • [46]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 230, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 261-268, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 32 ff., 38 f.

  • [47]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 40 f., 42 f. Zur Situation in Polen vgl. Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 99 f. Zur diplomatischen Karriere Biörenklous zuletzt Lars-Olof Skoglund: Två bönder och en springare. De svenska sendebuden till westfaliska fredskongressen, in: Krig och fred i källorna (= Årsbok för Riksarkivet och Landsarkiven 1998), S. 117-131, hier S. 127-130.

  • [48]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 230 f., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 271, 283 f, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 36 ff., 63 ff.

  • [49]

     Bündnisvertrag von Wehlau 1657 IX 19 sowie Vertragswerk von Wehlau und Bromberg1657 IX 19 und 1657 XI 6 in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008).

  • [50]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 55-62, Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 100.

  • [51]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 283 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 62-66, 69 f.

  • [52]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 290 f., 293 ff, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 84 f., 88.

  • [53]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 82 ff., 88 f.

  • [54]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 306 f., Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 236, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 92 ff.

  • [55]

     Die Denkschrift referiert Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 99-102. Mit dem Krieg der Rheinischen Alliierten meint Snoilsky den Feldzug des Bischofs von Münster gegen seine Bischofsstadt im August 1657, vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 139 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 50 ff.

  • [56]

     Für den vorgelegten Entwurf hatten die Verhandlungsteilnehmer diejenigen Territorien zunächst selbst benennen können, mit denen ihre Herren dem Bündnis beizutreten wünschten. Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 103 f.

  • [57]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 107-111.

  • [58]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 323 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 113 f.

  • [59]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 382 f., Aretin, Das Alte Reich, Bd. 1, S. 192 ff., speziell Martin Göhring: Kaiserwahl und Rheinbund von 1658. Ein Höhepunkt des Kampfes zwischen Habsburg und Bourbon um die Beherrschung des Reiches, in: Ders., Alexander Scharff (Hgg.), Geschichtliche Kräfte und Entscheidungen. Festschrift zum fünfundsechzigsten Geburtstage von Otto Becker, Wiesbaden 1954, S. 65-83, sowie den Beitrag von Jurij Ivonin und Ljudmila Ivonina: Die Kaiserwahl von 1658 und die Bildung des Rheinbundes. Aus: Der Erste Rheinbund (1658), in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/5951/.

  • [60]

     Bündnisvertrag von Berlin 1658 I 30 / II 14, gedruckt in: Parry, CTS 505-512, Friedensvertrag von Roskilde 1658 II 26, in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008), gedruckt in Laurs Rasmus Laursen (Hg.): Danmark-Norges Traktater 1523-1750 (DNT), Bd. 5 (1651-1664), Kopenhagen 1920, S. 228-240, vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 150, Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 108, 110. Zu den Kriegsereignissen bis zum Frieden von Roskilde vgl. Bjerg / Frantzen, Danmark i krig, S. 107, sowie neuerdings Lars Ericson Wolke: 1658 – Tåget över Bält, Lund 2008.

  • [61]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 336 ff, 354-359, 384, 389 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 127 f., 134 f, 138-141.

  • [62]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 243 ff, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 390 ff., 398 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 152 f.

  • [63]

     Vgl. ebd., S. 155 ff., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, 349 ff.

  • [64]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 158-162.

  • [65]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 247, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 406 f., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 166 f.

  • [66]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 417 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 180 f.

  • [67]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 175 f.

  • [68]

     Vgl. ebd., S. 181 ff., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 426 ff.

  • [69]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 252 f, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 428-431, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 183 ff.

  • [70]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 248, 250, Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 446, 451, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 185 f.

  • [71]

     Beide Denkschriften referiert Crohns, a.a.O., S. 187 ff.

  • [72]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 189 ff.

  • [73]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 256 f., Jaochim, S. 436 ff, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 193 f.

  • [74]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 257 f., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 440 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 201-205.

  • [75]

     Wahlkapitulation Leopolds I., ed. Theodor Reinkingk, Tractatus de regimine seculari et ecclesiastico, Frankfurt 1659, S. 238-279, die clausula reciproca in Art. 13-14, S. 251 ff. Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 469-473, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 196 f. (mit annährend wörtlichem Zitat), Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 113, Aretin, Das Alte Reich, Bd. 1, S. 193 f.

  • [76]

     Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 259 ff., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 472 ff., Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 206 ff.

  • [77]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 497-485, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 210 ff.

  • [78]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 213. Crohns korrigiert hier die Angaben von Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 487, nach denen die ausführliche Anweisung Karl Gustavs bereits am 12. August in Frankfurt eingetroffen sei.

  • [79]

     Erster Rheinbund 1658 VIII 14, in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008). Gedruckt in Parry, CTS 5, S.143-160. Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 264 f., Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 487-490, Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 213 f.

  • [80]

     Vgl. Joachim, Entwickelung des Rheinbundes, S. 491-499.

  • [81]

     Vgl. Landberg, Sv. utrikespolitikens historia, S. 113, Bjerg / Frantzen, Danmark i krig, S. 114.

  • [82]

     Vgl. Crohns, Sverges politik, Bd. 2, S. 219 f., Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 266-271.

  • [83]

     Vgl. Martin Wehrmann: Geschichte von Pommern, Bd. 1-2 (= Deutsche Landesgeschichten, Werk 5), 2. Aufl., Gotha 1919-1921, hier Bd. 2, S. 177 f., Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 283 f., Roman Schnur: Der Rheinbund von 1658 in der deutschen Verfassungsgeschichte (= Rheinisches Archiv 47), Bonn 1955, S. 46 f.

  • [84]

     Friedensvertrag von Oliva 1660 V 3 und dessen Edition sowie Erste Verlängerung des "Ersten Rheinbundes"1660 VIII 31 (in der Ausfertigung des Hauptstaatsarchivs Hannover) zur Aufnahme Pommerns S. 3, in: Duchhardt / Peters: http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege (eingesehen am 21.07.2008). Gedruckt in Parry, CTS 6, S. 175-179. Vgl. Köcher, Braunschweig und Hannover, Theil 1, S. 289 f., 294 f.

Empfohlene Zitierweise

Büttner, Bengt: Schwedens Weg zum Rheinbund 1658. Aus: Der Erste Rheinbund (1658), in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/6085/

Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.



Erstellt: 17.09.2008

Zuletzt geändert: 17.09.2008