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Helmut Schnatz 

Luftkriegslegenden in Dresden 

 

Die Stadt Dresden wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 zweimal vom Bomber Command der Royal Air Force bombardiert. 

Einen ersten Angriff flogen 235 viermotorige Lancaster-Bomber und neun Mosquitoes von 22.03 bis 22.28 Uhr, den zweiten 524 Lancaster von 01.25 bis 01.55 Uhr mit insgesamt 1.495,2 Tonnen (metrisch) Spreng- und 1194,5 Tonnen (metrisch) Leucht- und Brandbomben auf die Innenstadt.[1] Bereits der erste Angriff führte zu einem verheerenden Feuersturm, der zu einer tödlichen Falle für Bewohner der Innenstadt wurde.

Am 14. Februar 1945 setzten 311 B-17 Flying Fortress der 8. US-Air Force die Angriffserie von 12.17 bis 12.31 Uhr mit einem Angriff fort und warfen noch einmal 432,4 Tonnen (metrisch) Spreng- und 260,2 Tonnen (metrisch) Brandbomben nach H2X-Bodenradar ab. Ihre Zielpunkte waren Hauptbahnhof und Postplatz.[2] Wegen der 10/10 Wolkenbedeckung über der Stadt zerfledderte der Angriff und die Bombenlast verteilte sich über das ganze Stadtgebiet. Insgesamt betrug die auf Dresden abgeworfene Bombenlast 3383,2 Tonnen (metrisch).

Die Zerstörung der einzigartigen Barockstadt an der Elbe in der Fläche wurde in der Schlussphase des zweiten Weltkriegs zum Fanal und nach dem Krieg zu einem der am meisten erinnerten, diskutierten und in Büchern dargestellten Ereignisse des Luftkrieges. Die Intensität des Erlebens und auch das Ausmaß der verursachten Zerstörungen begünstigten das Entstehen von Legenden und vor allem drei Veröffentlichungen heizten insbesondere die Gerüchtebildung an: ab 1951 Axel Rodenbergers "Der Tod von Dresden",[3] ab 1955 Max Seydewitz’ "Zerstörung und Wiederaufbau von Dresden".[4] und schließlich ab 1964 David Irvings "Der Untergang Dresdens".[5]

Erstmals 1977 erschien dann ein Buch, das sich kritisch mit den Erzählungen über Dresden im Luftkrieg auseinander setzte und damit sofort auf wütenden Protest stieß, der zum Teil bis heute nicht abgeklungen ist.[6] In einem jüngst erschienen, sehr lesenswerten Aufsatz hat sich der Autor, Götz Bergander noch einmal mit der Gerüchte- und Legendenbildung im Luftkrieg befasst.[7] Diese manifestierte sich in Dresden hauptsächlich in vier Komplexen: in der Zahl der Toten, der Menge der Flüchtlinge in Dresden während des Angriffs, dem Abwurf von Phosphor und in Tiefangriffen auf die Bevölkerung, die sich in den Großen Garten und auf die Elbwiesen gerettet hatte.

1. Die Zahl der Todesopfer 

Bergander nennt die Auseinandersetzungen um die Zahl der Toten in Dresden einen traurigen Streit, "im kalten Krieg politisch und ideologisch belastet", der immer noch geführt werde. Bereits unmittelbar nach dem Angriff begannen Gerüchte mit sechsstelligen Totenzahlen zu kursieren: Svenska Dagbladet veröffentlichte am 25. Februar 1945 ein Interview unter dem Leitsatz „eher 200.000 als 100.000 Todesopfer.[8] Zahlen von 200.000 bis 400.000 werden von rechtsradikaler Seite ins Feld geführt, während die linksradikale sie so niedrig wie möglich haben möchte.

Nachdem im Jahre 1993 im Dresdner Stadtarchiv Akten des Bestattungs- und Marstallamtes entdeckt wurden, kann die Frage genauer beantwortet werden. Demnach wurden bis zum 17. April 1945 rund 25.000 Tote beigesetzt. In dieser Zahl sind die Opfer der späteren Luftangriffe auf Dresden mitenthalten. In der Zeit von Mai bis September 1945 wurden keine Leichenfunde registriert, aber von Oktober 1945 bis Ende 1957 wurden noch 1.557 Tote gefunden, sodass die Nachfunde insgesamt auf etwa 2.000 geschätzt werden. 

Neben den Totenmeldungen lagen noch rund 35.000 Vermisstenmeldungen vor. Friedrich Reichert (Stadtmuseum Dresden) schätzt, dass von diesen Personen sich etwa 10.000 wieder einfanden,[9] sodass die endgültige Zahl um die 40.000 liegen könnte. Das entspricht ungefähr der Zahl an Toten, die Hamburg nach der Angriffserie vom Juli 1943 zu beklagen hatte.

2. Flüchtlinge 

Die Annahmen über die Zahl der Flüchtlinge in Dresden zum Zeitpunkt des Angriffs hängen mit der Frage der Toten durch die Angriffe im Februar 1945 zusammen. Da diese sich in Dresden ohne festen Wohnsitz und ohne einwohneramtliche Registrierung aufhielten, ist die Zahl der Personenverluste unter ihnen unklar. Bergander, der selbst in der Flüchtlingsbetreuung eingesetzt war, weist darauf hin, dass es das Bestreben von Partei und staatlichen Dienststellen war, die nach Dresden strömenden Personen möglichst schnell weiterzubefördern, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Unter dem Gesichtspunkt des Luftschutzes war dies auch ein unbedingtes Erfordernis. Im übrigen verweist Bergander auf den Luftschutzingenieur Feydt in Dresden, der 1953 bezeugte,[10] dass es nicht zu einer Überfüllung Dresdens mit einer halben Million Flüchtlingen gekommen ist. Er selbst kommt auf der Basis von logistischen Überlegungen zu dem nachvollziehbaren Schluss, dass in der Angriffsnacht rund 200.000 Flüchtlinge über ganz Dresden verteilt gewesen sein können.[11]

3. Abregnen von Phospor 

Zum Standardrepertoire in Erzählungen und gedruckten Berichten gehört die nicht auszurottende Behauptung, die britischen Bomber hätten mit (abgeregnetem) Phosphor die deutschen Städte in Brand gesetzt, so auch in Dresden. Dort wird sogar erzählt, selbst die Elbe hätte dadurch gebrannt. Besonders das Buch von Rodenberger berichtet phantasievolle Horrorgeschichten über den "Teufelssaft". Dennoch ist nichts davon wahr. Phosphor ist ein chemisches Element, das in verschiedenen Formen existiert. Der hier in Frage stehende sogenannte weiße Phosphor ist eine giftige, wachsartige gelbliche Masse, die sehr schnell reagiert, das heißt, der Luft ausgesetzt, sofort zu oxydieren beginnt, indem sie abbrennt. Weißer Phosphor muss deshalb in Wasser, jedenfalls luftabgeschlossen aufbewahrt werden. Flüssig wird er durch Verbindung mit Schwefel. Ein Abregnen einer solchen wäre schon allein deshalb unsinnig gewesen, weil sie während des Herabfallens aus großer Höhe bereits abgebrannt am Boden angekommen wäre. Ein Phosphorregen hätte zudem eigene, tiefergestaffelte Flugzeuge beim Durchfliegen gefährdet. Hinzugekommen wären auch die technischen Schwierigkeiten der Handhabung und die Gefährlichkeit des Transportes in den Flugzeugen. Tatsächlich eingesetzt wurde Phosphor als Zündmittel in den vielerwähnten Brandkanistern der frühen Kriegsjahre, die RAF aber bald wieder aus dem Einsatz nahm, weil sie sich nicht bewährten, und dann in Phosphorbrandbomben zu 30 lb (14 kg), die vor allem in den mittleren Kriegsjahren, kaum noch gegen Kriegsende eingesetzt wurden. In diesen Bomben wurden 625 Gramm Phosphor den 2.975 Gramm Brandmasse aus Kautschuk und Rohbenzol als Zündmittel zugesetzt. Hier wirkte er folgendermaßen: 

"1. Beim Aufschlag wirkt der Zünder. 

2. Seine kleine Stichflamme bringt die 35 g Pulver zur Entzündung. 

3. Die Explosionsflamme und der Gasdruck der Ausstoßladung bewirken alles weitere: 

a) Die Explosionsflamme entzündet die Brandmasse und den Phosphor ! 

b) der Gasdruck presst den in den unteren Teil des Bombenkopfes eingelassenen Phosphor ganz fein verteilt in die Brandmasse hinein … und stößt die entzündete Brandmasse in einer Menge von größeren und kleineren Spritzern, den sogenannten Brandfladen, aus. [...] Wenn [...] die Brandfladen etwa nach dem Ablöschen mit Wasser wieder trocknen, dann sollen die in ihnen fein verteilten geringen Phosphormengen durch ihre Berührung mit der Luft eine nachträgliche, also erneute Entzündung bewirken!"[12]

Offenbar gehen die Erzählungen vom abgeworfenen Phosphor auf die Wahrnehmung der Zielmarkierungsbomben (Bodenmarkierungen) der RAF zurück, die diese ab 1943 einsetzte. Deren ausgestoßenen Magnesiumstäbe wurden in der Bevölkerung zunächst als abgeregneter Phosphor angesehen und danach verselbständigte sich diese Wahrnehmung als allgemeines Gerücht. Da die Bevölkerung auf die Erzählungen von abgeworfenem Phosphor panisch reagierte, veranlasste der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Joseph Goebbels, dass sofort eine Aufklärungskampagne gestartet wurde, zunächst durch Mundpropaganda, dann auch in der Presse.[13] Offensichtlich hat diese Aufklärung aus dem Propagandaministerium, die in diesem Fall ihren Namen ausnahmsweise einmal verdiente, bis heute nicht gefruchtet.

Was das Bomber Command in Dresden tatsächlich abwarf, waren statt dessen mehrere hunderttausend Stabbrandbomben zu 4 lb (1,8 kg),[14] deren Füllung aus einem Pulver aus Aluminium und Eisenoxyd bestand (auch zu autogenem Schweißen benutzt), und das hell abbrennt. Einzeln waren diese kleinen Bomben leicht zu löschen, aber in der Masse auf intakte, gut brennbare Stadtgebiete abgeworfen, verursachten sie furchtbare Katastrophen. In dem bis dahin noch intakten barocken Dresden mit seinen großen Mengen an verbautem altem und trockenem Holz riefen sie Zehntausende von kleinen Brandherden hervor, die während des noch laufenden Angriffs in der Entstehung nicht bekämpft wurden, sich deshalb schnell zu größeren zusammenschlossen und schließlich schon nach dem ersten Nachtangriff den Feuersturm auslösten. Ein Abwurf von Phosphor, um die Katastrophe auszulösen, war nicht erforderlich, die Stabbrandbomben waren durch ihre Menge viel wirkungsvoller.

4. Tieffliegerangriffe 

Die Behauptung, dass die Menschen, die aus dem Brandgebiet flüchteten und auf den Elbwiesen und im Großen Garten Zuflucht suchten, sowohl nachts, auch vor allem am Tage durch Tiefflieger angegriffen und mit Bordwaffen zusammengeschossen worden seien, ist womöglich die zählebigste unter den Legenden über die Angriffe auf Dresden im Februar 1945. Sie wird dort gewissermaßen mit Klauen und Zähnen erbittert gegen entgegenstehende Erkenntnisse aus neuester wissenschaftlicher Forschung verteidigt.[15]

Was Tiefangriffe bei Nacht betrifft, so ergibt sich aus den räumlichen wie zeitlichen Flugdaten der britischen Nachtjagd eindeutig, dass deren Nachtjäger zum fraglichen Zeitpunkt nicht über Dresden gewesen sind,[16]ganz abgesehen davon, dass ein Flug in Bodennähe im engeren Luftraum über Dresden durch den Feuersturm gar nicht möglich war. Die amerikanischen Begleitjäger wiederum hatten Befehle, die Tiefangriffe im Zielgebiet selbst ausschlossen.[17] Hiergegen wird eingewandt, die alliierten Dokumente seien eben verfälscht oder bereinigt oder unvollständig, auch, die amerikanischen Piloten hätten sich solcher Taten nicht berühmen wollen.

Neben anderen, vor allem technischen und naturwissenschaftlichen Aspekten gibt es jedoch auch aus deutschen Quellen die Bestätigung dafür, dass Tiefangriffe nicht stattgefunden haben. So ergeben der frühe Zeitpunkt der Entwarnung in Dresden[18] und die überlieferte fortlaufende Reportage des deutschen Flugmelde- und Jägerleitdienstes eindeutig,[19] dass nach dem Bombenangriff der Luftraum Dresden von den amerikanischen Maschinen so zügig geräumt wurde, dass ein Zeitrahmen für Tiefangriffe gar nicht existiert.

Tatsächlich sind unmittelbar nach dem letzten Bombenabwurf um 12.31 Uhr Jagdflugzeuge in Bodennähe beim Durchflug durch das Elbtal beobachtet worden,[20] aber es handelte sich um einen schnellen Überflug bei einem der Luftkämpfe zwischen deutschen Jägern des Jagdgeschwaders 300 oder 301 und amerikanischen Begleitjägern, die vor, während und nach dem Bombenangriff im sächsischen Luftraum zwischen Leipzig und Dresden ausgefochten wurden. Dabei kam es im engeren Raum Dresden zu Abschüssen deutscher Jäger. Dabei kam es im engeren Raum Dresden zu Abschüssen deutscher Jäger. Die neuerdings von Wolfgang Schaarschmidt vorgebrachten Einwände gegen die Untersuchung können wegen ihres selektiven Charakters und schwerwiegender sachlicher Mängel nicht überzeugen.[21] Es ist verständlich, dass verstörte Augenzeugen dies als Tiefangriff auf sich selbst deuten konnten, das Weitere zum Wuchern der Legende trug das kollektive kommunikative Gedächtnis der Nachlebenden in der Nachkriegszeit bei.[22]

Folgendes ist bemerkenswert: als durch den VEB Brockhaus Verlag Leipzig 1982 auf Weisung des Zentralkomitees der SED aus Anlass des 90. Geburtstages Seydewitz’ dessen Dresden-Buch unter dem Titel "Die unbesiegbare Stadt" aktualisiert neu herausgegeben wurde, waren sämtliche Aussagen über Tiefangriffe alliierter Begleitjäger aus dem Verlagsmanuskript gestrichen und im Druck weggelassen.[23] Der Grund hierfür war eine gutachterliche Äußerung des bekannten DDR-Luftkriegshistorikers Olaf Groehler vom Zentralinstitut für Geschichte bei der Akademie der Wissenschaften gegen die Existenz von Tiefangriffen.[24] Wie die Legendenbildung auch heute noch weiterwuchert, zeigt folgendes jüngstes Beispiel: in dem Filmbericht "Das Drama von Dresden", ausgestrahlt am 8. Februar 2005, verbreiteten der Leiter der sächsischen Munitionsräumung, Thomas Lange, und das ZDF die falsche Version, es seien am 13./14. Februar 1945 in Dresden Brandkanister als Masseneinsatzmittel abgeworfen worden, deren Füllung später als Napalm bezeichnet worden sei.[25]

Die hier vorgestellten Legenden sind in Dresden nicht die einzigen. Es gibt auch solche, die einen weniger öffentlichen, mehr privaten Charakter haben. Luftkriegslegenden lassen sich überall und zu allen Zeiten nachweisen. Ihre Aufrechterhaltung scheint in Dresden inzwischen so etwas wie eine Glaubenssache geworden zu sein. Hiergegen hat die Geschichtswissenschaft offenbar kaum eine Chance, versachlichend wirken zu können und verständnisvoll wahrgenommen zu werden. 

Anmerkungen 

[1] Bomber Command Intelligence Narrative of Operations No 1007, Public Record Office (PRO) London, Air 24/307.

[2] Annex 4 Field Order 1622: MPI 078 054/2 und 075 045/2, Air Force Historical Research Agency (AFHRA), Maxwell Alabama, Microfilm B 5018; Target No 6 (d) (vi)/74, Illustration No 6 (vi) 74/2, Railway Marshalling Yard - Dresden (Germany), National Archives at College Park/Maryland, RG 243, Records of the United States Strategic Bombing Survey, Entry 27, 190/63/4/5, Box 42, Folder 746 Dresden; Headquarters 1st Air Division, Report of Operations, Dresden, 14 February 1945, Annex I, Bombing Tactics and Results, 1. Bomb Run Data, AFHRA, Microfilm B 5018.

[3] Axel Rodenberger: Der Tod von Dresden. Bericht vom Sterben einer Stadt in Augenzeugenberichten, Berlin (Neuauflage) 1995. Das Buch erschien zwischen 1951 und 1963 in acht Auflagen.

[4] Max Seydewitz: Zerstörung und Wiederaufbau von Dresden, Berlin (Ost) 1955.

[5] David Irving: Der Untergang Dresdens, Gütersloh 1964.

[6] Götz Bergander: Dresden im Luftkrieg, Köln/Wien 1977.

[7] Götz Bergander: Vom Gerücht zur Legende. Der Luftkrieg über Deutschland im Spiegel von Tatsachen, Erlebter Geschichte, Erinnerung, Erinnerungsverzerrung, in: Thomas Stamm-Kuhlmann/Jürgen Elvert/Birgit Aschmann/Jens Hohensee (Hg.): Geschichtsbilder. Festschrift für Michael Salewski zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2003 [=HMRG-Beiheft 47].

[8] Telegramm des Auswärtigen Amtes an die Gesandtschaft Bern vom 8. März 1945. Darin wurde der diplomatischen Vertretung aufgegeben, zur Verbreitung in der Schweiz ein Flugblatt mit dem Interview herzustellen, Auswärtiges Amt, Politisches Archiv, Gesandtschaft Bern, Materialsammlung über Luftkrieg, Bd. 3400.

[9] Friedrich Reichert: Verbrannt bis zur Unkenntlichkeit, Altenburg 1994, hier S. 55ff. (Kapitel "Terrorgefallene").

[10] Bergander, Dresden im Luftkrieg, S. 211f.

[11] Ebd., S. 214.

[12] "Schnell und entschlossen handeln!", in: Die Sirene 1944, Nr. 13, S. 124.

[13] Bergander, Dresden im Luftkrieg, S. 190f.; Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Schnellbrief LK-Mitteilung Nr. 6 vom 10. Juli 1943, Bundesarchiv R 55/447.

[14] Bomber Command Intelligence Narrative No 1007, Bomber Command Summary of Operations, Days 13 February 1945. Nights 13/14 February 1945, PRO Air 24/307; Microfilm Roll 2, Daily Operations of RAF Bomber Command, NA RG 243, Entry 26, file 2. n. (4) (i), Dresden.

[15] Hierzu jetzt: Helmut Schnatz: Tiefflieger über Dresden? Legenden und Wirklichkeit, Köln-Weimar-Wien 2000. Das Buch hat in Dresden und auch anderswo erbitterten Widerspruch erfahren, der auch vor persönlicher Diffamierung nicht zurückschreckte. Siehe hierzu u. a. Oliver Reinhard: Im Sturm der Empörung, in: Sächsische Zeitung v. 20. April 2000; Peter Carstens: Das alte Dresden empört sich über die Thesen eines Historikers, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20. April 2000; Jens Schneider: Der Schrecken des Tschi-tschi-tschi, in: Süddeutsche Zeitung v. 22. April 2000; Lars-Broder Keil/Sven Felix Kellerhoff: Deutsche Legenden, Berlin 2002, S. 7 u. 139.

[16] Squadron Operation Record Book (SORB) No 169 Squadron, PRO Air 27/1094, SORB BSDU, PRO Air 27/775, SORB No 23 Squadron, PRO 27/288, SORB No 25 Squadron, PRO Air 27/307, SORB No 29 Squadron, PRO 27/342, SORB No 85 Squadron, PRO Air 27/706, SORB No 141 Squadron, PRO Air 27/971, SORB No 151 Squadron PRO Air 17/1022, SORB No 157 Squadron, PRO Air 27/1046, SORB No 239 Squadron, PRO Air 27/1456, SORB No 307 Squadron, PRO Air 27/1676, SORB No 406 Squadron, PRO Air 27/179, SORB No 515 Squadron, PRO Air 27/1981.

[17] Field Order 1622 A, AFHRA, Eight Air Force Mission Files, Microfilm B 5018.

[18] Schnatz, Tiefflieger, S. 109.

[19] Gemeinde Langenberg: Luftwarnjournal 1944-45, StadtA Gera III D/1-1139, Luftlagemeldungen 14.2.45, Lm 52, 12.31 Uhr - Lm 68, 13.

[20] Julius Arthur Rietschel: Briefe vom 20. Februar und 17. März 1945, im Besitz seiner Enkelin Nanna Hürter, Koblenz-Metternich. Rietschel war Maler und Stecher und ein Großneffe des berühmten sächsischen Bildhauers Ernst Rietschel. Kopien der Briefe erhielt das Stadtarchiv Dresden vom Verf. im Jahre 1985.

[21] Schnatz, Tiefflieger, S. 119f. Wolfgang Schaarschmidt, Dresden 1945. Daten, Fakten, Opfer, München 2005, S. 53; Helmut Schnatz, Stellungnahme zu Ausführungen von Wolfgang Schaarschmidt in: Dresden 1945, Daten. Fakten. Opfer, München 2005, unveröfftl. Manuskript im Besitz des Verf.

[22] Harald Welzer: Das kommunikative Gedächtnis, München 2002, S. 39 und passim.

[23] Für den Hinweis darauf danke ich Günther Krause, Dresden.

[24] Aktennotiz zu Seydewitz, Die unbesiegbare Stadt: "Nachtrag: Prof. Gröhler (sic) zu den Tiefangriffen (Telefonat am 16. 6. 1982): Mit Berufung auf die Quelle Bergander sowie eigene Studien englischer Quellen, […] die Berganders Recherchen bestätigen, meint er, dass derartige Tieffliegrangriffe nicht geflogen wurden.“ Sächsisches Staatsarchiv Leipzig, VEB Brockhaus Verlag Lpz. 50. Dies hinderte Groehler freilich nicht, in seinem Buch (Der Bombenkrieg gegen Deutschland, Berlin 1990) auf S. 414 die Behauptung von Tiefangriffen wieder aufzunehmen und gegen Bergander zu polemisieren.

[25] Siehe hierzu auch Wolfgang Fleischer, Abwurfmunition der Alliierten auf Dresden, in: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden Heft 8, Sachsen im Bombenkrieg „ … und nun auch Dresden“, Dresden 2005, S. 28 und 30. Zuschriften und Anfragen von Götz Bergander, Gebhard Aders und von mir an Lange mit der Bitte um Klärung blieben unbeantwortet. Siehe hierzu Anm. 17.

 

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Schnatz, Helmut: Luftkriegslegenden in Dresden, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/1810/

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Erstellt: 28.03.2006

Zuletzt geändert: 28.03.2006