persistent

Sie haben den folgenden Artikel über eine stabile URL aufgerufen:

Helmut Schnatz 

Der Luftkrieg im Raum Trier 1943-1945 

 

Angriffsstatistik (PDF)

 


Abb. 1: Brennendes Trier mit Dom, 14. August 1944; Bistumsarchiv Trier

Die altwehrwürdige, älteste Stadt Deutschlands blieb im Zweiten Weltkrieg trotz ihrer Randlage im Reichsgebiet nicht von Luftangriffen verschont. Nach Kriegsende hatte Trier 382 Tote zu beklagen, die den Bomben zum Opfer gefallen waren, die Stadt wies einen Zerstörungsgrad von 41% auf,(1) unbeschädigt blieben nur 15% der 9097 Wohnhäuser, die Trier bei Kriegsbeginn besaß,(2) wobei sich die Zerstörungen hauptsächlich zwischen Porta Nigra und Südallee im historischen Stadtkern konzentrierten. 

Unter dem Stichwort Trier bemerkt das alliierte Zielhandbuch „The Bomber’s Baedeker“: „Es ist eine bedeutende Garnison und Heeresausbildungszentrum und es gibt dort mehrere große Kasernen, zum größten Teil im nordöstlichen Viertel der Stadt. Trier ist ein Zentralmarkt für das Weinanbaugebiet des Moseltales. Neben großen Eisenbahn-Reparaturbetrieben sind die einzigen Industrien einige kleine Maschinenbau-Firmen. Ein großes Maschinenbauwerk liegt in der kleinen Stadt Konz-Karthaus, vier Meilen (6,4 Kilometer) südwestlich von Trier.“(3) 

An Zielen beschreibt dann der „Baedeker“ das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) auf der linken Seite der Mosel (in Trier-Euren) mit einer Belegschaft von 1 300 Arbeitern zur Wartung und Reparatur von Lokomotiven, Personen- und Güterwagen. Dieses Gelände umfasse auch (einen) Rangierbahnhof und Gütergleise. 

Weiter sind erwähnt das Elektrizitätswerk mit einer Kapazität von 35 MW, das Gaswerk mit einer Jahresproduktion von 155 Millionen m³ Gas im Jahr 1937. 

Das große Maschinenbauwerk wird als die Firma Hubert Zettelmeyer identifiziert, die 1 000 Beschäftigte habe und Traktoren zum Ziehen von Kanonen und in der Landwirtschaft baue. 

Das RAW in Euren hatte die Priorität 2 (kleinerer Betrieb in größerer Industrie bzw. größerer Betrieb in kleinerer Industrie), Zettelmeyer war unter 3 eingestuft (Fabrik von relativer geringer Bedeutung für die deutschen Kriegsanstrengungen). Ein weiteres RAW lag in Konz-Karthaus, das britische Air Ministry, Autor der Zielunterlagen, vermutete hier 1 000 Arbeitskräfte.(4) 

Die Einwohnerzahl gab der Baedeker mit 80 000 an, demnach war Trier nicht als Großstadt anzusehen. 

Die Stadt Trier ist allerdings nicht isoliert zu betrachten. Tatsächlich war sie Mittelpunkt eines komplexen Eisenbahnverkehrssystems umittelbar vor der Reichsgrenze. Dieses bestand aus: 

1. den Eisenbahnstrecken von Saarbrücken, Thionville (Diedenhofen) und Luxemburg nach Trier,
2. den Eisenbahnstrecken von Koblenz und Köln nach Trier,
3. der lokalen Strecke von Hermeskeil/Hunsrück nach Trier
4. der Eisenbahnbrücke über die Saar von Konzerbrück nach Konz,
5. der Eisenbahnbrücke über die Mosel von Konzerbrück nach Igel,
6. der Eisenbahnbrücke über die Mosel von Konz zum Gleisdreieck Heidenberg,
7. der Eisenbahnbrücke über die Mosel bei Pfalzel,
8. dem Verschiebebahnhof Konz-Karthaus,
9. dem Rangierbahnhof Trier-Kürenz und
10. dem Verschiebebahnhof Ehrang.(5)

Als große Wehrmachtseinrichtungen gab es in Trier u. a. noch den Pionierpark und einen Flugplatz der Luftwaffe in Trier-Euren.(6) In den mittleren Kriegsjahren war die kriegswirtschaftliche Bedeutung Triers gering und die Stadt blieb von größeren Luftangriffen verschont. Immerhin war das RAW und der Verschiebebahnhof Ehrang dem Bomber Command am 1. April 1943 einen Angriff von zwölf Mosquitos mit 500 lb (226 Kg)-Sprengbomben wert, der am Tage und im Tiefflug ausgeführt wurde. Es war ein fliegerisches Bravourstück, brachte für die Angreifer aber keine überzeugenden Ergebnisse.(7) 

Interessant für die alliierte Luftkriegsführung wurde Trier erst wieder, als die Vorbereitungen für die Invasion in Frankreich 1944 begannen. Ab 1. April wurden das Bomber Command und die 8. US Air Force vorübergehend aus dem strategischen Luftkrieg über dem Reich zurückgezogen, um durch Bombardements des rückwärtigen Verkehrssystems das Landungsgebiet von den Nachschubadern abzuschneiden. Das bedeutete in erster Linie Bombardierungen der französischen Eisenbahnsystems zwischen Paris und der Küste, in zweiter Linie allerdings bis nach Westdeutschland hinein. 

Einen ersten Schlag gegen das Trierer Eisenbahnsystem führte die 1. Bombardment Division (BD) in der 8. Air Force am 11. Mai 1944, indem sie praktisch zeitgleich die Verschiebebahnhöfe in Konz-Karthaus und Ehrang als Hauptziele angriff. Dabei entstanden erhebliche Schäden, u. a. wurde das RAW Konz zu 80% vernichtet. In den Verschiebebahnhöfen gab es außer den Gleisschäden, die meist schnell behoben waren, Ausfälle der Stellwerke.(8) Auch die Firma Zettelmeyer war schwer betroffen.(9) 

Einen besonderen Erfolg erzielte ein weiteres Unternehmen gegen Konz-Karthaus am 27. Mai 1944. Wieder verursachten Bombenteppiche schwere Schäden im Gelände des Verschiebebahnhofs, außerdem ließen die abgeworfenen Semi Armour Piercing (SAP) Bombs (Panzer-Bomben), aus denen diesmal die Bombenladung bestand, die Eisenbahnbrücke über die Mosel zwischen Konz und Gleisdreieck Heidenberg über die gesamte Länge einstürzen. 

Das Reichsverkehrsministerium verlangte sofort den Wiederaufbau der Brücke bis 8. Juli, tatsächlich konnte sie dann am 25. Juli ein- und am 27. Juli wieder voll zweigleisig befahren werden.(10) 

Das Stadtgebiet von Trier selbst wurde zum ersten Male am 14. August 1944 schwerer getroffen. Auf dem Rückflug von Süddeutschland, wo sie ihre Bomben am Ziel nicht hatte abwerfen können, war eine selbständig rückfliegende Squadron der 92. Bombardment Group mit Nordwestkurs schon fast an Trier vorbeigeflogen, als der Verbandsführer auf die Stadt scharf einkurvte. Die 10 B-17 warfen insgesamt 11 000 Stabbrandbomben ab.(11) Vielleicht waren der Hauptbahnhof oder der kleinere Rangierbahnhof von Trier-Kürenz das „Target of Opportunity“ (Gelegenheitsziel), aber die Bomben fielen tatsächlich in das Stadtgebiet in den alten kaiserlich-bischöflichen Bezirk, in dem sich die historischen Baudenkmäler der römischen und mittelalterlichen Stadt konzentrierten. Die Schadensmeldung des Reichsschatzmeisters der NSDAP verzeichnete: “Der Dom und die Basilika sowie das Kurfürstliche Palais und die Frauenkirche wurden getroffen. Ein Turm des Domes eingestürzt. 46 Wohngebäude total zerstört, 136 schwer beschädigt. Eine chemische Fabrik (technische Öle) total zerstört. Wehrbezirkskommando schwer beschädigt. NSV-Kreisamtsleitung total zerstört. … Basilika durch Brand total zerstört. Der über 1 000jährige (Dom), die Frauenkirche, das Stadtmuseum, das Kurfürstliche Palais sowie das Kesselstadtpalais wurden schwer beschädigt. 1 200 Obdachlose.“(12) 

Die Beschädigung und Zerstörung der historischen Baudenkmäler aus Antike, Mittelalter und Neuzeit bot der NS-Presse eine willkommene Gelegenheit zur Propaganda gegen „anglo-amerikanischen Bombenterror über Trier.“(13) 

Am 26. August waren noch einmal die Verschiebebahnhöfe von Ehrang und Konz-Karthaus Zweitziele für B-24 der 2. BD mit dem Ergebnis, daß vorübergehend die gesamte Ausfahrt nach Westen blockiert war.(14) 

Mit dem September 1944 trat der Luftkrieg im Raum Trier in eine neue Phase ein. In Lothringen und entlang der Reichsgrenze westlich der Eifel hatte sich die Front stabilisiert und Trier selbst lag westlich der „bomb line“,(15) geriet dafür aber ins Visier der leichten und mittleren Bomber der 9. Bombardment Division, 9. Air Force, deren Zielsetzung taktisch war. Sie griffen Trier bereits am 20. September unmittelbar nach ihrem grundlegenden Zielwechsel (von Zielen in Westfrankreich zu solchen im Bereich der Reichsgrenze) und der Neudislozierung auf Flugplätzen in Frankreich an. Weitere Angriffe erfolgen am 21. September, 7. und 29. Oktober und am 2., 3 und 4. November.(16) 

Die Ziele waren die Verschiebebahnhöfe im Stadtgebiet und in Ehrang, Brücken in Konz und Pfalzel, das Heeresversorgungslager im nördlichen Stadtgebiet, der Pionierpark in Trier-Euren. 

Nachdem die Stadt seit 13. September 1944 durch die Nähe zur Front unter Artilleriebeschuß lag, wurde sie im Oktober zügig von der Zivilbevölkerung weitgehend geräumt. 

Nach einer längeren Pause gerieten Trier, Ehrang und Konz dann durch den Beginn der Ardennenoffensive erneut ins Fadenkreuz der alliierten Luftwaffen. Es hatte sich gezeigt, daß große Teile des weitgehend unbemerkt gebliebenen deutschen Aufmarsches in der Eifel über das Eisenbahnsystem Trier - und hier wiederum hauptsächlich über Ehrang - gelaufen sein mußten. Konsequenterweise konzentrierten sich nun 8. und 9. Air Force auf die Ausschaltung dieses Eisenbahnsystems. Hierbei gingen sie arbeitsteilig vor: während die 8. AF auf den großen Verschiebebahnhof bei Ehrang, die Ortskerne von Pfalzel und Ruwer (als Communication Centers, Straßenknotenpunkte) sowie Ausladungen der Wehrmacht im benachbarten Kordel im Kylltal angesetzt wurde,(17) suchte die 9. Bombardment Division, 9. AF, die Eisenbahnbrücken in Konz und Pfalzel unbrauchbar zu machen.(18) Dagegen kaprizierte sich Luftmarschall Harris mit seinem Bomber Command auf den Stadtkern von Trier. Er ließ die 3. Group des Bomber Command am 19., 21. und 23. Dezember 1944 am Tage den Stadtkern von Trier mit Sprengbomben angreifen und verwüstete die Innenstadt schwer.(19) Vor allem am 23. Dezember kam es dadurch zu zahlreichen Bränden. In allen drei Fällen war der Zielpunkt mit großer Sicherheit die Porta Nigra.(20) Obwohl die Stadt ziemlich leer von Menschen war, kosteten die drei Angriffe zusammen doch immerhin noch 182 Menschenleben.(21) Schwere Häuserschäden entstanden vor allem zwischen dem Hauptmarkt und Löwenbrücknerstraße und Nikolausstraße.(22) 

Der Unterstützungseffekt der drei Angriffe des Bomber Command war für die Amerikaner, die in der Eifel, Luxemburg und Südbelgien zur gleichen Zeit von der Wehrmacht schwer bedrängt waren, gleich Null, denn 

1. war eine Sperrung von Durchgangstraßen wegen der städtischen Topographie Triers durch das Bombardement ohnehin nicht erreichbar, und
2. lag der eigentliche Drehpunkt für Transporte, die über die Moselstrecke zur Eifel zuliefen, nördlich der Mosel in Ehrang und
3. versuchte die 3. Group nicht, wenigstens die Straßenbrücken im Stadtgebiet Triers zu zerstören, um eventuellen geringen noch laufenden Straßenverkehr von der Südseite der Mosel zur Eifel hin abzuschneiden.

Mit ihrer Konzentration auf die Eisenbahnbrücken in Konz und Pfalzel sowie auf den Verschiebebahnhof Ehrang hatte die US Air Force einen vollen Erfolg. Alle waren bis 2. Januar 1945 unbrauchbar gemacht und nur noch Teil der „Verkehrswüste Köln-Koblenz-Trier.“(23) Schon zum 29. Dezember vermeldete das Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion lakonisch: „29. 12. … Trier Bahnbetrieb eingestellt.“(24) 

Möglicherweise waren die zahlreichen Bombardierungen der Konzer Saarbrücke nicht einmal erforderlich gewesen, denn im Ortsbereich Konz lagen Gleise und Brücken ohnehin unter Feindsicht und konnten für Zuläufe aus der Richtung Saarbrücken nicht benutzt werden. Die eigentlich neuralgischen Punkte waren der Verschiebebahnhof Ehrang und die Pfalzeler Brücke. Die unbefahrbar gemachten Eisenbahnbrücken über die Mosel in Bullay und Koblenz-Güls taten ein übriges zur Lahmlegung der gesamten Moselstrecke. 

Die Bombardierung der Ortszentren von Pfalzel und Ruwer zur Blockierung der Durchgangstraßen durch die 8. Air Force am 24. Dezember 1944 näherte sich der Strategie des Bomber Command und dürfte ebenso wenig effektiv wie die Zerstörung des Stadtkerns von Trier durch die 3. Group gewesen sein. 

Zwischen dem 16. Dezember 1944 und dem 2. Januar 1945 warfen die 8. und die 9. US Air Force insgesamt 1 467 Tonnen (metr.) (53,3%), das Bomber Command 1281,2 Tonnen (metr.) (46,6%) Bomben auf den Raum Trier ab.(25) 

Am Fall Trier zeigt sich exemplarisch, als wie nutzlos sich Harris’ Strategie der Städtebombardments erwies, es war praktisch eine Verschwendung von Abwurfmunition in einer Situation, in der die Zerstörung von Transportmöglichkeiten und -kapazitäten des Gegners dringend geboten war. Insofern ist Trier ein Paradebeispiel für den Unterschied zwischen britischer und amerikanischer Luftstrategie. 

Mit dem 2. Januar 1945 endete die Angriffserie der alliierten Bomberverbände auf Trier und sein Umland, was folgte, waren Jagdbomberangriffe, die aber keine großen Schäden mehr verursachten. Am 2. März 1945 wurde die Stadt von amerikanischen Truppen besetzt. 

Anmerkungen 

1) Helmut Schnatz, Zu den Luftangriffen auf Trier, Ehrang und Konz-Karthaus 1944/45, in: Jahrb. f. westdeutsche Landesgeschichte, 19. Jahrg. 1993, S. 600; Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Sachgeschädigte (Hrsg.), Dokumente deutscher Kriegsschäden. Evakuierte, Kriegssachgeschädigte, Währungsgeschädigte, Bonn 1958, S. 54. 

2) Emil Zenz, Rauch und Trümmer. Trier 1944/45, Trier 1962, S. XIII. 

3) The Bomber’s Baedeker (Guide to the Economic Importance of German Towns & Cities) 2nd (1944) Edition. Part II, S. 673, National Archives at College Park/Maryland (NA), RG 243, Records of the Unites States Strategic Bombing Survey (USSBS), Entry 6 file 53. c. 36 Box 452. Zu Konz-Karthaus, Trier und Ehrang siehe auch die Dossiers RG 243, Entry 27, 190/63/5/4, Box 87, Folder 1492 Konz Karthaus; Entry 27, 190/63/6/7, Box 157, Folder 2844 Trier und Entry 27, 190/63/4/5, Box 47, Folder 805 Ehrang. Der Folder für Ehrang ist leider seit einigen Jahren nach einem Kopierauftrag nicht mehr im Bestand. 

4) Target Information Sheet Konz Karthaus nr. Trier, A.M.No. 6 (d) (vi) 132, im Folder für Konz-Karthaus. 

5) Schnatz, Zu den Luftangriffen, S. 555 ff.; Bildliche Zielunterlagen der alliierten Luftwaffen für die drei Orte veröffentlicht bei Helmut Schnatz, Einige neue Erkenntnisse zu den Luftangriffen im Raum Trier 1944/45, in: Jahrbuch f. westdeutsche Landesgeschichte, 24. Jahrg. 1998, S. 432 ff. Allgemein zum Luftkrieg um Trier auch Emil Zenz, Geschichte Triers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts 1900 - 1950, Trier 1981; Adolf Welter, Chronik Trier-Euren 1939 - 1948, Trier o. J (1987); Adolf Welter, Die Luftangriffe auf Trier 1939 - 1945. Ein Beitrag zur Geschichte des Trierer Landes, Trier 1996; Adolf Welter, Trier 1939 - 1945, Neue Forschungsergebnisse zur Stadtgeschichte, Trier 1998; Adolf Welter, Der Flugplatz Trier-Euren. Vom Exerzierfeld zum Industriegebiet, Trier 2004; Adolf Neyses, Trier und Umgebung im Bombenkrieg vor 50 Jahren, in: Neues Trierisches Jahrbuch 1994; Helmut Schnatz, Angriffe und Bombenwürfe der 9. BD, 9. AF, auf Reichsgebiet 12. 09. 1944 bis 03. 05. 1945. Erläuterungen und Datensätze, unveröffentl. Manuskript 2001. Die Veröffentlichungen von Welter sind - vor allem hinsichtlich seiner Zitate, Schlußfolgerungen und Urteile über dritte Autoren - mit großer Vorsicht zu genießen. 

6) Target Information Sheet Date 19. November 1944, Op No. GN 5860 und Landing Grounds & Air Fields for Germany (South) Vol III, Sheet No. 105 Trier; NA RG 243, Entry 27, 190/63/6/7, Box 157, Folder 2844 Trier. 

7) Hierzu: Adolf Welter, Chronik Trier-Euren, S. 46 ff; Helmut Schnatz, Der Tiefangriff der RAF auf Ziele in Trier und Ehrang am 1. April 1943: Wirklichkeit, Rezeption, Überlieferung und Stellung in der Luftkriegsstrategie des Zweiten Weltkriegs, in Jahrbuch f. westdeutsche Landesgeschichte, 16. Jahrg. 1990. 

8) Die Zerstörung und der Wiederaufbau des Eisenbahnausbesserungswerkes Konz und das Schicksal seiner Bediensteten, Bundesarchiv (BArch) Berlin, R 5/Anh. II 38. Elubezirksstelle Essen, Nachtrag zur Luftlagemeldung vom 11. Mai Bundesarch-Militärarchiv (BArch-MArch) Freiburg, RL 13/62. 

9) Rüstungskommando Koblenz, Bericht Mai 1944, Tagesmeldung 11. Mai 1944, BArch-MArch RW 21-34/9. 

10) Telegramm von Mineis an RBD Saarbrücken 14. 6. (1944); BArch R 5/2389, Aktenvermerk DRB 72 Jb Saarbrücken 83 vom 14. August 1944, ebenda. 

11) Eighth Air Force Mission Files, Headquarters 1st Bombardment Division, Report of Operations, Sindelfingen, Stuttgart/Echterdingen A/F, Stuttgart Aero Works, Metz A/D, 14 August 1944, Annex I: 1. Bomb Run Data, Air Force Historical Research Agency (AFHRA), Maxwell/Alabama, Microfilm A 5985. 

12) Reichsschatzmeister der NSDAP, Übersicht über die feindliche Fliegertätigkeit in der Zeit vom 14. 8. 8 Uhr - 15. 8. 8 Uhr, BArch NS 1/585. 

13) Artikel „Wertvollste Kulturwerke zerstört“, „Kulturschänder und Mordbrenner“, „Geschändete Trierer Baudenkmäler,“ in: Nationalblatt, Ausgabe Trier, 15. August 1944. 

14) Headquarters 2nd Bombardment Division, Tactical Mission Report Targets Dulmen, Salzbergen, Emmerich, Ludwigshafen, 26 August 1944: Summary of Mission sowie Tactical Bombing Mission Report - 26 August 1944, AFHRA Microfilm A5988; Schnatz, Zu den Luftangriffen auf Trier, Erhang und Konz-Karthaus, S. 567. Die Behauptung Welters in: Der Flugplatz Trier-Euren, S. 112, es sei geplant gewesen, die wieder aufgebaute Eisenbahnbrücke zu zerstören und die Besatzungen hätten dazu den Auftrag gehabt, trifft nicht zu und geht auch nicht auf mich zurück, wie die Anm. 7 in Welters Text nahelegen könnte. Der Tactical Mission Report benennt lediglich die Verschiebahnhöfe als „Secondary Targets“. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit von Aussagen Welters siehe: Adolf Welter: „Neue Forschungsergebnisse“ - ein Desaster für die Luftkriegsgeschichte von Trier, unveröffentl. Manuskript von Helmut Schnatz. 

15) Unter der Bomb Line ist die Bombardierungsgrenze für viermotorige Bomberverbände, die auf dem Rückflug „Targets of Opportunity“ bzw. „Last Resort Targets“ bombardieren wollten, zu verstehen. Sie lag nunmehr zwischen dem Rhein und der Frontlinie. 

16) Headquarters 9th Bombardment Division (M), Mission Summaries zu diesen Daten: National Archives at College Park, RG 243, Records of the United States Strategic Bombing Survey (USSBS) Entry 25, files 2. g. (6) - (7). 

17) Eighth Air Force Mission Files, Headquarters 2d Air Division, Tactical Report of Mission, Marshalling Yards, Communication Centers, Railroad Bridges in the Tactical Area, 24 December 1944, AFHRA Microfilm B 5010; Headquarters 1 Air Division, Report of Operations, Tactical Targets, 31 December 1944, Annex 1: Bombing Tactics and Results, Bomb Run Data, AFHRA Microfilm B 5012; Headquarters 3d Air Division, Tactical Report of Mission - Bad Kreuznach - Kaiserslautern - Ehrang - Siegfried Line - 2 January 1945, Bombing Data, AFHRA Microfilm B 5012. Die Bezeichnung Air Division führten die Bombardment Divisions der 8. AF ab 1. Januar 1945. 

18) Headquarters 9th Bombardment Division (M), Mission Summaries zu diesen Daten: National Archives at College Park, RG 243, Records of the United States Strategic Bombing Survey (USSBS) Entry 25, files 2. g. (7) - (8). 

19) Einsatzbefehle No 3 Group, Form B 729, 18th December 1944, Form B 732, 21st December 1944 und Form B 733, 22nd December 1944, National Archives at Kew (PRO), Air 14/3110. 

20) Hierzu Schnatz, zu den Luftangriffen S. 585 ff. 

21) Ebenda, S. 600. 

22) K 3480, A.C.I.U. Nonstandard Damage Plot Trier No 1, NA RG 243, Entry 27, 190/63/6/7, Box 157, Folder 2844 Trier. 

23) Der Wehrwirtschaftsoffizier im Wehrkreis XII, Tagesverlaufsmeldung für die Zeit vom 29.12. 1944 - 16.00 Uhr bis 30. 12. 1944 - 16.00 Uhr, BArch RW 19/2013. 

24) Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion, Vorläufige Luftlagemeldung vom 30./31. 12. 44, BArch RW 19/477. 

25) Schnatz, Einige neue Erkenntnisse, S. 426. 

 

HSchnatz(at)t-online.de

 

Empfohlene Zitierweise

Schnatz, Helmut: Der Luftkrieg im Raum Trier 1943-1945, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/1851/

Bitte setzen Sie beim Zitieren dieses Beitrags hinter der URL-Angabe in runden Klammern das Datum Ihres letzten Besuchs dieser Online-Adresse.



Erstellt: 28.03.2006

Zuletzt geändert: 28.03.2006